Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bub in Wien von Rottweiler gebissen, nachdem er den Hund getreten hatte....

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • brutusfunk
    antwortet
    Hallo,


    Diese Diskussion geht nun schon lange nicht mehr um das ursprüngliche Ereignis und, ganz ehrlich: Erziehungsmethoden für Kinder dürft ihr gerne in den diversen Elternforen im Internet diskutieren.

    Hier in der Gaststube sind wir immer sehr tolerant mit OT-Themen, aber genug ist genug.

    Gruss

    Petra

    Einen Kommentar schreiben:


  • Selkie
    antwortet
    Ich finde schon eigenartig, was für Strafen hier ernsthaft diskutiert werden und sich offensichtlich so hartnäckig durchsetzen. Meine Mutter hat uns schon vor 35 Jahren ohne Ohrfeigen, Hintern versohlen oder Hausarrest erzogen - und die war alles andere als antiautoritär!

    Was bitte soll ein Kind von Fernsehverbot oder Hausarrest lernen?

    Ich habe dann später mal gelernt, daß eine Strafe IMMER eine direkte Verbindung zu dem "Vergehen" haben muß, wenn sie irgendeinen Erfolg haben soll.

    Wenn ich dem Kind, das nach der Herdplatte greift, schnell den Arm wegschubse, dann ist diese Verbindung da.

    Wenn ein Kind aber Stunden oder gar Tage später zu Hause hocken soll, weil es zum xten mal den Müll nicht runtergebracht hat oder jemanden blöd angemacht hat, dann ist da keine Verbindung mehr. Dann sollten sich die Eltern mal Gedanken machen, wie sie eine INHALTLICHE Verbindung schaffen können. Ist anstrengend, klar. Aber NUR DANN können Strafen auch noch eine Weile nach der Tat sinnvoll sein.

    Einfach ist es immer, wenn das "Vergehen" irgendein Chaos hinterläßt - dann muß der Querulant halt selbiges auch wieder beseitigen. Bei den oben genannten ist schon mehr Kreativität gefragt. Und so viel Arbeit sollten sich Eltern mit ihren Kindern auch machen. Den Hausarrest zu überwachen ist nämlich schlußendlich nicht weniger anstrengend.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sofawolf
    antwortet
    Zitat von Quarus2002 Beitrag anzeigen
    ich denke, eine ehrliche, spontane Reaktion auf eine absolut untragbare Handlung, auch wenn es ein impulsiver Klaps ist, wird von Kind und Hund besser verstanden als gewundene, wissenschaftlich unterfütterte Grundsatzerziehungsversuche nach Maßgabe aller möglichen angesagten Erziehungsratgeber.

    Authentizität und Konsequenz ist wichtig, und leider hat der Bub sie offensichtlich zum ersten mal erfahren, als der pädagogisch unbeleckte Rottweiler den kleinen Quälgeist gebissen hat.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Lea2006
    Ein Gast antwortete
    Das es in der Erziehung zig verschiede Meinungen gibt ist glaub ich jedem klar. Und ich glaub auch das vieles mißverstanden werden kann.

    Ich bin ein Scheidungskind.
    Mein Vater war immer , wenn man nicht so funktioniert hat wie er möchte laut und ausfallend geworden. Auch hat man schon mal eine Ohrfeige bekommen.
    Meine Mutter hingegen hat mit uns ganz normal geredet, uns gleichwertig behandelt. Respekt anderen gegenüber kann man nur lernen wenn man von klein auf auch mit Respekt behandelt wird.

