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  • Sakomo
    antwortet
    Juppi, klar sind wir uns zwischenzeitlich einig ... ich habe ja geschrieben, daß ich nun nicht mehr jeden Tag supplementieren werde. An Tagen, an denen ich mindestens ca. die Hälfte des Zink-Bedarfs erreiche (bei Rinderherz und Rindermuskelfleisch z.B.) lasse ich es seit dieser Diskussion und habe dabei auch kein schlechtes Gefühl.

    Da ich aber stockhaarige Hunde habe, die auch tatsächlich glänzen - sogar in den weißen Partien - war es verkehrt bisher auf keinen Fall. Aber ich denke, es wird sich auch nicht ändern, wenn ich weniger Zink supplementiere.

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von juppi01 Beitrag anzeigen
    Noch kurz zum Fellglanz.
    Ich denke da spielen auch Rassebesonderheiten und Fellstruktur eine Rolle, oder? Bei meiner Hündin glänzen die hellen (weißen) Fellpartien nicht so (oder gar nicht), wie die schwarzen. Ich erkenne auch unterschiede zu Stockhaarfell oder sehr glattem Fell, d.h. der sehr kurzhaarige Dobermann glänzt wie eine Spckschwarte, der Malinois hingegen sieht einfach anders aus, was den Fellglanz betrifft. – Bei gleicher Ernährung.
    Ja, es hängt auch von der Haarstruktur ab. Das hat aber physikalische Gründe. Das, was wir Menschen als Glanz wahrnehmen, ist nichts anderes als eine Reflexion des Lichts, welches wir als "weiß" wahrnehmen. Je gebündelter das Licht reflektiert wird, desto mehr Glanz sehen wir, weil mehr Lichtstrahlen auf unser Auge treffen. Trifft Licht auf eine raue Oberfläche, wird das Licht nicht gebündelt reflektiert, sondern eher gestreut. Das passiert z. B., wenn das das Fell lockig ist oder wenn die Haarstruktur einfach rassebedingt rauer ist (Stockhaar) oder weil sie deswegen rau ist, weil der Hund falsch ernährt wird (falsche Aminosäurenzusammensetzung des Futters, Zinkmangel etc.).

    Dass weiße Hunde niemals so glänzen können wie schwarze Hunde (oder Fellpartien) hat wiederum damit zu tun, dass der Glanz, den wir sehen, reflektiertes weißes Licht ist. Je größer der Kontrast zwischen dem weißen Licht und dem Untergrund ist, desto besser ist der Glanz zu sehen. Weißes Licht auf weißem Fell ist eben kein hoher Kontrast. Mein Alastair ist ja auch zweifarbig. Das dunkle Fell glänzt mehr als das weiße.

    Es gibt aber viele Hunde, die eigentlich glänzen müssten wie Speckschwarte - z. B. graue/gelbe/schwarze Doggen, Weimaraner, Viszlas - eben alle möglichen Kurzhaarhunde mit glatter Fellstruktur oder Langhaarhunde mit relativ glattem Fell wie Setter oder Spaniels. Und wenn man sich mal hier in der Fotoecke des Forums umsieht, merkt man auch, dass diese Hunde auch wirklich einen wunderbaren Glanz haben, wenn man sie nur richtig füttert. Geht man auf eine Hundewiese, sieht es leider anders aus. Wenn ich z. B. meinen Bayo mit einigen Rassevertretern bzw. anderen Jagdhunden vergleiche, denen ich so begegne, dann glänzen davon viele wenig bis gar nicht. Einige Besitzer haben mich schon angesprochen, was ich Bayo ins Futter mischen würde... auf meine Gegenfrage, was denn bei ihnen im Napf landet, hörte ich ausschließlich das Wort "Trockenfutter". Das kann kein Zufall sein...

    Mein TA sagte mir mal, dass Kurzhaarhunde oft empfindlicher sind, was die Haut anbelangt. Sie neigten wohl eher zu Schuppenbildung etc. Vor dem Hintergrund ist natürlich klar, dass diese Hunde nicht schön glänzen, wenn man sie nicht optimal ernährt.

