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Heute 3.11-Reine Rasse und doch verkrüppelt

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  • Dracon Ra
    antwortet
    Zitat von Lunica Beitrag anzeigen
    niemand will dir einreden, dass rassehundezucht per se schlecht ist
    sondern, man sollte skeptisch und kritisch die hundezucht angucken.
    denn ein allgemeines umdenken ist schon längst überfällig

    für mich hört sich das wie eine ausrede/entschuldigung an.
    meiner meinung nach muss SOFORT etwas dagegen unternommen werden.

    die äusserung im stern-tv bericht, dass man nicht gewusst hätte, dass inzucht (geschwisterverpaarung) nicht gut sei, hat mir die nackenhaare sträuben lassen. wie dumm muss man dafür sein......
    Doch, genau das war das Grundthema des Beitrages.

    Der arme VDH-President war doch auch nur als Buh-Mann eingeladen und nicht wirklich als kompetenter Diskussionspartner dessen Meinung wirklich interessiert.


    Den Satz das der VDH nur der Dachverband ist habe ich nicht so verstanden das man sich vor der Verantwortund drücken will sondern das es eben schwierig ist den jeweiligen Zuchtvereinen ins Handwerk zu pfuschen, die wehren sich doch nach Kräften.
    Das geht auch für den VDH nicht von heute auf morgen.

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  • Tanja H.
    antwortet
    Zitat von Natty Beitrag anzeigen
    Habe die Sendung auch gesehen
    bin selber Züchter
    einer Rasse bei der ich denke,
    es ist kein Modehund und der Hund kann mit seinem äuseren Erscheinungsbild leben
    Das mag bei Deinen Hunden zutreffen und wie ich auf deinen Bildern gesehen habe, können Deine Hunde sehr gut mit ihrem Erscheinungsbild leben.

    ich habe hier eine Bernhardiner-Hündin mit Papieren (weiss nicht mehr wer der Züchter ist, könnte aber nachschauen) die mit ihrem Erscheinungsbild nicht gut leben kann: die Nase ist viel zu kurz gezüchtet, so das sie ziemlich schnauft und röchelt und ihre Hinterbeine haben eine extreme Fehlstellung, das sie nicht richtig laufen kann

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  • Seppeline
    antwortet
    @ Natty
    Man muss ja nicht JEDEN Bernhardiner mit einem bspw. Neufi kreuzen.
    Aber EINIGE und deren Nachzucht dann wieder in die Bernhardinerzucht einbringen,... und so weiter.
    Das funktioniert in der Pferdezucht schon seit Jahren.

    Da anders als in der Pferdezucht ein Bernhardinermischling aber natürlich kein "veredelter Bernhardiner" ist, wäre es ja möglich, die entsprechenden Tiere mit Zusätzen zu kennzeichnen, zB F1, F2 etc.
    Damit weiß jeder, woran er ist, wenn er in die Ahnentafel seines Bernhardiners schaut und beispielsweise sieht, dass in der fünftletzten Generation ein F1-Hund verwendet wurde.

    edit: achja, die Bezeichnungen "Bernhardiner" und "Neufundländer" kann man natürlich gegen jede andere Rasse austauschen... war nur ein Beispiel.

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  • Natty
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders, ich denke hier wäre es sinnvoller auf die Ursprünge dieser Rasse zurück zu gehen und Tiere zu suchen, die dem Typus entsprechen aus dem diese Rasse gezüchtet wurde und so den genetischen Pool wieder zu erweitern. Wenn ich es richtig im Hinterkopf habe, waren es bei den Tollern glaube ich spanielähnliche Hunde und Indianerhunde die den Ursprung bildeten.

