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  • Cicero
    antwortet
    Guten Morgen,


    Zitat von hakoberti Beitrag anzeigen
    ... auf Grund vom Blasenstein muß er mindestens fast einen halben Liter

    trinken das hat seine Anfälle seltener und weicher werden lassen...
    das ist ein sehr interessanter Aspekt.

    Vor einiger Zeit habe ich von einem Epi-Hund gehört, der wenige Tage vor seinen Anfällen immer inkontinent wurde, literweise trank und ständig ins Freie geführt werden musste, nachts sein Körbchen einnässte.

    War der Anfall dann endlich da, hörte auch die Inkontinenz schlagartig auf, ebenso das maßlose Trinken.

    Blasensteine hat dieser Hund aber keine.
    Die Besitzer haben ihn mehrfach durchchecken lassen - ohne Erfolg.
    Nichts konnte gefunden werden, nicht einmal eine läppische Blasenentzündung.

    Kein Arzt konnte bis jetzt den Zusammenhang zwischen Inkontinenz und Anfällen erklären.

    Dieser Hund bekommt auch keine Antiepileptika.
    Die Erklärung für die zeitweise Inkontinenz kann bei ihm also nicht vom Pheno kommen.
    Dieses macht zuweilen auch inkontinent.
    Jedenfalls hatte ich das auch einmal bei Hanusch.
    Pheno war zu dieser Zeit überdosiert, nach Rückdosierung hatten wir es nie mehr.

    @ Chaos
    die Krankengeschichte deines Hundes berührt mich sehr, ich habe schon sehr oft an euch gedacht, wenn ich auch nichts geschrieben habe.

    Es ist sehr schlimm, dass dein Hund auf Aderlässen angewiesen ist, auch, dass du die Therapie nicht mehr finanzieren kannst.

    Im Grunde fehlen mir die Worte, etwas Sinnvolles zu schreiben, meiner Hilflosigkeit folgte Schweigen.

    Darf ich einmal nach dem Allgemeinzustand deines Hundes fragen?
    Wie erlebt er diese Aderlässe?
    Ich könnte mir vorstellen, dass viel Stress dabei erzeugt wird oder täusche ich mich?

    Ich wünsche euch noch eine sehr schöne gemeinsame Zeit.
    Es klingt jetzt vielleicht platt und abgedroschen wenn ich schreibe: es zählt nicht die Lebenszeit, sondern die Qualität - und manchmal sind einem einfach die Hände gebunden, in vielerlei Hinsicht, auch die finanzielle Seite zählt dazu.

    Alles Liebe

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Chaos Beitrag anzeigen
    ....
    Hier im Forum wird wenig darauf eingegangen und ich bewunder echt die Leute, die alles machen können, ohne Rücksicht auf die finanzielle Seite, aber ich muss leider daran denken, denn ich bin mittlerweile echt erschöpft.
    .... und wie noch mehr Geld verdienen in meiner Situation
    ... Und es tut mir in der Seele weh, dass ich nicht in der Lage bin, das richtige zu tun für meine Püppi.
    Das ist ein wirklich ein ganz empfindliches Thema, und ich habe darüber auch schon oft nach gedacht. Wenn ich dieses Polster nicht hätte, wäre Cyrus vielleicht schon tot. Vor einigen Monaten habe ich ein MRT lassen, er musste 3 Tage auf Intensiv bleiben, ich musste auch einige Tage frei nehmen usw. ich habe auch mal schnell 1000ende von € ausgegeben müssen. Spass hat das nicht gemacht. Und hätte ich das Geld nicht gehabt, was hätte ich tun sollen????? Ohne MRT-Befund hätten wir wahscheinlich mit Verdacht auf Hirntumor einschläfern lassen.

