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Barf = Zinkmangel???

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  • Shiraa
    antwortet
    Natürlich ist es unterschiedlich. Es gibt Gegenden, da fressen Wölfe über Monate hinweg nur Fische. Und im Wolf Science Center in Österreich fressen die Wölfe manchmal 2 Monate lang fast nur Äpfel... (obwohl dort ja gefüttert wird).

    Caniden sind ganz offensichtlich sehr anpassungsfähig.

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  • Sakomo
    antwortet
    Das ist aber regional und saisonal sehr unterschiedlich.

    Im Sommer scheinen es im Allgemeinen eher die kleineren Säugetiergattungen zu sein nach meinen Informationen und Vögel, Fische, Insekten, Lurche, Kriechtiere und Obst.

    In der nördlichen Tundra gibt es wenig Huftiere. Die wenigen Wölfe dort ernähren sich fast ausschließlich von Schneehasen.

    In Nordamerika ist es gerne Biber und größere Beutetiere und auch Hase, Kaninchen, Nerz, Bisamratte, Eichhörnchen, Vögel, Eidechsen, Schlangen, Insekten, pflanzliche Nahrung und anderes.

    In Polen sind dann Hischartige mit 76,6 % im Sommer und im Winter 91,3 % Hauptnahrung (nach Hernryk Okarma).

    Ist alles völlig unterschiedlich und sehr vielfältig. Sogar Schildkröten werden gefressen.

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  • Shiraa
    antwortet
    Also europäische Wölfe z. B. fressen hauptsächlich Wildschwein, gefolgt von Rothirsch, von Rotfuchs, Haushund und Reh. 75 % der Nahrung wild also offenbar in Form von großen Tieren aufgenommen.

    Zum Thema Analysedaten Beutetier. Swanie hat mal eine Ziege komplett zerlegt und gewogen, zu welchen Teilen sie aus Knochen, Fleisch etc. besteht. Ich finde den Thread aber nicht, indem sie davon berichtet hat. Es ging in dem Thread um Calcium und darum, ob denn die 15 % RFK ausreichend wären.

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von Shiraa Beitrag anzeigen

    Betrachtet man die Nährstoffversorgung ganz isoliert für einen Tag und beginnt dann, alles Mögliche zu supplementieren, gerät doch alles aus den Fugen. Wenn man eigentlich über 2 Tage einen guten Durchschnitt erreicht hätte, macht es keinen Sinn, an Tag 1 zu supplementieren, weil man dann an Tag 2 einen enormen Überschuss generiert und der Ausgleich letztendlich fehlt.
    Das würde aber auch vorraussetzen, daß es an Tag 2 auch wirklich einen Überschuß gibt. Das sehe ich bei Zink eigentlich nicht so unbedingt, aber auf vieles trifft das sicher im Allgemeinen zu, sehe ich auch so.


    Mit den Beutetieren ist das so ´ne Sache, finde ich. Bei großen Beutetieren hast Du sicher Recht. Aber ist es nicht eher so, daß Wildcaniden mehr kleine Beutetiere fressen ... verschlingen mit Haut und Haar und daß "fette" Beute wie Reh und Elch eher selten ist? Die kleinen Beutetiere, die verschlungen werden, sind sicher perfekt für die Wildcaniden von ihrer Zusammensetzung (Anteil Muskelfleisch, Blut, Innereien, Knochen, Fett, Unverdauliches wie Fell etc.). Ist meiner Meinung nach nicht unbedingt so, daß ein Wildcanide in dieser Sache (immer) benachteiligt wäre - je nach Versorgungslage. Das sind dann doch eher unsere Haushunde, weil wir es doch trotz aller Bemühungen nicht so 100 %ig schaffen, alles natürlich nachzustellen. Wie denn auch? Unsere gelagerten Lebensmittel aus Ackerbau und Viehzucht sind nunmal etwas anders gestrickt, da brauchen wir uns nichts vorzumachen ... und was vor allem auch richtig fehlt meiner Meinung nach... ist das frische Blut der Beutetiere. Ich denke, man kann es nur bestmöglich machen mit den Ressourcen, die man zur Verfügung hat.

