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Probleme mit Bauchspeicheldrüse u.Nieren

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    Probleme mit Bauchspeicheldrüse u.Nieren

    Hallo, liebe Forumsmitglieder,

    ich bitte heute hier um Rat und Hilfe für meinen kleinen, haarigen Freund Rambo.

    Rambo ist ein 12-jähriger Cairn-Terrier. Er hat schon seit seinem 3. Lebensjahr große Probleme mit Paradontose. Mindestens 2x im Jahr muß er unter Vollnarkose die Zähne gemacht bekommen. Vor 2 Jahren wurde dann ein Tumor in den Hoden festgestellt. Er wurde kastriert, der Tumor war gutartig, seitdem ist er allerdings übergewichtig.

    Nun vor 3 Wochen der Riesenschock. Rambo ist schon längere Zeit etwas träge. Wir haben das auf sein Alter geschoben. Doch dann ging es ihm plötzlich richtig schlecht. In der Klinik zeigte der Ultraschall eine stark vergrößerte Leber und Veränderungen an Bauchspeicheldrüse und linker Niere. Um abzuklären, ob es sich um tumoröse Veränderungen handelt, wurde eine Biopsie der 3 Organe gemacht. Das Blutbild ergab eindeutig eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung und dass er Eiweiß verliert.

    Rambo war dann 5 Tage stationär (Antibiose) in der Klinik und es ging ihm jeden Tag besser. Er bekommt nun spezielle Diätnahrung und eine Mittel, welches die Magensäure reduziert. Die Biopsie ergab keinen Tumor.

    Letzte Woche war ich dann guter Dinge zur Nachuntersuchung und da waren dann plötzlich die Nierenwerte (Harnstoff 52, Kreatinin 1,70) erhöht, die bei seiner Einlieferung vor 3 Wochen noch in Ordnung waren. Der Eiweißwert war wieder OK.

    Nun zu meinen Fragen:

    Kann eine Ernährungsumstellung helfen? Und wenn ja, welche? Bis vor 3 Wochen bekam Rambo eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter.

    Ich würde den Hund gerne naturheilkundlich unterstützen. Kennt jemand einen vertrauenswürdigen Tierheilpraktiker im Bereich Hanau/Frankfurt?

    Danke schonmal für Eure Hilfe.

    Grüße, Chris

    #2
    Hallo Chris,

    deine Angaben sind jetzt leider ein bisschen mau und richtig was raten kann ich dir so leider nicht.

    Hier sind ein paar grundsätzliche Infos zur Pankreatits http://www.barfers.de/barf_pankreas.html und hier zu den Nieren http://www.barfers.de/barf_nierenerkrankungen.html

    Übergewicht und evtl. qualitativ nicht sehr hochwertige Nahrung können Ursache für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein .
    Genauso können aber auch Insektizide, irgendwelche Zusatzmittelchen, Medikamente oder andere Grunderkrankungen wie Cushing, Diabetes o.ä. dahinter stecken.

    Welche Nahrung hat er denn bisher erhalten? (Marke) Wie viel davon? Gab es zwischendurch immer mal wieder irgendwelche Wurst und Leckereien von deiner Nahrung? Wie viel wiegt Rambo und wo ist sein Idealgewicht? (Beim Idealgewicht kann dir notfalls auch der TA helfen)

    Welche Ursache sieht der behandelnde TA? Werden andere Grunderkrankungen vermutet?

    Und welche Nahrung erhält er jetzt?

    Wenn du nach Futterumstellungen fragst, wird mir noch nicht so recht klar, was du dir genau darunter vorstellst? Könntest du dir vorstellen deinen Hund auf frische Nahrung umzustellen, oder willst du ein anderes TA-Futter, oder ein anderes gewöhnliches Trockenfutter?

    Was die Nieren betrifft … Wenn die Werte vor 3 Wochen noch völlig in Ordnung waren, würde ich jetzt mal eher davon ausgehen, dass die Medikamente und das ganze Drumherum der Bauchspeicheldrüsenentzündung an der Erhöhung beteiligt sind. Auf der anderen Seite schreibst du von Veränderungen an der Niere, die beim Ultraschall gesehen wurden?
    Die Werte sind jedenfalls nicht extrem erhöht (es fehlen aber die Referenzwerte und weitere Angaben, z.B. zum Phosphat). Es kann aber grundsätzlich nicht schaden, bei einem Hund in diesem Alter, mit einem Blick auf die Nieren zu füttern, d.h. hochwertiges Eiweiß, Phosphor nicht erheblich über den Bedarf und reich an Vitaminen.

