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...mein alter Hund

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    #61
    Hallo Ihr Lieben
    ich weiß, wie es euch geht.
    Racker ist nächste Woche ein Jahr tot, und wir haben ihn nicht loslassen könn. Die ganze Zeit ging es uns sehr dreckig, bis ich mit einer TK gesprochen habe,bzw. mit dreien, die uns alle sagten, wir möchten ihn loslassen, er könnte sonst nicht ins Licht. Danach ging es mir besser. Der Schmerz ist immer noch da, aber ich weiß jetzt, dass es ihm gut geht.Ich habe sein Bild als Computerbild und so spreche ich dauernd mit ihm. Ich fühle, dass er noch bei uns ist, und auf seinem Grab und auch bei mir drinnen brennt jeden Tag eine Kerze für ihn.
    Ich wünsche euch auch viel Kraft!
    Liebe Grüße Margot

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      #62
      Hallo Karma,

      ich kann Dich gut verstehen und ich denke,so wie Du Tina beschreibst,kennst Du sie wirklich sehr gut.
      Vor einiger Zeit gab es hier mal einen Beitrag in der Rubrik Regenbogenbrücke (nur für Mitglieder) - der mich sehr bewegt hat.
      Da ging es auch um einen sehr kranken Hund,der nichts mehr zu sich genommen hat ,und dem es auch dementsprechend ging - aber für seine Besitzerin ich sage mal noch das Leuchten in den Augen hatte.
      Diese hat auch genau erklärt,wie das ist,wenn ein Körper stibt,was da so passiert.
      Und sie hat mit diesem Hund,die letzten Tage,die er hatte ,bewußt, zusammen verbracht.
      Ich fand das beeindruckend - aber wie gesagt,der Hund hatte keine Schmerzen,er wurde nur jeden Tag etwas weniger und ist dann ruhig eingeschlafen.

      Vielleicht kann ja das eine oder andere Mitglied hier sich auch erinnern,an diesen Beitrag ("Unser Weg "? - ich find ihn nicht mehr !!

      So schön wie es ist,das es für Tiere die Möglichkeit des "Einschlafens" durch den TA gibt - umso mehr sind wir Besitzer in der Pflicht dieses auch genau abzuwägen.

      Aber ich weiß auch,wie schwer das ist,diesem Leiden zuzusehen und wie schwer es ist,da einen klaren Kopf zu behalten - eigentlich unmöglich !!

      Ich will Dir nur sagen,das ich in Gedanken bei Dir und Deiner Tina bin und hoffe,das es ihr so geht wie dem Hund von dem ich gelesen habe.

      Manno,es ist sicher so schwer für Dich ................

      Einfach liebe Grüße

      Anett (Saxana)

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        #63
        es ist zu ende
        gestern war ein schlimmer tag, sie bekam trotz schmerzspritze, die ich schon früh gab und dann noch schmerzsaft, immer stärkere zuckungen
        am kopf und über den ganzen körper. ich dachte, wenn das schmerzen sind als auslöser, dann geht es einfach nicht mehr.
        wir haben also die tierärztin angerufen und gefragt, ob sie nicht am abend kommen kann anstelle von heute. sie kam so gg 19 uhr und der ablauf war sehr schonend und besser hätte es nicht laufen können.
        sie bekam eine schlafspritze und hat die tierärztin nicht gesehen und wir kraulten sie sehr während der spritze. höhren konnte sie eh nichts mehr.
        und als sie eingeschlafen war, dann erst die braunüle ins bein und das
        mittel, das den atemstillstand bewirkt. es ging ganz schnell und sie
        war gestern den ganzen tag keine sekunde allein.
        "geschlafen" hat sie neben meinem bett die ganze nacht. und heute erst
        schweren herzens beerdigung.

        die tierärztin meinte, sie sei mit sicherheit schon im nierenversagen
        gewesen und die krämpfe seien durch diese harnpflichtigen substanzen
        im blut versursacht worden.
        zu altinsulin fragte ich sie, aber sie konnte da nichts zu sagen.
        ob das schonender sei oder nicht. diese art kenne sie nur aus krimis,
        weil ein suizid mit insulin kaum nachweisbar sei im anschluss.

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          #64
          Es tut mir so leid um dein Mädchen.
          Wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Aber du hast alles richtig gemacht und in ihrem Sinne gehandelt. Tina hat ein langes gutes Leben gehabt bei dir und nun einen sanften Tod, der sie von ihren Schmerzen erlöst hat.