    Aber das ist allemal besser als eine Tüte aufzureißen, gar keine Frage.

    Gibt es eigentlich irgendwo Analysen von typischen Beutetieren? Die, die in Einem komplett gefressen werden? Das fände ich sehr interessant mal zu sehen im Vergleich zu den gängigen Bedarfszahlen.

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  • Shiraa
    antwortet
    Ach so meinst Du das mit den Knochen. OK, bei uns gibt es RFK schon täglich, auch Innereien gibt es täglich in der entsprechenden Menge. Mal abgesehen von fleischfreien und Fastentagen. Damit haben meine Hunde jedenfalls keine stoßweise Verabreichung bestimmter Nährstoffe, sondern es ist schon so, dass es die meisten Nährstoffe täglich in bedarfsdeckender Menge gibt, auch wenn es z. B. mal einen Übergang gewisser Nährstoffe, am anderen dann ein Defizit gibt. Ein gutes Beispiel wäre da z. B. , dass es an einem Tag Niere, am nächsten Tag Leber als Innerei gibt. Das hat zur Folge, dass man einmal sehr viel Selen und zu wenig Vitamin A und einmal umgekehrte Verhältnisse hat. In Summe ist es aber über die zwei Tage ausgeglichen.

    Daher finde ich, dass es Sinn macht, die Nährstoffe nicht auf Tagesbasis zu berechnen - wenn man schon rechnet - sondern wenigstens von einer Woche auszugehen. Denn die Missverhältnisse, die tageweise entstehen können, gleichen sich letztendlich aus. Betrachtet man die Nährstoffversorgung ganz isoliert für einen Tag und beginnt dann, alles Mögliche zu supplementieren, gerät doch alles aus den Fugen. Wenn man eigentlich über 2 Tage einen guten Durchschnitt erreicht hätte, macht es keinen Sinn, an Tag 1 zu supplementieren, weil man dann an Tag 2 einen enormen Überschuss generiert und der Ausgleich letztendlich fehlt.

    Und natürlich kann der Hund auch überleben, wenn man ihm einfach nur Brot und Milch füttert. Mein Ziel ist es aber, dass der Hund optimal versorgt ist. Ich denke, das ist auch gegeben, wenn man nicht darauf achtet, dass wirklich täglich sämtliche Nährstoffe im immer gleichen Verhältnis täglich vorliegen. Das halte ich sogar für vollkommen unnatürlich. Natürlich fressen wild lebende Caniden nicht wochenlang ausschließlich Knochen (das machen sie nur, wenn es gar nichts Anderes gibt), aber sie nehmen auch nicht täglich die gleiche Menge an Nährstoffen zu sich. Das ist gar nicht möglich, denn vor allem, wenn größere Beutetiere gejagt werden, bekommt nicht jeder Canide von jedem Beutetierteil täglich das gleiche Verhältnis und die gleiche Menge ab. Jeder frisst, was er sich schnappen kann und fertig. Da geht es gebarften Haushunden schon wesentlich besser, denn die meisten Barfer füttern schon so, dass es in einer Woche von allen Grundzutaten (also Fleisch, Knochen, Innereien, Öle, Eier) etwas gibt. Das ist schon eine wesentlich gleichmäßigere Nährstoffversorgung als in der freien Wildbahn.

