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BARF-Nierendiät: welche Mengen und Zusätze?

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  • Shilila
    antwortet
    Zitat von epona Beitrag anzeigen
    Muss ich jetzt tatsächlich immer ein Rechenexempel veranstalten, wenn ich meinen Hund nierengerecht ernähren will?

    Vitamin E füttere ich bisher nicht zu. Was nimmt man da für Präparate oder kann man das "natürlich" zuführen?
    Vielleicht ist es besser, wenn du dich erstmal an einen Plan hälst. Das nimmt dir die Unsicherheit. Es gibt doch irgendeine Tierklinik od. Universität (???), die Futterpläne für jeden Hund bereitstellen. Man schickt denen die Werte und erhält gegen Geld den Plan.

    Wenn du regelmäßig frisches Fleisch (also nicht vorher eingefroren) fütterst, brauchst du eigentlich nichts dazu geben. Allerdings bin ich ja kein TA und vielleicht ist es besser, den Hund mit einer Vitaminkur aufzubauen...

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  • Shilila
    antwortet
    Hu hu!

    Wurde sie schon auf Zucker untersucht?

    Gibst du neben Ipaktine noch ein Ca- Carbonat- Präperat dazu?

    Ich würde keine Nudeln füttern, denn sie sind für den Hund schwerer verdaulich und belasten die Nieren nur unnötig.

    Gute Besserung für deine Maus!

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  • epona
    antwortet
    Hhhhmm … ich bin mir unsicher, ob ich's hier reinschreiben soll/darf?

    Ich bin neu im Forum. Habe mich angemeldet, weil meine 11 Jahre alte Hündin sehr schlechte Nierenwerte hat. Aufgrund einer nasalen Aspergillose wurde sie mit einem Pilzmittel behandelt, das starke Nebenwirkungen hat/haben kann.
    Meine Hündin begann plötzlich wahnsinnig viel zu trinken, wurde deshalb auch inkontinent. Nieren- und Leberwerte schlecht, das Medikament wurde dann abgesetzt, ich habe fast eine Woche Infusionen gegeben, danach wieder Blutkontrolle: die Nierenwerte immer noch sehr schlecht, Leber okay.

    Da ich schon länger barfe, schaut die Maus diese Trockenfutterdiäten nicht mit dem Po an. Ich versuche nun so gut es geht, das Phosphor gering zu halten. Ich füttere Gemüse, Kartoffeln/Hirse/Nudeln und zurzeit gekochtes Geflügel- oder Maulfleisch und Fisch. Dazu ab und zu ein gekochtes Ei, Hüttenkäse und viel Öl (Lachs/Lein).
    Sie bekommt auch Ipakitine. In 3 Wochen sollen wir wieder zum Bluttest.

    Leider stellt sich keine Verbesserung ein. Sie säuft nach wie vor wie ein Loch, ist oft nachts inkontinent, hat zudem abgenommen.

    Ich habe jetzt schon einiges im Internet gelesen, auch hier, und fühle mich nur noch verwirrt. Welche Diät ist die richtige? Muss ich jetzt tatsächlich immer ein Rechenexempel veranstalten, wenn ich meinen Hund nierengerecht ernähren will?

    Vitamin E füttere ich bisher nicht zu. Was nimmt man da für Präparate oder kann man das "natürlich" zuführen?

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  • marianne
    antwortet
    Hallo,
    also ich bin erschreckt, wie hoch bei den Kulturgemüsen der Phosphorgehalt ist! Zum Teil massiv höher als bei Fleisch.
    Bei Spinat überwiegt das Ca, aber leider enthält er so viel Oxalsäure, dass er auch wieder schwer verdaulich wird und sicher die Niere auch belastet, weil die Oxalsäure ja auch ausgeschieden werden muss.
    Ganz anders ist das Verhältnis bei Wildgemüse. Von den gängigen 5mit Ausnahme von Löwenzahn) überwiegt Ca und ganz massiv bei Brennessel.Bei Brennessel ist zudem der Kaliumgehalt sehr niedrig.
    100g Brennessel pro Tag decken 3/4 des Ca Bedarf eines erwachsenen Menschen, nämlich 630mg von 800.

