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Hund 1: weiterimpfen???, Hund 2: Welpenimpfung

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    #46
    Zitat von Hanna Beitrag anzeigen
    Hi

    dass jeder Züchter und Welpenbesitzer eine unterschiedlich Geschichte hat, ist ja klar, aber wenn es um die grundsätzliche Frage geht, was denn gut für die Entwicklung des Welpen wäre, dann helfen keine Einzelfälle, sondrn dann versucht man ja herauszufinden, was die künftige Entwicklung am positivsten beeinflußt( beim Menschen läuft das u.a. mit der Hirnforschung und die Praxis sieht aber so aus, dass die Ergebnisse aus ideologischen Gründen völlig ignoriert werden).

    Und dass dem Einzelfälle oder Verordnungen im Weg stehen können, ist auch klar, da beides eben oft aus den persönl. Gegebenheiten oder aus rein praktischen/wirtschaftlichen Erwägungen resultiert, aber nicht unbedingt mit dem Hintergrund, was das Beste wäre.

    Das sind für meine Begriffe aber einfach grundsätzliche Überlegungen, die kann man hier maximal streifen oder ( besser) einen neuen Thread aufmachen, damit es für die Threaderstellerin nicht ein zu großer Wust an Unterthemen wird.
    Naja, so einzelfallartig ist das gar nicht und es hat ja mit der Impfung zu tun. Die TE möchte gern einen Hund mit Papieren. Die ZO schreibt gewisse Impfungen bis zur Wurfabnahme vor.

    Wenn es darum geht, bis wann man die Impfung hinauszögern kann, dann spielen die normalen Umstände schon eine Rolle.

    Es gibt natürlich Rassen, die immer nur ganz wenige Welpen werfen. Aber die meisten Groß- oder Mittelhundrassen werfen nun einmal mehr als nur 3 oder 4 Welpen. Und kaum ein Züchter hat nur einen einzigen Hund zuhause, um den er sich zu kümmern hat. Und je mehr Welpen es sind, desto schwieriger ist es für den Züchter, diese angemessen zu sozialisieren. Ich habe Zweifel daran, dass man das mit 6 oder 8 Welpen so machen kann, wie eine Einzelperson das könnte.

    Außerdem ist vielen hier im Forum auch noch wichtig, dass der Welpe nur so kurz wie möglich Trockenfutter bekommt. Viele Züchter barfen nun einmal leider nicht. Ich hätte am liebsten gehabt, dass mein Welpe nicht eine einzige braune Kugel fressen muss, während der Phase, in der sich die orale Toleranz ausbildet. Leider fand ich keinen barfenden Züchter. Der Hund sollte aber nur so kurz wie möglich Chemiekugeln fressen, daher war es wichtig, dass er nicht zu lange beim Züchter bleibt.
    Liebe Grüße,
    Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

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      #47
      Überlegungen

      Hi

      da haste natürlich recht, wie immer ( und das ist nicht ironisch, das weißt Du hoffentlich )

      Aber es sind alles wieder einmal praktische Erwägungen und das ist ja auch ok, mit denen müssen wir uns ja leider auseinandersetzen.

      Aber diese mal beiseite gelassen, es gibt sicher auch das Wissen über die Hirn- und Sozialentwicklung des Welpen, wie es an sich ideal für ihn wäre und wenn man so etwas weiß, kann man mit seinem Züchter ja im Einzelfall besser entscheiden, als wenn man Angst hat, der Hund erleidet einen Schaden und sozialisiert sich nicht auf mich, weil er z.B. länger dort bleiben muß oder früher weg muß. Verstehste?

      Und das war mir aber dann doch lieber einen Extrathread wert.
      GHrüßchen
      Hanna

      Du warst als Hund der beste Mensch,
      den man zum Freund haben konnte.

      In stillem Gedenken https://www.youtube.com/watch?v=g6EbiJd3dhs

      Kommentar


        #48
        Zitat von Hanna Beitrag anzeigen
        Hi

        da haste natürlich recht, wie immer ( und das ist nicht ironisch, das weißt Du hoffentlich )

        Aber es sind alles wieder einmal praktische Erwägungen und das ist ja auch ok, mit denen müssen wir uns ja leider auseinandersetzen.

