Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Daumenkralle, immer wieder Verletzungen

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • greyekle
    antwortet
    Zitat von Mette Beitrag anzeigen
    ... sowie der weitergehende Hinweis die Zucht der Whippets wäre Tierquälerei und man bräuchte diese Rasse nicht mehr... Das ist nun wirklich komplett übertrieben.
    Hab ich im ganzen Thread noch nichts von gelesen.

    Viele Grüße

    Elke

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mette
    antwortet
    Hallo,

    ich habe einen Schäferhund der sich regelmässig die vorderen Daumenkrallen verletzt. Beim Abstoppen rammt sie die Vorderpfoten in den Boden und hat sich auf der einen Seite die Daumenkralle inkl Ballen dabei so verbogen dass sie fortan schief steht und noch verletzungsanfälliger ist. Ein Splittern der Krallen und Verletzungen des Ballens der Kralle kommen oft vor. Ein ständiges Bandagieren ist keine Alternative - die Kralle muss abgepolstert werden mit Watte damit sie nicht am Bein reibt, die Watte verabschiedet sich ganz gern.... Mein Hund geht auch an jeden Verband, daher müsste ich sie quasi vor jedem Gang bandagieren und immer im Blick behalten.

    Ich mach das nicht. Ich lasse sie so laufen und ab und zu verletzt sie sich dort wieder (so 3-4x im Jahr). Da die Krallen keine Funktion zum normalen Laufen haben heilt es relativ gut und muss nicht gross behandelt werden ausser säubern und abwarten, trotzdem ist es nicht schön dass der Hund an immer derselben Stelle sich verletzt. Die hinteren Krallen hat sie nicht - allerdings eine Narbe an der Stelle die mich annehmen lässt der Züchter hätte sie entfernt. Damit habe ich kein Problem.



    Was mich an dieser sehr vehement geführten Diskussion stört ist das Vergleichen von Eingriffen die sich doch definitiv nicht verleichen lassen (Kastration, Daumenkrallenamputation) sowie der weitergehende Hinweis die Zucht der Whippets wäre Tierquälerei und man bräuchte diese Rasse nicht mehr... Das ist nun wirklich komplett übertrieben.

    Es gibt genug Rassen auf die das Thema Qualzucht zutrifft und dringend mal überdacht werden muss - Rassen die ohne OPs nicht überleben würden (Bulldoggen, Kurzschnäuzige schlecht-Atmer mit völlig verformten Köpfen/Kiefern, Cocker mit Ohren die ständig im Dreck schleifen und sich entzünden, Nackthunde...) Es gibt wirklich genügend Beispiele und diese Hunde werden nur für den persönlichen Geschmack so zugerichtet.

    Man sollte die Relationen doch nicht aus den Augen verlieren.

    Jeder HH erwartet von seinem Hund auch eine "Funktion". Diese ist in der Regel unlogisch - egal ob es das Hobby Jagd, Hundesport, Hunderennen, Nur-Lieb-Sein als Familienhund, Statussymbol, Nur-schön-sein für Ausstellungen ist. Der Hund verdient damit sein Futter dass er dieses merkwürdige Leben führt.

    Ein kurzer Schmerz bei einem zwei Tage alten Welpen - bei einer vom TA durchgeführten Aktion, die er umgehend wieder vergisst.... Es ist nicht viel anders als eine Impfung - da wird ein kurzer Schmerz zugefügt um präventiv zu Verhindern dass eine Krankheit ausbricht - die der Hund vielleicht nie bekommen hätte. Es gibt wirklich Schlimmeres

    LG

    Mette

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von esprit Beitrag anzeigen
    ICH will keine Hülle "Whippet", sondern den ganzen Hund, so wie ich bei einem Border den Hütehund wollte, beim Weimararner den Jagdhund, beim Labrador den apportierenden Wasserhund etc.
    Nur eben ohne DAumenkralle, oder wie?

    Also ich wollte auch bei einem Dobermann, einer Dogge, einem Jagdhund, einem Boxer etc. pp den GANZEN Hund, mit Ohren, Rute und allem, was zu einem Hund dazu gehört.

    Man muß keine Ahnung von Whippets haben, um zu der Einsicht zu gelangen, bei einer Rasse, bei der der einzelne Hund nur durch Verstümmelung davon abgehalten werden kann, schwere gesundheitliche Schäden oder schwere Verletzungen davon zu tragen, läuft irgendwie was nicht richtig.