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  • juppi01
    antwortet
    Noch kurz zum Fellglanz.
    Ich denke da spielen auch Rassebesonderheiten und Fellstruktur eine Rolle, oder? Bei meiner Hündin glänzen die hellen (weißen) Fellpartien nicht so (oder gar nicht), wie die schwarzen. Ich erkenne auch unterschiede zu Stockhaarfell oder sehr glattem Fell, d.h. der sehr kurzhaarige Dobermann glänzt wie eine Spckschwarte, der Malinois hingegen sieht einfach anders aus, was den Fellglanz betrifft. – Bei gleicher Ernährung.

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  • juppi01
    antwortet
    Hallo,
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Der Körper lernt nicht, Zink zu vermehren, sondern besser zu verwerten, was scheinbar aber auch ein längerer Prozess ist und nicht von heute auf morgen funktioniert. Es wird in Deinem Zitat eine Anpassungsphase von 4 Wochen erwähnt. Das setzt aber eine dauerhaft geringe Zinkzufuhr voraus, an was soll der Körper sich auch sonst anpassen?
    So ist es, der Körper passt seine Absorption seiner Versorgungslage und der Menge des zugeführten Zinks an.
    Genauso wie er auch die Ausscheidung (über Kot und Harn) erhöhen oder Drosseln kann, je nachdem was eben nötig ist.
    Der Körper ist immer bestrebt einen gewissen Zinkstatus aufrecht zu erhalten und verfügt über Mechanismen dies zu erreichen. Und somit sollten auch leichte Schwankungen kein Problem darstellen, denn das ist ja völlig natürlich und darauf ist der Körper auch ausgelegt, sonst bräuchte er diese Anpassungs-Mechanismen nicht.
    Eine dauerhaft geringe Zinkzufuhr sehe ich bei Barf eh nicht, aber selbst wenn, weiß der Körper sich zu helfen. Dies wollte ich mit dem Zitat nur verdeutlichen. Das diese Anpassung auch beim Hund nicht von heute auf morgen geht, kann schon sein. Aber es geht, und das ist ja die Hauptsache.
    Zitat von Sakomo
    Wenn ich also 10 mg brauche, nur 5 mg kommen rein, bleiben es selbst bei 100 %iger Verwertung nur 5 mg ... da mache ich leider nichts dran.
    Wenn es dauerhaft zu extremer Unterversorgung kommt, was bei fleischbasierter, abwechslungsreicher Frischkost aber mehr als unwahrscheinlich ist, dann kann es natürlich zu Problemen kommen, keine Frage, aber wie realistisch ist das?

    Nimm nur mal meine 20kg Hündin. NRC Bedarf (mit Berechnung des Stoffwechselgewichts) sind 18,9mg/pro Tag, bei 25% Bioverfügbarkeit werden davon 4,72mg absorbiert.
    Alleine mit den tierischen Bestandteilen erreiche ich mindestens ca. 9,8mg/pro Tag (mit den üblichen, täglichen Schwankungen), bei 50% Bioverfügbarkeit macht das 4,9mg, die absorbiert werden.
    Selbst wenn ich nur 4,8mg pro Tag geben wollen würde, und von einer 100%-igen Bioverfügbarkeit ausginge, da der Körper diese Menge ja braucht, komme ich da gar nicht hin (oder nur schwer).
    Selbst in 100g Rindfleisch stecken über 5mg Zink und davon wird der 20kg Hund noch lange nicht satt und auch seinen Eiweißbedarf nicht decken, es braucht zwangsläufig mehr Fleisch und damit auch Zink.
    Selbst in Hühnermägen stecken 3mg Zink / pro 100g.
    Probleme sehe ich nur dann, wenn ausschließlich oder überwiegend Hühnerbrustfilet gefüttert wird (das ist wirklich zinkarm), aber wer macht das? Außer vielleicht bei Diäten? In diesem Fall wäre allerdings ein Supplement angebracht, aber nicht nur beim Zink.

    Diese Rechnungen sind nun natürlich sehr oberflächlich und wahrscheinlich auch nicht wirklich 100%ig realistisch, denn die individuellen Regelmechanismen lassen sich nun schwer mit einbeziehen.
    Generell lässt sich aber sehen, dass es einfach Sinn macht abwechslungsreich zu füttern und das es eventuell, -die Praxis beweist auch öfters mal das Gegenteil-, eben nicht ratsam ist, nur Huhn zu geben oder 60% Pansen, der auch keine riesen Zinkquelle ist, ansonsten kann je nach individuellem Fall immer eine Ergänzung notwendig werden.