        Aber diese mal beiseite gelassen, es gibt sicher auch das Wissen über die Hirn- und Sozialentwicklung des Welpen, wie es an sich ideal für ihn wäre und wenn man so etwas weiß, kann man mit seinem Züchter ja im Einzelfall besser entscheiden, als wenn man Angst hat, der Hund erleidet einen Schaden und sozialisiert sich nicht auf mich, weil er z.B. länger dort bleiben muß oder früher weg muß. Verstehste?

        Und das war mir aber dann doch lieber einen Extrathread wert.
        Natürlich - darüber kann man sich noch einmal extra unterhalten, weil es ein wichtiges Thema ist. Allerdings kommt man dann schon wieder in Richtung Verhalten... und das lassen wir wohl lieber, bevor sich wieder alle die Köpfe einschlagen.

        Es ist eben schwierig, eine gute Entscheidung zu treffen und die ZO der Vereine machen es nicht wirklich leichter. Vorgeschriebene Impfungen finde ich einfach überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Das sollte jeder selbst entscheiden.
        Liebe Grüße,
        Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

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          #49
          1.
          Zitat von Hanna Beitrag anzeigen
          Hallo Bobbyline

          ein Anliegen hätte ich allerdings auch, könntest Du mit der Zitierfunktion so zitieren, dass man erkennt, wer zitiert wird und vor allem, wo ein Zitat aufhört? Also dass das Zitat am besten im dunkel unterlegten Feld sichbar ist, das erleichtert das Lesen erheblich, ich hatte auch so meine Probleme, alles nachzuvollziehen.

          Allerdings nur formmäßig, wie man Dein Schreiben inhaltlich nicht verstehen oder sogar Vorwürfe draus lesen kann, ist mir jetzt nicht ganz klar.
          Du greifst keinen an ( außer ganz allgemein Zuchtgepflogenheiten von Verbänden), erklärst keine anderen Postings für Müll oder verstößt anderweitig gegen die Nettiquette, manchmal muß ich mich schon über unsere Foris wundern ( Zuviel Östrogen, meine Theorie dann in der Regel)
          zu 1. Ok, habe ich verstanden werde es am besten nummerieren also Zitat und Kommentar erhalten die gleiche Nummer dann ist der Bezug da.
          Ich denke aber das wird geschehen in einen neuen Beitrag, hier ist eigentlich alles wesentliche geschrieben wurden.
          Dem Fragensteller wünsche ich das sie die richtige Impfentscheidung trifft und sie einen gesunden fröhlichen Welpen erhält, das ist der größte Schatz auf Erden.

          Kommentar


            #50
            perfekt

            dann gibts wenigstens keine Mißverständnisse mehr
            GHrüßchen
            Hanna

            Du warst als Hund der beste Mensch,
            den man zum Freund haben konnte.

            In stillem Gedenken https://www.youtube.com/watch?v=g6EbiJd3dhs

            Kommentar


              #51
              Zitat von Hanna Beitrag anzeigen
              Allerdings nur formmäßig, wie man Dein Schreiben inhaltlich nicht verstehen oder sogar Vorwürfe draus lesen kann, ist mir jetzt nicht ganz klar.
              Du greifst keinen an ( außer ganz allgemein Zuchtgepflogenheiten von Verbänden), erklärst keine anderen Postings für Müll oder verstößt anderweitig gegen die Nettiquette, manchmal muß ich mich schon über unsere Foris wundern ( Zuviel Östrogen, meine Theorie dann in der Regel)
              Hanna, kannst Du mir dann bitte erklären, was Bobbyline meint, da Du es ja verstanden hast?
              Ich finde es sehr traurig, das eine erfahrene Hundebesitzerin sich nicht so ein klein wenig über die Struktur vom größten deutschen Hundeverband in Deutschland informiert.
              http://www.kft-online.de/_rubric/ind...rubric=Der+KfT
              Dieser Verband hat die strengsten Zuchtbestimmungen, daher auch meine Wahl auf diesen.
              Doch wie konnte ich ahnen, das selbst dort noch veraltete Ansichten über Impfschematas herschen.
              Wer ist mit der erfahrenen Hundebesitzerin gemeint, die sich über den VDH (der wird ja vermutlich mit größem deutschen Hundeverband gemeint sein) informiert hat? Und warum wird dann ein Link zum KfT gesetzt, der ja nicht der "größte deutsche Hundeverband" ist und auch nicht (gemessen an allen anderen VDH-Zuchtvereinen) die strengsten Zuchtbestimmungen hat? Und warum wird das ganze unter ein Zitat von mir gesetzt? Was hat es damit zu tun?

