Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Impfung beim Welpen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Impfung beim Welpen

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist jede Impfung beim Welpen sinnlos, solange er noch die Abwehrkräfte durch die Mutterhündin hat.

    Um die Imfpung mit 8 Wochen kommt der Züchter in Österreich nicht herum. Das wird vom Zuchtwart kontrolliert.

    Die nächste Impfung mit 12 Wochen kann ich selbst vornehmen lassen. Ich würde gerne eine Titerbestimmung machen lassen, um festzustellen, wann der beste Zeitpunkt für die zweite Imfpung ist.
    Nun meine Frage: Wie oft muß man die Titerüberprüfung machen?? Jede Woche? Oder sieht man am Befund, wie lange die Abwehrstoffe der Mutter noch reichen und wann die 2. Impfung fällig ist?

    Liebe Grüße
    Samirah

    #2
    Titerbestimmng beim Welpen lohnt sich nur, wenn er noch nicht geimpft ist u dann den optimalen Zeitpinkt zum Impfen festzustellen:
    Welpen haben über die erste Milch (Kollostralmilch) Antikörper vom Muttertier aufgenommen. Diese schützen in den ersten Lebenswochen vor schweren Infekten, in der Regel auch vor denen, gegen die die Mutter geimpft ist.

    Diese maternalen Antikörpertiter fallen in den ersten Lebenswochen ab. Zumeist so, dass in der 12. Lebenswoche keine mehr da sind, aber bei manchen Welpen sind diese schon in der 8. Woche niedriger, wohingegen es bei (eher selterner) anderen bis zu 15. Lebenswochen dauern kann. Diese maternalen Antikörper (also das Vorhandensein) verhinder/beeinflussen den Erfolg von Impfungen. Mit dem Titer des ungeimpften Welpen kann man den optimalen Impfzeitpunkt bestimmen. Ist der Welpe mit 8 Wochen geimpft dann kann eine Titermessung keine klare mehr Auskunft darüber geben, ob der Titer von der ersten Impfung stammt oder ob es noch ein Rest vom maternalen Titer ist. Es hilft also nicht weiter beim Entscheid ob und wann zu impfen ist, weil eben nicht klar erkennbar ist, was man gemessen hat.

    Aufgrund des Sinken des maternalen Titer gibt es das Impfschema
    8. - 12. - 16. Lebenswoche, damit ist man sozusagen auf der "sicheren Seite", was das Wirken der Impfung gegen den maternalen Antikörpertiter angeht. Und, wenn man einen Wlepen hat, der schon in der 8. Woche wenig Titer übrig hat, überrückt man damit die entstehende immunologische "Lücke"

    ABER: 3 Impfungen in den ersten Lebenswochen können auch ziemlich üble Wirkungen haben. Und in vielen Beipackzetteln steht, dass eine Impfung in der 12.Lebenswoche genug Impfschutz aufbaut (sprich, der TA kann dann die volle Gültigkeit der Impfung im Impfpass eintragen, SHP in der Regel drei Jahre).

    Wurde der Welpe mit 8. Wochen geimpft, würde ich persönlich in der 12. Woche nochmals impfen und dann nach dem Zahnwechsel TW (wenn man Hundesport machen will, Reisen will oder ausstellen) und dann nur noch alle drei Jahre TW.

    Viele TA empfehlen im alter von 12 -16 Monaten nochmals zu "boostern" - hier ist die Idee dahinter, dass das Immunsystem in diesem Alter des Hundes ausgereift ist und so die Impfung besser wirken kann als bei Welpen.
    Petra und Sir Brutus tief im Herzen und Minimausi auf dem Schoss
    Terrier sind die beste Medizin -- Pinscher sind aber auch nicht schlecht
    Und: ich bin seit Mai 2011 kein Admin mehr, bitte jemand anderen fragen

    Kommentar


      #3
      Wenn Du den Welpen titern lassen möchtest, dann muss das vor der ersten Impfung gemacht werden. Nur dann kann ausgerechnet werden ab wann eine Impfung wirklich sinnvoll ist, d.h. die maternalen Antikörper so weit abgesunken sind dass sie die Impfviren nicht mehr vernichten. Denn im Labor kann nicht unterschieden werden ob der gemessene Titer von den maternalen Antikörpern stammt oder von den Antikörpern, die aufgrund der ersten Impfung gebildet wurden.
      »Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.«
      Albert Einstein

      Kommentar


        #4
        Danke für eure Antworten, leuchtet mir ein. Schade, dass ich nicht früher gefragt habe, die erste Impfung wurde beim Züchter gemacht, daher ist es jetzt zu spät für die Titerbestimmung.