    Wenn wir mist gebaut haben ist darüber diskutiert worden warum und wieso man das nicht tun sollte. Nur wenn man immer und immer wieder den gleichen mist gebaut hat dann gab´s halt auch mal Hausarrest und Fernsehverbot oder irgendwas anderes. Und wenn ich deswegen halt an einem Turnier nicht hätte teilnehmen können war ich ja schließlich selber schuld. Hab es ja schließlich oft genug vorher erklärt bekommen.
    Und genau das meinte ich mit " mit Verstand" eingesetzte Strafe. Nicht sofort ohne Vorwahrnung sondern als letztes Mittel.
    Wenn ich zum Beispiel zehn mal zu spät heim kam war halt irgendwann das Faß voll und es gab Hausarrest.
    Wenn Eltern immer nur reden anstatt auch mal zu handeln verlieren sie den Kindern gegenüber irgendwann die Glaubwürdigkeit und auch deren Respekt weil sie sich nicht durchsetzen.

    Denn wenn Eltern es nicht schaffen ihren Kinder ihre Grenzen aufzuzeigen dann werden sie es als Erwachsene auch nie lernen.

    Mir hat das in keinster Weise geschadet und wenn ich jemals Kinder haben werde würde ich es genauso auch tun.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Quarus2002
    antwortet
    Hi,

    ich denke, eine ehrliche, spontane Reaktion auf eine absolut untragbare Handlung, auch wenn es ein impulsiver Klaps ist, wird von Kind und Hund besser verstanden als gewundene, wissenschaftlich unterfütterte Grundsatzerziehungsversuche nach Maßgabe aller möglichen angesagten Erziehungsratgeber.

    Authentizität und Konsequenz ist wichtig, und leider hat der Bub sie offensichtlich zum ersten mal erfahren, als der pädagogisch unbeleckte Rottweiler den kleinen Quälgeist gebissen hat.

    Grüße von Susanne+Claudio

    Einen Kommentar schreiben:


  • Uschi1
    antwortet
    [/QUOTE]
    Irgendein 15 Jähriger lacht sich nen Ast wenn ich mit ihm anfange zu diskutiere warum er die Zigaretten jetzt mal besser nicht zum wiederholten mal geklaut hätte. Oder warum er andere Mitmenschen nicht anpöbeln soll.
    Klar dem versohl ich nicht den Arsch, aber ne Woche Hausarrest oder Fußballverbot ist meiner Meinung voll in Ordnung.[/QUOTE]

    Hallo,

    zu diesem Zeitpunkt ist es schon zu spät. Der wird bloß noch zornig. Im übrigen wird es ihm gelingen, die Strafe zu umgehen.

    Was hat so ein 15-jähriger denn bis dahin gelernt, wenn er Menschen anpöbelt?

    Was hat er vorgelebt bekommen?

    Viele Grüße
    Uschi

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen


    So ein Quatsch. Es gibt Kinder die dürfen gar nicht fernsehen oder Süßes essen. Die haben bestimmt keinen psychischen schaden.
    Deshalb schrieb ich ja, wenn dieses Kind vorher z.B. immer eifrig mitdiskutiert hat......

    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Irgendwelche Konsequenzen muß Kind ( Hund genauso ) zu spüren bekommen wenn mist gebaut wird anders lernen beide nicht was man darf und was nicht.
    Glaub kaum das ein 2 Jähriger versteht das er die Herdplatte nicht anfassen darf wenn ich anfange lange mit ihm zu disutieren, klapps auf die Finger und gut ist.
    Genau das ist nach Doreens Meinung aber Gewalt.....

    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Irgendein 15 Jähriger lacht sich nen Ast wenn ich mit ihm anfange zu diskutiere warum er die Zigaretten jetzt mal besser nicht zum wiederholten mal geklaut hätte. Oder warum er andere Mitmenschen nicht anpöbeln soll.
    Klar dem versohl ich nicht den Arsch, aber ne Woche Hausarrest oder Fußballverbot ist meiner Meinung voll in Ordnung.
    Sicher. Wenn aber beispielsweise das Fußballverbot für 1 Woche nach sich zieht, dass der 15jährige dann auch ins Trainingslager nicht mitdarf oder sowas, dann hat das ziemlich weitreichende Konsequenzen - und das finde ich z.B. schon ganz schön massiv, je nach Schwere des Vergehens.



