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Daumenkralle, immer wieder Verletzungen

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  • shadow-0306
    antwortet
    Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Das Eine ist ein gravierender Eingriff in den Hormonhaushalt und damit in die Psyche des Tieres, der nur selten als positiv für das Tier zu werten ist.
    stimmt - nur daß es das ist, wurde erst in den letzten paar Jahren bekannt. Vorher galt es bei zig TÄ und HH (bzw.gilt es bei einigen bis heute) als 'harmlose' Prophylaxe zum Wohle des Hundes

    Das Andere ist dagegen das Entfernen eines bei einigen Rassen extremst verletzungsgefährdeten Körpergliedes, welches nicht etwa mit dem kosmetischen Kupieren von Rute und Ohren gleichzusetzen ist, da die Lebensqualität (Fehlen von Steuerungs- und Kommunikationsorganen) in keinster Weise beeinträchtig ist. Es ist quasi prophylaktischer Tierschutz.
    Genau damit argumentieren generelle Kastrationsbefürworter bis heute auch.


    Meine erste Whippethündin hatte ihre Daumenkrallen. Bis zum Alter von zwei Jahren hatte sie sich genau dort vier mal ziemlich schwer verletzt. Und das nicht etwa bei Renn- oder Coursingtrainings, sondern einfach bei tägliche Spaziergängen, beim Spiel mit anderen Hunden. Diese Verletzungen waren sehr schmerzhaft, heilten schlecht, die Heilung dauerte ewig (natürlich gekoppelt jeweils mit mehreren Wochen Leinenzwang). Wer das mal erlebt hat, der versteht, warum es sinnvoll ist, die Daumenkrallen bei einigen Rassen zu entfernen.
    Ich habe meiner Hündin übrigens dann die Daumenkrallen entfernen lassen. Es war eine recht teure, nicht unkomplizierte Operation mit sehr langvierigem Heilungsverlauf.
    Ich sag ja nicht, daß nicht gemacht werden soll, wenn es dafür triftige Gründe gibt und wenn es vernünftig gemacht wird.
    Aber eben nicht generell, weil evtl. möglw. vllt. was passieren könnte... Schließlich ist es nicht 'nur' das Entfernen einer 'Kralle' oder 'Anhängsels' sondern das einer vollständigen Gliedmaße.
    Deshalb mein Vergleich zur Kastra - aber da das jetzt keine Disk pro/kontra Kastra werden soll, zieh ich meine Aussage ganz oben zurück
    Und schon gar nicht sollte es auf eine schmerzhafte Weise gemacht werden - solange es keine stichhaltigen Beweise dafür gibt, daß es das tatsächlich nicht ist, ist das für mich dann kein Tierschutz sondern Tierquälerei - an einem Lebewesen, daß sich nicht 'verständlich' ausdrücken kann.
    Wie gesagt - bei Säuglingen ging man auch davon aus, heute geht man davon aus, daß sogar Ungeborene ab einem gewissen Alter Schmerzen empfinden...ebenso hat man Tieren früher generell Schmerzen abgesprochen...

    Nix für ungut
    Kerstin

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  • Steffen
    antwortet
    Das Eine ist ein gravierender Eingriff in den Hormonhaushalt und damit in die Psyche des Tieres, der nur selten als positiv für das Tier zu werten ist.
    Das Andere ist dagegen das Entfernen eines bei einigen Rassen extremst verletzungsgefährdeten Körpergliedes, welches nicht etwa mit dem kosmetischen Kupieren von Rute und Ohren gleichzusetzen ist, da die Lebensqualität (Fehlen von Steuerungs- und Kommunikationsorganen) in keinster Weise beeinträchtig ist. Es ist quasi prophylaktischer Tierschutz.

    Meine erste Whippethündin hatte ihre Daumenkrallen. Bis zum Alter von zwei Jahren hatte sie sich genau dort vier mal ziemlich schwer verletzt. Und das nicht etwa bei Renn- oder Coursingtrainings, sondern einfach bei tägliche Spaziergängen, beim Spiel mit anderen Hunden. Diese Verletzungen waren sehr schmerzhaft, heilten schlecht, die Heilung dauerte ewig (natürlich gekoppelt jeweils mit mehreren Wochen Leinenzwang). Wer das mal erlebt hat, der versteht, warum es sinnvoll ist, die Daumenkrallen bei einigen Rassen zu entfernen.
    Ich habe meiner Hündin übrigens dann die Daumenkrallen entfernen lassen. Es war eine recht teure, nicht unkomplizierte Operation mit sehr langvierigem Heilungsverlauf.

    Von daher: Daumen hoch für Daumen ab! (bei entsprechenden Rassen)

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  • shadow-0306
    antwortet
    Was hinkt da dran denn? Also außer daß das eine Organe und das andere Gliedmaßen sind?