              LG
              Ute
              Lieben Gruß
              Ute

              Kommentar


                #52
                Zitat von Bobbyline Beitrag anzeigen

                Sozialisierungsphase (8. bis 12. Woche)
                Der Welpe beginnt, seine Umwelt zu entdecken und sich in die Rangordnung einzufügen. Alles war er jetzt lernt, lernt er sozusagen fürs Leben. Im Rudel wird der Welpe jetzt vom Rüden erzogen und genau diese Aufgabe müssen wir nun übernehmen. Ist der Welpe auch noch so süß...es ist in dieser Zeit absolut notwendig dem Welpen liebevoll aber auch konsequent seine Grenzen aufzuzeigen. Die große Neugier, aufgeschlossen- und Lernfähigkeit der Welpen sollten wir uns dabei unbedingt zu nutzen machen. Der Kontakt zu anderen Welpen, Menschen aber auch neuen Geräuschen, unterschiedlichen Bodenbelägen, anderen Tieren etc. ist unerlässlich.

                Sie geht bis zur 12. Woche, was spricht dagegen die Impfung bis zur 10. Woche rauszuzögern und erst danch den Welpen seiner Familie zu übergeben?
                Dann lernt er 2 Wochen noch im Hunderudel Sozialverhalten und die anderen 2 Wochen bei seinen Menschen, ist doch optimal.
                Bobbyline, das wirst du nicht in alle Köpfe kriegen, dass man einen Welpen nicht schon mit 9 Wochen "vom Züchter wegholen" muss, damit er sozialisiert wird. offensichtlich kennt man nur Züchter, deren Welpen in einsamen Zimmern vor sich hindümpeln
                Jeder engagierte Züchter aber wird mit seinen Welpen auch Ausflüge und Autofahrten unternehmen und das Vorhandensein von Muttern, Onkeln und Tanten als miterziehende und hündische Partner ist nun auch nicht das schlechteste, Shiraa.
                So ein Hundebaby, erst recht bei einer Kleinrasse, ist im Familieverband und (ordentlichen) Züchterhaushalt allemal besser aufgehoben als alleine bei möglicherweise Ersthundebesitzern.

                Leider ist auch Tatsache, dass die wenigsten Welpenkäufer richtig zuhören, wenn man ihnen erzählt, warum man wenig und spät impft, warum man nicht unnötig Entwurmungsmittel verabreicht, warum man frisch füttert. Genau genommen ist es eigentlich zu heulen

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                  #53
                  1.
                  Zitat von zippy Beitrag anzeigen
                  Hanna, kannst Du mir dann bitte erklären, was Bobbyline meint, da Du es ja verstanden hast?
                  Wer ist mit der erfahrenen Hundebesitzerin gemeint, die sich über den VDH (der wird ja vermutlich mit größem deutschen Hundeverband gemeint sein) informiert hat? Und warum wird dann ein Link zum KfT gesetzt, der ja nicht der "größte deutsche Hundeverband" ist und auch nicht (gemessen an allen anderen VDH-Zuchtvereinen) die strengsten Zuchtbestimmungen hat? Und warum wird das ganze unter ein Zitat von mir gesetzt? Was hat es damit zu tun?