    Zitat von Sakomo
    Es gibt da ja nun auch keine Speicherreserven, die man mobilisieren könnte (im Gegensatz zu Kalzium, welches aus dem Skelett geholt werden könnte); überschüssiges Zink verlässt den Körper über den Kot.
    Alleine durch den oben beschriebenen Aufnahme,- und Ausscheidungsmechanismus kann der Körper vieles regelen. Du wirst im Kot weniger Zink finden, wenn der Bedarf erhöht ist und nur wenig zugeführt wird.

    Der Körper hat ja auch noch körpereigenes Zink, dass durchaus auch noch eine Rolle spielt kann, auch wenn die Umstände dazu vielleicht noch gar nicht völlig geklärt sind.

    The body has no zinc stores in the conventional sense. In conditions of bone resorption and tissue catabolism, zinc is released and may be re-utilised to some extent. Human experimental studies with low-zinc diets 2.6-3.6 mg/day (40-55 mmol/day) have shown that circulating zinc levels and activities of zinc-containing enzymes can be maintained within normal range over several months (5, 6), which highlights the efficiency of the zinc homeostasis mechanism. Controlled depletion-repletion studies in humans have shown that changes in the endogenous excretion of zinc through the kidneys, intestine, and skin and changes in absorptive efficiency are how body zinc content is maintained (7-10). The underlying mechanisms are poorly understood.
    Quelle

    Ich denke aber wir sind uns schon einig, oder?
    Eine Zinkergänzung schadet nicht, ist aber nicht zwingend erforderlich (auch wenn die offiziellen Bedarfszahlen nicht (täglich) erreicht werden), aber die individuelle Ernährungsgestaltung, oder auch Krankheiten, können eine Ergänzung jederzeit notwendig machen.

    LG Juppi

    .... und danke für das Lob an meine Vorschreiber.

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Der ist gut. Stimmt aber.

    Zink macht aber schon was mit dem Fell(glanz) vor allen Dingen in Verbindung mit Linolsäure, worauf wir Frischfütterer ja auch tüchtig achten:

    http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2174&t=
    Ja, natürlich haben diese Dinge einen Einfluss, die Frage ist halt, ob sowas überhaupt nötig ist.

    Mein Hund sieht so aus und ich gebe gar nix extra:

    http://img811.imageshack.us/img811/8423/dscf9021.jpg

    Ich lasse nur etwas weg: minderwertige Zutaten. Ich weiß nicht, ob er wirklich genug Zink bekommt, aber so sieht meiner Meinung nach kein mangelernährtes Tier aus. In meinem Bekanntenkreis sind auch ein paar Kurzhaarhunde, die eigentlich nie schönes Fell hatten. Es war stumpf und die Haut war schuppig. Seit sie gebarft werden, ist alles gut, auch ohne zusätzliche Zinkgaben und mit wesentlich weniger Zink als vorher im jeweiligen TroFu enthalten war.

    Vielleicht kann man die Erkenntnisse, der WHO, die Juppi recherchiert hat, wirklich auch auf Hunde übertragen und somit würde sich bei Voll-BARF und einem gesunden Tier eine Supplementierung erübrigen. Ich glaube das jetzt einfach mal, damit ich ruhig schlafen kann

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von Shiraa Beitrag anzeigen
    Und das kann nicht am Zink liegen, denn das ist im FeFu hoffnungslos überdosiert - wie fast alles, abgesehen von optimal zusammengesetzten Aminosäuren und natürlichen Zutaten.
    Der ist gut. Stimmt aber.