    Einen Kommentar schreiben:


  • greyekle
    antwortet
    Immer wieder interessant, wie rasseblinde Züchter auf von außen hereingetragene Gedanken reagieren.

    Meine Hundebücher nennen den Whippet auch das Rennpferd des kleinen Mannes. Eine gezielte Zuchtform, die nicht in Jahrhunderten natürlicher Evulotion als Jagdhelfer entstanden ist.

    So so. Beim Coursing stellt der Whippet also seine Wendigkeit unter Beweis - ohne sich alle Knochen zu brechen. Aber abgerissene Daumenkrallen dürfen es gerne sein?

    Aber vielleicht merken ja nur Außenstehende wie paradox sich das anhört.

    Viele Grüße

    Elke

    P.S. das hat übrigens überhaupt nichts mit der Rasse Whippet an sich zu tun. Sondern würde für jede andere Hunderasse ebenso gelten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • esprit
    antwortet
    Zitat von greyekle Beitrag anzeigen
    Ich habe keinerlei Ahnung von Whippets.

    das merkt man. Dennoch hält es dich nicht davon ab, dich megaweit aus dem fenster zu hängen. ich käme im Leben nicht drauf, über eine Rasse und deren spezifischen Sport so datailliert mitzudiskutieren, wenn ich keine Ahnung hätte

    Ich frage mich nur, wozu der Whippet eigentlich diesen "rücksichtslosen Renntrieb in unserer Welt eigentlich braucht? In Deutschland darf legal doch wohl niemand Kaninchen mit seinem Whippet jagen. Also nur damit die Hunde auf der Rennbahn oder beim Coursing noch schneller sind? Höher, weiter, schneller - so wie überall? Geht es nicht auch einen (! - nur einen ) Gang weniger rücksichtslos gegenüber sich selbst - dafür aber mit einem normalen Verletzungsrisiko und komplettem Körper?
    Die Windhundrassen sind über Jahrhunderte entstanden und haben aufgrund ihrer ursprünglichen Aufgaben als selbständige Sichtjäger und Hetzhund den besonderen Körperbau der enormen Brusttiefe, der relativ langen Beine, der ganzen "Windschnittigkeit" entwickelt. Will man diese Rassen in ihrem Erscheinungsbild und in ihrer Gesundheit erhalten, müssen sie auch weiterhin entsprechend beschäftigt werden. Leider hast du wirklich keine Ahnung, sonst würdest du von den unendlichen Diskussionen des Typverlustes u.a. beim Whippet wissen. Leider ist sowas nicht nur eine äußere Erscheinung, sondern geht meist auch mit Eerkrankungen einher. Ich war und bin der Meinung, dass ein Hund seiner Rasse und seiner ursprünglichen Aufgabe gemäß zu beschäftigen ist (meist in "abgespeckter" Form und den heutigen Lebensbedingungen angepasst) Das coursing ist eine der ursprünglichen Aufgabe sehr nahe kommende Beschäftigung, bei der der Hund nicht irgendeine Höchstgeschwindigkeit erreichen soll, sondern seine Wendigkeit, ohne sich gleich alle Knochen zu verrenken unter Beweis stellt, seine Lungen und sein Herz stärkt und er seinen ihn über Jahrhunderte angezüchteten Hetztrieb ausleben kann, was ihm psychische Gesundheit verschafft. ICH will keine Hülle "Whippet", sondern den ganzen Hund, so wie ich bei einem Border den Hütehund wollte, beim Weimararner den Jagdhund, beim Labrador den apportierenden Wasserhund etc. War das nicht ansonsten auch hier der Tenor in vielen Diskussionen um artgerechte Rassebschäftigung und vor allem um ECHTEN Rasseerhalt?

    Für mich persönlich ist ein Hund, der so durchgeknallt ist, daß er bei der Verrichtung seiner Aufgabe ( also nicht in Extremsituationen ) schwere Verletzungen davon trägt, die in freier Wildbahn möglicherweise seinen Tod bedeuten würden, nicht die optimale Rasseverkörperung.