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  • Quarus2002
    antwortet
    Hallo Melanie,

    der Phosphor/Energie-Quotient sagt einfach aus, wieviel Phosphor man mit in Kauf nehmen muß, wenn der Hund 1 MJ Energie zu sich nimmt. Also dividiere ich nur den Phosphorgehalt in mg durch den Energiegehalt in MJ.

    Beispiele:

    mittelfettes Rindfleisch mit 150 mg P und 1,27 MJ je 100 g = 118 PEQ
    Rinderherz 215 mg : 0,59 = 364 PEQ
    Leber 537 PEQ
    Quark, mager 442 PEQ
    Reis 84 PEQ
    Haferflocken 230 PEQ
    Kartoffeln 181 PEQ
    Möhren 389 PEQ

    Wenn ich also gerne Rinderherz verfüttern möchte, ein hochwertiges und leichtverdauliches Fleisch, das aber relativ viel Phosphor enthält, werde ich zum Ausgleich gekochten Reis beifüttern, keine Haferflocken! Möhren gibt es nur in begrenzten Mengen, und nicht als Sattmacher. Quark geht mit Reis oder auch Kartoffeln, Haferflocken kombiniere ich mit fetterem Rindfleisch usw..

    Alle relevanten Futtermittel haben so ihren Wert, und ich orientiere mich daran. Aber nicht sklavisch.

    So kann ich alles in Maßen verfüttern, alle Vorteile der Vielseitigkeit nutzen, und schone durch Reduktion des Phosphors doch die Nieren.

    Fleisch füttere ich nicht als bedeutende Energiequelle, sondern "nur" reichlich bedarfsdeckend. Energie kommt vorrangig aus Kohlenhydraten und Fett.

    Ich hoffe, damit Nieren und Leber meines Oldies so lange wie möglich fit zu halten. Bisherige Blutuntersuchungen haben trotz vorausgegangener Fleischmahlzeit normale Werte gezeigt!

    Grüße von Susanne+Claudio

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  • Shilila
    antwortet
    Zitat von sileah Beitrag anzeigen
    Zu mir sagte der Leiter einer TKL, ich solle nicht zu wenig Eiweiß füttern, nur eben nicht so massig und hochwertiges Fleisch.

    Ich füttere jedoch auch Flocken, Gerste. Ich weiß nicht, wie viel % Malis Nieren noch arbeiten.
    Mein TA sagte, wenn die Harnstoffwerte "nur" leicht erhöht sind, dann arbeitet die Niere schon bis zu einem Drittel weniger.

    @ Melli:

    Weißes und bindegewebsärmeres () Fleisch ist leichter verdaubar und belastet die Niere weniger.

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  • sileah
    Ein Gast antwortete
    Zitat von marianne Beitrag anzeigen
    Sie meinte, 50% Fleisch sei zuviel...
    ich solle auf 25% runterfahren!!!!
    Zu mir sagte der Leiter einer TKL, ich solle nicht zu wenig Eiweiß füttern, nur eben nicht so massig und hochwertiges Fleisch.

    Ich füttere jedoch auch Flocken, Gerste. Ich weiß nicht, wie viel % Malis Nieren noch arbeiten.

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  • Melli und Sammy
    antwortet
    Hallo allerseits!

    Vielen Dank für eure vielen Antworten!

    Zitat von Quarus2002 Beitrag anzeigen
    meines Erachtens sind Kartoffeln und Reis als Kohlenhydratquelle (und damit Energiespender) bedeutsam, aber nicht als Proteinlieferanten.
    Naja, Kartoffeln haben immerhin 2 % Proteine ;-)

    Zitat von Quarus2002 Beitrag anzeigen
    Weizen würde ich in keiner Form verfüttern,
    Danke für den Hinweis!

    Zitat von Quarus2002 Beitrag anzeigen
    Dabei hilft mir der Phosphor/Energiequotient
    Könntest du mir den etwas näher erklären? Wie berechnest du ihn? Auf welche Daten stützst du dich? Das würde mich wirklich sehr interessieren!

    Zitat von marianne Beitrag anzeigen
    ich glaube, wir kennen uns aus dem yorkie-forum.
    Ja, stimmt - ich wurde von dort hierherempfohlen.