                  LG
                  Ute
                  zu 1. Mit erfahrener Hundebesitzerin, die sich nicht informiert bist Du gemeint gewesen.
                  Basiswissen:
                  - Der FCI ist der Dachverband der nationalen Dachverbände. Genaueres kannst Du hier nachlesen.
                  http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A9...Internationale
                  Mitglieder des FCI aus Deutschland sind einzig und alleine der VDH
                  - Der VDH ist ein nationaler Dachverband der wiederum Mitgliedsvereine und Landesvereine besteht, alles nachzulesen hier http://www.vdh.de/die-mitgliedsvereine-des-vdh.html
                  - der KfT (Klub für Terrier) ist ein Rassehund-Zuchtverein der spezialisiert ist auf die Hunderasse der Terrier
                  - Neben dem KfT gibt es verschiedene Zuchtvereine die auch Terrier züchten aber nicht dem VDH unterliegen sondern autark existieren.
                  - Einzig alleine im KfT wird nach der strengen Zuchtordnung des FCI kleine Terrier gezüchtet. Alle anderen autarken Terrierzuchtvereine haben meist nur an den FCI Standard angelehnte Zuchtordnungen, die aber auch große Lücken aufweisen.

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                    #54
                    [QUOTE=Bobbyline;3091702... wird nach der strengen Zuchtordnung des FCI kleine Terrier gezüchtet. [/QUOTE]

                    Hüstel.

                    Die FCI gibt bekanntermaßen nur eine Rahmenzuchtordnung vor. Was daran streng ist .......?

                    Und nein, ich brauche keine Links. Ich habe die Zuchtordnungen von FCI und VDH zuhause ausgedruckt vorliegen.

                    Viele Grüße

                    Elke

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                      #55
                      Sehr lieb von Dir, Bobbyline, daß Du doch noch geantwortet hast.

                      Aber wie kommst Du darauf, daß ich die Strukturen des VDH nicht kenne? Was die FCI ist, mußt Du mir übrigens auch nicht erklären.
                      Und was da drunter steht, weiß ich auch alles, ich weiß sogar, daß der Terrier eine Gruppe ist und keine Rasse. Aber vielleicht hast Du auch nur das n vergessen und meintest Terrier Rassen

                      Daß es außerhalb des VDH ebenso Vereine gibt, die Terrier und auch alle anderen Hunde betreuen, weiß ich auch. Ebenso gibt es innerhalb des VDH weitere Vereine, die gewisse Terrierrassen betreuen.

                      Aber was hat das alles mit dem Thema hier zu tun? Was hat es vor allem mit meinen vorherigen Beiträgen zu tun? Warum denkst Du, Du müßtest mir diese Strukturen erklären?

                      Das folgende ist falsch:
                      Einzig alleine im KfT wird nach der strengen Zuchtordnung des FCI kleine Terrier gezüchtet. Alle anderen autarken Terrierzuchtvereine haben meist nur an den FCI Standard angelehnte Zuchtordnungen, die aber auch große Lücken aufweisen.
                      Die FCI hat keine ZuchtORDNUNG, sondern ein Reglement. Das ist gar nicht mal so streng, deshalb haben es Züchter in anderen Ländern oft viel einfacher als VDH-Züchter. Der KfT mag eine strenge ZO haben, vielleicht auch die strengste für Terrier, aber diese Strenge kommt nicht von der FCI. Und wie ich schon sagte, gibt es neben dem KfT weitere VDH-Mitgliedsvereine, die Terrier betreuen. So hat der Boston Terrier z.B. einen eigenen Club und der Yorkshire Terrier gleich zwei. In welcher Hinsicht die eine strengere ZO haben als der KfT oder nicht, das weiß ich nicht, weil ich nur mit der ZO vom 1.DYC vergleichen kann.

                      Mit anderen "autarken" Terrier-Zuchtvereinen meinst Du vermutlich die Vereine aus der Dissidenz. Von denen kenne ich auch einige, aber keine, die nur die Terrier betreuen (heißt, es gibt sie, aber ich kenne deren ZOs nicht). Diese Vereine haben oft, nicht immer, überhaupt keine Impfbestimmung in ihrer ZO, was ich als Züchter als sehr angenehm empfinde. (Das erwähne ich nur, da es in diesem Thread ja um das Impfen geht.)