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von Shiraa Beitrag anzeigen

    Ich bin eigentlich froh, nichts supplementieren und somit nichts ausrechnen zu müssen. Mir wäre das zu kompliziert, zu beobachten, wann Knochen verdaut ist, um dann Calcium zu geben. Wie stellst Du das eigentlich fest? Der Kot meiner Hunde ist zwar "bunt", aber dennoch kann ich nicht sehen, wann verdauter Knochen rauskommt. Manchmal gibt es hellere Kotteile (ich denke, dass das Knochen ist), die werden dann aber gefolgt von dunklen und wieder hellen.
    Du, es kommt auf die Knochengaben und den Fleischanteil an. Hellere Kotteile gibt es eigentlich nur bei echten Knochen, wenn es wahrscheinlich schon etwas zuviel war. Dann mache ich am Knochentag (da sowieso) und auch am Tag nach der Knochengabe Pause mit Kalziumgaben. Wenn es ein wahrscheinlich von der Calziummenge eher "passender" Fleischknochen war, ergänze ich am nächsten Tag zumindest Algenkalk, um das Ca:P-Verhältnis, was ich trotz neuerer Erkenntnisse versuche zu halten, herzustellen. Wenn es "Karkassen" waren am "Knochentag" darf´s dann am nächsten knochenfreien Tag auch Knochenmehl (mit Phosphorgaben also) sein. Irgendwie nehme ich die Karkassen, Hälse und auch Flügel nicht für "voll" von ihrer Ausbeute an Ca und P her ... ist ein Bauchgefühl, auch wenn ich die Nährwerte natürlich kenne; aber wenn die Hunde sie nicht so lieben würden, könnte ich persönlich auch ganz drauf verzichten. Aber sie lieben wohl gerade auch das Fett daran, tipp ich mal.

    Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, daß es mir nicht reichen würde, einen Rinderbrustknochen auf eine Woche zu geben, wie es manche tun, auch bei ausreichendem Calziumgehalt für eine Woche nicht. Was verdauungsmäßig "durch" ist, ist "durch", Überschüssiges ist ausgeschieden, Benötigtes verwertet.

    Leber 1 x in der Woche oder in gar noch größeren Abständen und damit Mengen ... das ginge bei meinen Mädels nur gebraten. Sie mögen einfach nichts "Glitschiges" (auch keine Nieren ... die ganz Kleine zickt sogar bei nicht gewolftem Herz). Rohe Leber muß ich deshalb in kleinen Rationen untermogeln. Größere rohe Mengen an Leber wirken ja auch abführend ... damit ist ja auch keinem gedient.

    Nadine, der Hund überlebt mit aller möglicher Nahrung. Er ist relativ genügsam und anpassungsfähig. Versorgungslücken an sich sind ja auch nichts Unnatürliches ... insbesondere bei Wildcaniden nicht. Die haben aber das Glück, passende Nahrung zu erbeuten/zu finden... echte komplette Beutetiere (mit ganz viel frischem nahrhaftem Blut), Kot anderer Tiere, Pflanzliches zum Selber"pflücken" etc... Ich persönlich aber mag bei der Ernährung meiner Hunde trotzdem nicht auf Versorgungslücken oder auf deren Ungefährlichkeit bauen, nur weil sie vielleicht natürlich sind und sie damit überleben und vielleicht für lange Zeit scheinbar gesund sind. Muß ja auch nicht .... man profitiere doch von den wissenschaftlichen Erkenntnissen einst für die Industrie, wenn das nun für unsere Hunde Sinn macht. Wäre doch blöd, wenn man das nicht nutzen würde, finde ich. Und wenn man das dann möglichst ohne Chemie oder Synthetik mit frischen Nahrungsmitteln macht, ist doch prima für die davon profitierenden Hunde.

    Nunja ... ich bin aber andererseits auch felsenfest davon überzeugt, daß der Hund nicht viel zum Überleben bräuchte, auch wenn er dabei nicht unbedingt langlebig wäre. Zur Arterhaltung reicht es aber. Er hat es ohne Fertigfutter, wissenschaftliche Erkennntnisse und auch ohne Barf geschafft zu überleben, so wie auch Wildcaniden noch existieren unter immer ungünstigern Umweltbedingungen und nicht zu vergessen ... unter Fütterung von "menschlichen Abfällen" wurde er domestiziert - ganz ohne explizite Bedarfszahlen.

    Und dennoch ... ist doch prima, wenn es für ihn heute besser läuft. Verdient hat er´s.

