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"Diagnose" Epilepsie... bin unsicher!

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von knoepfle2711 Beitrag anzeigen
    Heute Nacht kam wieder ein Anfall. Vermutlich war sie deshalb schon gestern so gebügelt.
    Ja, ich hatte schon gestern Abend, als ich es las, mit einem Anfall gerechnet.

    Die SD-Werte kannst du jetzt vergessen. Die sind nicht mehr aussagekräftig.

    Wenn du die neuen Blutwerte hast, stell sie bitte ein. Mich interessiert der Verlauf zweier Werte.

    Noch mal: Ich rate zu einer kompletten Herzdiagnostik mit US und Farbdoppler.

    Sollte der Hund weiter krampfen und im Verlauf eines einzigen Tages mehrere Anfälle (in kurzen Abständen) bekommen, musst du - wohl oder übel - Luminal geben.

    Beschreib doch mal die Anfälle.

    Was sagen die im LM-Forum?

    Es eilt mit der Diagnostik!
    Mach auch der neuen TA-Neurologin etwas "Dampf"

    LG

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  • knoepfle2711
    antwortet
    Heute Nacht kam wieder ein Anfall. Vermutlich war sie deshalb schon gestern so gebügelt. Ich muss jetzt wirklich dringend was tun... ich glaube ich warte noch das Blutbild ab. Aber dann ist es wirklich allerhöchste Zeit.
    Hat jemand mit Homöopathie / THP Erfahrungen gemacht? Ich hab echt Angst vor dem Luminal...

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  • knoepfle2711
    antwortet
    So, gestern war ich bei der zweiten Tierärztin, die sich auf Neurologie spezialisiert hat (es ist aber keine reine Neurologin). Sie hat den Hund neurologisch untersucht und noch mal ein Blutbild angefordert mit Schilddrüsenwerten und noch ein paar anderen Zusätzen. Hat mir aber wenig Hoffnung gemacht.
    Ich weiß einfach nicht was los ist, heute war der Hund ne halbe Std. draußen und ist schon wieder praktisch nicht ansprechbar. Sie liegt nur rum, zeigt kaum Leben, will nicht fressen etc.! Der letzte Anfall war vor einer Woche! Ich "hoffe" schon fast auf eine SD-Unterfunktion... Ergebnisse kommen Di oder Mi.

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo,

    das BB ist weitgehend o.k., einzelne Werte sollten im Auge behalten werden. Es ist aber nichts, was mich jetzt beunruhigen würde.

    Schilddrüsenwerte sind nicht dabei.
    Um die Schilddrüse beurteilen zu können brauchst du ein komplettes Profil.
    Dazu würde ich jetzt allerdings nicht raten, weil der Hund Anfälle hatte. Wahrscheinlich tendieren die Werte dadurch nach unten und man kann nicht sagen, ist es eine Unterfunktion oder kommt es von der Epi und den Anfällen.

    Das Reiseprofil ist nicht komplett, hatte ich schon geschrieben.
    Silvia hat auch entsprechende Ergänzungen angeregt.

    die hier aufgeführten Werte des Profils sind, so weit ich es beurteilen kann, aber o.k. - ich jedenfalls kann daraus nichts erkennen, das auf eine MME schließen lässt.
    Das solltest du aber im LM-forum abklären lassen, dort auch Rücksprache wegen der noch nicht abgeklärten Zeckenerkrankungen halten.

    Jetzt müsste noch die Differenzialdiagnostik wegen der Epilepsie gemacht werden.

    LG

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  • seehase
    antwortet
    Hi,

    ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, wenn es jemand schon geschrieben hat, dann sorry für's nochmal schreiben.

    Habe gesehen, dass du aus der Stuttgarter Gegend kommst. Die gehört (soviel ich weiß) noch zum Hochrisikogebiet für Zeckenkrankheiten.

    Daher das Blut unbedingt auf FSME, Anaplasmose und Boreliose testen lassen. Diese Krankheiten können ebenso wie Toxoplasmose Anfälle auslösen.

    Viele Grüße
    Silvia

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  • knoepfle2711
    antwortet
    Sorry, dass das so doof formatiert ist, ich hoffe man kanns einigermaßen lesen. Die Zahlen hinten sind, soweit ich das aus der "Anleitung" verstehe, immer die bedenkenlosen Werte. Deshalb habe ich alles mal rot gemacht, was NICHT im Bereich der guten Werte liegt....