    Kennst Du für Deinen Hund niemanden privat, der weiß wie man Blut abnimmt? Arzthelferin? Krankenschwester? Ärzte? Vielleicht zeigt Dein TA Dir das, wie es geht.
    Bei Hunden geht Blut abnehmen an den großen Venen einfacher, als man anfangs als Laie denkt. Dann könnest Du das schon mal selber machen oder privat machen lassen und das würde auch schon mal Kosten reduzieren.

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Kaukase Beitrag anzeigen
    Besteht von Seiten der Forschung überhaupt Interesse, die Ursache aufzuklären oder wird an der Krankheit so gut verdient, daß man lieber therapiert.
    Da habe ich sehr gute Kontakte zu verschiedenen Forschergruppen in der Humanmedizin und ich kann Dir sagen, die Forschung bemüht sich sehr ehrgeizig und verzweifelt um Erkenntnisse. In der Medizin sind Erkrankungen des Gehirns immer noch nicht erklärbar, ausgeforscht, verstanden , geschweige denn Heilbar. Aber die derzeitigen diagnostischen Methoden reichen leider nicht aus. Das Hirn ist die Schaltzentrale umgeben von einem schützenden Schädel, der auch deswegen ein Problem ist, weil man mit jedem bildgebenden Verfahren immer auch den Schädel überwinden muss. Man kommt an das Hirn schlecht ran und es ist dazu auch noch sehr empfindlich. Einfach mal rein schneiden geht natürlich nicht!
    Die bildgebende Diagnostik ist ja schon sehr gut heute, aber für das Gehirn ist leider keine dieser Methoden gut genug. Man kann schon alle möglichen Strukturen mehr oder weniger gut erkennen, man kann anatomische Fehlbildungen oder sonstige Veränderungen im Hirn identifizieren, man kann Hirnaktivitäten farblich erkennbar darstellen, man kann in der Humanmedizin die großen Gehirngefäße angiographisch darstellen, man kann stereotaktisch auf den millimeter genau das gewünschte hirngewebe markieren und biopsieren, man kann im EEG ungewöhnliche Hirnstromaktivitäten erkennen und daraus das eine oder andere pathologische ableiten oder vorhersehen ...

    Aber was viele Hirnerkrankungen betrifft, wie auch die epilepsie, ist das alles nicht genug. Man ist noch nicht in der Lage auf biomolekularer Ebene Stoffwechselstörungen zu identifizieren, ein Knackpunkt, der durchbrochen werden muss, um zu erkennen, welche Neurotransmitter wo genau falsch, zu hoch, zu niedrig vorhanden sind, oder wo andere Stoffwechseldefekte im Hirn zu welchen Krankheiten führen.
    Man kann diese Defekte bei Patienten am lebenden Hirn noch nicht sichtbar machen.
    Was in der Hirnforschung am Tier gemacht wird, will hier keiner wissen *ganzfurchtbar* ...nutzt dazu keinem lebenden Patienten, weil die Ergebnisse nicht übertragbar sind in jedem individuellen Krankheitsfall. Die Ergebnisse dienen hauptsächlich dem Verstehen, wie das Hirn funktioniert etc. oder wo welche Medikamente wie wirken. Die Erkenntnisse helfen aber doch nur Hirnerkrankungen versuchsweise zu therapieren.

    Erforschen der Epilepsie?
    Was sollen die Wissenschaftler am menschlichen Hirn denn tun, um die Ursache herauszufinden bei jedem einzelnen Epi-Patienten und bei den 1000 verschiedenen Möglichkeiten, die bei 1 Mio. vorhandenen Gehirnzellen theoretisch auch 1 Mio. mögliche Defekte bedeuten können?
    Forschungsmöglichkeiten am lebenden Hirn sind schon mal extrem beschränkt. Während man viele andere Organe vielmals biopsieren kann, selbst bei Kindern, ohne großen Schaden anzurichten und bei jedem Patienten einfach eine Diagnose aus dem Gewebe selber abzuleiten, ist das im Hirn nicht möglich!
    Wo sollte der Stereotaktiker überall auf der Suche im Heuhaufen im Hirn "herum stochern" und Hirnstückchen entfernen, damit ein Neuropathologe mögliche Defekte in einem Epi-Hirn tatsächlich bestimmen kann? Denn das wäre für die Diagnostik ja eigentlich notwendig.
    Wer lässte sowas freiwillig an sich oder seinen Schutzbefohlenen machen, bei sehr hohem Risiko von Gehirnschäden und großer Ungewissheit überhaupt irgendwo was zu finden?