    Zink macht aber schon was mit dem Fell(glanz) vor allen Dingen in Verbindung mit Linolsäure, worauf wir Frischfütterer ja auch tüchtig achten:

    http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2174&t=

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Im Übrigen sehe ich auch heute ziemlich selten einen Hund mit wirklich glänzendem Haarkleid. Es ist selten, daß mir einer ins Auge springt diesbezüglich, aber ich bin da auch etwas verwöhnt. Wenn mir aber mal einer ins Auge springt, wird er meistens mit nicht denaturierten Aminosäuren gefüttert .
    Das liegt aber am Trockenfutter... und dessen großer Verbreitung. 40 % der Hunde bekommen nie etwas anderes außer FeFu, 87 % bekommen hauptsächlich FeFu. Nur 1,5 % der Hunde bekommen nie FeFu. Das sind dann die Hunde mit dem glänzenden Fell und 1,5 % ist ja nicht gerade viel. Kein Wunder, dass Glanz-Hunde selten sind.

    Ich habe irgendwie den Eindruck, dass vor allem kurzhaarige, etwas hellere Hunde ganz gruseliges Fell haben. Einen schwarzen Labbi mit glänzendem Fell sieht man recht häufig. Aber z. B. eine graue oder gelbe Dogge oder einen Viszla mit echten Fellglanz - das sehe ich ziemlich selten.

    Und das kann nicht am Zink liegen, denn das ist im FeFu hoffnungslos überdosiert - wie fast alles, abgesehen von optimal zusammengesetzten Aminosäuren und natürlichen Zutaten.

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von Shiraa Beitrag anzeigen
    Hätte man das nicht sehen müssen in Zeiten, in denen nicht supplementiert wurde? Wie gesagt, mit normaler Fütterung (Schlachtabfälle, Kartoffeln, Getreide, Essensreste), ohne irgendwelche Zusätze, führt man vielleicht die Hälfte dessen zu, was M/Z angeben. Die Hälfte wäre ja deutlich zu wenig und alle Hunde hätten demzufolge ein schlechtes Haarkleid haben müssen oder unfruchtbar sein müssen. Flächendeckend, denn es gab doch gar keine Zinktabletten oder keinen hat das interessiert.
    Wenn die Verwertung höher liegt als bei den Zahlen zugrunde liegenden 25 % durch entsprechende "zinkfreundliche" Fütterung (wenig Getreide und dann vielleicht noch zeitlich versetzt zur Fleischgabe z.B.), muß es doch nicht zu wenig sein, wenn man genügend zinkreiches Fleisch füttert, wozu jetzt aber Hühnerbrust z.B. nicht gehört.

    Im Übrigen sehe ich auch heute ziemlich selten einen Hund mit wirklich glänzendem Haarkleid. Es ist selten, daß mir einer ins Auge springt diesbezüglich, aber ich bin da auch etwas verwöhnt. Wenn mir aber mal einer ins Auge springt, wird er meistens mit nicht denaturierten Aminosäuren gefüttert .

    Aber Du hast sicher Recht, die Bedingungen waren früher weniger optimal als heute. Und mit Barf ernährte Hunde haben mit Sicherheit Glück, gerade, wenn man es auch immer wieder kritisch durchleuchtet und optimiert und anpasst. Kann nur Stück für Stück noch besser und etablierter werden ...

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Klar wird es sicher viele Hunde geben und gegeben haben, die unter einem sogar massiven Zinkmangel leiden (auch beim Fertigfutter).
    Hätte man das nicht sehen müssen in Zeiten, in denen nicht supplementiert wurde? Wie gesagt, mit normaler Fütterung (Schlachtabfälle, Kartoffeln, Getreide, Essensreste), ohne irgendwelche Zusätze, führt man vielleicht die Hälfte dessen zu, was M/Z angeben. Die Hälfte wäre ja deutlich zu wenig und alle Hunde hätten demzufolge ein schlechtes Haarkleid haben müssen oder unfruchtbar sein müssen. Flächendeckend, denn es gab doch gar keine Zinktabletten oder keinen hat das interessiert.

