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Epilepsie

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  • Chaos
    antwortet
    Weißt du Miamai, ob deine Geschichte nun eine andere ist oder nicht, so ein Austausch zeigt doch, das Anfälle aus den unterschiedlichsten Gründen auftreten können und noch lange nicht die Krankheit Epilepsie im Endeffekt sein muss. Epilepsie war es nicht bei dir und bei mir ist sie es im Grunde auch nicht. Der Threadname ist im Nachhinein falsch.

    Aber was wir hier alle gemeinsam haben ist der Austausch. Natürlich muss bei unseren nicht unbedingt das alles sein, was bei anderen Hunden ist, aber wir können uns gegenseitig Hilfestellung geben, Anregungen geben und vielleicht auch einen Aha-Effekt hervorrufen.

    Das mit dem Impfen und Anfällen habe ich schon öfter gelesen, deine weitere Geschichte ist noch mal ein Hinweis darauf, dass man niemals zu engstirnig denken sollte und auch mal den eigenen Menschenverstand und -gefühl vor dem eines Mediziners einsetzt.

    Und ich glaube, helfen tun wir uns hier alle jeder auf seine Art ein bisschen. Ich kann bei anderen überhaupt nicht mitreden, die haben Probleme, von denen ich noch nie was gehört habe. Seit insgesamt 20 Jahren hab ich Hunde, jedoch war meine erste Hündin sagenhaft gesund und das ganze 14 Jahre lang. Ich hatte nie Probleme mit Tierärzten, nie Probleme mit Erziehung oder ähnlichem, niemals Probleme mit anderen Hunden. Manchmal kommt es mir so vor, als ob meine Maja ein perfekter Hund war, andererseits denke ich immer wieder, wie naiv ich doch war, eben weil ich keine Probleme hatte.
    Jetzt sieht die Sache anders aus, davon mal abgesehen, dass meine Püppi nun krank ist, so merke ich doch an ihrer Art und Weise und Eigenheiten, dass ich sie nicht erzogen habe (das war meine große Hündin) und komme mir mitunter wahnsinnig dumm vor, wenn ich mir hier so die Threads alle durchlese und merke: wow, haben die alle Ahnung und was die so alles anstellen
    Andererseits weiß ich um die Eigenheiten meiner Kleinen und passe auf, ich bin garantiert nicht der perfekte Hundeführer, aber ich muss es auch nicht sein, ich habe einen kleinen Hund und wenn die nicht spurt, hab ich sie schwups an meiner Hand.
    Bei einem großen Hund wie meiner Maja sah es natürlich anders aus, aber die hörte auch aufs Wort. Und sollte ich mir in Zukunft einen weiteren Hund oder auch Hunde *träum* zulegen, dann werde ich mit Sicherheit viele Anregungen hier aus dem Forum mitnehmen und großen Wert auf Erziehung legen.

    Aber ich schweife ab, wo war ich? Achja mit dem Helfen Ich bin nur ein kleines Licht, mir hilft es wirklich schon, wenn ich merke, dass ich hier schreiben darf und es dann und wann auch einen interessiert, was in meinem kleinen unbedeutendem Imperium abläuft.

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  • Miamai
    antwortet
    Liebe Chaos,

    Deine Geschichte hat mich auch sehr berührt. Gerne, nur zu gerne, würde ich Dir helfen. Ich weiß, dass meine Geschichte eine völlig andere ist. Deswegen war ich mir ja auch nicht sicher, ob ich sie in Deinen Thread stellen soll. Nun bin ich beruhigt.

    Ich kann Dir auch nicht mit den Blutbildern dienen, da ich diese, in meinem Zorn, in die Tonne schmiss.

    Einer, der von uns zugezogenen Tierärzte, vertrat sogar die Meinung, man könne beim Hund nicht von Epilepsie sprechen, da sich diese Krankheit im geistigen Bereich abspielen würde. Tiere verfügten lediglich über Instinkte, aber nicht über intellektuelle und geistige Fähigkeiten. Aus diesem Grund könne man lediglich von "Krämpfen" sprechen.

    Wie ich gehört habe, soll dieser Tierarzt mittlerweile verstorben sein. Ob er jetzt, im Jenseits, schlauer geworden ist?