    Aber wie gesagt, ich habe ja nichts mit Whippets zu tun.

    zum Glück ist ja für jeden was passendes dabei bei über 400 Rassen

    Elke
    wenn man so wenig Ahnung von einer Rasse hat, finde ich es anmaßend, sich dermaßen in eine Diskussion einzubringen

    Einen Kommentar schreiben:


  • greyekle
    antwortet
    Zitat von candyman Beitrag anzeigen
    Immer langsam mit solchen Pauschalaussagen.
    Zitat von candyman Beitrag anzeigen
    Hier aufgrund des Verletzungsrisiko der Rasse ihre Existenzberechtigung abzustreiten führt nun wirklich zu weit.
    Ich habe keinerlei Ahnung von Whippets. Schreibe also nur aufgrund dessen, was hier im Thread so vorgetragen wird. Und da wird von den Amputationsbefürwortern nun mal ein "hohes" Verletzungsrisiko ausgesprochen. Dies wurde mit dem Körperbau ( klein und leicht ) in Verbindung mit - ich nenn es jetzt mal so - rücksichtslosem Renntrieb begründet.

    Wo Du allerdings liest, daß ich deswegen der Rasse Whippet als solche die Existensberechtigung abstreiten würde, ist mir ein Rätsel.

    Ich frage mich nur, wozu der Whippet eigentlich diesen "rücksichtslosen Renntrieb in unserer Welt eigentlich braucht? In Deutschland darf legal doch wohl niemand Kaninchen mit seinem Whippet jagen. Also nur damit die Hunde auf der Rennbahn oder beim Coursing noch schneller sind? Höher, weiter, schneller - so wie überall? Geht es nicht auch einen (! - nur einen ) Gang weniger rücksichtslos gegenüber sich selbst - dafür aber mit einem normalen Verletzungsrisiko und komplettem Körper?

    Für mich persönlich ist ein Hund, der so durchgeknallt ist, daß er bei der Verrichtung seiner Aufgabe ( also nicht in Extremsituationen ) schwere Verletzungen davon trägt, die in freier Wildbahn möglicherweise seinen Tod bedeuten würden, nicht die optimale Rasseverkörperung.

    Aber wie gesagt, ich habe ja nichts mit Whippets zu tun.

    Viele Grüße

    Elke

    Einen Kommentar schreiben:


  • Laila
    antwortet
    Zitat von Fairytale Beitrag anzeigen
    Ein Tier zu vertümmeln, nur weil es für den Menschen schöner oder bequemer ist, finde ich schlimm.
    Rita, was bitte ist es, wenn ich einen Welpen, über dessen zukünftiges Leben ich NICHTS weiss, amputiere? Einzig und allein für den Menschen schöner und bequemer...

    Was den hier immer wieder als besonders verletzungsanfällig angepriesenen Whippet betrifft, ich habe jetzt tatsächlich erst kumulierte 4,5 Jahre Erfahrung, und die schlimmsten Verletzungen waren bei uns eine Hautwunde am Oberschenkel durch "Buschverletzung", und ein aufgeschabter Ballen als Bremsverletzung auf Asphalt. Unsere Whippen haben täglich Freilauf in Wald und Flur und gehen auf die Rennbahn sowie ins Agility-Training.
    Was mich jetzt aber besonders wundert, ist, das die Windspielchen, die ja noch ne Nummer kleiner und wendiger sind, und zudem extrem zerbechlich sind, nicht alle amputiert werden, da müsste ja der Bedarf noch viel höher sein...

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von candyman Beitrag anzeigen
    Die Frage ist immer, was man zur Reduktion eines bekannten Risikos macht. Manche Leute kastrieren ihre Hündinnen zur Vorbeugung vor Krebs/Pyometra und andere entfernen die Daumen. Für mich kommt beides nicht in Frage. Und das gilt auch für viele Züchter.
    Also ich sehe das Entfernen der Daumen eher in der gleichen Liga wie das Entfernen der Rute oder das Beschneiden der Ohren. Kastrationen haben meiner Meinung nach einen etwas anderen Status, obwohl ich ebenfalls der Meinung bin, es wird zu häufig und zu unüberlegt kastriert und ich nur bei medizinischer Indikation kastrieren würde.

    Zitat von candyman Beitrag anzeigen
    Noch mal zur Erklärung des Risikos: der Daumen wird beim Hängen bleiben bei Wendungen abgerissen. Das hat nichts mit dem Gewicht des Hundes zu tun, sondern allein mit der Geschwindigkeit der Wendung.
    Der komplette DAUMEN oder die KRALLE? Und wenn das Risiko so hoch ist, warum passiert das nicht viel öfter oder auch anderen Hunderassen?

    Das zeigt doch aber auch sehr schön, dass der Whippet den Daumen sehr wohl braucht, um sich in Wendungen abzustützen. Ohne Daumen ist die Verteilung der Belastung auf den ganzen Fuß doch völlig anders und ich kann da schon glauben, dass ein Arthrose-Risiko bei Hunden ohne Daumen doch erhöht sein kann.