    Viele Hunderassen lassen sich auf ihre Ursprünge zurück verfolgen und so könnte man - wo es noch Ursprungstypen bzw. nahe verwandte Typen gibt, den Genpool wieder etwas erweitern, wenn man hier gezielt einkreuzen würde und ebenso gezielt genetische Deformationen, die bekannt sind aus der Zucht ausschließt.
    Ja wäre eine Möglichkeit


    wobei wenn ich denke mein Langhaarbernhardiner besteht
    aus dem Kurzhaarbernhardiner und angeblich aus dem Neufundländer so wie angeblich Hofhunden. Wenn ich hier zurück gehe hätte ich einen anderen Typ, aber keinen Bernhardiner mehr. Bei Neuzeitrassen mag dies anders sein.

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  • AleaNexus
    antwortet
    Zitat von Natty Beitrag anzeigen
    Nur wenn ich einen kleine Auswahl ( kenn mich bei Toller nicht aus) von Zuchttieren habe, steigt natürlich meine Inzucht, hab ja im Grunde keine andere Wahl, wenn ich die Rasse erhalten will.
    Das sehe ich anders, ich denke hier wäre es sinnvoller auf die Ursprünge dieser Rasse zurück zu gehen und Tiere zu suchen, die dem Typus entsprechen aus dem diese Rasse gezüchtet wurde und so den genetischen Pool wieder zu erweitern. Wenn ich es richtig im Hinterkopf habe, waren es bei den Tollern glaube ich spanielähnliche Hunde und Indianerhunde die den Ursprung bildeten.

    Viele Hunderassen lassen sich auf ihre Ursprünge zurück verfolgen und so könnte man - wo es noch Ursprungstypen bzw. nahe verwandte Typen gibt, den Genpool wieder etwas erweitern, wenn man hier gezielt einkreuzen würde und ebenso gezielt genetische Deformationen, die bekannt sind aus der Zucht ausschließt.

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  • Natty
    antwortet
    Ich habe jetzt mal eine ganz blöde Frage
    Wäre es sinnvoler, wenn es die eine oder andere Rasse die unter starker Inzucht leidet oder bei der es gehäufte schlimme Erbkrankheiten (Betreffs Krankheiten die bereits Qual für den Hund sind) nicht mehr gibt
    oder ist es sinnvoller diese behaftete Tiere mit anderen Rassen zu mischen und eine neue Rasse zu erzeugen

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  • Natty
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Hallo Natty,
    bei einer Rasse bei der alle Tiere näher verwandt sind als die eigenen Geschwister würde es mich sehr interessieren, wie Du diese enge genetische Schranke ohne die Einkreuzung nicht verwandter Tiere erweitern würdest.
    Elke, das stimmt schon was du sagt
    ein alter Züchter sagt immer zu mir
    " Weist du, wenn früher die Soldaten durch die Dörfer zogen, gab es wieder gesunde Kinder." Er meite damit die Umsetzng dieses Spruchs in die Zucht.
    Also raus aus der Linie, das ist auch das was man Blutaufrischung nennt

    Nur wenn ich einen kleine Auswahl ( kenn mich bei Toller nicht aus) von Zuchttieren habe, steigt natürlich meine Inzucht, hab ja im Grunde keine andere Wahl, wenn ich die Rasse erhalten will.
    Nur Kreuz ich jetzt den Toller z. B. mit dem Bernahrdiner und dies gibt den Bermietoll ( blödes Beispiel; aber hoffe man verstehts) und dieser Hund wird gewünscht als Rasse , wo kreuz ich dann Bernietoll x Bernietoll um wieder einen Bernietoll zubekommen --automatisch Rutsch ich in eine erneute Inzucht

    Deshalb sag ich wie will ich durch eine Kreuzung 2 Rassen mich aus einer Inzucht befreien.

    Ganz anders sehe ich es wenn ich Mischlinge züchte. Hier erzeug ich keine neue Rasse.

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  • PBGV-Fan
    antwortet
    Zitat von Heike87 Beitrag anzeigen
    Wenn es so schwarz-weiss wäre, dann wäre das schön ...
    Erstmal unterstelle ich keinem Züchter, dass er "bewusst" kranke Welpen erzeugt und verkauft. Nicht die Züchter, die mein persönliches Vertrauen haben. Gerade beim Cavalier gibts jede Menge Hunde von irgendwo her ...