    Viele Grüsse
    Mia

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  • Chaos
    antwortet
    @miamai
    ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber mir ist deine Geschichte willkommen, zumal man auch daraus lernen kann.

    Aber bei mir weiß ich genau, dass es nicht an Impfungen lag, weil keine vorgenommen wurden. Und die Anfälle scheinen wirklich ein sehr seltenes Phänomen bei meiner jetzt diagnostizierten Krankheit zu sein, denn ich habe bzw. ich wurde von einer anderen Hundehalterin, deren Diagnose PV seit 2 Jahren feststeht, gefunden.
    Wir haben uns bisher erst ein bisschen ausgetauscht, aber Anfälle waren bei ihrem Hund jedoch nicht der Fall, sondern eher andere neurologische Ausfälle wie Hinterbeine weggeknickt und ähnliches.

    Zumindest stehen unsere jeweiligen Tierkliniken und Haustierärzte nicht mehr alleine mit ihrem Unwissen da, es gibt jeweils noch ein Gegenstück.

    Hämatokritwert im Moment bei 61 %, bin ich zufrieden mit, ansonsten alles wie immer. Appetit könnte mehr sein, was auch immer wieder mit meiner mäkeligen Püppi wieder los ist . Nächste Woche versuche ich wieder eine andere Futterstrategie, mal sehen, wie die so klappt.

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  • Annette 57
    Ein Gast antwortete
    Diese Geschichte hat mich sehr erschüttert......aber ich verstehe dich, wahrscheinlich hätte ich mich auch bequatschen lassen vom TA- fühl dich

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  • Miamai
    antwortet
    Hallo,

    ich weiß nicht so genau, ob mein Beitrag hier willkommen ist. Eigentlich müßte die Überschrift lauten:

    "Wie die Epilepsie meines Hundes meiner Tochter das Leben gerettet hat"