    Zitat von marianne Beitrag anzeigen
    Ich schlage mich auch grad mir Nierendiät herum.
    Oje, willkommen im Club! Welcher von deinen 3 Schwarzen hat den Probleme?

    Zitat von marianne Beitrag anzeigen
    Meine TÄ hatte mir geraten, mageres, weisses Fleisch zu füttern
    Also dieser Punkt ist wirklich sehr mysteriös. Kann das irgendjemand aufklären? Warum weißes Fleisch? Warum mager? Warum bindegewebsarm?
    Die Tatsache, dass fettes Fleisch einen günstigen Phosphor-Energiegehalt hat ist für mich einleuchtend. Was spricht aber gegen Fett? Schwere Verdaubarkeit?

    Zitat von marianne Beitrag anzeigen
    ich solle auf 25% runterfahren!!!!
    An dieser Stelle würde ich dir empfehlen die folgende Seite genau zu lesen:Is a Low Protein Diet Necessary or Desirable?Die Autorin verlinkt auf sehr viele weiterführende Seiten und ich fand das Thema sehr interessant.
    Natürlich hängt dieser Punkt aber sehr stark davon ab, wie weit fortgeschritten die Nierenerkrankung ist! Ich wünsche euch auf jeden Fall auch alles Gute und gute Besserung.

    Zitat von Evelyn Beitrag anzeigen
    Ipakitine zugeben willst Du nicht?
    Nach Royal Canin renal bin ich schon so genervt von diesem Tierarzt-Zeugs und deren Geschäftemacherei, dass ich es vorerst lieber nur mit Calcium Phosphat versuchen möchte. Die Wunder-Krebschen hebe ich mir noch auf :-)

    Zitat von Swanie Beitrag anzeigen
    Den Phosphorgehalt senkst Du am schnellsten und einfachsten bei Rohfutter in dem Du keine Knochen mehr fütterst.
    Ich habe bis auf gelegentliche Putenhälse alle Knochen gestrichen.

    Zitat von Swanie Beitrag anzeigen
    Wenn Du bei BARF Ernährung die Blutwerte prüfen läßt, solltest Du 24 Std. vor der Blutenthame fleischlos füttern.
    Ja, das habe ich auch schon gehört. Manche füttern ihrem Hund mindestens 2 Tage vorher kein rohes Fleisch.

    Zitat von Shilila Beitrag anzeigen
    - Maulfleisch
    - Herz
    Siehst du hier Vorteile gegenüber dem Muskelfleisch? Oder ist das auch eine Preisfrage? (Ich, mit meinem 4-kg-Hund bin da ein wenig unbedarft, der frisst ja keine 100g Fleisch am Tag...)

    Zitat von Shilila Beitrag anzeigen
    Benutz mal die Boardsuche! Hier gab es schon so einige Themen zur Nierendiät.
    Ja, ich hab schon vor einigen Wochen ein bisschen quergelesen. Bei Gelegenheit werd ich mich nochmal in die Tiefen des Forums begeben.

    Zitat von sileah Beitrag anzeigen
    Es gibt Bindegewegbsärmeres Fleich *find*
    Sch mal hier hat Kay das ganz gut geschrieben.
    Gibts irgendwo auch eine Liste was man idealerweise schon füttern soll? Was die Niere eventuell sogar unterstützt? Oder ganz besonders leicht verdaulich ist? Abgesehen von den obigen Tipps hell und bindegewebsarm...

    Nochmals recht herzlichen Dank für alle Tipps,
    Liebe Grüße,
    Melanie

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  • sileah
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Shilila Beitrag anzeigen
    Bindegewebsarme Fleischsorten sind folgende:
    - Pansen und Blättermagen (wobei ich mir hier nicht ganz sicher bin)
    - Maulfleisch.


    Na ja....
    Es gibt Bindegewegbsärmeres Fleich *find*

    Sch mal hier hat Kay das ganz gut geschrieben.

