Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Kastration Hündin

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Sanhestar
    antwortet
    Zitat von Barack Beitrag anzeigen
    Meine Mädels können außerhalb der Stehtage sogar ohne Leine laufen. Sie bieten sich auch nicht jedem Rüden an (was sie, wenn, dann nur in den Stehtagen machen)
    Ditto, mit eventuell Ausnahme der English Hündin. Wobei ich jetzt nicht sagen würde, dass sie sich jedem Rüden anbietet, sie steht nur sehr lange (ca. 2 Wochen), wehrt in dieser Zeit aber auch hier im Rudel den Rüden ab, den sie nicht haben will.

    Die Jungs und Mädels haben sich interessanterweise in Pärchen aufgeteilt, wer, welchen Partner bevorzugen würde.

    Meine erste Hündin - Dalmatiner - wollte jahrelang auch während der Stehtage von keinem Rüden etwas wissen (erst ein kastrierter Rüde, der zu uns in's Rudel kam, wurde dann umworben) und ich konnte beide Hündinnen (noch eine jüngere Halbschwester) während der Stehtage von gut erzogenen Rüden abrufen (sowas habe ich nur mit den Besitzer/Rüdenpaaren zugelassen, wo der Rüde im Gehorsam stand, ansonsten bin ich aus Rücksicht ausgewichen oder habe die zwei angeleint), wobei ich kein längeres "Techtelmechtel" zugelassen habe, sondern immer zügig weitergegangen bin.

    Ich habe auch nie während der Läufigkeit die "Debatte" aufkommen lassen, ob ich von einer Hündin nun weniger Gehorsam/Abrufbarkeit erwarte, als zu normalen Zeiten. Gleiches erwarte ich von den Rüden, vor allem, da alle 4 ja auch an der Herde arbeiten müssen, egal, ob läufig oder an läufigen Hündinnen interessiert.

    Meine Vermutung ist, wenn ich als Hundehalter auf dem Standpunkt stehe, dass eine Hündin z.B. mit einem Kastraten während der Stehtage "mal ein bisschen Spass haben darf", brauche ich mich nicht wundern, wenn sie beim nächsten Mal einen intakten Rüden umwirbt. Behandle ich Läufigkeit als zum Alltag gehörend und erwarte vom Hund, dass er/sie weiterhin seine Aufgaben erfüllt, wird sich dieses unkontrollierte Verhalten weniger zeigen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Sternchen Beitrag anzeigen
    Das trifft auf Hunde nicht zu. Bei Wölfen ist das so. Bei Hunden nicht.
    Sie bezog sich auf ihre Schensihunde...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sternchen
    antwortet
    Zitat von Buschhund Beitrag anzeigen
    im Rudel mit mehreren Tieren deckt nur der ranghöchste Rüde
    nur die ranghohe Hündin wird gedeckt, die Nachwuchshündin zeigt die
    Stehtage nicht an.
    Das trifft auf Hunde nicht zu. Bei Wölfen ist das so. Bei Hunden nicht.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Buschhund Beitrag anzeigen
    Ich sehe die mehrmals im Jahr willigen Hündinnen, die sich ohne Werbung anbieten.
    Meine Mädels können außerhalb der Stehtage sogar ohne Leine laufen. Sie bieten sich auch nicht jedem Rüden an (was sie, wenn, dann nur in den Stehtagen machen)
    Zitat von Buschhund Beitrag anzeigen
    Die Besitzer deren Arme nicht ausreichen um Goldie und Aussie auf auseinander zu halten.
    Das sind aber dann auch Erziehungsprobleme. Ich hab 150kg Irish Wolfhound am Rollstuhl auch unkastriert im Griff.
    Zitat von Buschhund Beitrag anzeigen
    Von liebestollen Rüden umlagerte Häuser, jeder Gassiegang wird zum Spießrutenlauf.
    Und dann die Rüden die meinen kleinen 13kg Macho mal eben abgreifen weil er zu nahe kam.
    Wenn ein Rüde ein fremdes Haus belagert, hat der Besitzer schlicht und ergreifend nicht aufgepasst. Komischerweise hab ich solche Spießrutenläufe in fast 18 Jahren Hündinnenhaltung noch nicht erlebt.
    Wenn sich Rüden untereinander mal angiften, rechtfertigt das keine Kastration. Die meisten Rüden, die andere Rüden angiften und unkontrollierbar werden, sind schlecht sozialisiert und/oder es fehlt die Führung.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Buschhund
    antwortet
    Ich habe ein nicht kastriertes Paar, die sich nicht vermehren weil:

    das sind Schensihunde - beide sind nur im Herbst sexuell aktiv
    die Hündin wird nur 1x im Jahr läufig und das unauffällig
    im Haus duldet sie keine Aufdringlichkeiten des Rüden während der Stehtage
    der Rüde bemüht sich nur an den Stichtagen und akzeptiert die Abwehr
    der Hündin (und akzeptiert ein Nein von mir)
    die Hündin riecht offenbar auf Entfernung für andere Rüden uninteressant
    im Rudel mit mehreren Tieren deckt nur der ranghöchste Rüde
    nur die ranghohe Hündin wird gedeckt, die Nachwuchshündin zeigt die
    Stehtage nicht an.

    Mit 1-2 Wochen im Jahr unkastrierten Rüden ausweichen komme ich gut zurecht!

    ABER: die auf eine hohe Vermehrungsrate selektierten Populärrassen sind mit diesen "Wildlingen" nicht vergleichbar.
    Ich sehe die mehrmals im Jahr willigen Hündinnen, die sich ohne Werbung anbieten.
    Die Besitzer deren Arme nicht ausreichen um Goldie und Aussie auf auseinander zu halten.
    Von liebestollen Rüden umlagerte Häuser, jeder Gassiegang wird zum Spießrutenlauf.
    Und dann die Rüden die meinen kleinen 13kg Macho mal eben abgreifen weil er zu nahe kam.
    Da befürworte ich die Kasrtration, das erspart viel Streß für Mensch und Hund und etliche Mega-Ups-Würfe.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Barack
    Ein Gast antwortete
    @ Sabine: Du hast meine vollste Zustimmung... das Verhalten innerhalb eines Rudels ist schon was ganz anderes als wenn sich die Hunde mal so sehen... mein Rüde interessiert sich für läufige Hündinnen außerhalb des Rudels nur in den Stehtagen und auch da ist er voll kontrollierbar... bei anderen wird mal kurz hingeschnüffelt (normale Kommunikation beim Kennenlernen) und dann ist gut...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Karosa
    antwortet
    Ja, ich schreib eher über Kastration ja oder nein für innen und außen!

    Liebe Grüße
    von Karosa

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sanhestar
    antwortet
    Hallo,

    Du beschreibst aber wiederum nicht das Verhalten innerhalb eines intakten Rudels.

    Unsere zwei Rüden sind ausserhalb der Läufigkeit absolut unauffällig, die Hündinnen werden nicht belästigt, Dominanzgebahren hält sich auf ein Minimum, seitdem der "Youngster" aus der Pubertät raus und in seiner Position als Ranghöchster Rüde bestätigt ist. Der Altrüde ist mit Würde zurückgetreten und die beiden Hündinnen zeigen beiden sehr deutlich "wo der Bartel den Moscht holt", sollte denn dann doch mal einer der beiden sich eine minimale Unverschämtheit erlauben.

    Das Verhalten des Rudels als Einheit bei Hundebegegnungen ist ein anderes, als wenn das nun einzelne Hunde wären, darauf muss man sich einstellen. Aber auch hier betrachte ich eher höfliches Verhalten von Seiten meiner Rüden (auch wenn sie alleine unterwegs sind) als ein undifferenziertes Pöbeln oder Hündinnen belästigen.