    Natürlich hat es immer Hunde gegeben, die "schlecht" aussahen, aber ich kann mich noch gut an die Zeiten vor der Wende erinnern (bzw. wenn man sich jetzt mal in Ländern umsieht, in denen noch immer sehr viel Hausmannskost gefüttert wird) und unsere Hunde hier liefen nicht alle mit glanzlosem Fell und unfruchtbar herum, obwohl Zink nicht zusätzlich zugeführt wurde und Schlachtabfälle auch bloß nicht besser waren als das Massentierhaltungsfleisch, was es heute gibt. Damals gab es ja Massentierhaltung bereits in der Form und in der DDR wurde ja auch der Einsatz von irgendwelchen merkwürdigen Chemikalien nicht gescheut (ob nun am Vieh selbsst oder am Futter des Viehs). Und damals achtete auch niemand darauf, dass nun Innereien mit 15 % im Futterplan auftauchen und 50 % Muskelfleisch sind etc.

    Die Bedingungen waren noch weniger optimal als mit einem BARF Plan, den man heute hat und das hätte man sehen müssen. Und damals wurde auch schon erzieherisch eingewirkt, wenn Hunde Tiermist fressen wollten (den man aber z. B. in Großstädten auch nicht einfach herumliegen sieht).

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  • Sakomo
    antwortet
    Nadine, sicher ist in der natürlichen Nahrung Zink enthalten.

    Lös Dich mal vom Fertigfutter. Damit habe ich persönlich wirklich schon lange rein gar nichts mehr am Hut (noch nicht einmal als Leckerli unterwegs und auch nicht im Urlaub).

    Klar wird es sicher viele Hunde geben und gegeben haben, die unter einem sogar massiven Zinkmangel leiden (auch beim Fertigfutter). Nicht umsonst sind so viele nicht mit diesem oder jedem Futter zufrieden und der Hund schaut auch nicht gut aus. Ich gehe aber nicht davon aus, daß es früher überhaupt jemanden interessiert hätte und daß es jemand zu ändern gewußt hätte als es noch Gemüseschalen und dergleichen für den Hund gab, wobei ... die Schlachtabfälle, die vor Ort frisch anfielen, sicherlich von hohem Wert waren in der damaligen Hundeernährung (mehr als unser K3-Fleisch heute).

    Das mit dem Kotfressen ist allseits bekannt, daß das sehr, sehr viele Hunde möchten und anziehend finden und durch Erziehung daran gehindert werden. Eigentlich ist es für die Hunde aber doch ein ganz normales Verhalten ... heute und damals, das allerdings in das enge Zusammenleben mit dem Menschen nicht ganz passt. Vielleicht kann der Mensch noch mit Kaninchenknödeln leben, mit Kot von Allesfressern dann aber nicht mehr. Meistens wird es aber generell verboten unter dem Grundsatz "draußen wird nichts vom Boden aufgenommen", oder? Und auf dem Bauernhof lebende Hunde stehen sicher nicht unter Dauerbeobachtung, oder? Und wer nicht will, der hat vielleicht schon.

    Ich bin übrigens ja selber Frischfütterer und ich will auch nichts mies reden, aber ich möchte auch nichts schön reden, denn davon haben die Hunde zumindest nichts.

    Nun denn ... ich denke, es ist schon viel zu dem Thema gesagt. Irgendwann erschöpft es sich auch ...

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von Sakomo Beitrag anzeigen
    Juppi, die Sache hat nur einen Haken: eine 100 %ige Verwertung nützt dem Hund nur etwas, wenn auch genügend Zink zum Verwerten da ist.
    Warum soll nicht genug Zink in der natürlichen Nahrung enthalten sein?

    Milliarden von Hunden hätten noch vor ein paar Jahrzehnten dauernd zu wenig Zink gehabt. Und in Ostdeutschland gab es bis zur Wende überhaupt kein Fertigfutter und Mineralstoffmischungen bekam auch nicht jeder Hund. Dann wären wirklich sehr viele Hunde massiv unterversorgt gewesen, denn mit normalem Fleisch, etwas Gemüse und ein paar Haferflocken deckt man nur 50 % des Bedarfs.

    Müssten Hunde mit Zinkmangel nicht auch versucht sein, z. B. ständig Kot zu fressen, wenn sie zu wenig Zink im Futter haben? Mein letzter Hund lebte mit mir und den Pferden zusammen auf einem Bauernhof. Er hätte z. B. immer Pferdemist fressen können. Hat er aber nicht. Jedenfalls nicht oft. Das war ziemlich selten der Fall.

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  • Sakomo
    antwortet
    Zitat von juppi01 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ...