    Wenn du auf frische Nahrung umstellen willst, lohnt es sich noch ein bisschen hier im Forum zu stöbern. (Wobei ich erstmal mit extrem matschig gekochtem weißen Reis, ein bisschen magerer kurz gegarter Hühnerbrust und Brühe anfangen würde)

    Wenn du hochwertiges Fertigfutter geben möchtest, würde ich auf jeden Fall ein Feuchtfutter bevorzugen. Bei der Auswahl sollten dann auch der Fett und Phosphor – Gehalt berücksichtigt werden. Bzgl. des Fettgehalts solltet ihr aber erst Rücksprache mit dem TA halten, d.h. ihn befragen, wie er die Situation einschätzt und ob Rambo langsam wieder zu normalen, aber immer noch fettarmen, Futter zurückkehren kann?
    Evtl. eigenen sich dann einige Sorten von Terra Canis, die ich dann noch mit Fischöl, Calcium, Vitaminen und Enzymen ergänzen würde. Je nach Sorte, kannst du auch noch ein paar Löffelchen weißen Reis dazu geben oder Reisflocken, falls der Fettgehalt noch weiter unten gehalten werden soll.

    Ganz wichtig ist, dass mehrere kleine Mahlzeiten am Tag gefüttert werden, das gilt auch für dein jetziges Diätfutter.
    Und natürlich das Rambo abnimmt….

    Auch für die Zähne würde ich mich evtl. mal nach einem Produkt umschauen. Da gab es schon einige Threads hier im Forum, in denen Produkte wie Orozyme, Herbax o.ä. besprochen wurden. Das bekommst du beim TA oder bei Tiershop punkt de

    Und unter elabi punkt de findest du eine Liste mit klassisch homöpathisch arbeitenden Therapeuten. Vielleicht ist da auch einer ganz in deiner Nähe.

    Alles Gute und Grüße Juppi
    LG Juppi

    Kommentar


      #3
      Hallo, Juppi,

      danke für die Antwort. Ich habe gestern versucht, mich kurz zu fassen, gebe aber natürlich gerne alle Infos, die Du von mir brauchst.

      Die genannten Artikel bei www.barfers.de habe ich mir schon durchgelesen. Ich habe mir auch die Broschüren von Swanie Simon gekauft und gelesen. Ich bin ja eigentlich auf dieses Forum und das Thema „Barfen“ bei meiner Suche nach Ursachen für den schlechten Gesundheitszustand von Rambo gestoßen. Ich hatte, ehrlich gesagt, vorher noch nie was über diese Art zu füttern gehört.

      Rambo hatte bis zu seiner Kastration mit 10kg lt. Tierarzt Idealgewicht und war lt. dessen Aussage ein echter Muskelprotz. Heute wiegt er 11,80kg. Zu fressen bekam er bis vor 3 Wochen eine Mischung aus Select Gold Senior Trockenfutter und Rinti Nassfutter. Dazu von mir 1-2x Hundespagetti (getrocknete Schweinedärme), von den Hundesittern aber noch so einiges an Schmackos und Wurstbröckchen. Außerdem habe ich vor 2 Monaten angefangen, dem Hund ein Mittel namens Plaque Off zu geben, in der Hoffnung, daß das gegen sein Zahnproblem helfen würde, weil mir die andauernden Narkosen echt angst machen. Um das stinkende Zeug in ihn reinzukriegen, mußte ich es mit einer walnußgroßen Portion Kalbsleberwurst mischen. Keine Ahnung, ob das was mit seiner Pankreatitis zu tun hat. Derzeit bekommt er eine Mischung aus Hills Canine i/d Trocken- und Nassfutter mit etwas gekochter Hühnchenbrust. Dazu als Belohnung 2-3x tägl. ein kleines Stück getrocknete Hähnchenbrust und Symbioflor Vet, weil er ja hochdosiert Antibiotika bekommen hat.

      Mein Tierarzt konnte mir leider keine Antwort auf meine Frage nach der Ursache geben. Allerdings konnte durch die Biopsie eine bakterielle Infektion ausgeschlossen werden. Außerdem auch andere Grunderkrankungen, außer die Sache mit den Zähnen, durch die er immer wieder Eiterherde im Maul hat.

      Und irgendwie kam mir dann der Gedanke, dass es vielleicht an der Ernährung liegen könnte. Zumal ich mit dem Hund schon immer das Problem habe, dass er nichts kaut, sondern alles in ganzen Stücken runterschluckt. Und dabei stelle ich mir nun schon seit 10 Jahren die Frage, was zuerst da war – das Ei oder das Huhn. Kaut er nicht, weil er durch die Paradontose dabei Schmerzen hat oder hat er Paradontose, weil er nichts kaut?