    Eben aufgrund ihrer Erfahrungen mit läufigen Hündinnen, die ja nach Ende der Stehtage durchaus noch einige Tage weiterhin gut riechen, aber nicht mehr deckbereit sind - und dann dem Rüden SEHR deutlich klar machen, dass sie nicht mehr interessiert sind - lernt ein Rüde im intakten Rudel, nicht immer und immer wieder nachzufragen, sondern schon das erste "ich mag nicht!" einer Hündin zu akzeptieren oder eben charmanter zu werben.

    Auch die Hündinnen werden selbstsicherer.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Karosa
    antwortet
    Keine Ahnung, das wurde nicht differenziert.

    Aber ehrlich, ich finde es toll, wenn das Zusammenleben von unkastrierten und kastrierten Rüden und Hündinnen funktioniert. Ich kenne es nur so in der Form nicht und habe viel eher von Problemen im Zusammenleben gehört.

    Was wirklich noch eine Erfahrung ist, die ich selbst machen durfte, ist das Zusammentreffen in dem Hundeauslauf, den ich zeitweise täglich besuche. Hier treffen vielerlei Hunde in allen Größen und Alterklassen aufeinander, kastrierte und unkastrierte Rüden und Hündinnen. Meistens sind die selben Leute zur selben Tageszeit da, aber auch immer mal jemand anderes.

    Kommt ein unkastrierter Rüde in den Auslauf, so wird er häufig Zielscheibe für Angriffe von kastrierten Rüden. Eigentlich machen die meisten unkastrierten Rüden einen braven Eindruck und werden viel eher Opfer, als dass sie einen Streit offensiv beginnen, aber wenn man genau beobachtet, haben sie einen anderen Habitus, bedrängen andere Rüden und Hündinnen, die Nase immer am After oder Geschlechtsteil, wollen Pfote auf den Rücken des anderen Hundes legen, usw.

    Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Besitzer ihren Hunden so etwas antun, dass diese immer auf die Mütze bekommen. Und warum diese Besitzer immer großen Wert darauf legen, dass ihre unkastrierten Rüden Gesellschaft zu möglichst vielen anderen fremden Hunden haben. Da gibt es sehr häufig Probleme.

    Die unkastrierten Hündinnen haben auch nicht immer Spaß, weil sie häufig einen Rüden an sich hängen haben, den sie abschütteln und wegbeißen müssen. Zeit zum Spielen oder im Sand buddeln haben sie eher selten.

    Liebe Grüße
    von Karosa

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sanhestar
    antwortet
    Zitat von Karosa Beitrag anzeigen
    Außerdem spricht die Vielzahl der Prostatavergrößerungen bei älteren unkastrierten Rüden für sich, was laut vieler Tierärzte darauf zurückzuführen ist, dass ein Sexualleben nicht ausgeführt werden konnte bei gleichzeitig hoher Reizlage durch läufige Hündinnen.
    wie viele dieser Rüden leben/lebten in einem intakten Rudel und wieviele sind Einzelhunde, die keinen Kontakt zu intakten Hündinnen während der Läufigkeit hatten?

    Einen Kommentar schreiben:


  • Karosa
    antwortet
    Ja, doch auch bei diesen Hunden, die rangmäßig nicht zum Deckakt in der Natur mit der Hündin kommen, kommt es heimlich zum Decken einer anderen Hündin.

    Ich finde auch den Vergleich mit wildlebenden Hunden schwierig, weil das meist selektierte zusammenpassende Konstellationen sind, wenn nicht, muss der unterlege Rüde gehen, und das ist bei uns ja eher ausgeschlossen.

    Außerdem spricht die Vielzahl der Prostatavergrößerungen bei älteren unkastrierten Rüden für sich, was laut vieler Tierärzte darauf zurückzuführen ist, dass ein Sexualleben nicht ausgeführt werden konnte bei gleichzeitig hoher Reizlage durch läufige Hündinnen.

    Wie gesagt, unkastrierte Tiere zusammenleben zu lassen auf sehr begrenztem Raum ist nicht unbedingt natürlich und einfach, aber es kann trotzdem funktionieren. Viel öfter aber funktioniert das nicht.