          Gute Reise, Tina, hab ein gutes Ankommen auf der anderen Seite.

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            #65
            so, jetzt ist die tina unter vielen tränen beerdigt.
            direkt an unserer terasse und in ihrem fahrrad-körbchen und
            mit ihrem lieblings-stoffhund.
            es tut schrecklich weh.
            und ich hoffe, es gibt ein jenseits und all unsere süßen warten dort
            auf uns.
            gibt ja solch ein alter indianerglaube, nach dem das so sein soll.
            dass die tiere an der pforte warten und uns dann ins jenseits geleiten.

            ich vermisse sie schrecklich und seh sie in jeder ecke und denk
            ständig, sie ist hinter mir. es fehlt was

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              #66
              Die Regenbogenbrücke
              Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
              Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
              Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.
              Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
              geht es zu diesem wunderschönen Ort.
              Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken,
              und es ist warmes schönes Frühlingswetter.
              Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
              Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
              Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
              Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
              die sie auf der Erde so geliebt haben.
              So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
              bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
              Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
              Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
              Die Füße tragen es schneller und schneller.
              Es hat Dich gesehen.
              Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen,
              nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.
              Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder,
              und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres,
              das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
              aber nie aus Deinem Herzen.
              Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
              und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...

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                #67
                <p>Da ich mich seit Jahren schon mit der Tierkommunikation beschäftige, kann ich Dir nur sagen, daß es ganz sicher ein &quot;Danach&quot; gibt.</p> <p>Auch wenn Dich dies vielleicht momentan nicht wirklich trösten kann, denn natürlich fehlt einem einfach die körperliche Anwesenheit. Die Seele aber lebt für immer und manchmal kommen sie sogar nach einiger Zeit wieder zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Ganz liebe Grüße</p> <p>Sabine</p>

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                  #68
                  Komisch wollte noch was ändern, ging aber nicht. Ich und Internet

                  Das Gefühl, daß Du hast, daß sie noch bei Dir ist, kann daher rühren, daß ihre Seele wirklich noch ein wenig verweilt und erst später ihre Reise antritt. Wichtig ist für sie, daß Du sie losläßt, sie in Liebe gehen läßt. Sprich einfach mit ihr, in Gedanken oder laut. Sie wird Dich hören.


                  Sabine

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                    #69
                    hi nisha

                    vielen, vielen dank !!!!!

                    ich hatte das schonmal vor längerer zeit gelesen und es war mir
                    abhanden gekommen.

                    bin dir wirklich dankbar, daß du das hier reingestellt hast.

                    es hilft mir jetzt wirklich etwas.

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                      #70
                      meine seele weint.

                      meine seele weint.
                      nun ist der tod meines hundes schon fast 2 monate her. ich habe so viel gearbeitet und mich ausgiebig überanstrengt. nun war ich eine woche krank und ALLES KAM HOCH! jetzt erst habe ich die "muse" zu trauern.

                      ich vermisse ihn!

                      und ja- so wie ihr das auch beschrieben habt: es ist, als sei ein ganz wichtiger teil von mir selbst gestorben.

                      ich weiß gar nicht, ob ich erzählt hatte wie es zu ende ging...er beschloss zu sterben. und das ist es eigentlich auch schon.
                      er beshcloss zu sterben und hörte auf zu essen. dann zu trinken. dann haben wir auf diese ruhige weise 3 tage auf den tod gewartet. haben gekuschelt und geschmust und irgendwann war er schon auf dem weg.

                      ich zündete am abend vor seinem tod eine sturmkerze an. foxi lag auf meinem bauch auf dem sofa und hob immer wieder seinen kopf und schuate zur kerze- als würde er sie im auge behalten um zu wissen, wann sein licht erlüscht. irgendwann war sie aus und ich wunderte mich, wenn er wieder sein köpfchen rekte. als ich ins bett gehen wollte sah ich, dass die kerze ga nicht erloschen war. sie brannte noch eine weile.

                      meine schwester und ihr freund kamen noch vorbei zum abschied nehmen. er schaute nicht auf, aber sein kleines schwänzchen wedelte, als sei es noch so voller leben und liebe wie in jungen jahren.
                      wir redeten über ihn- er lag nur da ohne regung- ganz ruhig atmete er vor sich hin während ich ihn streichelte. die anderen glaubten er könne sich nochmal aufrappeln. ich aber wusste, dass er starb.

                      alssie gegangen waren erlosch die kerze irgendwann.
                      wir kuschelten uns ins bett und er begann zu erbrechen. ich gab ihm rescuetropfen und er beruhigte sich.