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  • knoepfle2711
    antwortet
    Sehe ich das richtig, dass ich dann gar keine Schilddrüsenwerte habe?
    Habe jetzt mal alles abgetippt; wegen der Reisekrankheiten bin ich schon auf dem Leishmaniose-Forum aktiv.

    Klinische Chemie (photometrisch, ISE)

    a-Amylase 483 <1650
    Lipase 31.1 <300
    Glucose 5.1 3.05-6.1
    Fructosamine 310.8 <374
    Triglyceride 0.50 <3.9
    Cholesterin 3.9 3.1-10.1
    Bilirubin-gesamt 3.2 <3.4
    AP 17 <108
    GLDH 1.7 <6
    g-GT 2.6 <5
    ALT(GPT) 20.3 <55
    AST(GOT) 17.9 <25
    CK 148.0 <90
    Gesamteiweiß 55.9 54-76
    Albumin 38.2 25-44
    Globuline 17.7 25-45
    Harnstoff 6.6 3.3-8.3
    Kreatinin 98.8 36-106
    Phosphat – anorg 1.3 0.7-1.6
    Magnesium 0.7 0.6-1.3
    Calcium 2.5 2.3-3.0
    Natrium 146 140-155
    Kalium 3.9 3.5-5.1
    Na-/K-Quotient 37 >27
    Eisen 31.3 19.7-30.4

    Blutbild (Laserstreulicht-Methode)

    Erythrozyten 6.82 5.5-8.5
    Hämatokrit 0.47 0.44-0.52
    Hämoglobin 166 150-190
    Leukozyten 6.7 6.0-12.0
    Segmentkernige 61 55-75
    Lymphozyten 29 13-30
    Monozyten 2 0-4
    Eosinophile 8 0-6
    Basophile 0 0
    Stabkernige 0 0-4
    Hypochromasie neg. neg.
    Anisozytose neg. neg.
    Thrombozyten 126 150-500

    Differentialblutbild (absolute Zahlen)

    Segmentkernige 4.1 3.0-9.0
    Lymphozyten 1.9 1-3.6
    Monozyten 0.1 0.04-0.5
    Eosinophile 0.5 0.04-0.6
    Basophile 0.0 <0.04
    Stabkernige 0.0 <0.5

    Reiseprofil

    Babesia canis Titer <1:40 <1:40
    Erlichia canis Titer <1:40 <1:40
    Leishmanien (ELISA) 0.13 LE <0.90
    Heoatozoon canis-PCR negativ
    Knott-Test negativ

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von knoepfle2711 Beitrag anzeigen
    Gerade eben sind die bereits getesteten Blutwerte gekommen. Gemacht wurde offenbar:

    Klinische Chemie (photometrisch), Blutbild (Laserstreulicht-Methode), Differentialblutbild (absolute Zahlen), Reiseprofil - Babesia canis Antikörper, Leishmanien-Antikörper, Hepatozoon canis, Knott-Test (Mikrofilarien)

    Wie sehen Schilddrüsenwerte denn aus bzw. wo liest man sie ab?
    Schilddrüsenwerte
    TSH, ft4, t4, ft3, t3

    Das Reiseprofil ist nicht komplett. Aber melde dich deswegen bitte im Leishmaniose-Forum an.
    Die können das besser beurteilen.
    Lass noch die Elektrophorese-Kurve nachfordern.

    Und dann muss die Ausschlussdiagnostik für die Epilepsie gemacht werden. Ich würde auch das Herz untersuchen lassen.

    LG

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  • knoepfle2711
    antwortet
    Gerade eben sind die bereits getesteten Blutwerte gekommen. Gemacht wurde offenbar:

    Klinische Chemie (photometrisch), Blutbild (Laserstreulicht-Methode), Differentialblutbild (absolute Zahlen), Reiseprofil - Babesia canis Antikörper, Leishmanien-Antikörper, Hepatozoon canis, Knott-Test (Mikrofilarien)

    Wie sehen Schilddrüsenwerte denn aus bzw. wo liest man sie ab?

