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  • Greycie
    antwortet
    oh eine leidensgenossin

    mit mitterweilen 3 SDU Hunden musste ich die letzten 8 Jahre auch sehr viel Lehrgeld bezahlen.

    Leider sind immer noch sehr viele Tierärzte nicht wirklich sicher, was die genaue Diagnose angeht.
    In meinem "Windhundumfeld" war ich schon sehr sehr häufig Ansprechpartner was das Thema angeht.

    Mein erster Rüde hat am ersten Tag nach der Kastration angefangen wild um sich zu beißen, wenn ihm einer der anderen Hunde zu nahe kam.
    Das war 2008. Er war vor der Narkose ein sehr lieber Hund, der am allerliebsten mit seinem Kumpel geschmust hat.
    Von einem Tag auf den anderen wurde er zur Bestie. Er hat Wochenlang mehrere Hunde zerbissen.
    Bis wir die Ursache gefunden haben, war gar nicht so einfach. Weder Hundeschule/Trainer nch Tierärzte konnte sich das plötzlich auftretende Verhalten erklären.
    Da ich die Ursachen des Fellverlustes meines zweiten Hundes viel im Netz suchte, kam ich immer häufiger auf die niedrige Reizschwelle und unkontrolliertes aggressives Verhalten auf die Spur und stellte somit eigenständig die SDU, da das Blutbild nicht eindeutig war.
    Ich hatte von meiner ersten Hündin noch Hormone zuhause und habe selber begonnen zu behandeln und wir konnten nach knapp 2-3 Wochen bereits eine leichte Verbesserung erkennen.

    Die zweite Odyssee war mit meinem Fellverlust Hund, erst haben wir behandelt, obwohl Blutwerte nicht eindeutig.
    Dann extrem erhöht, da keine Verbesserung eintrat, dann wieder ausgeschlichen. 3 Jahre später wieder eingeschlichen.
    Das Fell ist im Moment ein wenig besser - aber er bekommt aufgrund seines Alters und Arthrosen auch einige Zusätze - evtl. ist es auch nur die Kombination aus allem....?!?!

    die Dritte im Bunde ist die Hündin, die Staupe hatte und an starker Futtermittel Allergie leidet.

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  • Habakuk
    antwortet
    Oh, das könnte ein längerer Beitrag werden.

    Mal dies vorweg: Als die Geschichte mit der SDU meines Hundes vor 6 Jahren begann, wussten weder meine TÄ noch ich soviel wie heute. Deshalb ist damals nicht alles so gelaufen, wie man es sich hätte wünschen können. Es hat sich in dieser Zeit viel getan.

    Kurzversion: Im 2011 wurde mein Hund aufgrund gewisser Symptome (sowohl verhaltenstechnisch wie auch körperlich) nach einem grossen Blutbild und Bestimmung des T4 und TSH (ja, ja, das hätte nicht reichen sollen) substituiert.

    2 Jahre später, im 2013, wusste man mittlerweile mehr über SDU beim Hund und war sich nicht sicher, ob auch wirklich eine primäre Unterfunktion besteht. Oder doch eine sekundäre, deren Ursache man dann natürlich auf den Grund gehen müsste.
    Deshalb wurde das Forthyron ausgeschlichen. Nach gut 3 Monaten ohne Substitution wurde diesmal ein gründliches Diagnoseverfahren begonnen: Geriatrisches Blutbild, alle SD-Werte, ein ACTH-Test, US der Nebennieren. Alles auch in Rücksprache mit der vet. Uniklinik Zürich. Darauf basierend, konnte die SDU diesmal korrekt diagnostiziert werden.
    Das Forthyron wurde wieder eingeschlichen und im Lauf der folgenden Jahre nach Bedarf (und natürlich Überprüfung der Werte) hoch dosiert.

    Es geht meinem Hund gut. Er hat zwar deswegen nicht grundsätzlich ein besseres Nervenkostüm, aber wir haben zusammen einen guten Weg gefunden, so dass er ein möglichst entspanntes und doch interessantes Leben führt.

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  • hakoberti
    antwortet
    Hallo Habakuk

    was ist denn aus Deinem Schilddrüsen Hund geworden ?

    Ich war mittlerweile bei zwei Spezis

    einer sagt keine UF

    die andere Meinung steht noch aus wegen Urlaub


    Gabi und Bertchen

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  • Tammy
    antwortet
    Weshalb wir das Thyroxin ausgeschlichen haben, habe ich schon mehrfach erläutert: Weil nicht sicher war, ob er auch wirklich eine SDU hat und wir es auf diesem (einzig möglichen) Weg herausfinden wollen.<br /> Und laut Uniklinik muss man der Schilddrüse eben diese 2, besser 3 Monate Zeit lassen, um wieder selbständig arbeiten zu können. Falls sie gesund ist.<br /> Falls sie es nicht ist, wird das Hormon selbstverständlich wieder den Bedürfnissen angepasst. Aber dann sind wir alle sicher, dass die Substitution nötig und richtig ist.<br /> <br />
    Das ist mir klar, aber doch nicht so schnell das der Hund Symptome bekommt, normalerweise macht man es langsamer, das dauert länger als 1-2 Monate so das keine Symptome auftreten, die Werte steigen, das Thyroxin wird gesenkt, das Verhalten bleibt gleich, da die SD mitarbeiten kann, dafür braucht sie Zeit.