    Liebe Grüße
    von Karosa

    Einen Kommentar schreiben:


  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Sanhestar Beitrag anzeigen
    Männliche Tiere, die diese Form von Zurückhaltung gelernt haben, sind im täglichen Umgang mit Menschen angenehmer und anderen Artgenossen gegenüber im Vorteil, weil es gelernt hat, nicht rein triebgesteuert zu reagieren.
    Das sehe ich an meinem Rüden, der mit Hündinnen aufgewachsen ist und gelernt hat damit umzugehen... der ist total relaxt und nicht bei jeder läufigen Hündin auf 180... im Gegensatz zu seinen Brüdern, die einzeln oder im Rüdenhaushalt aufgewachsen sind...

    und nein, er ist keine Lusche... wenn er will, kann er...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sanhestar
    antwortet
    Zitat von Karosa Beitrag anzeigen
    Sind läufige Hündinnen im Haus, und der Deckakt ist nicht möglich, ist das schon ein Form von Stress, zumal ein Hund nicht weiß, dass nicht nur er nicht zum Deckakt kommt, sondern der andere Rüde auch nicht. Der Fortpflanzungstrieb ist ein sehr starker Trieb, und das Nichtzumzugkommen ist meiner Meinung nach frustrierend.
    Meiner Meinung nach nicht, denn nicht jedes männliche Tier kommt beim Deckakt zum Zuge. Das ist Fakt bei wildlebenden Caniden, bei Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen, und all den anderen Pflanzenfressern auch. Und sicherlich auch noch bei zig anderen Tierarten, die mir jetzt ad hoc nicht einfallen.

    Sexuellen Stress auszuhalten gehört zum Leben eines männlichen Tieres dazu.

    Entweder interveniert ein anderes, ranghöheres, männliches Tier oder das weibliche Tier lehnt ab. Männliche Tiere, die diese Form von Zurückhaltung gelernt haben, sind im täglichen Umgang mit Menschen angenehmer und anderen Artgenossen gegenüber im Vorteil, weil es gelernt hat, nicht rein triebgesteuert zu reagieren.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Karosa Beitrag anzeigen
    Merkwürdig ist bei dieser Frage nur die Rolle des Hundes an sich. Eine solche Diskussion würde bei Katzen- oder Pferdehaltern kaum in dem Maße jemals entfachen können. Da ist Kastration ganz selbstverständlich.
    Wären unsere Katzen keine Freigänger, wären sie auch nicht kastriert... dann hab ich sie ja, wie die Hunde unter Kontrolle... bei den Pferden werden Stuten meines Wissens nach auch nicht kastriert, sondern die Hengste... ist aber auch ein Unterschied, ob ich ein Hengst am Zügel habe oder einen Hund...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Karosa
    antwortet
    Das kann ich nicht wissen, inwieweit es bei Euch zu Stress kommt. Ich weiß nicht, wie lange die Hunde sich kennen, wie sie rangmäßig und räumlich leben. So was kann man pauschal nicht sagen. Ich denke, auch wenn es bei Euch gut funktioniert (wobei die Definition, was "gut" ist, sicherlich auch Ansichtssache wäre), ist das ein glücklicher Umstand, aber sicher nicht die Regel.

    Sind läufige Hündinnen im Haus, und der Deckakt ist nicht möglich, ist das schon ein Form von Stress, zumal ein Hund nicht weiß, dass nicht nur er nicht zum Deckakt kommt, sondern der andere Rüde auch nicht. Der Fortpflanzungstrieb ist ein sehr starker Trieb, und das Nichtzumzugkommen ist meiner Meinung nach frustrierend.

    Bitte fühle Dich nicht persönlich angegriffen, auf einen gemeinsamen Nenner werden die Befürworter und Gegner von Kastration nie kommen, weil es Ansichtssache ist.

    Merkwürdig ist bei dieser Frage nur die Rolle des Hundes an sich. Eine solche Diskussion würde bei Katzen- oder Pferdehaltern kaum in dem Maße jemals entfachen können. Da ist Kastration ganz selbstverständlich.

    Liebe Grüße
    von Karosa

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X