    Dabei lässt du jetzt aber einen ganz wichtigen Faktor weg, nämlich dass auch die Versorgungslage des Körpers und die zugeführte Zinkmenge eine Rolle spielen.

    Davon schrieb ich schon weiter vorne, die absorbierte Menge steigt und fällt mit der zugeführten Menge und ist auch abhängig von der generellen Versorgungslage.
    Vereinfacht:
    Je mehr du gibst, desto weniger wird absorbiert, je weniger du gibst, desto mehr wird absorbiert.
    Je mehr der Körper braucht, desto mehr holt er sich aus der Nahrung, desto weniger er braucht, desto mehr gibt er wieder ab.
    Und somit gab es durchaus Studien, in denen fast bis zu 100% des Zinks absorbiert wurden.

    "So stieg beispielsweise bei einer Zufuhr von 5mg/Tag die Absorption nach einer Adaptionsphase von 4 Wochen von 49% auf 70% an. (Hunt et al. 2008). Bei noch geringerer Zufuhr wurden Absorptionsraten von bis zu 90% berichtet (Krebs 2000, Lönnerdal 2000). Umgekehrt war bei höhere Zufuhr (11-18mg/Tag) die Absorption niedriger (35-24%) und blieb über die Zeit konstant. (Hunt et al. 2008). Die Erhöhung der Absorptionsrate bei niedriger Zufuhr setzt allerdings voraus, dass Zink im Darmlumen in absorbierbarer (bioverfügbarer) Form vorliegt."
    aus:
    Praxishandbuch Nahrungsergänzungsmittel & ergänzende bilanzierte Diäten, 2007
    von E.Meisterernst, E. Loeck, H.F. Erbersdobler
    Kaptitel 4.5, Seite 7

    Juppi, die Sache hat nur einen Haken: eine 100 %ige Verwertung nützt dem Hund nur etwas, wenn auch genügend Zink zum Verwerten da ist.

    Der Körper lernt nicht, Zink zu vermehren, sondern besser zu verwerten, was scheinbar aber auch ein längerer Prozess ist und nicht von heute auf morgen funktioniert. Es wird in Deinem Zitat eine Anpassungsphase von 4 Wochen erwähnt. Das setzt aber eine dauerhaft geringe Zinkzufuhr voraus, an was soll der Körper sich auch sonst anpassen?

    Wenn ich also 10 mg brauche, nur 5 mg kommen rein, bleiben es selbst bei 100 %iger Verwertung nur 5 mg ... da mache ich leider nichts dran.

    Es gibt da ja nun auch keine Speicherreserven, die man mobilisieren könnte (im Gegensatz zu Kalzium, welches aus dem Skelett geholt werden könnte); überschüssiges Zink verlässt den Körper über den Kot.

    Ich war übrigens erstaunt zu lesen, wieviel Zink im Kot und vor allen Dingen auch im Blut enthalten ist. Wildcaniden, die beides fressen in der Natur, haben damit hervorragende Zinklieferanten, die unseren Haushunden in der Regel doch fehlen. Schitte-fressen bleibt bei uns aber trotzdem weiterhin untersagt .

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von juppi01 Beitrag anzeigen
    ABER … rein verallgemeinert gesehen:
    Tue ich mir sehr schwer mit dem Gedanken, dass jede Mahlzeit ausgewogen sein muss … oder Nährstoff X täglich in der richtigen Menge zugeführt werden muss … oder mit Bedarfswerten, die nur mit Zufuhr eines synthetischen Produktes erreicht werden können und nicht mit normaler Kost.
    Richtige Nahrungsmittel sind komplex aufgebaut und bestehen nicht nur aus einem isolierten Nährstoff, sondern noch aus zig anderen Begleitstoffen und unser Körper, oder der hündische Organismus, ist ebenfalls komplex, verfügt über Regelmechanismen und übersteht sogar langfristig einseitige Ernährungsformen oder Hungerperioden ...