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  • Shiraa
    antwortet
    @Tina: wenn M/Z von einer Bio-Verfügbarkeit von 25 % ausgehen und man bei ganz normalem 20/80 BARF ohne Getreide tatsächlich einen höhere Bio-Verfügbarkeit hat, die bei 50 % liegt, dann kommt man aber mit 2 % ziemlich genau hin, weil ja der rechnerische Bedarf halbiert wird. Jedenfalls zahlenmäßig müsste es dann passen.

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Hallo Nadine,

    wenn der Hund unter "zinkfreundlichen" Bedingungen 50 % des Zinks verwerten könnte, dann bräuchte er in Bezug auf die Zahlen nach Meyer/Zentek und anderen auch nur halb so viel Zink, da diese Zahlen auf einer 25%-Verwertung basieren. So verstehe ich das zumindest.

    Ich mache keinen Fastentag und ich füttere auch nicht 2 % und auch nicht fleischfrei an einem Tag... damit werden mir meine Hunde zu dünn und die fänden den Fastentag "bäh" und den fleischlosen Tag wahrscheinlich auch.

    Eine Zinktablette bekommen die Hunde auch nicht (die nehme ich selber) ... für die Hunde gibt es besser dosierbare Zink-Pellets. Diese gebe ich abends mit dem Fleisch und dem Gemüse (in Zukunft nur noch bei Geflügel ). Morgens füttere ich anderes Zeugs (z.B. eine Quarkmahlzeit mit Obst, Kokosraspeln, Honig etc. oder eine Getreidemahlzeit mit Kräutern, Hüttenkäse, Fisch etc.) oder auch stattdessen Fleischknochen oder Knorpel (meist 2 x die Woche). Klassisches Barf mach ich gar nicht ... nach jahrelangem Frischfüttern hat es sich bei uns so eingespielt .

    Wie Du auch, habe ich natürlich auch ein bißchen gerechnet, worüber ich auch sehr froh bin, weil es sicher(er) macht.

    P.S. Ich betrachte auch nicht alles täglich, nur die Dinge, die nicht gespeichert werden im Körper und die knapp sein könnten. Kalzium z.B. gehört auch für mich dazu. Sobald der Knochen verdaut ist, gibt´s da bei uns auch wieder entsprechende Supplemente. Auf eine Woche z.B. würde ich das nicht rechnen wollen.
    Ja, stimmt. Wenn M/Z von 25 % ausgehen und die wahre Verfügbarkeit liegt bei 50 %, dann sollte es passen.

    Meine Hunde finden den Fastentag auch bäh, aber sie stehen es offenbar gut durch. Wenn ich z. B. mehr als 2 % füttern würde, würde mein großer Hund fett werden. Aber bei uns gibt es halt auch täglich richtig viel Fett extra. Der Fastentag ist ja auf die Mengen an den anderen Tagen hoch gerechnet. Der macht also keinen Unterschied in der Futtermenge.

    Ich bin eigentlich froh, nichts supplementieren und somit nichts ausrechnen zu müssen. Mir wäre das zu kompliziert, zu beobachten, wann Knochen verdaut ist, um dann Calcium zu geben. Wie stellst Du das eigentlich fest? Der Kot meiner Hunde ist zwar "bunt", aber dennoch kann ich nicht sehen, wann verdauter Knochen rauskommt. Manchmal gibt es hellere Kotteile (ich denke, dass das Knochen ist), die werden dann aber gefolgt von dunklen und wieder hellen.

    Bei uns gibt es immer alles im Wochenrhythmus, d. h. es gibt in jeder Woche z. B. Niere und Leber, aber in unterschiedlichen Mengen. Knochen-, Fleisch- und Pansenmengen sind wöchentlich auch immer gleich, verteilt auf 5 Tage. Es gibt ja Barfer, die viel größere Rhythmen haben, also immer alles auf 4 Wochen betrachten. Die geben dann nur einmal alle 2 Wochen Leber oder was auch immer. Bei denen müssten die Versorgungslücken der nicht speicherbaren Nährstoffe ja unglaublich groß sein. Dennoch scheint es irgendwie zu funktionieren.

