Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bad Soden-Salmünster Hund mit Schleppleine entlaufen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Drahthaar
    antwortet
    Zitat von sueasy Beitrag anzeigen
    Vielen Dank Marion für den Bericht!
    Ich hätte eigentlich gedacht, wenn ein Hund derart festsitzt, würde er sich durch bellen bemerkbar machen und konnte mir daher gar nicht vorstellen, dass die arme Socke wirklich so lange festgesessen hat.

    PS: Lieben Gruß von der Party
    Hallo Susanne,

    sie hat auch gebellt, und wie ..., was letztlich ihre Rettung war.

    Ich habe vor Jahren einmal eine Hündin auf Schweiß geführt, die als Totverbeller ausgebildet war. Ein Totverbeller zeigt durch anhaltendes Bellen an, wenn er weit entfernt vom Hundeführer das nachgesuchte, oft verendete Wild gefunden hat.
    Ich habe damals oft gestaunt, über welch relativ kurze Distanz das Bellen manchmal nicht zu hören war.
    Über 400, 500 Meter kann es es schon sehr kritisch werden.
    Sind die Bedingungen (Mulden, Hänge, Bewuchs, Wind,) ungünstig, ist es noch weniger.

    Das Bellen eines festsitzenden Hundes hilft ihm nur dann, wenn jemand soweit in der Nähe ist, der es hört UND richtig einordnet.
    Und kaum ein Hund wird tagelang ununterbrochen bellen, zumindest nicht wenn es warm ist und er Durst hat.

    Argie ist NICHT im Stadtwald entlaufen, sondern am Rande des hess. Spessart. In der Längsrichtung sind da 25 Kilometer Wald am Stück....

    Nun ja, Argie hatte sicherlich einen ganz besonderen Schutzengel an ihrer Seite.
    Und die Zähigkeit eines echten spanischen Straßenköters

    Liebe Grüße an Dich und an Party

    Marion
    Zuletzt geändert von Drahthaar; 26.05.2011, 22:04. Grund: Ergänzung

    Einen Kommentar schreiben:


  • Fleckenzwerg
    antwortet
    wow.. das geht unter die Haut.

    Und ich bin jedesmal fasziniert, was unsere Hunde alles aushalten können. Gerade in Anbetracht der momentanen Temperaturen.

    Und zum Thema "nicht zu früh aufgeben" kann ich noch mit diesem Artikel unterschreiben:

    Artikel vom 12.10.2010 im http://www.ga-bonn.de

    Regenwasser rettet Lou in Ückesdorf das Leben
    Von Ayla Jacob

    Ückesdorf. Ohne Familie Kreuzer wäre Lou wohl nicht mehr am Leben. Die neunjährige Terrierdame war ihrem Ippendorfer Besitzer am 13. September entwischt - und nicht mehr aufgetaucht. Am Sonntag dann stellte sich heraus, warum. Denn Lou war in einem Waldstück in der Nähe von Ückesdorf in einen sechs Meter tiefen Kanalschacht gestürzt. Und ohne die Hilfe von Ralph, Meico und Frauke Kreuzer sowie ihren Freunden wäre sie aus diesem wohl auch nicht mehr herausgekommen.

    "Wir waren am Sonntag im Wald unterwegs und haben ein lautes Bellen gehört", erzählt Frauke Kreuzer. Zunächst dachte sich die kleine Gruppe von Geocachern (eine Art moderne Schnitzeljagd) nichts dabei. Als das Bellen aber nicht aufhörte, wurde die Familie unruhig. Und machte sich auf die Suche. "Wir konnten nicht zuordnen, aus welcher Richtung das Geräusch kommt", erzählt Kreuzer. Nach zwei Stunden allerdings entdeckten sie den Unglücksraben - eben in jenem Kanalschacht. "Wir haben die Feuerwehr alarmiert. Weil wir aber etwas tun wollten, stieg unser Bekannter in den Schacht hinunter." Dort entdeckte er einen kleinen Hund, der nur noch aus Haut und Knochen bestand.

    "Als die Feuerwehr kam, hatten wir den Hund bereits geborgen, mein Mann hatte ihn ins Auto gebracht", erzählt Frauke Kreuzer, die die kleine Lou zu einem Tierarzt brachte. Dort stellte sich heraus, dass die neunjährige Hündin zwar sehr ausgetrocknet, aber ansonsten wohl auf war. "Ein Anruf beim Tierheim brachte Gewissheit: Lou war am 13. September weggelaufen, dann in den Kanal gestürzt und hat sich wohl nur von Regenwasser am Leben gehalten."

    Doch wie kann es überhaupt sein, dass ein sechs Meter tiefer Kanalschacht nicht abgedeckt ist? "Natürlich dürften solche Schächte nicht offen sein", sagt Elke Palm vom städtischen Presseamt. Um zu klären, wieso der Schacht in dem Ückesdorfer Waldstück nicht geschlossen war, überprüfe jetzt die Stadtförsterei die Situation vor Ort und werde die Gefahrenstelle absichern.