    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Wenn Hundi nicht hört ist, wie schon geschrieben, ignorieren oder eben nicht belohnen angesagt. Ist doch auch ne Strafe.
    Und eben dieses Ignorieren ist für den Hund eine der härtesten Strafen, die es gibt - vor allem, weil er sie nicht versteht.....

    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Sogar wir Erwachsenen kapieren es nicht ohne Strafen, siehe anschnallen, telefonieren im Auto, rasen drängeln. Kann man noch endlos weiterführen.
    Klar.


    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Wenn die Konsquenz ( Strafe ) mit Verstand gewählt wird glaub ich nicht das sie irgendeinen psychischen Schaden hinterläßt. Hauptsache Fehlverhalten hat Konsequenzen, denn wenn nicht was lernen Kinder daraus?????
    Da hast Du vollkommen recht.
    Was mich nur stört, ist dieses pauschale Verurteilen jeglicher körperlicher Einwirkung.
    Denn gerade mit angeblich gewaltfreien Strafen kann man einem Kind wirklich teilweise massive psychische Schäden antun.
    Wir sind hier im Gästebereich, deshalb möchte ich darauf nicht näher eingehen, aber ich kenne einige Beispiele, wo solche angeblich absolut gewaltfreien Strafen wirklich nen Knacks hinterlassen haben.

    Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass mir die Backpfeife meines Vaters weniger schlimm vorkam als die (körperlich gewaltfreien) Strafen meiner Mutter. Ich habe übrigens noch eine jüngere Schwester, aber wie gesagt, wir sind hier im Gästebereich.....

    Einen Kommentar schreiben:


  • Lea2006
    Ein Gast antwortete
    [QUOTE][Selbst ein Fernsehverbot für einen Abend kann schon Schäden nach sich ziehen, von denen man keine Ahnung hat - wenn z.B. die Kinder sich über die Serie vom Vorabend unterhalten, einer (der sonst immer eifrig mitdiskutiert) aber keine Ahnung hat und die Kiddies den armen Tropf damit hänseln.

    /QUOTE]

    So ein Quatsch. Es gibt Kinder die dürfen gar nicht fernsehen oder Süßes essen. Die haben bestimmt keinen psychischen schaden.

    Irgendwelche Konsequenzen muß Kind ( Hund genauso ) zu spüren bekommen wenn mist gebaut wird anders lernen beide nicht was man darf und was nicht.
    Glaub kaum das ein 2 Jähriger versteht das er die Herdplatte nicht anfassen darf wenn ich anfange lange mit ihm zu disutieren, klapps auf die Finger und gut ist.
    Irgendein 15 Jähriger lacht sich nen Ast wenn ich mit ihm anfange zu diskutiere warum er die Zigaretten jetzt mal besser nicht zum wiederholten mal geklaut hätte. Oder warum er andere Mitmenschen nicht anpöbeln soll.
    Klar dem versohl ich nicht den Arsch, aber ne Woche Hausarrest oder Fußballverbot ist meiner Meinung voll in Ordnung.

    Wenn Hundi nicht hört ist, wie schon geschrieben, ignorieren oder eben nicht belohnen angesagt. Ist doch auch ne Strafe.

    Sogar wir Erwachsenen kapieren es nicht ohne Strafen, siehe anschnallen, telefonieren im Auto, rasen drängeln. Kann man noch endlos weiterführen.

    Wenn die Konsquenz ( Strafe ) mit Verstand gewählt wird glaub ich nicht das sie irgendeinen psychischen Schaden hinterläßt. Hauptsache Fehlverhalten hat Konsequenzen, denn wenn nicht was lernen Kinder daraus?????