    Keine Hirnstudie für diesen Zweck und kein Behandlungs- oder Diagnosversuch würde die Ethikkommission passieren. Die Epilepsie beginnt oft im Kindesalter. Kinder als Studienobjekte für solche ungewissen Experimente????

    Wenn es im Moment irgendeine Chance gibt, irgendwann mit Hilfe von Medizintechnik Hirnstoffwechsel am lebenden Hirn und Funktionsstörungen "in der Röhre" deutlich sichtbar zu machen und genau zu zeigen, wo der Defekt liegt, der die Epi verursacht bzw. was im Hirn und unter welchem Einfluss welcher Transmitter oder bei Elektrolytentgleisungen oder Rezeptordefekten immer wieder "Gewitter" ausgelöst werden, dann vielleicht (großes vielleicht) durch biomolekulare Methoden in der Nuklearmedizin.
    In D ist so ein Mega-Gerät speziell für die Hirnforschung genau an 1 Standort in Erprobung, es fehlen zudem auch noch die benötigten Tracer, die aktuell erforscht und gesucht werden, und jeder hofft, neue zu finden.

    Jede Pharmafirma weiß, wer hier als erster erfolgreich ist, der hat nicht nur Chance auf sehr hohe Gewinne, wer das Hirn "knackt", der ist Anwärter für verschieden Nobelpreise und das nicht nur einmal

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  • hakoberti
    antwortet
    Hallo Anja

    Genauso sehe ich das auch :-))

    Viele Hunde krampfen mit Epi-Mittel und/oder lassen sich nicht einstellen..

    Mein Berti hat immer schlechte Leberwerte aber mit Leberdiät haben wir es im Griff..

    Wenn mein Hund allerdings soo viele Anfälle bekäme wie der von Cyrus ...

    Ich habe allerdings nicht festgestellt das Bertis Köpfchen einen Schaden genommen hat

    und auch nicht das ein Anfall eine neue Bahn für einen anderen Anfall öffnet..

    Auch nicht das die Anfälle immer schlimmer werden :-))

    Ich denke es gibt zig Epi-Formen und man kann es nicht verallgemeinern..

    Berti bekommt jeden Tag eine Vita-Sprint B1 und B6 und B2 ab und zu ..

    Ferner Taurin und auf Grund vom Blasenstein muß er mindestens fast einen halben Liter

    trinken das hat seine Anfälle seltener und weicher werden lassen...

    Und wenn er krampft bekommt er Spascupreel zwischen die Leftzen gedrückt..

    Wir sollten hier alle unsere Erfahrungen reinschreiben aber die Lösung muß jeder für sich

    finden ..

    Ich denke nur Chemie sollte die letzte Alternative sein ..

    Berti wäre mit seinen Leberprobleme und Luminal keine 12 Jahre alt geworden :-))

    Gabi und HerriBerti

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  • Kaukase
    antwortet
    Epilepsie

    >Man weiß leider so wenig über Epilepsie und da Vorraussagungen geben wie was verlaufen
    >wird ist gottseidank auch nicht immer richtig :-))