                      Ich habe nun also verstanden, was Du mir sagen wolltest, aber warum das ganze, das leuchtet mir nicht ein, zumal Deine Wissensdefizite bzgl. VDH und FCI offensichtlich größer sind als meine.

                      LG
                      Ute
                      Lieben Gruß
                      Ute

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                        #56
                        1.
                        Zitat von zippy http://www.gesundehunde.com/forum/im...s/viewpost.gif
                        Zuchtverein nennt man das (den KfT). Welche Impfbestimmungen die für die Zuchttiere (Mütter) haben, weiß ich allerdings nicht.

                        Ja, das ist wohl so. Nur leider wollen die Welpenkäufer i.d. Regel gar nicht aufgeklärt werden. (Damit meine ich nicht den TE.)

                        LG
                        Ute


                        zu 1. Dann war es offensichtlichlich
                        ein Missverständnis, ich habe Deine Aussage so interpretiert das Du mit KfT nichts anzufangen weißt, sorry dafür.
                        Außerdem finde ich es sehr interessant das es für spezielle Terrierarten mehrere Zuchtvereine gibt, so wie Du es erwähntest für den Yorkshire gar 3 Stück. Ich habe mich speziell in die Rasse West Highland Terrier verliebt und dafür ist nur der KfT zuständig.

                        Und was die sogenannten Dissidenzvereine angeht, ich mag den Begriff nicht, denn überall gibt es gute und schlechte Züchter. Sie sind zumeist wirklich über die Rassen hinweg. Jedoch weisen Sie z.B. in möglichen Deckung (Zeitraum, Rassespezifik der Eltern etc.) große Lücken auf im Zuchtstandard, beim Impfstandard gebe ich Dir Recht ist es ehr mitunter förderlich.





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                          #57
                          Hallo Bobbyline,

                          ja, der KfT und besonders das Vereinsorgan "Der Terrier" ist mir bekannt. Ich kenne in Teilen sogar die ZO. Weiß aber nicht, und darum ging es ja auf den ersten Seiten, ob ein KfT-Züchter auch gezwungen ist seine erwachsenen Hunde (entweder nur Zuchttiere oder alle Hunde seines Haushalts) zu impfen bzw. dies nachzuweisen.

                          Für den Yorkshire Terrier gab es ursprünglich nur den KfT, irgendwann in den 80er Jahren wurde der "1. Deutsche Yorkshire Terrier Club" gegründet, später dann noch der "Club für Yorkshire Terrier".

                          Den Begriff Dissidenz verbinde ich nicht mit einer negativen Wertung, denn es sind ja nur die "Andersdenkenden". Ich züchte ja selbst in so einem Dissidenzverein, der alle Rassen betreut. Ist nicht schön, was sich da so alles tummelt und was erlaubt ist, aber immerhin werde ich nicht zum Impfen gezwungen. Würde ich Yorkshire Terrier im VDH züchten, müßte ich diese Leichtgewichte vor der Wurfabnahme (= im KfT mit höchstens 12 Wochen, im 1. DYC hätte ich bis 16 Wochen Zeit) gegen Leptospirose impfen, was mir gewaltig gegen den Strich ginge.

                          LG
                          Ute
                          Lieben Gruß
                          Ute

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                            #58
                            Zitat von esprit Beitrag anzeigen
                            Jeder engagierte Züchter aber wird mit seinen Welpen auch Ausflüge und Autofahrten unternehmen und das Vorhandensein von Muttern, Onkeln und Tanten als miterziehende und hündische Partner ist nun auch nicht das schlechteste, Shiraa.
                            So ein Hundebaby, erst recht bei einer Kleinrasse, ist im Familieverband und (ordentlichen) Züchterhaushalt allemal besser aufgehoben als alleine bei möglicherweise Ersthundebesitzern.
                            Es ist jetzt zwar total OT, aber stell Dir vor, Du hast 11 oder 12 Welpen und sagen wir, noch zwei erwachsene Hunde, die auch Fürsorge und viel Auslauf brauchen. Du lebst in einer Kleinstadt mit Leinenpflicht, EFH mit kleinem Garten.

