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Faustzahl: 10 g vRP pro 1 MJ UE mit Barf
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Ein Gast antworteteWieso macht dir das Fett Bauchschmerzen?
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das ist eine gute Frage, die ich mir auch schon öfter stellen musste und keine so wirkliche Antwort drauf gefunden habe..
Denke, dass es sehr individuell ist...Bewegung, Verträglichkeit, Ausnutzung ist ja von Hund zu Hund unterschiedlich...
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Das sind doch bereits nur hochwertige Proteine ... deswegen hätte ich jetzt auch kein Problem damit, im Alter den Pansen wegzulassen.
Das viele Fett allerdings macht mir auch Bauchschmerzen (mir zumindest ... dem Hund weiß ich nicht). Es ist halt unüblich in der Literatur, Fett als ausschließlichen Energielieferanten einzusetzen ... bei Schlittenhunden ist es wohl so, daß wenn die Nahrung 30 % Rohprotein aufweist, der Fettgehalt ebenfalls um die 30 % liegen sollte.
Bei obiger Rechnung liegt der Fettgehalt aber höher als der Proteingehalt ... vermutlich ist das auch nicht gesund.
Vielleicht doch etwas Kohlenhydrate in dem Fall? Oder doch etwas mehr Protein? Oder normal Barf (mit Pansen) und weniger Futtermenge?
Welche Möglichkeit mag die Beste sein bei einem Senior?
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Wenn du davon ausgehst, dass der Proteinbedarf im Erhaltungsstoffwechsel auch bei einer anderen Ernährungsform zutrifft, dann kannst du das natürlich machen. Aber du wirst es schwer haben sowohl das Eiweiß-Energie-Verhältnis zu treffen, als auch den Proteinbedarf je kg Körpergewicht.
Ich persönlich kann mich mit Ersterem besser anfreunden, da mir diese starren Werte je kg Körpergewicht nicht wirklich sinnvoll erscheinen. Hier würde ich dann aber das Verhältnis gemäß einer kohlenhydratarmen/fettreichen Ernährung nach oben hin anpassen.
Ich würde einem gesunden Senior weiterhin einen angemessenen „Proteinüberschuss“ gönnen, lediglich der Proteinqualität würde ich eine größere Beachtung schenken als beim adulten Hund.
Möglich ist deine Variante sicherlich auch.
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Das Problem ist aber, daß ich bei meinem Senior nun nicht mehr Protein füttern möchte als Erhaltungsbedarf.
Wenn man mit Kohlenhydraten (Getreide) hantiert ... was ja auch unnatürlich ist im Grunde ... bekommt man das Verhältnis gar nicht hin, da Getreide nun auch pflanzliche Proteine enthält und leider keine für den Hund wertvollen.
Fett ist doch eigentlich der natürliche Energielieferant.
Die Katze (die als reiner Karnivor gilt) gewinnt zudem 30 % der Energie aus Proteinen.
Wenn ich das aber nun nicht möchte bei einem alten Hund mit der Energiegewinnung aus Proteinen und auch nicht aus Kohlenhydraten.
Was tun?
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Ich würde diese Faustzahl bei BARF nicht anwenden wollen, da der Hauptenergieträger ein anderer ist (Fett statt Kohlenhydrate).
Anders kann ich diesen Text nicht deuten:
QuelleWährend Kohlenhydrate in der Ernährung des Hundes prinzipiell entbehrlich sind, sofern die Ration ein höheres Eiweiß-Energie-Verhältnis aufweist (15–20 g verdauliches Rohprotein pro 1 MJ ME statt der üblichen Empfehlung von 10 g beim adulten Hund; 1 MJ = 240 kcal, ME = umsetzbare Energie), ist eine proteinfreie Ernährung von Hunden auf Dauer nicht möglich.
Eine Versorgung von 10 g verd. RP je MJ würde zudem die doppelte Menge Fett (ca. 21 g) je MJ voraussetzen.
Meiner Meinung nach ist das unnatürlich und einfach zu viel!
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Ein Gast antworteteNadine hat das schon mal berechnet... guck mal in ihren Blog...
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Faustzahl: 10 g vRP pro 1 MJ UE mit Barf
Als Faustzahl für den Eiweißbedarf im Erhaltungsstoffwechsel findet man in der Literatur (hier M/Z) die Faustzahl von
"rd. 10 g verdaulichem Rohprotein pro 1 MJ UE"
Ich habe das jetzt aus Spaß an der Freud (haha) mal für getreidefreies Barf (allerdings vorher nicht getrennt in 80:20) durchgerechnet ... wie diese Faustzahl zu erreichen wäre.
Vorweg die Ergebnisse im Allgemeinen bei einer Futtermenge von 2 % vom Körpergewicht:
40 % Muskelfleisch
12,5 % Innereien
12,5 % Knochen
15 % Fett
20 % Gemüse/Obst
Das entspricht einer Aufteilung von 80:20, wobei der Pansenanteil komplett gestrichen ist.
Bei einem meiner 25 kg Hunde sähe das dann so aus (2 % Futtermenge vom KW getreidelos bei 80 %Tierisch:20 % Pflanzlich)
200 g Muskelfleisch (nicht ganz mager ... hier: Fleisch aus der Keule)
62,5 g Innereien
62,5 g gemischte RFK
75 g Fett
100 g Gemüse Obst
Die Futtermenge entpricht einem RP-Anteil von 57,46 g vRP.
Die umsetzbare Energie entspricht gesamt 5,65 MJ.
Verhältnis: rd. 10 g vRP:1 MJ
wie es sein soll in der Therorie.
Laut der Literatur hat mein 25 kg Hund einen RP-Bedarf von 56 g vRP.
Der MJ-Bedarf liegt zwischen 4,7 und 6,26 MJ je nach Alter und Aktivität.
Wenn ich nun im unteren Bereich des Energiebedarfs füttern wollte, müßte ich das Fett reduzieren auf 50 g Zugabe. Dann rutsche ich aber auf ein Verhältnis von rd. 12 g verdauliches RP auf 1 MJ. Es ist doch aber keine Proteinüberversorgung, weil der Proteingehalt doch gleich geblieben ist!?
Kann mir jemand helfen?
Ich stelle das bewußt zur Diskussion in den Gästebereich ... weil es doch immer heißt "Barf wäre zu proteinreich" ... der Pansen (den ich in der Aufstellung weggelassen habe) bietet genau das an Proteinen, was der Hund z.B. im Fellwechsel u. Umständen gut gebrauchen könnte, aber die Empfehlung der Faustzahl für RP kann so natürlich nicht eingehalten werden (das Verhältnis von vRP:1 MJ UE wird weiter und es kommt theoretisch ein Eiweissüberschuss raus, der faktisch aber gar nicht in diesen Dimensionen da ist). Schraubt man in der Theorie daran, um die Relation (vRP:1 MJ) hinzubekommen, füttert man definitiv zuwenig Rohprotein.
Wer hat sich schon mal damit beschäftigt und kann mir auf die Sprünge helfen und mir verraten, was es (tatsächlich) mit dieser Faustzahl auf sich hat?Stichworte: -

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