    ja, genau das meine ich auch. Aber manche erklären einen dann für unverantwortlich wenn man keine chem. Mittel geben will. Dabei habe ich bei denen auch gesehen, daß sie genauso Anfälle bekommen wie wir. Ob es ohne die Mittel schlechter wäre weiß niemand. Aber ich will die Nebenwirkungen so lange es geht meinem Hund ersparen.
    Die Behandlung des THP ist ja nicht billiger, aber manche tun so, als würde man am Hund sparen wollen. Es ist nur eine andere Behandlungsform
    Dabei will ich einzig daß es ihr gut geht. Und die Nebenwirkungen vieler Medi´s will ich nicht in Kauf nehmen solange es anders geht.
    Ich glaube, früher sind so manche Epi-Tiere wegen Tollwutverdacht eingeschläfert worden.
    Dort heißt es ja ...Schaum vor dem Maul, Zuckungen, Agressivität oder bei Wildtieren auch Zahmheit,
    Besteht von Seiten der Forschung überhaupt Interesse, die Ursache aufzuklären oder wird an der Krankheit so gut verdient, daß man lieber therapiert.

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  • Chaos
    antwortet
    Ich danke euch allen für eure Antworten und Anregungen und wirklich, das bedeutet mir viel und ich werde drüber nachdenken, aber ich denke auch, das es mir nicht viel nützen wird.
    Hier im Forum wird wenig darauf eingegangen und ich bewunder echt die Leute, die alles machen können, ohne Rücksicht auf die finanzielle Seite, aber ich muss leider daran denken, denn ich bin mittlerweile echt erschöpft. Auch wenn ich die Untersuchungen und Aderlässe im Moment in der Klinik auflaufen lassen kann, so kann man doch nicht unberücksichtigt lassen, dass weitere Untersuchungen - wenn es denn die Klinik überhaupt noch mitmacht - mich nicht nur für 2011 fesseln, sondern auf Jahre, immerhin ist die laufende Behandlung inkl. der notwendigen Untersuchungen für die PV schon ziemlich teuer und nimmt im Moment meinen gesamten 400 Euro Job schon in Anspruch.
    Ich hab alles verkauft, was ich hatte, ich hab mich selber eingeschränkt und ich bereue es auch nicht, aber ich glaube, dass ich irgendwo einen Schlußstrich ziehen muss und vielleicht sagen muss: ok, ich versuche es mit Medikamenten, lasse weitere Untersuchungen wie MRT oder CT oer Homöopathie sein und beschränke mich auf die notwendigsten Sachen und hoffe auf das Beste, obwohl mein Herz in mir schreit, dass es die einfachste Lösung ist und nicht die richtige.

    Ich hab zwar heute mit der Klinik darüber gesprochen, aber ich kann kaum erwarten, dass sie mit weiteren hunderten Euro in Vorleistung gehen und meine laufende Behandlung auch noch machen, nur weil ich eine verrückte Hundemutter bin.

    Und nicht nur im Sinne von welche Untersuchungen wären sinnvoll und welche Medis oder nicht, sondern auch, welche Arbeit kann ich machen und wie noch mehr Geld verdienen in meiner Situation muss ich jetzt auch noch überlegen. Im Moment stehe ich einfach neben mir, denn sowas wie heute - nicht arbeiten - kann ich mir kaum erlauben. Und es tut mir in der Seele weh, dass ich nicht in der Lage bin, das richtige zu tun für meine Püppi.
    Ich hab mein Kind großgekriegt, ich hatte Glück mit meiner Maja, aber jetzt versage ich auf der ganzen Linie, weil ich nicht das richtige Polster habe und das macht mich am meisten fertig.

    Ich komme mit der Krankheit PV klar, ich komme mit der Epilepsie klar, damit komme ich zurecht, ich komme aber nicht damit zurecht, wenn ich nicht alles was notwendig ist, tun kann, versteht ihr das?

    Bitte seid mir nicht böse, der Tag war einfach zu hart heute und ich genieße jetzt lieber den Spaziergang.
    Nachdem die Wirkung vom Diazepam jetzt abgeebbt ist, ist meine Maus wieder fresssüchtig und will spazierengehen und sich austauben, den Gefallen tue ich ihr jetztund mir wird frische Luft auch gut tun.