    Dumm, wie ich vor vielen Jahren noch war, ließ ich sowohl die Hunde, als auch die Kinder, regelmäßig impfen. Mein Rottweiler war gerade vier, als er plötzlich um Mitternacht, am 12. November, während der letzten Runde, anfing zu krampfen. Der Anfall dauerte ungefähr 5 Minuten. Er hatte Schaum vor dem Maul und Harn verloren. Danach war er sehr benommen und schlief ungewöhnlich lange. Nun begann für meinen Mann und mich die Suche nach einem geeigneten Tierarzt. (So ähnlich wie "Cicero" rät.) Während der Eine meinte, Luminal wäre angebracht, riet der Andere davon ab. Alle erdenklichen Untersuchungen wurden gemacht, und kein Tierarzt konnte die Ursache finden. Seltsam war, dass der Hund die Anfälle alle zwei Wochen, zum Vollmond und zum Neumond, hatte. Zwei unserer Tierärzte waren der Ansicht, mit zwei Anfällen im Monat könnte der Hund leben, ohne dass man ihn auf Luminal einstellen müsste. (Mit Luminal ist das wohl so eine Sache. Viele Psychiatrie-Patienten leiden sehr darunter.) Im darauffolgenden Januar hatte unser Rotti einen ganz schlimmen Anfall. Es blieb eine halbseitige Lähmung zurück. Er konnte sich kaum noch bewegen, und auch eine Narkose, die der Tierarzt gab, brachte keine Besserung. So riet der Tierarzt zum Einschläfern. Wir baten uns, aller Vernunft zum Trotz, eine Bedenkzeit aus. Ich heulte das ganze Wochenende und war durch den Kummer zu keinem klaren Gedanken fähig. Es war so schwer! Nichts half, der Termin Montag Mittag rückte immer näher und unser Hund war ein hilfloses Bündel Elend. Trotzdem ging ich, wie jeden Morgen, zum Briefkasten. Zwischen der üblichen Post lag eine Broschüre eines Homöopathie-Vereins. Ich blätterte in dem Heftchen und fand ein Schreiben eines Heilpraktikers über Epilepsie bei Hunden. Die ersten Anfälle würden ungefähr 70 Tage nach der Impfung auftreten. Ich kontrollierte den Impfpass und prompt: Der Hund war am 30 September geimpft worden. Der erste Anfall war am 12. November. (Das Datum wusste ich deshalb so genau, weil an diesem Tag meine Mutter aus dem Ausland zurück kam.) Der Heilpraktiker nannte auch die entsprechende Arznei. Ich schöpfte neue Hoffnung, sagte den Termin beim Tierarzt ab und besorgte mir das Mittel in der Apotheke. Es war ein Wunder: Als Erstes veränderten sich die Augen des Hundes. Sie waren nicht mehr so tief eingesunken. Nach drei Tagen konnte er sich wieder einigermassen bewegen, und nach einer Woche war von der Lähmung nichts mehr zu sehen! Also ging ich zu allen(!) beteiligten Tierärzten, um ihnen davon zu berichten. Obwohl ich bis dahin immer gern gesehen war (schließlich war ich auch ein gut zahlender Kunde), war keiner an meinem Bericht interessiert. Auf meinen Verdacht mit dem Impfschaden reagierten 4 ausgesprochen grantig! Nur einer zog diese Möglichkeit in Betracht und beschimpfte mich wenigstens nicht. Ganz klar, dass wir den Hund nicht mehr impfen ließen. Drei Jahre später, dem Hund ging's gut und er hatte nie wieder gekrampft, mussten wir, wegen einem Todesfall, dringend ins Ausland. Berlin war damals noch eingemauert und man benötigte allein schon für die Transitstrecke einen gültigen Impfpass. Also ging ich mit dem Hund zum netten Tierarzt, und bat ihn, mir die Impfung einfach so einzutragen. Dazu war er aber nicht bereit. Ich ließ mich bequatschen, weil der Tierarzt meinte, er hätte jetzt einen völlig neuen Impfstoff, bei dem er noch nie "Ausfälle" beobachtet hätte. Der Hund wurde also geimpft und prompt erlitt er drei Tage später wieder einen Krampfanfall. Ich gab die homöopathische Arznei erneut, doch diesmal half sie nur begrenzt. Immerhin verliefen die Anfälle nicht ganz so schlimm wie seinerzeit im Januar, aber so ein- bis zweimal im Monat krampfte er. Pünktlich zu Mitternacht, zum Voll- und zum Neumond. Jedesmal machte mir mein Mann die schlimmsten Vorwürfe, denn er hätte sich mit Sicherheit nicht bequatschen lassen.

    In dieser Zeit bekam unsere Tochter die letzte Schluckimpfung gegen Polio. Zwei Wochen später, sie stand im Flur, begann sie zu zittern, verdrehte ihre Augen und fiel hin. Ein Krampfanfall! Wir rasten zum Kinderarzt, der die sofortige Einweisung in die Kinderklinik veranlasste. Erst, als mein Kind bewusstlos am Tropf hing, konnte ich wieder klar denken. Ich brauchte dringend das homöopathische Mittel vom Hund. Mein Mann brachte es mir in die Klinik und ich legte meiner Tochter vorsichtig das Globuli auf die Zunge. Ein Wunder geschah: Sie öffnete die Augen, sah mich an, und konnte den Blick auch halten. Ich rief nach der Ärztin und diese reagierte ebenfalls sehr überrascht auf diese unerwartete Besserung. Noch am gleichen Tag konnte ich mit dem Kind die Klinik verlassen.

    Eines weiß ich: Meine Tochter darf nie mehr in ihrem Leben geimpft werden. (Sie ist mittlerweile 25 Jahre alt und beruflich erfolgreich.)

    Nun noch etwas ganz Trauriges: Keine zwei Wochen nach dem Vorfall mit meiner Tochter erlitt unser Rotti einen schlimmen Krampfanfall zu ungewohnter Zeit. Statt nachts, um die Mittagszeit, wo ausgerechnet keiner zu Hause war. Als ich um 13.30 Uhr mit den Kindern nach Hause kam, lag er tot in der Küche. Es war, als ob er nur darauf gewartet hätte, dass ich meine Lektion gelernt hatte. So, als ob er nur gekommen wäre, um das Leben meiner Tochter zu beschützen.