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von Chris_Vendee Beitrag anzeigen
    Was ich als die perfideste aller Erziehungsmethoden erachte, da es an Erpressung grenzt. Unsere Köter erziehen wir mit positiver Bestärkung, und bei unseren Kindern setzen wir den Psycho-Bohrer an der empfindlichen Stelle an.
    Chris
    Positive Bestärkung ist der schlimmste Psychoterror, den man sich vorstellen kann - nicht die positive Bestärkung an sich, sondern das Ignorieren unerwünschter Verhaltensweisen, die bei dieser Methode angesagt ist.

    Ignorieren ist für ein soziales Lebewesen wie den Hund das Schlimmste, was man ihm antun kann. Das ist noch schlimmer als z.B. anschreien, denn man verunsichert den Hund damit zutiefst.

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Doreen, ich habe von einem Klaps auf die Finger oder auf den Hintern gesprochen, NICHT von einer Ohrfeige.

    "Auch muss den Menschen klar gemacht werden, dass kleine Kinder schwere körperliche Schäden davontragen oder sogar sterben können, wenn man sie ohrfeigt oder sie zu stark schüttelt"

    Du meinst also, das wäre die gleiche Stufe wie z.B. der klaps auf die Finger, wenn ein Kind nach der heißen Herdplatte greift?

    Tut mir leid, das ist zu einfach gedacht. Du wirfst hier alles zusammenhanglos in einen Topf und siehst absolut keine Differenzen.

    Sorry, aber wenn man es SO betrachtet, dann wäre ein Fernsehverbot für einen Abend genauso massive psychische Gewalt wie ein Liebesentzug oder Ignorieren über mehrere Tage.

    Wirf mir aber bitte nicht vor, ich würde nicht differenzieren. Du tust es auch nicht. Du lehnst jegliches körperliches Einwirken anscheinend ab.
    Gut, aber ist Dir klar, dass es Maßnahmen gibt, die diese Bedingung erfüllen, aber schwerwiegende psychische Schäden anrichten KÖNNEN?

    Selbst ein Fernsehverbot für einen Abend kann schon Schäden nach sich ziehen, von denen man keine Ahnung hat - wenn z.B. die Kinder sich über die Serie vom Vorabend unterhalten, einer (der sonst immer eifrig mitdiskutiert) aber keine Ahnung hat und die Kiddies den armen Tropf damit hänseln.

    Und genau DAS wird oft übersehen.

    Genau aus DIESEM Grund warne ich davor, zu einseitig zu denken.

    In vielen Situationen hätte ich damals lieber die Ohrfeige (ja, jetzt rede ich von einer Ohrfeige) gewählt als die nicht-körperlichen Maßnahmen, die so zur Auswahl standen (Hausarrest, Fernsehverbot, Walkman einkassiert oder was auch immer).

    Es gibt aber so ein gewisses Alter, in dem jedes Kind den sorgfältigen Erklärungsversuchen bezüglich falsch oder richtig gegenüber resistent ist, man also wirklich erzieherisch einwirken muss - auf die eine oder andere Art und Weise.

    Und MEINE Meinung ist halt....siehe oben, Fernsehverbot.

    Wir verharmlosen die Folgen vor lauter Eifer, um jeden Preis körperlicher Einwirkung aus dem Weg zu gehen.

    Nochmal: Das bedeutet NICHT, dass ich Gewalt gutheiße.

    Ich sehe aber einen Unterschied zwischen einem Klaps auf die Finger (wenn es z.B. nach der heißen Herdplatte greift oder sowas) und einem starken Schütteln/einer Ohrfeige/den Hintern versohlen.

    Ersteres ist für mich keine Gewalt. Letzteres ist für nicht nur Gewalt, sondern auch ein Angriff auf die Würde des Kindes.