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  • Shilila
    antwortet
    Zitat von Swanie Beitrag anzeigen
    Den Phosphorgehalt senkst Du am schnellsten und einfachsten bei Rohfutter in dem Du keine Knochen mehr fütterst. Du solltest darauf achten, dass der Phosphorbedarf Deines Hundes jedoch gedeckt bleibt, nur am unteren Level, sonst führt der Phosphormangel zu weiteren Problemen.
    Wenn Du bei BARF Ernährung die Blutwerte prüfen läßt, solltest Du 24 Std. vor der Blutenthame fleischlos füttern.
    Oh krass, echt? Das wusste ich gar nicht. Aber ich werde es beim nächsten Mal beachten.

    @ Melli:
    Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass die Präperate für Menschen deutlich billiger sind. Allerdings zeige ich jede meiner Neuanschaffungen meiner TÄ, ebenfalls eine (der wenigen), die von der Rohfütterung begeistert sind.

    Ob es Optovit in Pulverform gibt, weiß ich nicht genau. Aber ich glaube fast ja...

    Bindegewebsarme Fleischsorten sind folgende:
    - Pansen und Blättermagen (wobei ich mir hier nicht ganz sicher bin)
    - Maulfleisch
    - Herz

    Helles Fleisch ist z.B.:
    - Geflügel
    - Lamm
    - Fisch

    Sollen leichter (nierenschonender) verdaut werden können.

    Benutz mal die Boardsuche! Hier gab es schon so einige Themen zur Nierendiät. Ich habe das meiste Wissen auch aus diesem Forum.

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  • Swanie
    antwortet
    Zitat von Melli und Sammy Beitrag anzeigen
    Ja, das sehe ich genauso! Deshalb liegt bei mir auch das Hauptaugenmerk auf dem Phosphorgehalt.
    Den Phosphorgehalt senkst Du am schnellsten und einfachsten bei Rohfutter in dem Du keine Knochen mehr fütterst. Du solltest darauf achten, dass der Phosphorbedarf Deines Hundes jedoch gedeckt bleibt, nur am unteren Level, sonst führt der Phosphormangel zu weiteren Problemen.
    Wenn Du bei BARF Ernährung die Blutwerte prüfen läßt, solltest Du 24 Std. vor der Blutenthame fleischlos füttern.

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  • sileah
    Ein Gast antwortete
    Hier steht was zu Phosphat-Binder.

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  • Evelyn
    antwortet
    Hallo Melli,

    das Blutbild ist ja zum Glück nicht allzu schlecht, nur der Phosphatwert ist wirklich recht hoch.
    Ipakitine zugeben willst Du nicht? Wir haben damit sehr gute Erfahrungen.

    Trockenfutter reizt allein schon mechanisch den Magen, wenn es nicht wirklich lange eingeweicht wurde.

    Liebe Grüße
    Evelyn

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  • marianne
    antwortet
    Hallo Melly,

    ich glaube, wir kennen uns aus dem yorkie-forum. Tut mir leid, dass Sammy krank ist.
    Ich schlage mich auch grad mir Nierendiät herum.
    Weissen Reis füttere ich jetzt täglich. Meine TÄ hatte mir geraten, mageres, weisses Fleisch zu füttern, was ich mit einigem Erstaunen zur Kenntnis nahm, denn ich glaubte auch eher fettes Fleisch. Sie meinte, 50% Fleisch sei zuviel...
    ich solle auf 25% runterfahren!!!!


    Alles Gute Deinem Sammy

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  • Quarus2002
    antwortet
    Hallo Melli,

    meines Erachtens sind Kartoffeln und Reis als Kohlenhydratquelle (und damit Energiespender) bedeutsam, aber nicht als Proteinlieferanten.

    Weizen würde ich in keiner Form verfüttern, da der hohe Proteinanteil überwiegend im Dickdarm verdaut wird, und gerade dabei die giftigen, die Niere belastenden Stoffwechselprodukte entstehen.

    Mein Alter ist zwar nicht nierenkrank, aber ich achte prophylaktisch etwas auf den Phosphorgehalt. Dabei hilft mir der Phosphor/Energiequotient, den ich mir selbst ausrechne und der aussagt, wieviel Phosphor der Hund aufnimmt, wenn er 1 MJ eines Futters frißt. Hohe Quotienten vermeide bzw. kombiniere ich mit Futtermitteln mit geringem Phosphorgehalt, z.B. Herz (hoch) mit Reis (niedrig). So brauche ich kein Futtermittel komplett zu streichen.


    Grüße von Susanne+Claudio

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