    Ich selbst musste früher immer Mg-Tabletten nehmen, weil ich zu Krämpfen neigte. Nachdem ich meine Ernährung umgestellt habe (mehr Gesundes, weniger Fast Food), konnte ich die Tabletten interessanterweise weglassen. Es scheint also in der Verwertung von Nährstoffen wirklich stark auf die Gesamtsituation anzukommen.

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  • Tammy
    antwortet
    Juhu,

    Zinkmangel an Haut und Fell sieht man nur, wenn er schwerer ausfällt, ich kann auch einen leichten Zinkmangel haben und Fell/Haut sind OK.

    Kimbi hatte auch Zinkmangel laut Berechnung und Blut. Der Blutwert ist zwar nicht sehr zuverlässig. Ein niedriger oder mittlerer Zinkspiegel im Blut kann dennoch Zinkmangel heißen. Besser wäre natürlich eine Haaranalyse, aber wenn der Zinkwert im Blut niedrig ist, ist er somit auch aussagekräftig. Das liegt daran das 98% des Zinks in den Zellen gespeichert werden und nur 2% im Blut.

    Kimbi bekommt deswegen tägl. abends eine Kapsel Zink mit ins Futter, denn morgens gibt es Calcium.

    Zink wird zwar auf Dauer nicht gespeichert, aber es vergeht auch nicht tägl. ein paar Tage speichert es sich schon in den Zellen, Gewebe usw.

    Darum sehe ich es nicht so extrem das man es alle 12 oder 24 Std. zufügen muss.

    Wenn man an einem Tag ausreichend Zink bzw. mehr als der Bedarf ist zu sich nimmt, deckt es den folge Tag auch mit ab. Ist bei den Vit. B´s ähnlich.

    Ich sehe aber auch eher das Problem das einige Hunde die mit 2 % gefüttert werden den Zinkbedarf nicht decken können.

    Zink ist mir zu wichtig, es ist für den Stoffwechsel, Hormonsystem, Sinnesfunktion, Immunsystem, Ausscheidung von Schwermetallen usw beteidigt, darum gebe ich es zu.

    LG Tina

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  • Sakomo
    antwortet
    Hallo Nadine,

    wenn der Hund unter "zinkfreundlichen" Bedingungen 50 % des Zinks verwerten könnte, dann bräuchte er in Bezug auf die Zahlen nach Meyer/Zentek und anderen auch nur halb so viel Zink, da diese Zahlen auf einer 25%-Verwertung basieren. So verstehe ich das zumindest.

    Ich mache keinen Fastentag und ich füttere auch nicht 2 % und auch nicht fleischfrei an einem Tag... damit werden mir meine Hunde zu dünn und die fänden den Fastentag "bäh" und den fleischlosen Tag wahrscheinlich auch.

    Eine Zinktablette bekommen die Hunde auch nicht (die nehme ich selber) ... für die Hunde gibt es besser dosierbare Zink-Pellets. Diese gebe ich abends mit dem Fleisch und dem Gemüse (in Zukunft nur noch bei Geflügel ). Morgens füttere ich anderes Zeugs (z.B. eine Quarkmahlzeit mit Obst, Kokosraspeln, Honig etc. oder eine Getreidemahlzeit mit Kräutern, Hüttenkäse, Fisch etc.) oder auch stattdessen Fleischknochen oder Knorpel (meist 2 x die Woche). Klassisches Barf mach ich gar nicht ... nach jahrelangem Frischfüttern hat es sich bei uns so eingespielt .

    Wie Du auch, habe ich natürlich auch ein bißchen gerechnet, worüber ich auch sehr froh bin, weil es sicher(er) macht.

    P.S. Ich betrachte auch nicht alles täglich, nur die Dinge, die nicht gespeichert werden im Körper und die knapp sein könnten. Kalzium z.B. gehört auch für mich dazu. Sobald der Knochen verdaut ist, gibt´s da bei uns auch wieder entsprechende Supplemente. Auf eine Woche z.B. würde ich das nicht rechnen wollen.