    Lou ist auf jeden Fall wieder zu Hause, bei ihrem Besitzer in Ippendorf. "Er und alle Beteiligten waren sehr froh, dass die Tierrettungsaktion ein glückliches Ende gefunden hat", sagt Kreuzer.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Küwalda
    antwortet
    (ich versuche auch gerade mich NICHT zu fragen, warum man mit einem Hund mit einem solchen Jagdtrieb in den Wald (außer zum Anti-Jagd-Training) geht ich hätte da noch wegen einigen anderen Sachen wie Wildschweinen oder Förstern Angst um meinen Hund...
    Ähm, wieso denn nicht? Der Hund war doch angeleint:

    Wie bereits bekannt, hat Argie beim Anblick von Rehwild ihrem "überrumpelten" Herrchen
    die lange Laufleine unvermittelt aus der Hand gerissen und ist hetzend im Wald verschwunden.
    Hier hat doch niemand den Hund fahrlässig einfach laufen lassen. Das hier kann doch jedem passieren!?

    was spricht davon wohin zu gehen, wo es GAR keine Rehe gibt?
    Ähm, dann müssten die Hunde die in meiner Gegend wohnen alle in ihren Gärten bleiben... Hier gibt es überall Rehe. An manchen Stellen mehr oder weniger, aber grundsätzlich wimmelt es hier nur so. Und in den Feldern stolpert man schon fast über die jungen Karnickel... Wo willst Du da hin mit einem jagdlich orientierten Hund, wenn Deiner Meinung nach nichtmal anleinen O.K. ist?


    LG

    Regina

    Einen Kommentar schreiben:


  • angie30
    antwortet
    Da mein Hund gerne Vögel jagen geht, weiß ich durchaus, wie es ist, wenn ein Hund in der Leine hängt, weil er was sieht. Bei einer normalen zwei Meter Leine ist das gar kein Problem, die Flexi fliegt im hohen Bogen weg ODER das Schultergelenk (loslassen ist durchaus schlau) und eine lange Leine verstärkt die Zugkraft (bin kein Phsiker aber bei 7 Metern zieht es mehr, als bei zwei Metern) daher würde ich an einer Schleppleine kein Anti-Jagd-Training machen (zumal der Hund dann ja schon mal bis zu 20 Metern rennen kann, je nach Leinenlänge).
    Abgesehen davon, was spricht davon wohin zu gehen, wo es GAR keine Rehe gibt? Wie gefährlich das mit Leinen sein kann, das sieht man ja hier. Wenn mein 17 kg Hund an der Schleppleine los sprinten würde, dann könnte ich ihn sicher nicht halten.
    Warum nach ein paar Tagen nicht mehr gesucht werden sollte, verstehe ich auch nicht, hier ist ein Hund im Februar entlaufen (ähnliche Situation, nur dass der zuvor noch nie jagen war und evtl. auch erschrocken ist) und die Besitzer haben gerade neue Plakate ausgeteilt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Seldamaus
    antwortet
    Ich finde es ist durchaus ein großer Unterschied, ob ich meinen jagdeifrigen Hund einfach mal so laufen und jagen lasse (was sowieso NICHT gestattet ist!), oder ob man mit seinem jagdlich ambitionierten Hund an der Leine einen Waldspaziergang macht...

    Pina ist auch ein Vollblutjäger und läuft in Feld und Wald an der Schleppleine, was ist daran schlimm? Es lauert ja nun nicht an jeder Wegecke ein Reh, und falls doch mal eins vorbei kommt, ist der Hund ja deshalb angeleint.
    Das einem womöglich durch einen unglücklichen Umstand die Schleppleine oder auch Flexi/normale Leine aus der Hand rutschen kann, davor ist vermutlich niemand gefeit. Ist mir auch schon passiert, wenn auch nicht im Wald.

    Ich frage mich eher, warum man seinen Hund nicht suchen soll, wenn er tagelang nicht auftaucht und womöglich mit der Schleppe festhängt? Das habe ich in dem Link nicht wirklich verstanden.

    Aber hauptsache, die Hündin ist wieder da und es geht ihr gut. Wirklich nochmal Glück gehabt!

    Einen Kommentar schreiben:


  • angie30
    antwortet
    Ja, toll dass sie wieder da ist. Was alles passieren kann...Das mit den neun Tagen kann ich nicht so ganz glauben, vielleicht war sie doch noch ein paar Tage länger "frei"...(ich versuche auch gerade mich NICHT zu fragen, warum man mit einem Hund mit einem solchen Jagdtrieb in den Wald (außer zum Anti-Jagd-Training) geht ich hätte da noch wegen einigen anderen Sachen wie Wildschweinen oder Förstern Angst um meinen Hund...Ja, ich bin da ein bisschen hart, da eine ehemalige Freundin ihren Hund immer jagen gehen lässt: "er hat ja so viel Spaß dabei" und jammert, wenn er nicht sofort zurück kommt oder ein Schuss fällt.)

    Einen Kommentar schreiben:


  • Küwalda
    antwortet
    9 Tage gefesselt und ohne Wasser!!!???
    Ich hätte nicht gedacht dass ein Tier ohne Wasser so lange überleben könnte...