    Lieben Gruß
    Kerstin

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  • Steffen
    antwortet
    Zitat von shadow-0306 Beitrag anzeigen

    Dann bist du auch für eine generelle prophylaktische Kastration aller Hündinnen?
    Der Vergleich hinkt ja wohl....

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  • shadow-0306
    antwortet
    Zitat von esprit Beitrag anzeigen
    Du darfst dich auch trauen, mal zuzuschauen, bist herzlich eingeladen.
    Danke für dein Angebot - aber das möcht ich mir nicht wirklich antun und auch nicht unbedingt bei 'nem Gesetzesverstoß dabei sein.

    Das läuft in etwa so ab:
    der TA kommt ins Haus, untersucht und begutachtet zunächst die Mutterhündin und die Welpen, ob alle gesund und frei von Missbildungen sind.
    Die kleinen, noch völlig weichen Daumen knipst er mit einer kleinen Schere ab und verödet es anschließend (das machen aber nicht alle). Ich habe das schon mehrmals mitgemacht; weder war die Mutterhündin beunruhigt noch haben die Welpen geschrien, sondern sind gleich wieder zu ihrer Hauptbeschäftigung "saugen" übergegangen.
    Das heißt, daß du davon ausgehst, daß die Welpen dabei keine Schmerzen haben? Gibt es dazu irgendwelche wissenschaflich fundierten Untersuchungen, die das belegen?
    Nur weil ein Lebewesen nicht fähig ist Schmerzen auszudrücken, heißt das nicht, daß keine Schmerzen vorhanden sind. Bis vor 50 Jahren wurden auch Säuglinge ohne Narkose/Betäubung operiert, da man ihnen Schmerzen abgesprochen hatte - ein fataler Irrglaube, wie sich später herausgestellt hat...
    Das anschließende 'ihrer Hauptbeschäftigung nachgehen' kann man jedenfalls 'so' oder 'so' interpretieren.


    @allgemein: Es ist immer schade, dass die, die am wenigsten Ahnung von so einer Maßnahme haben und noch weniger die Ausmaße an schlimmen Verletzungen und Schmerzen beim Abriss eines ausgewachsenen Daumens kennen, so selbstüberzeugt urteilen.
    Und einen Windhund, insbesondere eine Whippet coursen haben diese meist auch noch nicht gesehen
    Dann bist du auch für eine generelle prophylaktische Kastration aller Hündinnen?

    Lieben Gruß
    Kerstin

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  • Steffen
    antwortet
    Zitat von Bullebu Beitrag anzeigen
    Ähm, ich hoffe ihr akzeptiert dann auch das betäubungslose kastrieren von Ferkeln?
    Kennst du den Unterschied zwischen Nesthockern und Nestflüchtern?

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  • Steffen
    antwortet
    Zitat von esprit Beitrag anzeigen
    Es ist immer schade, dass die, die am wenigsten Ahnung von so einer Maßnahme haben und noch weniger die Ausmaße an schlimmen Verletzungen und Schmerzen beim Abriss eines ausgewachsenen Daumens kennen, so selbstüberzeugt urteilen.
    Sehe ich auch so! Aber ist das nicht bei den meisten Themen so?

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  • esprit
    antwortet
    Zitat von shadow-0306 Beitrag anzeigen
    ich trau mich fast nicht zu fragen ...aber.... das wurde dann schon unter (mindestens) örtlicher Betäubung gemacht, oder
    ich meine wegen 'scharfe Nagelschere'....

    Lieben Gruß
    Kerstin
    das wird wohl kein TA machen, einen 1 - 2 Tage alten Welpen betäuben oder gar in Narkose legen.
    auch wenn Du dich schon fast nicht traust zu fragen, Du darfst dich auch trauen, mal zuzuschauen, bist herzlich eingeladen.

    Das läuft in etwa so ab:
    der TA kommt ins Haus, untersucht und begutachtet zunächst die Mutterhündin und die Welpen, ob alle gesund und frei von Missbildungen sind.
    Die kleinen, noch völlig weichen Daumen knipst er mit einer kleinen Schere ab und verödet es anschließend (das machen aber nicht alle). Ich habe das schon mehrmals mitgemacht; weder war die Mutterhündin beunruhigt noch haben die Welpen geschrien, sondern sind gleich wieder zu ihrer Hauptbeschäftigung "saugen" übergegangen.