    Viele Grüsse
    Mia
    (Selbst jetzt kommen mir beim Schreiben noch immer die Tränen.)

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  • Kaukase
    antwortet
    Hallo Eva.
    Nein, nicht schlimm, nur überraschend weil wir kurz vorher noch meinten sie wäre im Moment stabiler. Man lebt damit, und schläft halt unruhig damit man beim kleinsten Geräusch sofort bei ihr sein kann.
    Wird schon werden, solange nicht wieder was andres dazwischenkommt.
    Heute waren wir göute 2 Std. unterwegs. Sie trägt dann ihren Regenmantel, weil der den Rücken wenn er stramm angezogen wird, richtig stützt. Aber es heißt ja, kommt Zeit, kommt Rat. Wir sind zufrieden, andere trifft es viel schlimmer.
    Im Epi Forum bin ich seltener, da ist jemand, der anderswo schon abgemahnt wurde und mir auch dort pers. , ach was soll´s, nicht ärgern nur zurückziehen.

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  • Balou1305
    Ein Gast antwortete
    Oh Anja, hoffentlich kein schlimmer Anfall? Ich werd gleich mal im Epi-Forum lesen gehen.

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  • Kaukase
    antwortet
    [QUOTE=Balou1305;2503162]Hallo Anja1 .

    Schön, Dich hier wiederzutreffen. Wie gehts Raja? Alles gut bei Euch?

    Hallo Eva,
    ja, wir sind soweit zufrieden. Sie läuft wieder gut und ist nur seitlich noch instabil.
    Nach der Umstellung der Globuli hatte sie erst wieder mal einen Anfall, aber ich hoffe, wir bekommen das wieder in den Griff.

    Gruß Anja

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  • Chaos
    antwortet
    Cyrus, ich werde deinen Tip auf jeden Fall im Auge behalten. Man weiß ja nie. Danke dafür, ich kann nicht genug Informationen sammeln

    Heute waren wir wieder beim Blutabnehmen. Der HKT ist wieder auf 62 gesprungen. Scheint wohl ihre Waage zu sein, wer weiß, Donnerstag machen wir noch mal Test, dann mal sehen, ob wir das auf einmal die Woche verschieben, denn so langsam tut das meiner Püppi an den Venen echt weh, so dauergepikst zu werden. bisschen Entspannung hat sie sich verdient.
    Ich spreche das noch mal mit dem Klinikarzt ab.

    Ansonsten, abgesehen von ihrem unerklärlichen Fressverhalten im Moment ist sie wie immer. Fröhlich, spielfreudig und eben meine Püppi


    Liebe Grüße Jenny

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  • Cyrus
    antwortet
    hallo,
    nein auf die produktion und den ABSOLUTEN Wert hat die flüssigkeitsmenge keinen einfluss. nur auf das messergebnis, wie gesagt erkennt man das meist aber auch an derparallelen betrachtung der elektrolytwerte.

    ja, ihr habt nicht wirklich glück. diese erkrankung ist extrem selten und auch in der humanmedizin eine aufgabe für Hämatoonkologen, alle anderen Mediziner zucken da auch ratlos mit den Schultern.
    Dennoch sind in der Humanmed die medizinischen Möglichkeiten und das Angebot an möglichen Medikamenten größer, wenn auch deren Wirkung und Neenwirkungen nicht unumstritten sind. Aber in der Medizin gilt fast immer folgendes: Um so größer die Verzweiflung und so weniger evaluierte erfolgreiche Methoden es gibt, desto größer ist die Bereitschaft der Patienten ALLES auszuprobieren.

    Beim Menschen wird z.B. mit Interferon alpha therapiert, nicht geheilt, aber die überschießend produzierenden Knochenmarkstammzellen gehemmt,während die normal produzierenden Knochenmarkstammzellen normal weiter produzieren. In der Tiermed wir ein anderes Interferon verwendet, Interferon Omega. Welches nun der genaue Unterschied zwischen den beiden Interferonen ist, weiß ich nicht. Ich weiß, dass das Interferon Alpha auch antitumoral wirkt, könnte nun sein, dass das Tierinterferon nur antiviral wirkt. Ich würde dazu mal einen Spezialisten in einer Tieruniklinik befragen. Vielleicht wäre das zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Werte schlechter werden, einen Therapieversuch wert? Allerdings ist Interferon ziemlich teuer.