    Aber - ich hätte genau das manchesmal gewählt, weil es für mich nicht so schlimm war wie die klassischen, gewaltfreien Erziehungsmaßnahmen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    man muß nur die empfindliche Stelle finden und natürlich konsequent durchsetzen.
    Was ich als die perfideste aller Erziehungsmethoden erachte, da es an Erpressung grenzt. Unsere Köter erziehen wir mit positiver Bestärkung, und bei unseren Kindern setzen wir den Psycho-Bohrer an der empfindlichen Stelle an.
    Chris

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sofawolf
    antwortet
    Zitat von Vitus Beitrag anzeigen
    Ist dieses Nachtreten wirklich nötig?
    es tut mir sehr leid, wenn das für dich ein schlimmes thema ist, aber von nachtreten kann beim besten willen nicht die rede sein. es tut mir auch leid, das meine wortwahl hier so eine (gsd noch recht angenehme) diskussion ausgelöst hat - hätte ich statt "eine geklebt" zb "mir die leviten gelesen" geschrieben, wäre das der wahrheit sicher wesentlich näher gekommen und wir wären nicht über seite 3 hinaus gekommen. nun gut, hinterher ist man immer schlauer ...

    egal ob kinder oder tiere - bei der erziehung sollte man immer ein gesundes mittelmaß finden. ich bin weder ein freund von gewalt noch von antiauthoritärer erziehung und jeder muss selbst heraus finden, wie er seinem schützling den unterschied zwischen gut und böse beibringt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Vitus
    antwortet
    Nicht jeder Klaps auf die Finger oder den Hintern ist auch tatsächlich Gewalt
    Doch, ist es. Das es auch psychische Gewalt gibt, macht die körperliche nicht besser.


    Manfred Karremann:
    Ist denn die Ohrfeige immer noch Teil der Erziehung?
    Das ist schon sehr verbreitet. Viele Leute sagen immer noch: 'Eine Ohrfeige schadet nicht, mir hat sie auch nicht geschadet.' Dies zu ändern, ist eines meiner Hauptziele. Ohrfeigen müssen zum Tabu werden. Denn wenn einmal angefangen wurde zu schlagen, sinkt die Schwelle, weiterzuschlagen. Auch muss den Menschen klar gemacht werden, dass kleine Kinder schwere körperliche Schäden davontragen oder sogar sterben können, wenn man sie ohrfeigt oder sie zu stark schüttelt. Man sieht es am Fall Karolina. Dieses Kind wurde mit Feuer gequält, mit dem Gürtel geschlagen: Gestorben ist sie am Schluss aber durch die Nachwirkungen einer Ohrfeige.
    Quelle: http://www.stern.de/politik/panorama...bu/613775.html

    Einen Kommentar schreiben:


  • Freddie
    antwortet
    hallo Gabi,
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass ich mich jetzt fürchterlich in die Nesseln setzen werde - aber was ist Gewalt?

    Ist genau das, was Du beschreibst - die empfindliche Stelle finden - nicht eigentlich eine ziemlich fiese psychische Sache?

    Gewalt ist nicht immer nur körperlich - das ist genau das, was ich bei Hunden immer moniere.

    Nicht jeder Klaps auf die Finger oder den Hintern ist auch tatsächlich Gewalt - aber diese ganzen psychischen Spielchen oder Konsequenzen sind teilweise sehr massiv.

    Ganz ehrlich: Ich hatte mehr Probleme damit, dass meine Mutter mir z.B. mal die Reitstunde abgesagt hat, verboten hat, zu einem Geburtstag zu gehen, ein Buch weggenommen hat usw. als mit den "Hintern voll", den ich von meinem Vater mal bekommen habe.

    Was mein Vater getan hat, hat weh getan. Aber danach war auch wieder gut. Ich hab halt DAFÜR einen drauf gekriegt und damit war der Fall erledigt.

    Was meine Mutter getan hat, hatte teilweise ziemliche Auswirkungen auch noch lange nach meinem "Vergehen". So konnte ich z.B. wegen der versäumten Reitstunden nicht an dem Fun-Turnier (auf das ich mich schon monatelang gefreut hatte) einige Wochen später teilnehmen, weil mir die Mindestanzahl Reitstunden gefehlt hat.