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  • Cyrus
    antwortet
    Ich hatte ja 7 Monate auch die Hoffnung, wir schaffen es irgendwie mit Homöopathie und ohne Pheno. Leider war alles völlig nutzlos
    Und dann kam unerwartet der erste fette Cluster, als ich schon zuversichtlich war mit dem Gedanken "1 bis 2 Anfälle pro Monat, damit können wir leben". Ich vergesse nie, wie Cyrus die ganze Nacht vor Schmerzen wimmerte, und es kam ein Anfall nach dem nächsten. und da schwand mein Wiederstand und Pheno wurde am Morgen zum "rettenden" Medikament in einer Phase, als dann auch das Diazepam komplett versagte. Viele Anfälle nacheinander sind leider extrem hirnschädigend. Wenn das einmal aufgetreten ist, hat das Hirnleiden ein höheren Schweregrad erreicht. Erst nachher habe ich zugeben müssen, dass das verhasste Medikament, manchmal leider nicht zu vermeiden ist.
    Ich träume auch davon, dass er mal sehr sehr lange keine Anfälle haben wird, und ich dann wieder reduzieren kann.

    Hier haben wir nun auch nochmal einen ganz andere Erkrankung, als Ursache für die Anfälle. Die PV ist nicht homöopathisch zu behandeln!!!! Sie gilt als eine "kleine Schwester" einer malignen leukämischen Erkrankung und ist ebenfalls unheilbar und verläuft progredient mit entsprechender Prognose.
    Wenn die Anfälle pro Monat zunehmen ... was soll man dann machen? 5 -7 und mehr Anfälle in Serie in 24 -48 h weiterhin komplett unbehandelt lassen? Oder doch ein Therapieversuch zur Anfallsminderung?

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  • Cicero
    antwortet
    Ja, und ich reduziere Phenobarbital gerade zurück - erfolgreich. Mein Ziel ist es, irgendwann ganz darauf zu verzichten. Ob ich das erreichen werde, weiß ich nicht.

    Hanusch hat sicher eine Abhängigkeit von dieser Droge entwickelt. Deshalb muss das Zurückdosieren sehr vorsichtig und über eine sehr lange Zeitspanne erfolgen - vielleicht erlebt er es noch. Er ist 14 Jahre alt, bekommt seit vier Jahren Phenobarbital - wenig erfolgreich.

    Hanusch bekam mit und ohne Phenobarbital Anfälle, Serien, Status und entwickelte in der Folge eine ganze Reihe Organdefizite, die ich immer wieder behandeln musste. Kaum hatte ich eine Luminal-Baustelle repariert, tat sich die nächste auf.
    Hanusch hat Pheno nicht geholfen. Ich habe es ihm auch nicht freiwillig gegeben. Er bekam vor vier Jahren einen Status und wurde in der Klinik auf Pheno eingestellt. Die Anfälle blieben aber nicht allzu lange aus. Es folgten die Serien, und es folgte der nächste Status, trotz Pheno, und obwohl die Dosis ständig erhöht wurde.
    Das Komische ist, dass es ihm jetzt mit weniger Phenobarbital viel besser geht. Man steckt nicht drin. Wie es bei anderen ist und wirkt, sich auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Bei uns ist es nun mal so.

    Hanusch ist seit seinem 4. Lebensjahr Epileptiker.
    So richtig schlecht ging es ihm erst, nachdem er Phenobarbital bekam. Mit den anderen Antiepileptika ist es nicht besser, wenn man sich mal umhört. Damit bleiben die Anfälle auch nicht aus.

    Ich habe keinen Rat, will auch keinen davon abhalten, seinem Hund Pheno zu geben, manchmal bekommt man sonst keinen Fuss in die Tür, das weiß ich auch, doch so lange mein Hund nur im monatlichen Rhythmus Anfälle bekäme, keine Serien und keinen Status, würde ich ihm kein Pheno geben. Ich würde suchen, suchen, suchen, die wenigsten Hunde brauchen Antiepileptika, weil sie keine Epilepsie haben, sondern epileptiforme Anfälle.