    PArallel müssen genügend Nährstoffe in den Hund damit die SD angekurbelt wird.

    Ich kann es nicht nachvollziehen und würde es so auch mit keinem Hund machen.

    lg tina

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  • Habakuk
    antwortet
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    verstehe ich nicht warum schleichst du es raus oder so schnell, wenn er Stress hat, mehr schläft usw... würde ich doch nicht weiter rausschleichen, eher etwas wieder geben.
    Weshalb wir das Thyroxin ausgeschlichen haben, habe ich schon mehrfach erläutert: Weil nicht sicher war, ob er auch wirklich eine SDU hat und wir es auf diesem (einzig möglichen) Weg herausfinden wollen.<br /> Und laut Uniklinik muss man der Schilddrüse eben diese 2, besser 3 Monate Zeit lassen, um wieder selbständig arbeiten zu können. Falls sie gesund ist.<br /> Falls sie es nicht ist, wird das Hormon selbstverständlich wieder den Bedürfnissen angepasst. Aber dann sind wir alle sicher, dass die Substitution nötig und richtig ist.<br /> <br />
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    Werte sind nicht alles, davon abgesehen finde ich den t4 zu niedrig, der ft4 fehlt und TSH ist viel zu hoch. Man stellt den Hund doch nach Verhalten/ Symptome ein.
    Natürlich ist der T4-Wert noch zu niedrig und das cTSH eher hoch, aber beides im Moment nicht bedenklich, so dass wir den vorgeschlagenen Weg der Spezialisten weiter verfolgen.

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  • Tammy
    antwortet
    Hi,

    verstehe ich nicht warum schleichst du es raus oder so schnell, wenn er Stress hat, mehr schläft usw... würde ich doch nicht weiter rausschleichen, eher etwas wieder geben.

    Werte sind nicht alles, davon abgesehen finde ich den t4 zu niedrig, der ft4 fehlt und TSH ist viel zu hoch. Man stellt den Hund doch nach Verhalten/ Symptome ein.

    lg tina

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  • Habakuk
    antwortet
    Zitat von Habakuk Beitrag anzeigen
    Nach 3 Tagen ohne Forthyron wurden T4 und cTSH getestet. Die Werte waren T4 11 (Referenzwert 13-51) und cTSH 0.56 (Referenz 0-0.6).

    Nach Absprache des TA durch die Uniklinik sollten wir nun der Schilddrüse 2-3 Monate Zeit geben, bevor erneut getestet wird.
    Mittlerweile ist er 6 Wochen ohne Thyroxin, deshalb haben wir diese Woche erneut die Blutwerte genommen:
    T4 ist auf 25 (Referenzwert 13-51) und cTSH 0.52 (Referenzwert 0-0.6)

    Der T4 Wert hat sich schon recht erhöht, so dass wir, wie von der Uniklinik empfohlen, weiter zuwarten.

    Sein Allgemeinzustand ist einigermassen gut. Er hat zwar ein leicht erhöhtes Ruhebedürfnis, ist aber voll bei der Sache, wenn etwas läuft. Seiner starken Stressempfindlichkeit tragen wir Rechnung, indem wir ihn diesbezüglich schonen.

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  • Habakuk
    antwortet
    Hi Tammy

    Ja, du hast recht, wir hätten wohl langsamer ausschleichen sollen.

    Wie es ihm geht? Gegen Ende des Ausschleichens hat man ihm es angemerkt. Das heisst, er war doch häufig müde, hat viel und tief geschlafen, hatte ein grosses Nähebedürfnis und war viel weniger belastbar. Die ersten paar Tage ganz ohne Thyroxin war sein Zustand am auffälligsten. Das war so um den 26.3. herum.
    Mittlerweile geht es ihm wieder besser. Er ist nicht mehr so müde, zeigt von sich aus mehr Initiative, ist wieder ausdauernder. Auch die stressanfälligkeit hat sich bereits wieder verbessert, wenn auch nicht auf das gleiche Niveau wie während der Substitution. Dazu muss ich sagen, dass mein Hund eh ein sehr schwaches Nervenkostüm hat.

    Im Grossen und Ganzen macht er einen recht guten Eindruck, so dass wir im Moment nichts verändern.

    Falls sich sein Gesundheitszustand oder sein Verhalten verschlimmert, werden wir selbstverständlich sofort handeln, ihn beim TA vorstellen und gegebenenfalls wieder mit der Substitution beginnen.

    Liebe Grüsse

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  • Tammy
    antwortet
    Huhu,

    zu deiner Anfangsfrage, meine Maus hat auch eine SD-U, aber keine autoimmunbedingte unter anderem eine NTI.

    Ich schleiche es auch aus, aber sie braucht es weiter hin. Wir sind von 850µg auf 250 runter.