                      das war aber das einzige was er nahm- von anderen mittelchen wollte er nichts wissen!

                      amnächsten morgen bewegte er sich kaum noch. bald reagierte er auch nicht mehr auf mich- ich merkte, dass es nun ganz allein sein weg sei.
                      ich legte mich müde von der nacht mit meinem bettzeug neben sein körbchen, ließ immer und wieder eine "heilmeditation" vom band laufen (die auch beim sterben helfen soll) und streichelte ihn behutsam. ich redete ihm gut zu und beschwor ihn loslassen zu dürfen.

                      irgendwann fing er an zu hecheln und ich rief die heilpraktikerin an. ich hatte sorge, dass er schmerzen haben könnte.
                      sie erklärte mir, dass das überflüssige energie sei, die er noch loswerden müsse vorm sterben. und fragte mich, ob ich mir vorstellen könne einen spaziergang zu machen und ihn alleine zu lassen. das konnte ich auf keinen fall! also empfahl si emir, wohlwissend über dieses kuscheln von uns, ihn auf meinen bauch zu legen. ich beendete das telefonat, bereitete das sofa vor, kuschelte mich ein und nahm ihn mir auf den bauch.

                      dann ging es unglaublich schnell- er hörte auf zu atmen. ich umarmte ihn innig und wiegte ihn in meinen armen noch eine ganze weile nachdem sein körper schon aufgehört hatte zu atmen. ich wollte diese nähe zu ihm und diesen allerletzten gemeinsamen moment zwischen uns beiden festhalten und niemals wieder vergessen können. es war, als würde die zeit zu diesem moment stehen bleiben.

                      irgendwann löste ich mich von ihm. sein kleiner noch warmer körper war ganz und gar schlaff und weich.ich legte ihn behutsam auf den boden und musste ihn im gleichen moment richtig austropfen lassen- alles was er nicht mehr brauchte verabschiedete sich.
                      anschließend wusch ich meinen foxi vorsichtig, trocknete ihn behutsam ab und bettete ihn mit seinem lieblingsfell in sein körbchen.

                      meine schwester kam bald vorbei und wir hielten totenwache. aßen, erzählten, gedachten, weinten, schwiegen, lachten.

                      die nacht verbrachte ich wie viele kommende auf der couch vor seinem körbchen.

                      am nächsten morgen machte ich einen spaziergang- der frühling war gekommen- so wie ich es mir gewünscht hatte- er hatte das ende des kalten winters noch miterleben dürfen. nun strahlte die sonne und ich lief unsere route im park wie benommen, wie nahc einem anstrengenden marathon.

                      begraben konnte ich ihn nicht. als wir auf dem privatgelände von freunden schon die hälfte des notwendigen loches ausgehoben hatten hielt ich inne. das konnte ich nicht- ich wollte ihn nicht der erde und den würmern darin übergeben.

                      so fuhren wir zu einem tierbestattungsunternehmen. nahmen abschied und ließen ihn dort zurück. einfahc war es nicht- aber sein körper veränderte sich schon. seine augen fielen ein, sein kleiner drahtiger körper wirkte knochig- seine pfötchen waren kalt und starr. seine seele hatte aufgehört diesen wunderschönen körper zu bewohnen und das was dort noch lag war eine fremde leb-lose hülle meines geliebten hundes.

                      es ist nun schon fast 2 monate her, dass mein hund aufgehört hat zu atmen. in meiner wohnung brennt tag ein tag aus seit diesem tag ein licht- die gleiche flamme seit diesem tag.

                      gestern, am 1.mai habe ich das erste mal wieder musik in meiner umgebung zulassen können. "halt dich an deiner liebe fest" von rio reiser.
                      das hat mich wahnsinnig bewegt.

                      heute beginne ich den sinn in dem abschluss dieses lebensabschnittes zu erkennen. und ch habe das gefühl, als würde sich mein leben eben genau jetzt zum umdenken zwingen, als rüttele dieser verlust mich wach und zwinge mich zu handlungen und zur überprüfung meines lebens.
                      ich verbringe nun also ein kleines weilchen meine zeit nur mit mir.
                      und in diesemmoment, wo ich mir dieser neuen zeit bewusst geworden bin, da mache ich mich schon bereit für die wiederkehr meines hundes zu mir.

                      als sei sein tod ganz allein eine reinigung, ein moment der regeneration.
                      manche mögen das vielleicht für irre oder verrückt halten, ich aber weiß, dass unsere seelen zusammengehören und sie wieder zurück zu einander finden werden.

                      in ewiger liebe und verbundenheit!