    @allgemein: Es ist immer schade, dass die, die am wenigsten Ahnung von so einer Maßnahme haben und noch weniger die Ausmaße an schlimmen Verletzungen und Schmerzen beim Abriss eines ausgewachsenen Daumens kennen, so selbstüberzeugt urteilen.
    Und einen Windhund, insbesondere eine Whippet coursen haben diese meist auch noch nicht gesehen

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  • Fairytale
    antwortet
    Meinen drei Whippets wurden die Daumenkrallen ebenfalls entfernt. Ich kann aber nicht sagen, dass sie dort besonders empfindlich wären. Sie lassen sich an den Pfoten problemlos anfassen. Wenn man es nicht wüsste, fällt es gar nicht auf, das dort eine Kralle fehlt.
    Ich bin froh, dass diese Krallen entfernt wurden, sonst wären sie bestimmt schon ein- oder abgerissen. Wenn ich sehe wie die durchs Gelände flitzen, zwischen den Sträuchern durch und Haken schlagend, wäre bestimmt des öfteren ein Tierarztbesuch fällig gewesen. So bleibt es nur bei einigen Schrammen.

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  • Koira
    antwortet
    Meiner Hündin wurden die Daumen leider auch entfernt.
    Ich habe in den letzten Jahren viele "Rennhunde" mit entfernter Kralle an der Stelle angefasst (oder versucht sie vorsichtig anzufassen) ... viele -so auch meine Hündin- haben mit der entstanden Narben Probleme. Vielleicht nicht so offensichtlich, dass die Haut Probleme macht, aber viele lassen sich an der Stelle nur ungerne anfassen und dass Narben Störfelder sind, das muß ich wohl niemandem erklären, oder?

    lg

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  • Bullebu
    antwortet
    Zitat von Birlie Beitrag anzeigen
    ... auch bei unserer Rasse wird empfohlen die Daumenkrallen zu entfernen und ich habe dies bei meinen Welpen (innerhalb der ersten 3 Lebenstage) auch immer so gehandhabt.

    Die Daumenkralle ist schon fester verwachsen wie die Afterkralle, welche oftmals lediglich durch einen Hautfetzen mit dem Rest vom Hund verbunden ist, dennoch hat sich auch die Daumenkralle ganz einfach, mittels einer scharfen Nagelschere, recht gut entfernen lassen und meine Hunde hatten damit bzw. eben "ohne" nie Probleme.
    Ähm, ich hoffe ihr akzeptiert dann auch das betäubungslose kastrieren von Ferkeln? Oder hast du das Detail der örtlichen Betäubung weg gelassen.

    Also ich finde es nicht verwerflich diese Krallen entfernen zu lassen, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass sie Probleme bereiten (Vasco verletzt sich leider im Winter auch immer wieder daran, deshalb schneide ich sie recht kurz...). Aber ohne Betäubung und einfach so selber?
    Sorry, ne das finde ich nicht ok.

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  • shadow-0306
    antwortet
    Zitat von Birlie Beitrag anzeigen
    dennoch hat sich auch die Daumenkralle ganz einfach, mittels einer scharfen Nagelschere, recht gut entfernen lassen und meine Hunde hatten damit bzw. eben "ohne" nie Probleme.
    ich trau mich fast nicht zu fragen ...aber.... das wurde dann schon unter (mindestens) örtlicher Betäubung gemacht, oder
    ich meine wegen 'scharfe Nagelschere'....

    Lieben Gruß
    Kerstin

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  • Birlie
    antwortet
    Zitat von shadow-0306 Beitrag anzeigen
    Daumenkrallen sind doch richtige Zehen, also fest verwachsen. Von prophylaktischem Entfernen ( 'kenn' ich jetzt nur von Afterkrallen ) halt ich deshalb nix, wusste ehrlich gesagt bis eben gar nicht, daß das überhaupt gemacht wurde...oder sind die bei Windhunden so 'labberig' verwachsen wie manche Afterkrallen?
    ... auch bei unserer Rasse wird empfohlen die Daumenkrallen zu entfernen und ich habe dies bei meinen Welpen (innerhalb der ersten 3 Lebenstage) auch immer so gehandhabt.

    Die Daumenkralle ist schon fester verwachsen wie die Afterkralle, welche oftmals lediglich durch einen Hautfetzen mit dem Rest vom Hund verbunden ist, dennoch hat sich auch die Daumenkralle ganz einfach, mittels einer scharfen Nagelschere, recht gut entfernen lassen und meine Hunde hatten damit bzw. eben "ohne" nie Probleme.

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  • Steffen
    antwortet
    Zitat von esprit Beitrag anzeigen
    nö, bei uns (und einigen anderen Züchtern) .......


    Und dann gibt es auch Züchter, die zwischendurch die Daumenkrallen dran gelassen haben und nach eingen Unfällen jetzt doch wieder abnehmen.

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  • calambo
    antwortet
    Hi ,ich kann nur für meinen Grey sprechen,der hat seine Daumenkrallen und diese waren noch nie ein Problem.
    VG Angelika

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