    Sind nur Beispiele.

    Wer glaubt, DAS hätte gewirkt: Nein. Ich hab mich einfach nur eher von meinem Vater als von meiner Mutter erwischen lassen.

    Das bedeutet jetzt NICHT, dass ich körperliche Gewalt gutheiße.
    Nur, was erzieherische Maßnahmen, Strafen, Verbote usw. angeht - da sollte man doch vorsichtig sein und klug agieren. Denn manche Strafen arten in psychischer Gewalt aus und hinterlassen ernsthaftere Spätschäden als ne Ohrfeige.

    Im Freundeskreis habe ich dafür zwei Beispiele. Die haben niemals ne Ohrfeige oder den Hintern voll bekommen. Aber gewisse Erziehungsmaßnahmen haben halt dafür gesorgt, dass sie irgendwo nen Knacks weghaben - auch wenn sie sonst eigentlich völlig normal sind.
    womit sich der kreis dann schließt und wir wieder beim psychoterror sind ... *seufz*
    ... der sehr schwere auswirkungen haben kann, obwohl das "opfer" ja dabei "garnicht mal berührt" wird ...

    liebe grüße, Gabi

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von Lea2006 Beitrag anzeigen
    Man lernt am besten wenn`s weh tut, das ist aber nicht die Ohrfeige sondern der Hausarrest, das Fernsehverbot oder kein CD-Player man muß nur die empfindliche Stelle finden und natürlich konsequent durchsetzen.
    Strafe muß sein, ist nur die Frage wie sie aussieht.
    Ich denke, dass ich mich jetzt fürchterlich in die Nesseln setzen werde - aber was ist Gewalt?

    Ist genau das, was Du beschreibst - die empfindliche Stelle finden - nicht eigentlich eine ziemlich fiese psychische Sache?

    Gewalt ist nicht immer nur körperlich - das ist genau das, was ich bei Hunden immer moniere.

    Nicht jeder Klaps auf die Finger oder den Hintern ist auch tatsächlich Gewalt - aber diese ganzen psychischen Spielchen oder Konsequenzen sind teilweise sehr massiv.

    Ganz ehrlich: Ich hatte mehr Probleme damit, dass meine Mutter mir z.B. mal die Reitstunde abgesagt hat, verboten hat, zu einem Geburtstag zu gehen, ein Buch weggenommen hat usw. als mit den "Hintern voll", den ich von meinem Vater mal bekommen habe.

    Was mein Vater getan hat, hat weh getan. Aber danach war auch wieder gut. Ich hab halt DAFÜR einen drauf gekriegt und damit war der Fall erledigt.

    Was meine Mutter getan hat, hatte teilweise ziemliche Auswirkungen auch noch lange nach meinem "Vergehen". So konnte ich z.B. wegen der versäumten Reitstunden nicht an dem Fun-Turnier (auf das ich mich schon monatelang gefreut hatte) einige Wochen später teilnehmen, weil mir die Mindestanzahl Reitstunden gefehlt hat.

    Sind nur Beispiele.

    Wer glaubt, DAS hätte gewirkt: Nein. Ich hab mich einfach nur eher von meinem Vater als von meiner Mutter erwischen lassen.

    Das bedeutet jetzt NICHT, dass ich körperliche Gewalt gutheiße.
    Nur, was erzieherische Maßnahmen, Strafen, Verbote usw. angeht - da sollte man doch vorsichtig sein und klug agieren. Denn manche Strafen arten in psychischer Gewalt aus und hinterlassen ernsthaftere Spätschäden als ne Ohrfeige.

    Im Freundeskreis habe ich dafür zwei Beispiele. Die haben niemals ne Ohrfeige oder den Hintern voll bekommen. Aber gewisse Erziehungsmaßnahmen haben halt dafür gesorgt, dass sie irgendwo nen Knacks weghaben - auch wenn sie sonst eigentlich völlig normal sind.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X