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                        #71
                        Hallo,
                        sehr schön hast Du geschrieben, vielen Dank! Mehr fällt mir dazu momentan nicht ein...

                        LG
                        Rita

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                          #72
                          Liebe Ejtna,

                          deine Worte berühren mich sehr. Ich muss sie immer wieder lesen. Du und dein wunderbarer Hund, ihr gehört zusammen, und er wird wieder zu dir finden. Du hast sein Sterben so unendlich tapfer begleitet und ihm damit ein so großes Geschenk gemacht.
                          Ich umarme dich unbekannterweise und wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit. Du bist nicht allein, auch wenn es sich im Moment so anfühlt.

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                            #73
                            Liebe Ejtna,

                            es hat mich sehr berührt, wie Du über Euren Abschied schreibst...
                            Und jedesmal wenn ich mit einem von Euch weine, dann sind auch Tränen um Zongo dabei...

                            Ich drück Dich mal ganz fest!

                            LG,
                            Ruth-mit Zongo für immer im Herzen und Anton auf der Couch
                            "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Vaclav Havel

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                              #74
                              Zitat von katharina Beitrag anzeigen
                              Du und dein wunderbarer Hund, ihr gehört zusammen, und er wird wieder zu dir finden. Du hast sein Sterben so unendlich tapfer begleitet und ihm damit ein so großes Geschenk gemacht.
                              Ich umarme dich unbekannterweise und wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit. Du bist nicht allein, auch wenn es sich im Moment so anfühlt.
                              Dem kann ich mich mit Tränen in den Augen nur anschließen !!!
                              Grüße von Inga, Legasthenikerin ! mit dem kleinen frechen Sonnenschein Felix und mit viel Liebe im Herzen für die wundervolle Jana, Opi Igor und den anderen Geliebten die schon gegangen sind.

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                                #75
                                Zitat von Ejtna Beitrag anzeigen
                                meine seele weint.
                                nun ist der tod meines hundes schon fast 2 monate her. ich habe so viel gearbeitet und mich ausgiebig überanstrengt. nun war ich eine woche krank und ALLES KAM HOCH! jetzt erst habe ich die "muse" zu trauern.

                                ich vermisse ihn!

                                und ja- so wie ihr das auch beschrieben habt: es ist, als sei ein ganz wichtiger teil von mir selbst gestorben.

                                ich weiß gar nicht, ob ich erzählt hatte wie es zu ende ging...er beschloss zu sterben. und das ist es eigentlich auch schon.
                                er beshcloss zu sterben und hörte auf zu essen. dann zu trinken. dann haben wir auf diese ruhige weise 3 tage auf den tod gewartet. haben gekuschelt und geschmust und irgendwann war er schon auf dem weg.

                                ich zündete am abend vor seinem tod eine sturmkerze an. foxi lag auf meinem bauch auf dem sofa und hob immer wieder seinen kopf und schuate zur kerze- als würde er sie im auge behalten um zu wissen, wann sein licht erlüscht. irgendwann war sie aus und ich wunderte mich, wenn er wieder sein köpfchen rekte. als ich ins bett gehen wollte sah ich, dass die kerze ga nicht erloschen war. sie brannte noch eine weile.

                                meine schwester und ihr freund kamen noch vorbei zum abschied nehmen. er schaute nicht auf, aber sein kleines schwänzchen wedelte, als sei es noch so voller leben und liebe wie in jungen jahren.
                                wir redeten über ihn- er lag nur da ohne regung- ganz ruhig atmete er vor sich hin während ich ihn streichelte. die anderen glaubten er könne sich nochmal aufrappeln. ich aber wusste, dass er starb.

                                alssie gegangen waren erlosch die kerze irgendwann.
                                wir kuschelten uns ins bett und er begann zu erbrechen. ich gab ihm rescuetropfen und er beruhigte sich.

                                das war aber das einzige was er nahm- von anderen mittelchen wollte er nichts wissen!

                                amnächsten morgen bewegte er sich kaum noch. bald reagierte er auch nicht mehr auf mich- ich merkte, dass es nun ganz allein sein weg sei.
                                ich legte mich müde von der nacht mit meinem bettzeug neben sein körbchen, ließ immer und wieder eine "heilmeditation" vom band laufen (die auch beim sterben helfen soll) und streichelte ihn behutsam. ich redete ihm gut zu und beschwor ihn loslassen zu dürfen.