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  • Chaos
    antwortet
    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    Deine TÄe wissen nicht, warum der Hämatokritwert "hüpfen" kann?
    Das glaube ich aber nicht. Das müsste auch ein TA wissen ...

    Der Hämatokritwert (Hkt) ist abhängig vom Flüssigheitshaushalt des Körpers und damit immer auch eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Blutabnahme, die mit dem übrigen Allgemeinzustand oder Tageszustand abgeglichen werden muss. Hat der Patient vorher viel getrunken und wenn ja, was? Macht er eher einen dehydrierten Eindruck?
    Dazu müssen zur Kontrolle der Diagnose auch die Elektrolytwerte dazu angesehen werden (insb. Na, K)
    ......

    Gut dann habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Das mit dem Flüssigkeitshaushalt weiß ich auch natürlich und da ich Püppis Aufnahme von Flüssigkeit genau überwache ist es ja das ungewöhnliche daran. Die Ärzte haben mir das schon alles sehr genau erklärt. Aber dennoch finden sie es komisch, dass es innerhalb von 7 Tagen um 7 % schwankt, wo es doch vorher nur um 2 % schwankte. Und natürlich sind die Messgeräte auch unterschiedlich, mit einer Schwankung von 1 - 3 % rechnet man da. Weil ich ja mal in der Klinik und ansonsten bin ich beim Hausarzt.
    Man hatte erwartet, dass der Wert steigt, aber nicht, dass er wieder so rapide fällt (rapide in den Augen der Ärzte) und nicht nachdem ich ihnen meinen "Bericht" wieder gegeben hatte, was sie in den letzten Tagen zu sich genommen hat.
    Und ob in unserem Fall die Trinkmenge und auch das Fressen überhaupt eine Auswirkung auf die Blutkörperchenproduktion hat ist auch noch nicht raus. Laut der einschlägigen Literatur nein. Wasser kann nicht schaden. Schadet ja im Grunde nie, aber es geht auch mit einem vermehrten Flüssigkeitshaushalt nicht weg. Es ist unheilbar. Wir hoffen, dass wir die Erhöhung der Hämatokritwerte verzögern können mit genauer Flüssigkeitsaufnahme und Aderlass, weil ich die Medikamente nicht geben will.

    Püppi muss viel trinken, deswegen gebe ich ihr Spritze mit Wasser ins Maul, so weiß ich genau, wieviel sie zu sich nimmt, dazu noch das mit dem Fressen. Es ist immer noch zu wenig, aber stabil eingepegelt, dass es die anderen Tage nicht zu einer Veränderung kam. Wir sind immer zur selben Zeit beim Arzt und sie hatte vorher nie was gefressen, sondern nur getrunken und wie gesagt, es ist fast immer die gleiche Menge.
    Der einzige Unterschied war, dass meine Püppi keinen Appetit mehr hatte seit Donnerstag und etwas schlapper und müde wirkte übers Wochenende.
    Dieses Befinden ist für mich normal, solche Tage hatte sie schon öfter in den letzten Jahren. Ob es ein Anzeichen sein könnte, weiß weder ich noch die Ärzte.

    Im Moment schreibe ich ja alles auf, was wichtig sein könnte. Ihr Befinden, was sie frisst, wann sie frisst, wieviel sie frisst, ob sie frisst, ob sie müde ist oder nicht, Trinkmenge etc, Stresssituationen, Anspannung, Angst usw. usf.
    Beim Menschen ist es einfach. Der kann dir sagen: ich hab Kopfschmerzen, die Haut juckt, ich fühle mich schwindlig usw.
    Das Tier kann es dir nicht sagen, deswegen schreibe ich alles auf. Und da wir (mein Mann und ich) unsere Arbeit bereits voriges Jahr auf den Hund abgestimmt haben ist das Tier nicht allein, es gibt keine Zeiten, wo sie allein ist, vielleicht mal für eine Stunde oder so. Also haben wir genug Zeit sie zu beobachten.