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Shiraa, ich finde die These von Juppi mit den 40 - 50 % Bioverfügbarkeit beim Barfen ziemlich schlau. Und genau das behalte ich nun auch mal für mich selbst im Hinterkopf und hoffe, das wird irgendwann auch mal offiziell für "Selbermacher" bewiesen werden.

    An "roten" Tagen mache ich mir keinen Kopf mehr über Zink. Eine Wochenberechnung macht aber bei Zink keinen Sinn, da es täglich aufgenommen werden sollte. Deswegen verliere ich es an Tagen nicht aus den Augen, wenn ich zinkarm füttere (wie Hühnerbrust). Und das kommt bei uns öfter mal vor.
    Hmm, aber wenn das zugeführte Zink schon nur halb so viel ist, wie der Bedarf an verwertbarem Zink, dann reicht es selbst bei einer Bio-Verfügbarkeit von 40-50 % nicht aus. Dann hätte man nur eine Bedarfsdeckung von unter 25 %. Oder verstehe ich das jetzt falsch? Auf jeden Fall wäre es zu wenig, wenn man von den Bedarfswerten ausgeht und das wäre dann bei allen Barfern so, es sei denn, man füttert 4 % Futter und nicht nur 2 %.

    Zum Thema tägliche Zinkgabe: Wie machst Du das am Fastentag? Gibst Du da eine Zinktablette und sonst nichts? Was ist mit den anderen Nährstoffen? Die gibt es am Fastentag ja auch nicht. Der Sinn des Fastentags ist ja, dass nichts zugeführt wird, auch kein Zink.

    Ich halte es auch nicht notwendig von einem bestimmten Nährstoff, jeden Tag den gesamten Bedarf zuzuführen. Das würde bedeuten, dass man täglich immer das gleiche Füttern müsste und dann wäre man beim TroFu. Kein Lebewesen auf dieser Welt kann sich so ernähren.

    Weil bei BARF aber vorgesehen ist, an einem Tag fleischfrei und einem weiteren Tag gar nichts zu füttern und an den anderen Tagen möglichst abweckslungsreich, kann man nur eine Durchschnittsbetrachtung durchführen, weshalb die Berechnung der zugeführten Menge pro Tag über den Zeitraum einer Woche durchaus Sinn macht. Eine tägliche Betrachtung ist eigentlich nur bei ausschließlicher FeFu-Fütterung möglich. Wobei ich auch nicht so recht weiß, ob die Masse immer komplett homogen ist und nicht irgendwelchen Schwankungen unterliegt. Ein Teil der Zutaten im FeFu sind ja natürlichen Ursprungs und somit müssen Schwankungen auftreten.

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  • Sakomo
    antwortet
    Shiraa, ich finde die These von Juppi mit den 40 - 50 % Bioverfügbarkeit beim Barfen ziemlich schlau. Und genau das behalte ich nun auch mal für mich selbst im Hinterkopf und hoffe, das wird irgendwann auch mal offiziell für "Selbermacher" bewiesen werden.

    An "roten" Tagen mache ich mir keinen Kopf mehr über Zink. Eine Wochenberechnung macht aber bei Zink keinen Sinn, da es täglich aufgenommen werden sollte. Deswegen verliere ich es an Tagen nicht aus den Augen, wenn ich zinkarm füttere (wie Hühnerbrust). Und das kommt bei uns öfter mal vor.