    Super, freu' mich sehr für das Früchtchen

    LG

    Regina

    Einen Kommentar schreiben:


  • sueasy
    Ein Gast antwortete
    Vielen Dank Marion für den Bericht!
    Ich hätte eigentlich gedacht, wenn ein Hund derart festsitzt, würde er sich durch bellen bemerkbar machen und konnte mir daher gar nicht vorstellen, dass die arme Socke wirklich so lange festgesessen hat.

    PS: Lieben Gruß von der Party

    Einen Kommentar schreiben:


  • coyote
    antwortet
    Puh, das arme Mädchen, tagelang gefesselt. Aber toll, daß auch die Forstmitarbeiter so aufmerksam waren. Ich hoffe Hund und Besitzer verkraften das alles gut.
    Und ja, das ist mal wieder so eine Geschichte, die man sich kaum vorstellen kann, danke fürs erzählen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Drahthaar
    antwortet
    Hallo zusammen,

    da hier doch so manche mitgezittert haben, will ich gerne ein paar Fragen beantworten.
    Ich kenne die Details, da Argie einer sehr guten Freundin gehört und ich sie im Hintergrund bei der Suche unterstützt habe.

    Wie bereits bekannt, hat Argie beim Anblick von Rehwild ihrem "überrumpelten" Herrchen
    die lange Laufleine unvermittelt aus der Hand gerissen und ist hetzend im Wald verschwunden.

    Zunächst noch kein Drama, da Argie nach dem einen oder anderen unerlaubten Ausflug stets zügig zurückgekehrt ist, allerdings nie mit langer Leine im Gepäck.

    Spätestens am Abend war klar, dass diesmal etwas passiert sein mußte, da Argie nicht heim kam. Suchaktionen über das ganze Wochenende blieben in dem riesigen Waldgebiet erfolglos.

    Am Tag 3 wurde ein professioneller Tierfänger um Hilfe gebeten, dieser lehnte den Auftrag ab.
    Eine andere Trailerin arbeitete mit ihren beiden Hunden leider ergebnislos.

    Eine lebhafte Diskussion darüber entstand hier:

    http://www.hundundspass.net/forum/sh...d.php?p=927379

    Am Tag 9 wurde Argie von einem aufmerksamen Bediensteten des Hessenforst
    zufällig gefunden.
    Mit der Schleppleine um einen Baum herum hatte sie sich in der Leine hoffnungslos verstrickt, gerade mal in der Lage für einige Zentimeter den Kopf zu bewegen.

    Sie war entkräftet und verängstigt, aber unverletzt.

    Wahrscheinlich muß ich nicht erwähnen, dass die Wiedersehensfreude unbeschreiblich groß war, schwer zu sagen, wer sich mehr gefreut hat, Argies Familie oder sie selbst.

    Da der Fundort nur etwa 3 km von Argies Heim entfernt lag, dazu in einer Gegend in der Argie sich auskannte, ist zu vermuten, dass sie tatsächlich dort 9 Tage gefangen war.
    Andernfalls wäre sie mit größter Wahrscheinlich alleine zurückgekehrt.

    Ich schreibe dies hier, um evtl. andere Hundebesitzer in ähnlicher Lage an den Erfahrungen teilhaben zu lassen:

    - nicht zu früh aufgeben, weitersuchen. Unsere Hunde ertragen oftmals mehr, als wir uns vorstellen mögen.

    - nicht jeder an der Leine festhängender Hund ist in der Lage, sich selbst zu befreien.
    Das mag meistens zutreffen, aber darauf verlassen darf man sich nicht.

    Im Namen von Argies Familie bedanke ich mich für das Daumendrücken und für das Augen-und-Ohren-Aufhalten der Hundebesitzer vor Ort,

    mit herzlichen Grüßen
    Marion

    Einen Kommentar schreiben:


  • Küwalda
    antwortet
    Oh wie schön!
    Ich hab' heute früh als ich mit meiner Süßen im Wald war ganz doll an diese Hündin denken müssen!
    Und jetzt waren es ja schon 9 Tage dass sie verschwunden ist!!!?
    Ist sie tatsächlich festgehangen, so lange?

    LG
    Regina

    Einen Kommentar schreiben:


  • coyote
    antwortet
    Wie schön das zu lesen. Hat sie tatsächlich festgehangen ?

    Einen Kommentar schreiben:


  • sueasy
    Ein Gast antwortete
    Wurde gerade in einem anderen Forum eingestellt:


    juhuuuuu, sie ist wieder da. http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif

    Heute morgen hat ein Forstbediensteter ca. 3 km vom Ausgangspunkt die Aggi gefunden. sie ist ziemlich heruntergekommen, aber sie lebt.

    Vielen Dank für euer Daumendrücken, es hat geholfen. http://www.jagdhundehalter.de/phpBB3...ilies/b020.gif

    Einen Kommentar schreiben:


  • NataliC
    antwortet
    Ach so eine arme Maus, ich hoffe, dass sie schnell gefunden wird....

    Einen Kommentar schreiben:


  • sueasy
    Ein Gast antwortete
    Hoffentlich wird sie noch rechtzeitig gefunden

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X