    Allerdings habe ich immer wieder die Werte genommen und die blieben relativ gleich. D.h. ich habe etwas rausgenommen, gewartet, nach 6 Wochen Werte genommen, die blieben gleich, dann wieder etwas raus usw....

    lg tina

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  • Tammy
    antwortet
    Hi,

    wenn der Hund es nicht benötigt, ist es natürlich gut ohne auszukommen, keine Frage, sehe ich genauso.

    Nur der Weg, hm der kommt mir sehr merkwürdig vor.

    Die Frage wäre ja erst mal wie geht es ihm in Moment?

    Gab es pos. oder neg. Veränderungen in Moment?

    lg tina

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  • hakoberti
    antwortet
    Ich wechselte früher so ab und ab meinen Ta weil ich unzufrieden mit ihnen war
    und eben dieser neue sagte keine SDU
    aber dafür Herzfehler ..
    Beides falsch :-)
    Alles Gute für Deinen Hund ..
    Gabi und Bertchen

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  • Sogala
    antwortet
    Hi,

    nicht bös sein, aber so ganz verstehe ich dieses Vorgehen auch nicht. Wenn die Werte mit Thyroxin gut sind, dann werden sie ohne sehr wahrscheinlich schlecht werden (vor allem wenn die Dosis so hoch war).
    Wäre es nicht gescheiter gewesen erst mal auf eine niedrigere Dosis zu gehen und dann die Werte zu kontrollieren. Ich mein da hätte man doch schon sehen können ob es eine Reaktion gibt.
    Mir persönlich wäre ein komplettes Absetzen zu riskant, denn eine SD-Fehlfunktion kann lebensbedrohlich sein und im schlimmsten Fall zum Tode führen.

    In jedem Fall alles Gute für euch

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  • Habakuk
    antwortet
    Zitat von hakoberti Beitrag anzeigen
    Ich vestehe den Sinn des Ausschleichens nicht
    der Hund ist gut eingestellt es geht ihm gut
    Das habe ich, glaube ich, schon ein paar Mal erklärt.
    und wieso sollte ein Leben mit Schildrüsenhormone nicht genauso lebenswert sein wie mit ohne ?
    Wenn man bedenkt, dass der Hund eine im Vergleich zum Menschen viel höhere Dosis Thyroxin benötigt, weist der Hormonspiegel eine enorme tägliche Schwankung aus. Kurz vor der Einnahme sind die Werte tief, dann steigen sie 4-5 Stunden steil an, um wieder abzufallen. Bei der natürlichen Hormonproduktion wird von der Schilddrüse je nach Bedarf Hormon freigesetzt.
    Deshalb denke ich schon, dass ein gesunder Hund eine etwas bessere Lebensqualität hat. Aber selbstverständlich ist das Leben für einen gut eingestellten SDU-Hund lebenswert.

    Bei meinem Hund hat mir ein Ta gesagt der Hund hat keine SUfunktion also ausgeschlichen und die Werte waren nach circa 4 Wochen völlig im Keller..
    Und eine Unterfuktion läßt sich schon ziemlich eindeutig feststellen
    Hier widersprichst du dir aber: Dein TA sagt keine SDU, aber gleichzeitig kann man eine SDU ziemlich eindeutig feststellen?

    Über welchen Zeitraum hast du bei deinem Hund ausgeschlichen? Wie veränderte sich sein Zustand? Wann hast du die testen lassen? Genau solche Dinge würden mich sehr interessieren.
    Eine gute Ärztin sitzt in Köln
    Danke für dieses gutgemeinte Angebot. Aber ich wohne in der Schweiz.

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  • Kerstin_B
    antwortet
    Aber wenn es dem Hund mit Thyroxin doch sichtlich gut geht, wieso sollte man dann versuchen es auszuschleichen?

    Es wurde damals diagnostiziert, die Werte waren im Keller und mit Thyroxin geht es dem Hund gut... nachdem man über einen längeren Zeitraum eingestellt hat... und jetzt dann doch nicht? Verstehe ich auch nicht wirklich...

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  • Habakuk
    antwortet
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    Korrekte Einstellung heißt nicht das die Werte am oberen Referenz liegen müssen. Es gibt genügend Hunde die auch drüber liegen und andere wiederum viel niedriger.
    Zu korrekt eingestellt habe ich geschrieben: Werte im oberen Drittel UND körperliche sowie geistige Gesundheit. Bitte nicht nur das rausnehmen, was einem passt.

    Wenn du 50µg alle 7-10 Tage ausschleichst und zwischendurch die Werte nimmst, kannst du nicht in paar Wochen auf Null sein.
    Die Halbwertzeit ist ca. 12 Std. einen Spiegel wird ungefähr in einer Woche aufgebaut, das wäre auch die Zeit um Schrittweise auszuschleichen oder langsamer.
    Wir sind alle 4 Tage um 50 runter. Hier hätten wir wohl noch etwas mehr Zeit nehmen sollen.

    Man lässt ein Hund nicht absichtlich in einer Unterfunktion und macht dann weniger mit ihm, der komplette Stoffwechsel fällt zusammen, den TA verstehe ich wirklich nicht.
    Aber möglicherweise besteht ja gar keine Unterfunktion. Was wir eben nun herausfinden wollen.

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