    Und du darfst nicht vergessen, dass es bei meiner Püppi nicht "normal" ist. Die roten Blutkörperchenproduktion machen was sie wollen. Die Krankheit macht in dem Sinne was sie will und da kann man jetzt nicht "nur" davon ausgehen wie es bei einem anderem Hund wäre oder sich auswirken würde.
    Ich schreibe ja und die Ärzte sind ja auch ehrlich, dass sie mit dieser Krankheit und ihren Verlauf und warum und wieso keine Erfahrung haben. Es steht schick im Buch, aber mehr auch nicht. Wir kennen doch alle die Realität, sie ist meistens anders als in schicken Büchern beschrieben. Wir testen, probieren aus, gucken wie es läuft und kontrollieren erstmal.
    Gesamtblutbild machen wir einmal im Monat oder erweitertes Blutbild, klar sagt mir der Arzt auch, er will noch mal die anderen Werte sich angucken, aber es muss ja erstmal Zeit vergehen etwas.

    Bei einem Menschen wird Aderlass oft gemacht und hilft mitunter - auch nicht immer. Aber ob es auch bei meiner Püppi so läuft ist doch noch gar nicht raus.

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  • Cyrus
    antwortet
    Deine TÄe wissen nicht, warum der Hämatokritwert "hüpfen" kann?
    Das glaube ich aber nicht. Das müsste auch ein TA wissen ...

    Der Hämatokritwert (Hkt) ist abhängig vom Flüssigheitshaushalt des Körpers und damit immer auch eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Blutabnahme, die mit dem übrigen Allgemeinzustand oder Tageszustand abgeglichen werden muss. Hat der Patient vorher viel getrunken und wenn ja, was? Macht er eher einen dehydrierten Eindruck?
    Dazu müssen zur Kontrolle der Diagnose auch die Elektrolytwerte dazu angesehen werden (insb. Na, K)

    Mit sinkendem Wassergehalt des Blutes steigt z.B. der Hkt relativ, ohne dass die absoluten Blutwerte verändert sein müssen.

    Bei der Blutabnahme spielt der Flüssigkeitsgehalt des Bluts und der Hämoglobionverlust z.B. auch eine Rolle. Wenn man z.B. einem Patienten schnell 2 l Kochsalzlösung i.v. infundiert, und dann schnell 500 ml Blut wieder abnehmen würde, hätte der Patient weniger rote Blutkörperchen verloren, als wenn man ihm 500 ml Blut ohne die Kochsalzinfusion abgenommen hätte. Dies kann bei OPs helfen, um den Kreislauf vor erwartetem Blutverlust in einer kurzen OP effektiv zu stabilisieren. Denn durch Infusion von Flüssigkeiten VOR OPs kann man einen hohen Verluste an roten Blutkörpchen vorausschauend reduzieren, und Patienten dann selbst bei eher niedrigen Hb-Werten Bluttransfusionen ersparen.

    Der Körper verliert täglich physiologisch Wasser aus dem Blut
    - indem Wasser aus den Gefäßen ins Gewebe diffundiert
    - über die Nieren
    - über die Atemwege

    Das ist auch bei Deinem Hund so.
    - Viel trinken ohne Fressen, viel Urin oder
    - viel TroFu und wenig getrunken ...
    usw. .... und schon schwankt der Hkt-Wert

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  • Chaos
    antwortet
    Zitat von Balou1305 Beitrag anzeigen
    Hi Jenny, heißt das dann bei Dir sekundäre Epilepsie (erworben nicht vererbt) (weil die Krämpfe ja durch eine Krankheit verursacht werden). Magst Du den TA beim nächsten Termin mal danach fragen?

    Nein, gar keine Epilepsie. Sondern nur "Anfälle". Ein seltenes Symptom der Krankheit, deswegen ja die Verwechslung mit Epilepsie. Sogar zu selten eigentlich. Bei der menschlichen PV (Polyzythämia vera) kommt es so gut wie gar nicht vor. Dafür aber Schwindel, extreme Müdigkeit, Kopfdruck etc. Die Klinik vermutet, dass die Anfälle nur dann auftreten, wenn der Hämatokritwert auf einen bestimmten Wert steigt. Bei uns zählen die 70% als oberste Grenze (denn diesen Wert hatte sie, als wir sie vor 3 Wochen in der Klinik einlieferten, wo so viele Anfälle auf einmal kamen), es sei denn ein Anfall jetzt in der Zwischenzeit würde uns vielleicht eines besseren belehren. Wir sind ja selbst noch im "Versuchsstadium" sozusagen und für die Ärzte ist das auch nichts normales.