        Ich werde in der 12. Woche impfen lassen, wie ihr mir ratet.

        Liebe Grüße
        samirah

        Kommentar


          #5
          Ich kenne 2 Wurfgeschwister, die mit 8 und 12 Wochen geimpft wurden.
          Mit 6 Monaten erkrankte einer an Parvovirose. Daraufhin Titermessung bei beiden: Titer 0.
          Die Impfung mit 12 Wochen war für diese Hunde zu früh.

          Ich lasse meine Welpen mit 8 Wochen (weil vorgeschrieben) und mit 16 Wochen SHP impfen und dann lebenslang nie mehr.
          Die Tollwutimpfung bekommen sie alle 3 Jahre.

          So empfehle ich das auch meinen "Welpenkäufern.

          LG Uta
          Liebe Grüsse
          Uta mit Zarie und Cairi,
          Varis, Xanthie und Tristan im Herzen

          Kommentar


            #6
            Danke, Dandini. Ich werde das jetzt mal mit meinem Tierarzt besprechen, er ist durchaus geprächsbereit und aufgeschlossen.

            Im Welpenkurs, in dem ich mich angemeldet habe, wollen sie eine Imfpung mit 12 Wochen. Deshalb wollte ich ja mit 12 Wochen den Titer bestimmen lassen vor der Impfung, um zu sehen, ob er überhaupt einen hat, egal ob von der Mutter oder der 8-Wochen Impfung.
            Ist das eine falsche Überlegung?

            lg
            Samirah

            Kommentar


              #7
              Wenn du jetzt von deinem Welpen Blut nehmen läßt und es wird ein Titer egal in welcher Höhe festgestellt, weißt du halt nicht, ob der festgestellte Wert noch die maternalen AK sind, die demzufolge in den nächsten Wochen gegen Null gehen werden und danach dein Hund ohne Schutz rumläuft, oder ob der Wert von einer erfolgreichen Impfung kommt und dein Hund somit dauerhaft geschützt ist.
              Maggy und Shadow - mit Sammy im Herzen
              There are more things in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of in your philosophy. (Shakespeare - Hamlet)

              Kommentar


                #8
                Ist mir klar, Maggy. Aber wenn ich seh, der Titer ist niedrig, laß ich ihn mit 12 Wochen impfen, wenn er hoch ist, besprech ich mit dem Tierarzt, ob wir den Test wiederholen sollen.
                Meine größte Angst ist eben, dass ich mit 8 und 12 Wochen impfe und der Kleine dann trotzdem keinen Impfschutz hat.

                Ich hatte bei meinem letzen Hund mit einem Jahr eine Titerbestimmung gemacht, er ist mit 8 und 12 Wochen geimpft worden und hatte Titer null!

                lg
                Samirah

                Kommentar


                  #9
                  Samirah,
                  aber wenn der Wert mit 12 Wochen niedrig ist und du impfen läßt, weiß du ja immer noch nicht, ob die Impfung zu diesem Zeitpunkt angeschlagen hat. Das heißt, du müßtest um sicher zu gehen, sowieso zu einem späteren Zeitpunkt titern lassen.

                  Das "lustige" ist doch, dass die ganzen Leute, die sich nach den offiziellen Impfvorgaben richten und mit 8, 12 und 16 Wochen impfen lassen, schlußendlich gar nicht wissen, ob ihr Hund einen Impfschutz aufgebaut hat. Auch bei der Impfung mit 16 Wochen ist das nicht ganz sicher.