    Ich glaube allerdings kaum, dass der Whippet der einzige Hund ist, der zu schnellen Wendungen fähig ist.
    Mag sein, dass alle anderen über 400 anerkannte Hunderassen langsamer sind, aber ich bin sicher, wenn man das Verhältnis Körpergröße und Gewicht zu Geschwindigkeit oder Beweglichkeit umrechnet, gibt es so einige Hunderassen, die da nahe dran kommen.

    Der Malinois ist beispielsweise viel, viel schneller und wendiger als der DSH. Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass der Mali ein Mali ist, sondern er ist kleiner und leichter. Relativ kleine und leichte DSH kommen an die Beweglichkeit eines Malis nämlich durchaus ran, während Malis, die deutlich größer und schwerer als der Durchschnitt sind, deutlich an Tempo und Beweglichkeit einbüßen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • candyman
    antwortet
    Hallo,

    Zitat von greyekle Beitrag anzeigen
    Hier gibt es also eine Rasse, die aufgrund ihres filigranen Körperbaus gepaart mit Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst und gnadenloser Schnelligkeit ein vermehrtes Risiko für Verletzungen der Daumenkralle hat.

    Hier gibt es aufgrund dt. Gesetze keinen Besitzer oder Züchter, der einen Whippet braucht, um über Kaninchenjagd oder Hunderennen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Ich bin schon ein wenig entsetzt, daß insbesondere die Züchter das Problem des Verletztungsrisikos seit Jahrzehnten lediglich mit der Schere angehen und eine ansonsten funktional normale Zehe amputieren.

    Eine Rasse in ihren Eigenschaften zu erhalten ist ja schön und gut, aber um einen solchen Preis? Wo bleibt da der Ehrgeiz eine Rasse zu verbessern?

    Auch bei den Jagdhunden wurde angeführt, daß diese in ihrem Jagdeifer keine Rücksicht mehr auf sich selbst nehmen und daher häufig kaputte Ruten hätten. Aber solcherart Fanatismus bei Hunden, die nur um ihrer selbst willen gezüchtet und gehalten werden?
    Immer langsam mit solchen Pauschalaussagen. Whippets sind nicht filigran, sondern leicht aber sehr stabil genaut. Sonst würden sie die Belastung durch rassegerechte Bewegung gar nicht aushalten. Umgekehrt sorgt rassegerechte Bewegung dafür, dass das auch so bleibt und sie nicht wie manche Exemplare anderer Windhundrassen irgendwann nicht mehr frei laufen können, weil sie sich auf unebenem Boden gleich alle Gräten brechen. Für das was sie bieten und leisten sind sie tatsächlich erstaunlich wenig verletzt und werden im Allgemeinen sehr alt. Hier aufgrund des Verletzungsrisiko der Rasse ihre Existenzberechtigung abzustreiten führt nun wirklich zu weit.

    Die Frage ist immer, was man zur Reduktion eines bekannten Risikos macht. Manche Leute kastrieren ihre Hündinnen zur Vorbeugung vor Krebs/Pyometra und andere entfernen die Daumen. Für mich kommt beides nicht in Frage. Und das gilt auch für viele Züchter.

    Noch mal zur Erklärung des Risikos: der Daumen wird beim Hängen bleiben bei Wendungen abgerissen. Das hat nichts mit dem Gewicht des Hundes zu tun, sondern allein mit der Geschwindigkeit der Wendung.

    Viele Grüße

    Brigitta

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von RomeoRonja Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es anatomische Unterschiede!! Und das hab ich auch nicht unbedingt in Bezug auf die Daumenkralle gemeint. Mir ging es nur darum, dass ein Whippet im Freilauf, bzw. bei der Jagd (z.B. Coursing) ganz anders agieren kann als ein Greyhound oder Saluki. Eben aufgrund ihrer Größe und des doch etwas kürzeren Rückens können Whippets eben 90°-180° Wendungen vollführen, während andere Windhundrassen eben die Kurven viel weiter auslaufen müssen. Und das kann man dann wieder in Bezug zur Daumenkralle und deren Einsatz sehen.
    Gerade dann braucht ein Whippet doch seine "Daumen". Wieso amputiert man sowas? Und wieso ist es bei anderen Windhundrassen teilweise auch üblich, wenn diese angeblich anatomisch so völlig anders sind?

    Wobei ich das nicht so sehe. Gut, der Whippet ist kleiner und leichter, schon aufgrund der Größe kann er also wendiger sein. Dafür lastet aber auch auf den Gliedmaßen eben bei solchen scharfen Wendungen wesentlich weniger Gewicht als z.B. bei den Greyhounds.