                                irgendwann fing er an zu hecheln und ich rief die heilpraktikerin an. ich hatte sorge, dass er schmerzen haben könnte.
                                sie erklärte mir, dass das überflüssige energie sei, die er noch loswerden müsse vorm sterben. und fragte mich, ob ich mir vorstellen könne einen spaziergang zu machen und ihn alleine zu lassen. das konnte ich auf keinen fall! also empfahl si emir, wohlwissend über dieses kuscheln von uns, ihn auf meinen bauch zu legen. ich beendete das telefonat, bereitete das sofa vor, kuschelte mich ein und nahm ihn mir auf den bauch.

                                dann ging es unglaublich schnell- er hörte auf zu atmen. ich umarmte ihn innig und wiegte ihn in meinen armen noch eine ganze weile nachdem sein körper schon aufgehört hatte zu atmen. ich wollte diese nähe zu ihm und diesen allerletzten gemeinsamen moment zwischen uns beiden festhalten und niemals wieder vergessen können. es war, als würde die zeit zu diesem moment stehen bleiben.

                                irgendwann löste ich mich von ihm. sein kleiner noch warmer körper war ganz und gar schlaff und weich.ich legte ihn behutsam auf den boden und musste ihn im gleichen moment richtig austropfen lassen- alles was er nicht mehr brauchte verabschiedete sich.
                                anschließend wusch ich meinen foxi vorsichtig, trocknete ihn behutsam ab und bettete ihn mit seinem lieblingsfell in sein körbchen.

                                meine schwester kam bald vorbei und wir hielten totenwache. aßen, erzählten, gedachten, weinten, schwiegen, lachten.

                                die nacht verbrachte ich wie viele kommende auf der couch vor seinem körbchen.

                                am nächsten morgen machte ich einen spaziergang- der frühling war gekommen- so wie ich es mir gewünscht hatte- er hatte das ende des kalten winters noch miterleben dürfen. nun strahlte die sonne und ich lief unsere route im park wie benommen, wie nahc einem anstrengenden marathon.

                                begraben konnte ich ihn nicht. als wir auf dem privatgelände von freunden schon die hälfte des notwendigen loches ausgehoben hatten hielt ich inne. das konnte ich nicht- ich wollte ihn nicht der erde und den würmern darin übergeben.

                                so fuhren wir zu einem tierbestattungsunternehmen. nahmen abschied und ließen ihn dort zurück. einfahc war es nicht- aber sein körper veränderte sich schon. seine augen fielen ein, sein kleiner drahtiger körper wirkte knochig- seine pfötchen waren kalt und starr. seine seele hatte aufgehört diesen wunderschönen körper zu bewohnen und das was dort noch lag war eine fremde leb-lose hülle meines geliebten hundes.

                                es ist nun schon fast 2 monate her, dass mein hund aufgehört hat zu atmen. in meiner wohnung brennt tag ein tag aus seit diesem tag ein licht- die gleiche flamme seit diesem tag.

                                gestern, am 1.mai habe ich das erste mal wieder musik in meiner umgebung zulassen können. "halt dich an deiner liebe fest" von rio reiser.
                                das hat mich wahnsinnig bewegt.

                                heute beginne ich den sinn in dem abschluss dieses lebensabschnittes zu erkennen. und ch habe das gefühl, als würde sich mein leben eben genau jetzt zum umdenken zwingen, als rüttele dieser verlust mich wach und zwinge mich zu handlungen und zur überprüfung meines lebens.
                                ich verbringe nun also ein kleines weilchen meine zeit nur mit mir.
                                und in diesemmoment, wo ich mir dieser neuen zeit bewusst geworden bin, da mache ich mich schon bereit für die wiederkehr meines hundes zu mir.

                                als sei sein tod ganz allein eine reinigung, ein moment der regeneration.
                                manche mögen das vielleicht für irre oder verrückt halten, ich aber weiß, dass unsere seelen zusammengehören und sie wieder zurück zu einander finden werden.

                                in ewiger liebe und verbundenheit!
                                Hallo Ejtna,

                                das hast du wunderbar erzäht,
                                mir fehlen die Worte,
                                du hast deinen Hund geliebt,

                                ......." ich bin nicht tot,
                                ......ich tausche nur die Räume,
                                ..........ich bin in Euch,
                                .......und geh durch eure Träume "
                                ( von Michelangelo )
                                Grüße aus Baesweiler von Hannes und Johnny
                                Es gibt keine Treue, die nicht schon gebrochen wurde,
                                ausgenommen die, eines wahrhaft treuen Hundes.

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