                  Wir müssen uns entscheiden und die für uns akzeptabelste Variante wählen, womit wir leben können.

                  Bei uns war es so, dass Shadow mit 6 Wochen (ohne Impfung) Blut abgenommen bekam, um den Titer festzustellen. Demnach wäre der "ideale" Impfzeitpunkt (Parvotiter 1:20) mit 13 Wochen gewesen. Wir haben ihn eine Woche später impfen lassen. 3 Wochen später dann Titerkontrolle, da kam zu meiner großen Überraschung kein Meßbares Ergebnis raus, sprich, Impfung hätte nicht angeschlagen. Tja, was nun? Nach Rücksprache mit unserer sehr offenen Tierärztin haben wir gar nichts gemacht und mit knapp einem Jahr nochmal Blut abgenommen und siehe da, jetzt hatte Shadow einen meßbaren Titerwert. Jetzt wissen wir also, dass er geschützt ist.

                  Du siehst also, alles gar nicht so einfach.

                  Viel Erfolg bei der Entscheidung.
                  Maggy und Shadow - mit Sammy im Herzen
                  There are more things in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of in your philosophy. (Shakespeare - Hamlet)

                  Kommentar


                    #10
                    Vielleicht waren drei Wochen warten nach Impfung mit der Titerbestimmung in dem Fall etwas knapp. Beim Menschen wartet man bis zu 8 Wochen (aber doch 4).

                    Minimalimpfung ist sicherlich EINE mit frühestens (!) 16 Wochen.

                    Aber wer mag das Risiko tragen, vermutlich mehrere Wochen ungeimpft und ohne maternale Antikörper die Welt zu entdecken?

                    Die Verbände schreiben in der Regel eine Impfung mit 8 Wochen vor ... eben dann, wenn auch die endgültige Wurfabnahme normalerweise erfolgt. Eben ... weil die meisten Welpen biologisch gesehen, in der 9. Woche vorteilhaft (ganz kleine Hunde mal außen vor gelassen) das Rudel wechsen sollten. Im Grunde tät es eine Titerbestimmung für jeden einzelnen gechipten Hund auch. Ich persönlich finde es etwas hinterweltlich, per se mit 8 Wochen impfen lassen zu MÜSSEN. Die Berechnungen des idealen persönlichen Impfzeitpunktes wären viel sinnvoller. Wahrscheinlich hapert es aber an den Kosten, der Kontrolle und was weiß ich, was dahinter steckt. Mit 8 Wochen zu impfen, ist in jedem Fall nicht ausreichend, sonst wäre nicht zwingend eine Impfung mit 12 Wochen hinterhergeschoben. Aber auch das reicht in vielen Fällen nicht ... habe sogar um die Impfung mit 16 Wochen mit dem Tierarzt diskutieren müssen. Er meinte, es würde sehr wahrscheinlich ausreichen mit 12 Wochen. Derselbe Tierarzt impft aber auch aus Überzeugung jährlich, weil man ja eben nichts definitv wisse. Ich denke, die jährliche Impfung ist auf die "Nonresponder" ausgelegt.

                    Eine Titerbestimmung macht in meinen Augen erst vor der ersten Impfung Sinn und nach der 16. Woche. ICH für meinen Teil ziehe bei einem Welpen ohne Titerbestimmung die Grundimmunisierung durch ... mit 8 und 12 Wochen und 16 Wochen und dann noch mal nach 12 Monaten. Es ist sicherlich eine Dröhnung, aber das Risiko bis zur 18. Woche z.B. zu warten, mag ich auch nicht tragen. Und den Anikörpertests vertraue ich nicht so recht. Danach gibt es bis zu 7 Jahren Ruhe bei uns. Das hängt vom Infektionsdruck ab und das entscheide ich dann spontan. Vor drei Jahren in jedem Fall aber nicht. Tollwut gibt es hier nur nach Bedarf. Die Impfung wird regelrecht geplant (immer den 3-Jahreseintrag einfordernd). Sollte einer meiner Hunde ein Nonresponder sein, haben wir Pech gehabt ... beim Kind wird das auch nicht geprüft. Da sollte ich mir eher Gedanken ums Kind machen, denke ich. Ein gewisses Risiko bleibt bei Mensch und Hund...