    Da wäre das doch viel eher ein Grund, großen Windhundrassen die Daumenkrallen zu amputieren als den kleinen, leichten......

    Und wie gesagt, ein Verletzungsrisiko der DaumenKRALLE ist für mich kein Grund, den kompletten Daumen ohne Narkose bei wenigen Tagen alten Welpen zu amputieren. Das ist barbarisch und dafür kann es keine vernünftige Begründung geben, genausowenig wie für das Kupieren der Ruten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von greyekle Beitrag anzeigen
    Auch bei den Jagdhunden wurde angeführt, daß diese in ihrem Jagdeifer keine Rücksicht mehr auf sich selbst nehmen und daher häufig kaputte Ruten hätten. Aber solcherart Fanatismus bei Hunden, die nur um ihrer selbst willen gezüchtet und gehalten werden?
    Seit dem Kupierverbot bleiben viel mehr Ruten dran, auch bei jagdlich geführten Hunden. Merkwürdigerweise ist die Zahl der Rutenverletzungen gar nicht so massiv angestiegen, wie man glauben würde.

    Gerade bei Jagdhunden ist eine Verletzung an den Daumenkrallen bzw. am kompletten Daumen auch recht häufig. Auf die Idee, diese schon beim Welpen komplett zu amputieren, ist bisher aber keiner gekommen, nicht mal die glühendsten Verfechter der Rutenkupiererei.

    Einen Kommentar schreiben:


  • RomeoRonja
    antwortet
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Ich habe schon verschiedene Windhundrassen im Freilauf gesehen. Und ich kann ehrlich gesagt keinen sehr großen Unterschied z.B. zwischen Whippet und z.B. Greyhound, zumindest was den anatomischen Ablauf in der Bewegung betrifft, sehen.

    Die Amputation des Daumens ist darüber hinaus nicht nur beim Whippet ein Thema (gewesen), sondern auch bei anderen Windhundrassen - mit genau der gleichen Begründung.

    Wenn Du jetzt sagst, die Whippen bewegen sich völlig anders als andere Windhunde, dann frage ich mich, warum wurden/werden auch bei anderen Windhunden die DAumen amputiert?
    Natürlich gibt es anatomische Unterschiede!! Und das hab ich auch nicht unbedingt in Bezug auf die Daumenkralle gemeint. Mir ging es nur darum, dass ein Whippet im Freilauf, bzw. bei der Jagd (z.B. Coursing) ganz anders agieren kann als ein Greyhound oder Saluki. Eben aufgrund ihrer Größe und des doch etwas kürzeren Rückens können Whippets eben 90°-180° Wendungen vollführen, während andere Windhundrassen eben die Kurven viel weiter auslaufen müssen. Und das kann man dann wieder in Bezug zur Daumenkralle und deren Einsatz sehen.

    So, muss zur Arbeit, vll schreib ich später nochmal was dazu.
    Lg Teresa

    Einen Kommentar schreiben:


  • greyekle
    antwortet
    Hier gibt es also eine Rasse, die aufgrund ihres filigranen Körperbaus gepaart mit Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst und gnadenloser Schnelligkeit ein vermehrtes Risiko für Verletzungen der Daumenkralle hat.

    Hier gibt es aufgrund dt. Gesetze keinen Besitzer oder Züchter, der einen Whippet braucht, um über Kaninchenjagd oder Hunderennen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Ich bin schon ein wenig entsetzt, daß insbesondere die Züchter das Problem des Verletztungsrisikos seit Jahrzehnten lediglich mit der Schere angehen und eine ansonsten funktional normale Zehe amputieren.

    Eine Rasse in ihren Eigenschaften zu erhalten ist ja schön und gut, aber um einen solchen Preis? Wo bleibt da der Ehrgeiz eine Rasse zu verbessern?

    Auch bei den Jagdhunden wurde angeführt, daß diese in ihrem Jagdeifer keine Rücksicht mehr auf sich selbst nehmen und daher häufig kaputte Ruten hätten. Aber solcherart Fanatismus bei Hunden, die nur um ihrer selbst willen gezüchtet und gehalten werden?