    LG

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  • hakoberti
    antwortet
    Mein Hund bekommt auch keine chem.Antiepileptika..

    Er wird seit 8 Jahren nur naturheilkundlich behandelt und ich würde immer wieder diesen

    Weg gehen :-))

    Man weiß leider so wenig über Epilepsie und da Vorraussagungen geben wie was verlaufen

    wird ist gottseidank auch nicht immer richtig :-))

    Gabi und Bertchen

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  • Kaukase
    antwortet
    Epilepsie

    Mein Hund bekommt auch keine chem. Antiepileptika.
    So lange es geht lasse ich sie rein von der THP behandeln.
    Der TA hat die normalen Untersuchungen gemacht, alles o.B. organisch vollkommen gesund.
    Falls ich was brauche, hat er alles in der Praxis, ich muß mich nur melden. Aber er meint auch solange wir anders zurechtkommen sollen wir es ruhig probieren. Er kennt meinen Hund und wenn was ist, kommt er selbstverständlich auch jederzeit ins Haus. Bei ihrem Bandscheibenvorfall mit kurzzeitigem organischen zusammenbruch kam er sogar am ersten Tag gleich 2x zu Besuch, Infusionen usw. (Er weiß, daß ich immer zuverlässig und sofort bezahle sobald die Rechnung da ist) Wenn etwas ist, dar ich jederzeit auch nachts anrufen.
    Ebenso bei der THP, auch sie kam ins Haus als es Raja schlecht ging. Beide wissen voneinander und auch was mein Hund jeweils bekommt. Ich spiele gerne mit offenen Karten.
    Nur die Diagnose " Impfschaden" hat der TA nicht anerkannt. Er meint primäre Epi.
    Je nachdem ob Raja gesund wird oder nicht werden wir mit der Zeit sehen, welche Diagnose am Ende stimmt. Da er Arzt ist und kein Hellseher bin ich auch nitcht sauer, wenn seine Meinung nicht richtig war. Ich hoffe es sogar weil lt. Züchterin in Rajaßs Linien bisher keine Epi vorkam. Und von den HUnden von ihr, von denen ich weiß wo sie leben ist auch nichts. Aber mehr als abwarten was die Zeit bringt kann man eh nicht.

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  • Miamai
    antwortet
    Hallo Ihr Lieben,

    meinem Rotti bin ich mein Leben lang dankbar für das Opfer, das er erbracht hat, um meiner Tochter das Leben zu retten. Nur durch diese leidvolle Erfahrung war ich im entscheidenden Moment in der Lage, das richtige Mittel einzusetzen.

    Das Leben hat etwas Magisches an sich...

    Je älter ich werde, desto besser erkenne ich die Zusammenhänge. Meine Augen sind mittlerweile weitsichtig geworden. Sie zwingen mich, über den Maulwurfshügel des alltäglichen Krimskrams hinaus zu blicken.

    Manchmal scheint das Leben schwer zu sein. Man möchte helfen, und man schafft es nicht.

    Viele Grüsse
    Mia

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Miamai Beitrag anzeigen
    Hallo,
    .....
    Nun noch etwas ganz Trauriges: Keine zwei Wochen nach dem Vorfall mit meiner Tochter erlitt unser Rotti einen schlimmen Krampfanfall zu ungewohnter Zeit. Statt nachts, um die Mittagszeit, wo ausgerechnet keiner zu Hause war. Als ich um 13.30 Uhr mit den Kindern nach Hause kam, lag er tot in der Küche. Es war, als ob er nur darauf gewartet hätte, dass ich meine Lektion gelernt hatte. So, als ob er nur gekommen wäre, um das Leben meiner Tochter zu beschützen.

    Viele Grüsse
    Mia
    (Selbst jetzt kommen mir beim Schreiben noch immer die Tränen.)
    Hallo Mia,
    mir sind auch die Tränen gekommen, als ich Deine Geschichte gelesen habe. So traurig ... wirklich sehr traurig.