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  • Nora&Steffi
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Ich habe es in der PRAXIS noch NIE erlebt, dass ein Anfall mit Diazepam rektal unterbrochen werden konnte, und ich habe sehr viel Praxis
    Diazepam wirkt auf den kommenden Anfall, kann diesen evtl. verhindern oder abschwächen. Im Status wird anders therapiert - auch bei schweren Serien!
    So meine PRAKTISCHE Erfahrung, in den Lehrbüchern mag es anders stehen.
    Ich rede auch aus praktischer Erfahrung. Es geht v.a. darum, den Anfall soweit zu unterbrechen, dass man einen Zugang legen kann.

    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    EEG
    Wenn du dir "hast sagen lassen" wie es beim Menschen ist, dann "lass dir" doch auch die Unterschiede beim EEG "sagen" und worauf es bei Epilepsie ankommt
    Vielleicht haette ich es anders ausdruecken sollen: eine Fachaerztin hat mir erklaert, dass man 30 min still halten muss, damit es zu keinen Artefakten kommt.

    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    EEG kann auch eine Weile - also nicht nur direkt nach einem Anfall gemacht werden. Ich glaube nicht, dass das beim Hund anders ist
    Ich weiss nur, was unsere Neurologen sagen. Und die betonen immer wieder, dass beim EEG das Problem ist, dass es waehrend des Anfalls gemacht werden muesste.

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von Theolino Beitrag anzeigen
    Anna
    ich kenne das bei Kindern auch: Krampfunterbrechung mit Diazepam Rektiole....
    mag sein. ICH habe es in der Praxis noch nie erlebt, musste immer zu einem anderen Medikament greifen, um Serien und Status zu unterbrechen.

    Mittlerweile nehme ich Diazepam zur Serienunterbrechung erst gar nicht mehr, sondern gleich etwas anderes.

    Will aber keine akademische Diskussion auslösen, zumal ich nicht viel schreiben kann, aber mlüsste, um das alles richtig zu erklären.

    LG

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  • Theolino
    antwortet
    Anna
    ich kenne das bei Kindern auch: Krampfunterbrechung mit Diazepam Rektiole....

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von Nora&Steffi Beitrag anzeigen
    Das mit der Sedierung ist eh klar. Habe mir sagen lassen, dass es beim Menschen schon schwer genug ist.
    Ok, direkt nach einem Anfall auch. Stimmt natuerlich.


    Wie meinst du das?
    dHallo Steffi,

    wie hier schon geschrieben, kann ich mit gebrochenem Arm nicht viel schreiben.

    Also nur in Stichworten.

    Ich habe es in der PRAXIS noch NIE erlebt, dass ein Anfall mit Diazepam rektal unterbrochen werden konnte, und ich habe sehr viel Praxis
    Diazepam wirkt auf den kommenden Anfall, kann diesen evtl. verhindern oder abschwächen. Im Status wird anders therapiert - auch bei schweren Serien!
    So meine PRAKTISCHE Erfahrung, in den Lehrbüchern mag es anders stehen.

    EEG
    Wenn du dir "hast sagen lassen" wie es beim Menschen ist, dann "lass dir" doch auch die Unterschiede beim EEG "sagen" und worauf es bei Epilepsie ankommt
    EEG kann auch eine Weile - also nicht nur direkt nach einem Anfall gemacht werden. Ich glaube nicht, dass das beim Hund anders ist.


    LG

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  • Nora&Steffi
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Auch nach einem Anfall kann gemessen werden.
    Beim Hund erfolgt zuvor eine Sedierung, weil das EEG sonst zu viele Artefakte zeigt und unbrauchbar ist.
    Das mit der Sedierung ist eh klar. Habe mir sagen lassen, dass es beim Menschen schon schwer genug ist.
    Ok, direkt nach einem Anfall auch. Stimmt natuerlich.

    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Das möchte ich erleben.
    Wie meinst du das?

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von Nora&Steffi Beitrag anzeigen

    Ein EEG bringt NUR etwas, wenn waehrend eines Anfalls gemessen wird. Da man diese Moeglichkeit so gut wie nie hat, kann man es sich sparen.
    Auch nach einem Anfall kann gemessen werden.
    Beim Hund erfolgt zuvor eine Sedierung, weil das EEG sonst zu viele Artefakte zeigt und unbrauchbar ist.

    Ein Hund, der in einem Anfall rein kommt, sollte wie folgt behandelt werden:
    1. Diazepam rektal (der Anfall muss aufhoeren)
    Das möchte ich erleben.

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