    Viele Grüße

    Elke

    Einen Kommentar schreiben:


  • gabydux
    antwortet
    Zitat von RomeoRonja Beitrag anzeigen
    @Gabydux: Bitte sei mir nicht böse, aber mir kommt es so vor als seien das alles nur Vermutungen. Deswegen mein Vorschlag: Geh mal auf ein Coursing in deiner Nähe und dann beobachtest du mal die unterschiedlichen Windhundrassen. Dann wirst du auch die Unterschiede zwischen Whippets und den anderen Windhundrassen sehen und vll verstehen, was Brigitta meint.
    Ich habe schon verschiedene Windhundrassen im Freilauf gesehen. Und ich kann ehrlich gesagt keinen sehr großen Unterschied z.B. zwischen Whippet und z.B. Greyhound, zumindest was den anatomischen Ablauf in der Bewegung betrifft, sehen.

    Die Amputation des Daumens ist darüber hinaus nicht nur beim Whippet ein Thema (gewesen), sondern auch bei anderen Windhundrassen - mit genau der gleichen Begründung.

    Wenn Du jetzt sagst, die Whippen bewegen sich völlig anders als andere Windhunde, dann frage ich mich, warum wurden/werden auch bei anderen Windhunden die DAumen amputiert?

    Zitat von RomeoRonja Beitrag anzeigen
    Was meine Meinung zu dem eigentlichen Thema betrifft, so bin auch ich eher zwiegespalten. Unsere Hunde haben alle ihre Daumenkrallen. Romeo (Galgo-Podenco) hat sich seine Daumenkrallen 2x beim Jagen abgerissen, beide male sind sie problemlos nachgewachsen. Jamie (Whippet) bis jetzt zum Glück nicht (toitoitoi), bei ihm sehe ich aber sehr deutlich das er sie beim Rennen einsetzt (viel Dreck zwischen Daumenkralle und Bein). Hätte ich jetzt aber ein Hund, der sich mehrmals hintereinander sehr schwer an besagter Daumenkralle verletzt hätte, dann würde ich sie amputieren lassen.
    Bei Welpen allerdings bin ich auch dagegen.

    PS:Hab übrigens schon mehrfach von Whippets mit amputierten Daumenkrallen gehört, welche im Ring aufgrund dessen disqualifiziert wurden.
    Vielleicht sollte man einfach mal einfach die Begrifflichkeiten definieren. Würde es nicht reichen, beispielsweise die eigentliche Kralle zu veröden, so dass keine Kralle mehr wächst? Warum muß denn das ganze Daumengelenk amputiert werden, also die komplette Zehe?

    Die Verletzungen entstehen ja meistens an der Kralle bzw. dadurch, dass die Kralle sich irgendwo festhakt und dann abreißt oder es reißt der komplette Daumenzeh durch die Wucht ein.

    Dem könnte man sehr gut mit einer Amputation der reinen Kralle entgegen wirken, es gibt einige Whippetzüchter, die gute Erfahrungen einfach mit sehr guter Krallenpflege gemacht haben. Mir bekannte Whippetbesitzer achten auch sehr auf die gesamten Krallen und schneiden diese regelmäßig sehr kurz.

    Ich kenne diese Daumenkrallenverletzungen auch von meinen Hunden.

    Einen Kommentar schreiben:


  • RomeoRonja
    antwortet
    @Gabydux: Bitte sei mir nicht böse, aber mir kommt es so vor als seien das alles nur Vermutungen. Deswegen mein Vorschlag: Geh mal auf ein Coursing in deiner Nähe und dann beobachtest du mal die unterschiedlichen Windhundrassen. Dann wirst du auch die Unterschiede zwischen Whippets und den anderen Windhundrassen sehen und vll verstehen, was Brigitta meint.

    Was meine Meinung zu dem eigentlichen Thema betrifft, so bin auch ich eher zwiegespalten. Unsere Hunde haben alle ihre Daumenkrallen. Romeo (Galgo-Podenco) hat sich seine Daumenkrallen 2x beim Jagen abgerissen, beide male sind sie problemlos nachgewachsen. Jamie (Whippet) bis jetzt zum Glück nicht (toitoitoi), bei ihm sehe ich aber sehr deutlich das er sie beim Rennen einsetzt (viel Dreck zwischen Daumenkralle und Bein). Hätte ich jetzt aber ein Hund, der sich mehrmals hintereinander sehr schwer an besagter Daumenkralle verletzt hätte, dann würde ich sie amputieren lassen.
    Bei Welpen allerdings bin ich auch dagegen.

    Lg Teresa

    PS:Hab übrigens schon mehrfach von Whippets mit amputierten Daumenkrallen gehört, welche im Ring aufgrund dessen disqualifiziert wurden.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X