    Dann ist der Erbgang nicht klar, sonst wäre das ja einfach. Diese Krankheit (die im übrigen die Syringomyelie ist, dieser Name fiel nicht, Arnold-Chiari ist nicht gleichzusetzen) kann nur durch ein MRT-Scan festgestellt werden. Und es ist leider nicht so, dass gesunde Eltern gesunde Welpen hervorbringen. Es wird an einem Gentest geforscht. Der Scan der Elterntiere ist nicht vorgeschrieben, viele Züchter lassen ihn aber schon durchführen.

    Hier ist ein Link zur Seite von Dr. Claire Rusbridge, DIE Spezialistin für diese Erkrankung. http://www.veterinary-neurologist.co.uk/

    LG - Heike
    Die gezeigten Cavaliere waren aus VDH-Zuchten und nicht von "irgendwoher".

    Sicher ist nicht alles schwarz-weiß. Das ist mir klar, ich beschäftige mich mit bestimmten Erbkrankheiten schon eine ganze Weile und weiß, dass sich nicht alles so einfach ist, die Erbgänge zu verfolgen. Du sprichst selber von persönlichem Vertrauen. Du kennst die Züchter also, kannst Dir vielleicht auch über längere Zeit ein Bild machen. Wie kann ich als "Einfach nur Käufer" dieses Vertrauen aufbauen. Die Züchter ggf. auch mehrfach zu Hause besuchen, den Wurf anschauen usw. Evtl. Leute befragen, die selber Hunde aus dieser Zucht haben. Ob das Bild, was ich dann habe, richtig ist, weist erst die Zeit. Ich weiß, wovon ich spreche, ich bin auch schon reingefallen.

    Aber solange ich die Erbgänge nicht kenne, muss ich doch um so vorsichtiger mit Verpaarungen sein. Hier spielt sicher auch die Nachzuchtkontrolle eine wichtige Rolle. Diese wird oft nicht oder nur in geringem Maß durchgeführt.

    Und das Beispiel von Alea zeigt doch, wie unvorsichtig damit umgegangen wird. Und das ist sicher kein Einzelfall.

    Das meine ich mit "bewusst". Es wird bewusst ein Risiko eingegangen. Ich unterstelle nicht, dass mit bekannt kranken Hunden gezüchtet wird. Aber solange Championate nur die äußere "Schönheit" dokumentieren, solange wird es diese Probleme geben. Neben dem äußeren Erscheinungbild sollte auch immer die Gesundheit und das Wesen des Hundes eine Rolle spielen. Vor einem Titel die Gesundheitsunterlagen einreichen, das wäre doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich habe hier einen Deutschen Jugendchampion (VDH), der leider augenerkrankt ist (sicher erblich). Was ist der Titel also wert? Und hier wurde bewusst das Risiko eingegangen.

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  • tanja_achim
    antwortet
    Hi,

    die äusserung im stern-tv bericht, dass man nicht gewusst hätte, dass inzucht (geschwisterverpaarung) nicht gut sei, hat mir die nackenhaare sträuben lassen. wie dumm muss man dafür sein......
    So wie ich es verstanden habe, ging es bei dieser Aussage aber um die Entstehung der Rassen und das damals nicht bekannt war, was für Folgen Inzucht hat. Und für die Zeit im vorletzten Jahrhundert stimmt das.
    Heute sollte es jedem bekannt - ist es aber leider auch nicht