                            Welpe 1 soll später mal Trockenfutter fressen und auf einer Straußenfarm leben und den Hof bewachen. Also bitte das Futter so schnell wie möglich umstellen und an sehr große Laufvögel gewöhnen.

                            Welpe 2 soll gebarft werden, aber bitte nach dem Prey Model, der Hund soll zu einem Jäger und entsprechend ausgebildet werden. Bitte ab Woche 9 Schussfestigkeit trainieren und schon mal spielerisch an die Dummyarbeit heranführen.

                            Welpe 3 soll Terra Canis Dosen fressen und wird in einem Haushalt mit kleinen Kindern leben und da Frauchen arbeitstätig ist, soll Hundi mit ins Großraumbüro. Bitte ab Woche 9 langsam an Großstadtlärm und Büroalltag, vor allem die Rolltreppe gewöhnen.

                            usw.

                            Wie willst Du denn 11 Welpen so individuell sozialisieren? Klar geht man spazieren (13 Hunde an der Leine?) und gewöhnt die Welpen an Staubsauger oder fährt auch mal Auto (wobei das bei 11 Hunden á 8-9 kg auch schon schwierig ist) oder lädt die Nachbarskinder zu Besuch ein. Aber wie machst Du das organisatorisch, wenn es um die anderen Dinge geht, individuelle Ansprüche des künftigen Halters?

                            Ich verstehe, dass das funktioniert, wenn man 3 oder 5 Welpen hat, aber ab einer bestimmten Anzahl wird das echt eine Herausforderung. Und die Sozialisierungsphase ist wichtig. Die Chance bekommt man nicht noch einmal. Und soweit ich weiß, gibst Du ja Welpen nicht ein bisschen später (also z. B. mit 10 Wochen) ab, sondern erst nach Abschluss der Sozialisierungsphase.

                            Mein letzter Hund kam mit Woche 12 zu uns. Er war nicht an fremde Hunde gewöhnt, die ihm täglich im Park entgegen rannten, sondern nur an Tanten, Onkel, den Nachbarshund usw. Sein Leben lang kam er nicht mit fremden Artgenossen klar...

                            So, und nun bin ich brav und sage nix mehr zum Thema Sozialisierung.

                            Wie auch immer. Ich finde es traurig, dass man überhaupt Wege finden muss, nur um bestimmten Impfungen zu entkommen. Das darf doch nicht sein...
                            Liebe Grüße,
                            Nadine mit CKCS Alastair & RR Bayo sowie Seelenhund Neo im Herzen

                            Kommentar


                              #59
                              Zitat von Shiraa Beitrag anzeigen
                              Es ist jetzt zwar total OT, aber stell Dir vor, Du hast 11 oder 12 Welpen und sagen wir, noch zwei erwachsene Hunde, die auch Fürsorge und viel Auslauf brauchen. Du lebst in einer Kleinstadt mit Leinenpflicht, EFH mit kleinem Garten.

                              Welpe 1 soll später mal Trockenfutter fressen und auf einer Straußenfarm leben und den Hof bewachen. Also bitte das Futter so schnell wie möglich umstellen und an sehr große Laufvögel gewöhnen.

                              Welpe 2 soll gebarft werden, aber bitte nach dem Prey Model, der Hund soll zu einem Jäger und entsprechend ausgebildet werden. Bitte ab Woche 9 Schussfestigkeit trainieren und schon mal spielerisch an die Dummyarbeit heranführen.

                              Welpe 3 soll Terra Canis Dosen fressen und wird in einem Haushalt mit kleinen Kindern leben und da Frauchen arbeitstätig ist, soll Hundi mit ins Großraumbüro. Bitte ab Woche 9 langsam an Großstadtlärm und Büroalltag, vor allem die Rolltreppe gewöhnen.

                              usw.