    Ich kenne dieses sinnlose "Daufhinweisen" bei TÄen auch. Ich habe das mittlerweile aufgegeben. Es ist nicht möglich, die zu belehren, nicht mal , wenn man vom Fach ist.

    Was Deinem Hund passieren musste, tut mir auch sehr sehr leid.
    Unser Hund bleibt auch genau aus diesem Grund nicht mehr alleine. Ich habe sehr große Angst, dass ich irgendwann nach Hause käme ... Es ist natürlich eine große Einschränkung für uns. Überdie Grenze geht es wg des Impfproblems gar nicht mehr.

    LG

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  • Cyrus
    antwortet
    Was ich noch fragen wollte:

    Bekommt Dein Hund immer noch keine Antiepileptika?
    Bei Anfällen solltet Ihr das doch überlegen.
    Das "Mistzeug" Phenobarbital ist für Deinen Hund vielleicht eine Chance, keine oder weniger Anfälle zu haben. Besser wird es ohne nicht. Im Gegenteil, auch wenn man es nicht wahrhaben will, aber die Epilepsie ist selbstverstärkend. Mit zunehmender Anzahl an Anfällen sinkt die Reizschwelle für neue Anfälle. Wenn Ihr keine Antiepileptika gebt, dann werden die Anfälle sehr wahrscheinlicher durch die vorhandenen defekte im Hirn häufiger, es kommen Clusteranfälle .... und vielleicht irgendwann ein Status. Alles schon hier erlebt
    Falls Dein Hund auch unter dem typischen Juckreiz bei PV leidet, könnte das Pheno evtl. auch hier helfen, denn man vermutet, dass durch das Pheno Enzyme stärker ausgeschüttet werden, die Juckreiz auslösende Hormona antagonisieren.

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Chaos Beitrag anzeigen
    Wie sagt man so? Kommando zurück, alles nochmal auf Anfang oder so ähnlich.

    Heute mittag hatte sie wieder Anfälle, damit ist die ganze Theorie hin, dass die Anfälle von der Krankheit ausgelöst wird bzw. bei einem bestimmten Hämatokritwert. Der war Donnerstag ja bei 61 und heute bei 59. Also liegt es nicht daran. Mein Arzt war leider nicht da heute, aber die andere Ärztin in der Klinik und nu sieht es wohl so aus, als ob die Püppi beides hat. Denn die Anfälle kamen jetzt pünktlich nach 4 Wochen.

    Und jetzt bin ich so ziemlich am Ende, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht.

    So darfst Du das nicht sehen. Eine Erkrankung auf 1 bis 2 Variablen zurückzuführen und dann eine klare Ursache-Wirkungsbeziehung auf eine bestimmte Ausprägung eines Paramters (=Laborwert) zurück zu beziehen, ist leider falsch. Wenn Medizin soooo einfach wäre ..., ist es aber nicht.
    Und der Unterschied von 61 zu 59 ist zu vernachlässigen, da die Werte sowieso abh. sind von vielen anderen Effekten, wie ich ja auch schon beschrieb.

    Man muss hier schon nach den Wahrscheinlichkeiten gehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die PV die Anfälle auslöst. Dass Dein Hund zufällig nun auch eine idiopathische Epi haben könnte, ist schon eher konstruiert, als wirklich anzunehmen. In der Humanmedizin sind epileptische Anfälle bei PV auch nicht so selten. Mögliche Ursache von Epilepsie bei PV sind Blutgerinnsel in Hirngefäßen (z.B. Hirnvenenthrombosen aber auch arterielle Gefäßverschlüsse) oder entstandene Hirnläsionen z.B. nach Mikroinfarkten im Hirngewebe. Diese Läsionen lösen sich nicht wieder von alleine auf! und sind dann ziemlich häufig sogar DIE Ursache von plötzlich auftretenden Krampfanfällen. So kann eine Hirnläsion , z.B. nach einem Unfall mit Sturz auf den Kopf, erst Jahre später zu Anfällen führen, wenn man schon gr nicht mehr an den Unfall denkt.