    Nimm nur Mal das hier viel umworbene Calcium: Da hat der Körper doch einen perfekten Regulierungsmechanismus …. und solange der Nährstoff regelmäßig in adäquater Menge zugeführt wird, sollte es auch bei „nicht-täglichen“ – Gaben, nicht gleich zum „Systemausfall“ kommen.
    Danke Juppi, Deine Ausführungen beruhigen mich, denn in meinem Plan fehlen ja wie gesagt eigentlich 50 % Zink, trotz viel Fleisch und Samen sowie Bierhefe.

    Und ich denke auch, dass beim Barfen eine Supplementierung bei einem gesunden Hund nicht nötig ist, es sei denn, man lässt Komponenten ganz weg. Wenn man sich so wohler fühlt, OK. Gerade bei Zink kann man da ja nicht so schnell überdosieren.

    Es gibt aber auch andere Nährstoffe, die sehr wohl recht schnell überdosiert werden können und dann auch schädlich sind, z. B. Selen. Da sollte man meiner Meinung aufpassen, was man da alles zufüttert.

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  • Heike/Meggie
    Ein Gast antwortete
    Hallo Juppi,

    ich lese interessiert, was du schreibst und danke dir, dass du das so gut recherchierst und so komplett verständlich rüberbringst.

    Super.

    Ich habe echt was gelernt.
    Das ist GH Niveau vom Feinsten!
    LG Heike

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  • juppi01
    antwortet
    Hallo,

    Ich komme mal kurz vom Wolf und dessen mögliche, wahrscheinliche oder fragwürdige Ernährung …. zurück zum Thema.
    Zitat von Sakomo
    Okay, Phytinsäure ist nicht der einzige Faktor, welcher die Bioverfügbarkeit von Zink mindert. Es gibt noch weitere Faktoren laut einschlägiger Literatur, die die Bioverfügbarkeit von Zink reduzieren.
    Ja natürlich, hat ja auch niemand bestritten. Jeder Nährstoff wird von irgendwas anderem beeinflusst und alles kann, als extrem überhöhter Einzelstoff, zu einer Störung im System führen.
    Aber die normalen Interaktionen der Nährstoffe untereinander (einfach weil man nun Mal Lebensmittel und keine isolierten Einzelstoffe füttert) werden bei der Bedarfswertgestaltung ja mit berechnet (Stichwort: Sicherheitszuschlag) und ein darüber hinaus gehendes Problem, also stark überzogene Fütterung eines bestimmten Nährstoffes, sehe ich in meiner Fütterung nicht und auch bei den generellen Barfempfehlungen nicht.
    Zitat von Sakomo
    (…)

    Geben wir mal rein theoretisch heute „Hühnerbrust (ohne Knochen) mit Möhrenmus“ und rechnen wir Zink mal nach, weil es soviel Spaß macht:

    (…)

    … macht in der Summe 5,38 mg Zink

    Wenn wir nun eine 100 %ige Bioverfügbarkeit (die es bei Zink nicht gibt!!!) annehmen, würden wir die Bedarfszahl von 1 mg Zn/kg KW entsprechend reduzieren auf: 0,25 mg Zn/kg KW … das hieße wir bräuchten 5,75 mg für einen 23 kg Hund, haben wir hier in dieser Mahlzeit aber nicht, selbst bei der völlig utopisch angenommenen Bioverfügbarkeit von 100 % bei Zink.
    Dabei lässt du jetzt aber einen ganz wichtigen Faktor weg, nämlich dass auch die Versorgungslage des Körpers und die zugeführte Zinkmenge eine Rolle spielen.

    Davon schrieb ich schon weiter vorne, die absorbierte Menge steigt und fällt mit der zugeführten Menge und ist auch abhängig von der generellen Versorgungslage.
    Vereinfacht:
    Je mehr du gibst, desto weniger wird absorbiert, je weniger du gibst, desto mehr wird absorbiert.
    Je mehr der Körper braucht, desto mehr holt er sich aus der Nahrung, desto weniger er braucht, desto mehr gibt er wieder ab.
    Und somit gab es durchaus Studien, in denen fast bis zu 100% des Zinks absorbiert wurden.