                              Wie willst Du denn 11 Welpen so individuell sozialisieren? Klar geht man spazieren (13 Hunde an der Leine?) und gewöhnt die Welpen an Staubsauger oder fährt auch mal Auto (wobei das bei 11 Hunden á 8-9 kg auch schon schwierig ist) oder lädt die Nachbarskinder zu Besuch ein. Aber wie machst Du das organisatorisch, wenn es um die anderen Dinge geht, individuelle Ansprüche des künftigen Halters?

                              Ich verstehe, dass das funktioniert, wenn man 3 oder 5 Welpen hat, aber ab einer bestimmten Anzahl wird das echt eine Herausforderung. Und die Sozialisierungsphase ist wichtig. Die Chance bekommt man nicht noch einmal. Und soweit ich weiß, gibst Du ja Welpen nicht ein bisschen später (also z. B. mit 10 Wochen) ab, sondern erst nach Abschluss der Sozialisierungsphase.

                              Mein letzter Hund kam mit Woche 12 zu uns. Er war nicht an fremde Hunde gewöhnt, die ihm täglich im Park entgegen rannten, sondern nur an Tanten, Onkel, den Nachbarshund usw. Sein Leben lang kam er nicht mit fremden Artgenossen klar...

                              So, und nun bin ich brav und sage nix mehr zum Thema Sozialisierung.

                              Wie auch immer. Ich finde es traurig, dass man überhaupt Wege finden muss, nur um bestimmten Impfungen zu entkommen. Das darf doch nicht sein...

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                                #60
                                Nadine, ich stimme Dir mit Deinen Ausführungen voll und ganz zu und Du sprichst mir aus der Seele. Der Tag bräuchte für die Individualprägung auf das jeweilige zukünftige Leben gefühlte 48 Stunden Tageslicht bei einem großen Wurf. Was aber etwas relativierend ist, ist, daß nicht alle an einem Tag ausziehen ... so bleibt immer mehr Zeit für Spezielles für die Einzelnen, was aber nicht gut möglich wäre, wenn alle 11 bis zum Tag X mindestens blieben.

                                Mal davon abgesehen, braucht der Welpe auch noch etwas Zeit, seine nähere neue Umgebung im neuen Zuhause zu erkunden und in der beginnenden Eingliederungsphase (ab der 12. Woche, wobei die Phasen fließend sind) sollte sich bei ihm schon alle Aufregung gelegt haben. Man vermeide auch eine Reizüberflutung ... jeder Tag im neuen Zuhause zählt in dieser kurzen und wichtigen Zeit meiner Meinung nach. Der Welpe sollte - wenn möglich - da eingegliedert und genügend Zeit haben für seine spezielle Prägung, wo er später leben wird (der Züchter kann nur im Vorfeld ein Stückweit "Vorarbeit" leisten für des Welpis zukünftiges Leben). Alles andere - also eine deutlich späte Übernahme - könnte in die sogenannte sensible Phase fallen, die alles Einleben und Kennenlernen und Verarbeiten erschwert und die widerum stark oder schwach letztendlich auch von der Bindung und dem Vertrauen an seine neue Menschen abhängt. Soviel zur Biologie.

                                Wenn es nicht ideal läuft gemäß der Natur des Hundes und bei guter Vorarbeit und Engagement des Züchters, bekommt man sicher auch vieles noch hin, aber warum soll man es Mensch und Hund schwerer machen als nötig? Soweit ich weiß, ist in der 9. Lebenswoche der Welpe Neuem gegenüber aufgeschlossener denn je ... warum also mehr Trennungsschmerz als sowieso schon gegeben in Kauf nehmen? (Wobei bei einem großen Wurf sowieso nicht alle in der 9. Woche ausziehen können... ich jedenfalls würde mehr als einen Abschied am Tag nicht verkraften.)

                                Ich denke auch, daß der engagierte Halter es immer besser macht als der engagierte Züchter eines GROSSEN Wurfes, wenn man den Welpen auch individuell qualitativ und speziell wirklich gerecht werden will ... ganz realistisch gesehen ... ist der Tag einfach zu kurz, selbst wenn man Bärenkräfte hat.

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