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Trotzdem ist das kein Grund, die DAumenkrallen bzw. das komplette DAumengelenk, inklusive Knochen, ohne Betäubung beim wenige Tage alten Welpen zu entfernen, rein vorsorglich, weil es KÖNNTE ja ein erhöhtes Verletzungsrisiko bestehen.
Die Abbildung in dem Link, den ich gesetzt habe, zeigt deutlich, dass das DAumengelenk beim Hund sehr wohl eine Funktion hat für die gesamte Funktion des Vorderlaufs.
Mal ein Vergleich: Der kleine Zeh beim Menschen ist wohl so ziemlich der verletzungsträchtigste Körperteil, ich möchte gar nicht wissen, wie oft ich mich da schon richtig schmerzhaft gestoßen habe. Dennoch würde man im Traum nicht auf die Idee kommen, den wegzunehmen, denn obwohl er so klein ist und auf den ersten Blick zu nichts nutze, hat er dennoch eine wichtige Funktion für die Stabilität des Fußes.
Bei meinem verstorbenen Dux wurde eine Daumenkralle bzw. das Daumengelenk komplett amputiert, er hatte SLO und die Entzündungen heilten nicht gescheit ab, der Zeh wurde eingeschickt. Es gab bereits entzündliche Veränderungen am Knochen, dennoch war es keine große OP und heilte schnell ab.
Es würde genauso gut reichen, einem Hund, wenn er denn wirklich Probleme mit den Daumenkrallen hat, diese später und unter Narkose zu entfernen. DAnn liegt ja wirklich ein medizinischer Grund vor und mit der Narkose wird dann auch tierschutzgerecht amputiert. Ich glaube auch nicht, dass es unbedingt notwendig ist, den kompletten "Daumen" inklusive Knochen zu entfernen.
Und mir kann keiner erzählen, Welpen von wenigen Tagen würden den Schmerz NICHT spüren. Wenn das so wäre, dann hätte man das Ruten kupieren ja auch nicht verbieten müssen.

und meine Hunde laufen nur im Gelände... die Züchterin meiner Mädels geht mit ihren Hunden regelmäßig auf Coursings trotz Daumenkrallen...
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