    Heute habe ich die restlichen Ärzte in der Klinik kennen gelernt. Sehr lieb zu meiner Püppi auch im Umgang mit den anderen Tieren (Hunden). Heute hab ich mal extrem darauf geachtet. Meine Maus hat sich aber ganz schön gewehrt, eine Schwester kriegte bisschen Blut ab , aber danach ging es. Durfte bei ihr bleiben. Aber ganz ehrlich, der Anblick war nicht gerade toll. aber da muss Frauchen durch. Ganz tapfer. Leider konnte nur 60 ml abgelassen werden, 80 ml hätten sich die Ärzte gewünscht. Was aber komisch ist, der Hämatokritwert war heute wieder auf 61 gesunken (vor dem Aderlass) und jetzt nach dem Aderlass haben wir 57.
    tja schauen wir mal weiter, nächte Woche ist wieder normale Hämatokritbestimmung beim Haustierarzt angesagt.
    Aber warum der Hämatokritwert so hüpft und dann wieder sinkt, sind die Ärzte im Moment auch ratlos. Ich selbst hab nichts anders gemacht, keine Medikamente, keine Extras irgendwie, trinken tut sie im Grunde die gleiche Menge wie in den letzten 3 Wochen (achte mit Spritze darauf).
    Abwarten, beobachten

    Ansonsten geht es der Püppi ganz gut, sie ist müde jetzt, aber soweit hab ich das Gefühl, hat sie das ganz gut weggesteckt.


    Wegen der Milz wollen wir erstmal gar nichts unternehmen. In einem Monat ungefähr machen wir Nachkontrolle mit Ultraschall ob die Milz sich vergrößert. Aber bis dahin belassen wir es so wie es ist.



    Ansonsten ist es ein komisches Gefühl, so richtig hab ich das glaub ich noch gar nicht verarbeitet. Ich hab da heute ja mehrere HundeFrauchens und Herrchens gesehen mit ihren Tieren und als die Schwester zu uns kam und wir uns so unterhielten, da meinte sie (weil man mich fragte, warum die Arme am Tropf hängt): die kleine Püppi ist leider unsere einzige unheilbare Patientin.
    Selbst ich war geschockt und die Tränen kam natürlich (bin ja auch eine Heulsuse mitunter). Ich dachte, sie redet über ein anderes Tier, das tat mir so leid, aber nee, sie meinte ja meine. Und man sieht das nicht. Man sieht nur meine kleine Süße Schnuffelmaus.

    So und nun gehen Püppi und Frauchen Mittagsschlaf machen, wir sind geschafft.

    Liebe Grüße Jenny

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  • Balou1305
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Chaos Beitrag anzeigen
    Eva, das ist lieb, aber Epilepsie ist ja nicht mein Hauptding, das ist es ja, es sind "nur" Anfälle und nur dadurch, was fälschlicherweise als Epilepsie bezeichnet wurde, sind wir auf das andere gestoßen.
    aber ich guck trotzdem mal rein, kann ja nicht schaden.

    So nun muss ich aber los.

    Liebe Grüße
    Jenny
    Hi Jenny, heißt das dann bei Dir sekundäre Epilepsie (erworben nicht vererbt) (weil die Krämpfe ja durch eine Krankheit verursacht werden). Magst Du den TA beim nächsten Termin mal danach fragen?

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  • Balou1305
    Ein Gast antwortete
    Hallo Anja1 .

    Schön, Dich hier wiederzutreffen. Wie gehts Raja? Alles gut bei Euch?


    @Chaos: Ich habe gerade die Polycythaemia vera gegoogelt. Das hört sich ja gar nicht gut an... Ich wünsche Dir und Deinem Wuz noch eine möglichst lange und schöne Zeit.

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