    Bei Deinen Hund können durch Durchblutungsstörungen infolge der PV also sehr wohl Läsionen im Hirn völlig bestehen und daher unabhängig vom Hkt-Wert immer wieder Anfälle auftreten.

    Monatlich wiederkehrenden Anfälle sind auch nicht ungewöhnlich, auch völlig unabhängig von der Ursache. Ich bin selber Ärztin, habe selber einen Epihund, war auch lange völlig ratlos, man konnte schon fast den Kalender nach den Anfällen stellen, die TÄe hatten keine Antwort. Fast auf den Tag genau jeden Monat, ich dachte irgendwann, es ist der Mond. Es hat uns nur nichts geholfen. Man ist so machtlos.
    Ich habe mich dann auch mal mit Kollegen und Wissenschaftlern in unserer Uniklinik unterhalten, die im Schwerpunkt mit an Epilepsie erkrankte Kinder in der Neurologie behandeln. Monatliche Zyklen sind dort tatsächlich auch sehr häufig, Ursache ist ungeklärt, man beobachtet es, man weiß aber nicht wieso. Diese Abstände sind aber im Vergleich immer noch besser als völlig unregelmäßige Anfälle. Irgendwann weiß man das sogar zu schätzen, weil man dann den Restmonat ruhiger wird

    Unser Hund hat keine chronisch systemische Erkankung. Allerdings hat sich nach 1,5 Jahren im MRT heraus gestellt, dass er einen chronischen Abszess unter dem rechten Auge hat und sich hierdurch leider eine Hirnvenenthrombose entwickelt hat, was leider recht typisch ist. Das ist leider irreversibel. Der Thrombus sitzt fest. In der Humanmedizin könnte man invasiv versuchen, den Thrombus "irgendwie" zu behandeln, in der Tiermedizin ist man nicht soweit, und erfolgreich geht das sowieso i.d.R. auch nur, wenn der Thrombus "frisch" ist.

    Auch nicht zu vergessen ist: Man sieht im normalen Kontrastmittel-MRT immer nur die großen Gefäßverschlüsse. Auch bei Deinem Hund ist das so. Und er wird sehr wahrscheinlich Gefäßverschlussprobleme durch die PV haben. Es wurden z.B. Studien mit Kleinkindern durchgeführt, bei denen man lange keinerlei Ursache für die oft schweren Anfälle gefunden hat, das MRT war dann eigentlich unauffällig. Es wurden dann aber bei vielen dieser kleinen Patienten erst mit Hilfe von modernen PET-Hirngefäßuntersuchungen unter Anwendung von Kontrastmittel tatsächlich doch Mikrogefäßverschlüsse im Hirn festgestellt, die im Kontrast-cMRT unentdeckt blieben. Man kann nur leider dennoch nichts machen. Diese Untersuchungsmöglichkeiten gibt es aber nicht in der Tiermedizin, allerhöchstens experimentell in der Forschung, aber nicht in der Routine.

    Es ist schon eine schwere Aufgabe ... ich wünschte, ich hätte den Supertipp für Euch.

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  • Chaos
    antwortet
    Wie sagt man so? Kommando zurück, alles nochmal auf Anfang oder so ähnlich.

    Heute mittag hatte sie wieder Anfälle, damit ist die ganze Theorie hin, dass die Anfälle von der Krankheit ausgelöst wird bzw. bei einem bestimmten Hämatokritwert. Der war Donnerstag ja bei 61 und heute bei 59. Also liegt es nicht daran. Mein Arzt war leider nicht da heute, aber die andere Ärztin in der Klinik und nu sieht es wohl so aus, als ob die Püppi beides hat. Denn die Anfälle kamen jetzt pünktlich nach 4 Wochen.

    Und jetzt bin ich so ziemlich am Ende, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht.

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