    "So stieg beispielsweise bei einer Zufuhr von 5mg/Tag die Absorption nach einer Adaptionsphase von 4 Wochen von 49% auf 70% an. (Hunt et al. 2008). Bei noch geringerer Zufuhr wurden Absorptionsraten von bis zu 90% berichtet (Krebs 2000, Lönnerdal 2000). Umgekehrt war bei höhere Zufuhr (11-18mg/Tag) die Absorption niedriger (35-24%) und blieb über die Zeit konstant. (Hunt et al. 2008). Die Erhöhung der Absorptionsrate bei niedriger Zufuhr setzt allerdings voraus, dass Zink im Darmlumen in absorbierbarer (bioverfügbarer) Form vorliegt."
    aus:
    Praxishandbuch Nahrungsergänzungsmittel & ergänzende bilanzierte Diäten, 2007
    von E.Meisterernst, E. Loeck, H.F. Erbersdobler
    Kaptitel 4.5, Seite 7


    Das sind nun Dinge, die man nicht wirklich berechnet kann, in den Humanbedarfswert fließen diese Überlegungen aber wohl mit ein.
    Zitat von Sakomo
    wenn der Hund unter "zinkfreundlichen" Bedingungen 50 % des Zinks verwerten könnte, dann bräuchte er in Bezug auf die Zahlen nach Meyer/Zentek und anderen auch nur halb so viel Zink, da diese Zahlen auf einer 25%-Verwertung basieren. So verstehe ich das zumindes.
    Jepp. 50-60% des (normalen NRC-Bedarfes) sind meistens kein Problem.
    Und diese abgesenkten Bedarfswerte erreiche ich, bei meinem groben Fütterungsgerüst, alleine schon durch die tierischen Nahrungsbestandteile.
    Nüsse und Samen kommen auch noch dazu, und enthalten auch noch reichlich Zink, aber natürlich auch wieder ein paar störende Stoffe.
    Zitat von Sakomo
    Ich denke, Barf bedeutet NICHT automatisch einen Zinkmangel … ich behaupte aber, daß es an manchen Tagen eine Unterversorgung geben kann. Entweder man lebt dann mit dem so schön von Dir beschriebenen „Regelwerk des Körpers“ oder man fügt Ergänzendes zu. Das wiederum steht und fällt mit der Einstellung und Sichtweise und auch dem Bauchgefühl des Menschen und aber auch mit seiner Beeinflussung durch Andere.
    Klar, jeder muss da seinen Weg finden. Hier geht es ja auch nicht ums Recht haben, oder zwingendes Überzeugen. Es macht einfach nur Spaß unterschiedliche Ansichten zu diskutieren und dabei eventuell auch seinen eigenen Standpunkt nochmals zu überdenken.
    Und ich habe ja schon erwähnt, dass gewisse Umstände immer dazu führen können, dass eine Ergänzung sogar nötig wird, dass hat mir auch diese Diskussion nochmals vor Augen geführt. Dafür Danke.
    ABER … rein verallgemeinert gesehen:
    Tue ich mir sehr schwer mit dem Gedanken, dass jede Mahlzeit ausgewogen sein muss … oder Nährstoff X täglich in der richtigen Menge zugeführt werden muss … oder mit Bedarfswerten, die nur mit Zufuhr eines synthetischen Produktes erreicht werden können und nicht mit normaler Kost.
    Richtige Nahrungsmittel sind komplex aufgebaut und bestehen nicht nur aus einem isolierten Nährstoff, sondern noch aus zig anderen Begleitstoffen und unser Körper, oder der hündische Organismus, ist ebenfalls komplex, verfügt über Regelmechanismen und übersteht sogar langfristig einseitige Ernährungsformen oder Hungerperioden ...

    Nimm nur Mal das hier viel umworbene Calcium: Da hat der Körper doch einen perfekten Regulierungsmechanismus …. und solange der Nährstoff regelmäßig in adäquater Menge zugeführt wird, sollte es auch bei „nicht-täglichen“ – Gaben, nicht gleich zum „Systemausfall“ kommen.

    Aber jeder der sich mit täglichen Gaben wohler fühlt, egal an welchem Stoff, oder auch mit Supplementen (solange sie im Rahmen bleiben und nicht wahllos gegeben werden), soll es so machen.
    Wenn Frauchen damit beruhigt ist und es Hundi schmeckt und gut geht, ist doch alles ok. Egal, was nun richtiger ist ...

    LG Juppi

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