      Beim Ultraschall der Niere sagte die Ärztin „die sieht aber gar nicht gut aus“. Auf meine Frage, was das heißt, sagte sie sehe sehr verbraucht/abgenutzt aus, nicht unbedingt dem Alter des Hundes entsprechend. Welchen Blutwert meinst Du mit Phosphat? Alkalische Phospatase? Dieser Wert ist bei Rambo schon seit Jahren erhöht, ohne dass dafür jemals ein Grund gefunden werden konnte. Er liegt derzeit bei 808 (Ref. 0,00 – 150). Ref. Für Harnstoff wäre 5,00-23,00 und Kreatinin 0,40-1,50.

      Nun zu der Frage, was ich mir unter Futterumstellung vorstelle bzw. was ich erreichen will:

      Nachdem ich nun im Internet so einiges zu dem Thema gelesen habe und auch die Broschüren von Frau Simon durch habe, stellt sich für mich die Frage, ob ich evtl., wenn auch immer gut gemeint, mit meiner Fütterung den Hund krank gemacht habe und ob ich ihm jetzt noch mit einer anderen Fütterung helfen kann, mit seinen angschlagenen Organen noch eine Weile ein gutes Leben zu führen. Ich erwarte dbzgl. keine Hilfe durch meine ansonsten wirklich vertrauenswürdige Tierklinik, da ich selbst am eigenen Leib erfahren habe, dass Schulmediziner in gewissen Bereichen Zwängen unterworfen sind, die es einfach verhindern, über den Tellerrand zu blicken. Deshalb bin ich nun heute hier.

      Ich habe zwischenzeitlich auch schon Kontakt zu einem Unternehmen hier in meiner Umgebung aufgenommen, die fertige Bio-Barf-Mahlzeiten individuell für Hunde zusammenstellen, weil ich mir das einfach nicht selbst zutraue und auch wahrscheinlich nicht die Zeit habe, mich wirklich intensiv mit dem Thema zu befassen.

      Nun fehlt mir ein bißchen der Mut und das Vertrauen in meine eigene Courage, diesen Schritt mit dem kranken Hund in diese Form der Ernährung zu gehen.

      Bei elabi habe ich zwischenzeitlich auch nachgesehen und bin auch fündig geworden. Allerdings habe ich anhand meiner eigenen Erkrankung erlebt, dass es gerade im Bereich der alternativen Heilmethoden auch sehr viele Scharlatane gibt und hatte deshalb gehofft, dass mir hier im Forum jemand eine Empfehlung aussprechen könnte.

      Bzgl. der Mittel für sein Zahnproblem werde ich mal hier im Forum weiterforschen, hoffe allerdings auch in dieser Sache, dass evtl. eine Ernährungsumstellung was bringt.

      Falls weitere Infos gebraucht werden, bitte fragen!

      Danke und Grüße,

      Chris

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        #4
        Hallo Chris,

        ok, wirklich herausfinden wird man nun eh nicht mehr woher die Entzündung kam. So wie du es hier beschreibst, können durchaus Übergewicht und die ungesunden Fette aus verschiedener Wurst und Leckereien dazu beigetragen haben. Es gibt aber, wie schon oben beschrieben, auch noch zig andere Gründe.
        Wenn dein Hund schon seit längerer Zeit so hohe ALT Werte hatte, könnte er z.B. Probleme mit der Galle gehabt haben (Steine, Entzündung, Abflußstörung), die dann wiederum zur Bauchspeicheldrüsenentzündung geführt haben.

        Letztendlich würde ich zur einer Fütterung raten, die Leber, Niere, Galle und Herz unterstütz und pflegt. Mit dem Schritt zur frischen Fütterung machst du da das Beste was du für deinen Hund tun kannst.

        Ich würde dir bei der Umstellung allerdings auch zur professionellen Unterstützung raten, da schon einige Dinge berücksichtigt werden sollten, die bei einem jungen und gesunden Hund völlig zu vernachlässigen sind.
        Aber wenn du da schon einen Shop an deiner Seite hast, ist doch super, zumindest wenn die wirklich auf seine Krankheitsgeschichte eingehen und dir einen dementsprechenden Plan gestalten.

        Ganz wichtig ist, dass dein Hund nur noch gesunde Fette erhält, vorrangig aus Fischöl. Und dann kannst du noch ganz viel mit Kräutern und Zusätzen arbeiten. z.B. Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke für Leber und Galle .... Gingko, Weißdorn, Goldrute für die Niere. Reichlich B-Vitamine, Vitamin K1 u.s.w.
        Da gilt es noch einiges zu lesen....

        Ich drücke dir die Daumen, dass du da an gute Leute gerätst und das die Umstellung gut klappt.

        Bzgl. der Zahnpflege und des THP´s kannst du vielleicht auch nochmals separate Threads eröffnen, in denen du deine Frage schon gleich in der Überschrift mit formulierst. - Hier scheint das jetzt irgendwie unterzugehen.

        Alles Gute

        Grüße Juppi
        LG Juppi

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