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von juppi01 Beitrag anzeigen
    Hallo Sandra,

    Ich glaube nicht, dass das was damit zu tun hat, dass die Bioverfügbarkeit bei Welpen noch geringer ist, sondern eher damit, dass ihr Bedarf „an allem“, somit auch Zink, einfach höher ist.
    Und M/Z verstehe ich auch so. Hast du den 2010er?
    Deine Zahlen: 2,4mg und 5,4mg, empfehlen sie da der Mutterhündin während Schwangerschaft (Gravidität) und Mutterschaft/Milchgabe (Laktation).
    Für Hunde im Wachstum geben sie 1,1 - 4,4mg/kg an.
    Bei der näheren Erklärung zum Zink steht:
    "Bei einer angenommenen Verwertung des Zinks von etwa 25% (…) nimmt der Bedarf während des Wachstums bis zum 4-fachen des Erhaltungsbedarfs zu."
    Hiermit hast Du natürlich Recht, Juppi. Das sind auch die Bedarfs-Zahlen aus meiner Auflage aus 2005.

    Die Zahlen, die ich erwähnt habe, stammen aus dem "Nutrient requirements of dogs and cats" in einer Passage über Studien von Meyer und Ozpinor und andere. Kann sein, daß ich da was im falschen Zusammenhang falsch übersetzt habe.

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  • Shiraa
    antwortet
    Also wenn die Bioverfügbarkeit derart gering ist, können mit einer normalen BARF-Fütterung die Bedarfswerte von 1 mg pro kg KM nicht erreicht werden, selbst, wenn man rotes Fleisch, Innereien und zusätzlich Eier, Bierhefe und Samen füttert.

    Nehmen wir mal einen Tag an, an dem es besonders viel Zn-reiche Lebensmittel gibt.

    Mein 38 kg Hund bekommt z. B. im Rahmen einer 2% Fütterung, 80/20 BARF an so einem Tag:

    100 g Leber: 4 mg Zn
    440 g mageres Rindfleisch-/Pansenmischung (70 % Fleisch/30 % grüner Pansen): 11, 8 mg Zn
    100 g RFK: 2,7 mg Zn
    150 g Gemüse: 0,4 mg Zn
    50 g Fett: 0,2 mg Zn
    11 g Bierhefe: 0,9 mg Zn
    1 Ei: 1,35 mg Zn
    8 g Sonnenblumenkerne: 0,4 mg Zn
    8 g Sesam: 0,6 mg Zn

    = 22,35 mg Zn, Bedarf wären aber 38 mg Zn am Tag. Also selbst, wenn man komplett rotes Fleisch gibt, dazu noch Leber und auch noch Bierhefe & Co. erreicht man den Wert nicht einmal ansatzweise.

    Wenn man sich dann Tage anschaut, an denen es keine Eier gibt oder den fleischfreien Tag, dann passt das alles gar nicht mehr.

    Mein Hund kommt über den Wochendurchschnitt gerechnet auf 15,5 mg Zn pro Tag (inkl. fleischfreier Tag und Fastentag). Das wäre ja unterirdisch wenig, wenn er eigentlich 38 mg Zn bräuchte.

    Warum also funktioniert es trotzdem? Warum glänzt das Fell - das müsste doch bei zu wenig Zn ganz furchtbar aussehen.

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  • Sakomo
    antwortet
    Juppi, ich habe das mit dem „vorne aufschlagen“ so gemeint wie Du es auch beschrieben hast … es wird vorne aufgeschlagen, damit eine angenommene Bioverfügbarkeit von 25 % aufgefangen wird und man mit den öffentlichen Zahlen rechnen kann.

    Okay, Phytinsäure ist nicht der einzige Faktor, welcher die Bioverfügbarkeit von Zink mindert. Es gibt noch weitere Faktoren laut einschlägiger Literatur, die die Bioverfügbarkeit von Zink reduzieren. Für uns Hundehalter relevant könnten (!) davon sein:
    -Phytinsäure
    - hohe Kalziumkonzentrationen (und ohne Kalzium geht es nicht … wird es über Knochen gefüttert, kann es ganz leicht mal zuviel werden)
    - hohe Kupfergehalte (wohl eher weniger)
    - hohe Phosphormengen (bei Knochenfütterungen insbesondere geht der Phosphorgehalt rapide nach oben!)
    -Schwermetalle
    -Weizenkleie
    -Ballaststoffe (sollten nun IMMER Bestandteil einer Hundemahlzeit sein!)