                    Kommentar


                      #11
                      Vielen Dank für eure Meinungen, Ratschläge und Tipps. Wahrlich keine einfache Entscheidung!! So wie es aussieht, kann jede Entscheidung richtig oder falsch sein.
                      Ich werde mit meinem Kleinen den Tierarzt aufsuchen, wenn er 12 Wochen alt ist und das Thema mit ihm besprechen.

                      lg
                      Samirah

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von Samirah Beitrag anzeigen
                        Vielen Dank für eure Meinungen, Ratschläge und Tipps. Wahrlich keine einfache Entscheidung!! So wie es aussieht, kann jede Entscheidung richtig oder falsch sein.<br /> Ich werde mit meinem Kleinen den Tierarzt aufsuchen, wenn er 12 Wochen alt ist und das Thema mit ihm besprechen.<br /> <br /> lg<br /> Samirah
                        <br /> <br /> Hallo Samirah,<br /> wenn ich deine Beiträge lese, haben wir als Hundeanfänger scheinbar ähnliche Fragen/Probleme...Ich finde das ganze Thema Impfen/woran erkenne ich einen guten TA, wie füttere ich &quot;richtig&quot; für Hundeanfänger echt schwierig...Manchmal denke ich, wir sollten uns unseren Welpen einfach gut anschauen und das Ganze nicht zu sehr &quot;verkopfen&quot;...ich mach mich auch zur Zeit in machen Dingen etwas verrückt, man will ja auch nichts falsch machen....und wenn man so liest, was es so alles an Problemen gibt, denke ich manchmal &quot;Gibt es auch normale, gesunde Hunde, ohne Krankheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten usw.?!" Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deinem Hund!!
                        Liebe Grüße von Christina (...mit Oskar ), Kito & Lilly)

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo Connie, danke für deine lieben Wünsche, ich wünsch auch dir ganz viel Freude mit deinem Welpen, und nicht allzuviele Sorgen!

                          Hundeanfänger bin ich nicht, aber früher habe ich über Barfen und richtig impfen einfach nicht nachgedacht, sondern dem TA und dem Züchter vertraut. Eben gerade weil ich schon Erfahrung mit Hundehaltung habe, denke ich jetzt viel öfter nach und hinterfrage viel mehr als früher.

                          Mach dir nicht allzuviele Sorgen, glaub mir, es gibt genug gesunde und glückliche Hunde, man liest nur meist eher von Hunden mit "Problemen" in den Foren.

                          Liebe Grüße
                          Samirah

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von RunterDa!
                            Ich denke, wenn der Hund nicht anfällig ist, gut ernährt wird und nicht zu massiven Stress hat, dann kann auch so ein kleines Immunsystem schon das ein- oder andere abfangen.
                            Die Krux ist jedoch, dass man bei Impfungen eben nicht mehr sagen kann "das kann auch ein junges Immunsystem ab"

                            In Impfungen sind Schwermetalle enthalten, die sich langfristig im Körper anlagern und gerne auch mal entlang von Nervenbahnen. Die schützenden Nervenscheiden sind beim jungen Hund - wie beim Menschenkind - erst nach Monaten vollständig geschlossen.

                            Impfbelastungen können von der Mutter via Plazenta (hier dann vor allem Thiomersal = Quecksilber) an die Welpen weitergegeben werden.

                            Sprich, was ein Hund vor 40/50 Jahren noch an Impfungen verkraftet hat, weil er eben der erste seiner Linie war, der geimpft wurde, kann bei einem Hund, der jetzt geboren wird, schon zuviel sein, weil dieser von den früheren Generationen eine "Altlast" mitträgt.
                            Sabine
                            3 Australian Shepherds,
                            1 English Shepherd und 13 Packziegen auf Tour

                            Kommentar

                            Lädt...
                            X