    Wie relevant sich das nun auswirkt, müsste man sich näher ansehen (notfalls auch im Humanbereich), aber dazu habe ich ehrlich gesagt gar keine Lust und ich behalte das einfach mal nur im Hinterkopf.

    Nun, gehen wir deshalb mal rein theoretisch von einer Bioverfügbarkeit von 100 % aus –eine 100 %ige Bioverfügbarkeit gibt es aber bei Zink erwiesenermaßen NICHT – selbst bei reiner Fleischfütterung! Wir lassen aber die reduzierenden Faktoren mal raus, soweit es die Regeln einer gesunden Hundernährung erlauben. Zink muß täglich zufgeführt werden über die Nahrung, es wird nicht gespeichert.

    Geben wir mal rein theoretisch heute „Hühnerbrust (ohne Knochen) mit Möhrenmus“ und rechnen wir Zink mal nach, weil es soviel Spaß macht:

    Die Zutaten:
    Hühnerbrust enthält 1 mg Zn/100g
    Möhren enthalten 0,4 mg/Zn 100g
    Knochenmehl enthält hier Ca:15200 mg/P:7300 mg/Zn 9,10 mg /100g
    Algenkalk: ohne Bedeutung
    Fett: ohne Bedeutung
    Hähnchenleber: 3 mg Zn/100g

    Wir geben für einen 23 kg –Hund

    350 g Hühnerbrust - enthält 3,5 mg Zink
    25 g Hähnchenleber – enthält 0,75 mg Zink
    100 g Möhrenmus mit etwas Jodsalz und reichlich Fett gestampft – enthält in der Theorie 0,4 mg Zink
    Fleischknochenmehl 8 g – enthält in der Theorie 0,73 mg Zink
    Algenkalk 1 g (fürs korrekte Ca:P-Verhältnis in dieser Mahlzeit, weil man Wert drauf legt) – nicht relevant für Zink

    … macht in der Summe 5,38 mg Zink

    Wenn wir nun eine 100 %ige Bioverfügbarkeit (die es bei Zink nicht gibt!!!) annehmen, würden wir die Bedarfszahl von 1 mg Zn/kg KW entsprechend reduzieren auf: 0,25 mg Zn/kg KW … das hieße wir bräuchten 5,75 mg für einen 23 kg Hund, haben wir hier in dieser Mahlzeit aber nicht, selbst bei der völlig utopisch angenommenen Bioverfügbarkeit von 100 % bei Zink. Es fehlen bei dieser rein fiktiven Annahme von 100 % Bioverfügbarkeit 0,37 mg Zink. Zink wird nicht gespeichert, aus Vorräten kann der Hund nicht schöpfen.

    Dies ist für mich ein Grund, weiterhin zu supplementieren – zumindest an Tagen, an denen es weißes zinkarmes Fleisch gibt. Bei rotem und zinkreicherem Fleisch kommen die Hunde von meinem Bauchgefühl her auch so zurecht.

    Ich denke, Barf bedeutet NICHT automatisch einen Zinkmangel … ich behaupte aber, daß es an manchen Tagen eine Unterversorgung geben kann. Entweder man lebt dann mit dem so schön von Dir beschriebenen „Regelwerk des Körpers“ oder man fügt Ergänzendes zu. Das wiederum steht und fällt mit der Einstellung und Sichtweise und auch dem Bauchgefühl des Menschen und aber auch mit seiner Beeinflussung durch Andere. Letztendlich muß das aber jeder für sich selbst entscheiden und trägt auch die Verantwortung darüber selbst ….

    Ich persönlich stehe immer noch auf dem Standpunkt: wenn (und ich betone: wenn!) was fehlt und ich weiß drum, muß es rein ins Fudder … . Der Kupferbedarf steigt übrigens bei ÜBERHÖHTEN Gaben von Eisen, Kalzium oder Zink … alles was bedarfsgerecht ist, ist aber NICHT überhöht und daher notwendig und sicher nicht bedenklich im „Zusammenspiel“ mit Antagonisten!!!

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