    Was den Fitnesstest für Mops und Co angeht, weiß hier jemand wie der aussieht? Fänd ich zu Beurteilung schon ganz interssant,

    lG
    Tanja

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  • Manfred
    antwortet
    Wenn ich mir einen Hund kaufe, sollte ich mich doch vielleicht vorher über die Rasse erkundigen über Erbkrankheiten , Langlebigkeit, Funktionalität
    Ich hatte mir zuvor das "heilige" Kooikerbuch gekauft, quasi das Gebetbuch für jeden Interessenten.
    In dem Buch findet mal alles zur Geschichte, zum Wesen und über die typischen Merkmale!
    Epi und Kooikerlähmung wird dort nur als mögliche Krankheit erwähnt.
    Es wird nicht gesagt, dass diese Krankheiten quasi inside sind.
    Verpaarungen, die über 10 Generationen Epi und ENM- frei wären, gibt es nicht !!!
    LG MAnfred

    @ Vivian: du hast pn, den Beleg, dass es tatsächlich Kooker Züchter gibt, die mit einer IK 15,57 Verpaarung auf ihrer HP noch Werbung machen.
    (Ich könnte verstehen, wenn man das verheimlicht, aber die Leute stehen wohl zu der Handlung, und wie gesagt, der VDH sagt noch okay !)

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  • AleaNexus
    antwortet
    Hallo Natty,
    bei einer Rasse bei der alle Tiere näher verwandt sind als die eigenen Geschwister würde es mich sehr interessieren, wie Du diese enge genetische Schranke ohne die Einkreuzung nicht verwandter Tiere erweitern würdest.

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  • Natty
    antwortet
    Dieser Züchter sagt das im Toller zu viel Inzucht steckt. Er wünscht die Einkreuzung des Toller in andere Rassen.
    Ob dies der richtige weg ist, stell ich in Frage
    Nach meinetr Meinung entstehen neue Rassen und das Problem ist für mich so nicht gelöst.

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  • Monka
    antwortet
    Zitat von brave Beitrag anzeigen
    Wahnsinn oder?
    Das mit dem Toller wußte ich nicht ...
    Habs leider nicht gesehen - was war denn mit dem Toller?

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  • Heike87
    antwortet
    Zitat von PBGV-Fan Beitrag anzeigen
    Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum sich die betroffenen Halter der Cavalier Spaniel nicht an die Züchter wenden. Wenn es nachweislich ein erbliches Problem ist, dann sind die Züchter dafür haftbar. Und so, wie sich die Erkrankung darstellte, scheint es mir, dass die nicht erst nach zwei Jahren ausbricht. Ich glaube nämlich, wer bewusst so züchtet, dass kranke Hunde geboren werden, der tut das nicht, weil er die Rasse verbessern will. Und da kann der Angriff auf den Geldbeutel schon zur Erziehungmaßnahme werden.
    Wenn es so schwarz-weiss wäre, dann wäre das schön ...
    Erstmal unterstelle ich keinem Züchter, dass er "bewusst" kranke Welpen erzeugt und verkauft. Nicht die Züchter, die mein persönliches Vertrauen haben. Gerade beim Cavalier gibts jede Menge Hunde von irgendwo her ...

    Dann ist der Erbgang nicht klar, sonst wäre das ja einfach. Diese Krankheit (die im übrigen die Syringomyelie ist, dieser Name fiel nicht, Arnold-Chiari ist nicht gleichzusetzen) kann nur durch ein MRT-Scan festgestellt werden. Und es ist leider nicht so, dass gesunde Eltern gesunde Welpen hervorbringen. Es wird an einem Gentest geforscht. Der Scan der Elterntiere ist nicht vorgeschrieben, viele Züchter lassen ihn aber schon durchführen.

    Hier ist ein Link zur Seite von Dr. Claire Rusbridge, DIE Spezialistin für diese Erkrankung. http://www.veterinary-neurologist.co.uk/

    LG - Heike

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  • Natty
    antwortet
    Auf die Vermischung zurück gehen würde ich jetzt vielleicht nicht ganz sagen
    bei allen Rassen, weil es Rassen gibt die schon hundert Jahre und älter sind.
    Aber zurück vom massigen Hund zum leichteren Hund vom Ektropium, Entropium zum gesunden ovalen Auge,. um nur mal ein Beispiel zu nennen............................................
    Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, so sind viele dieser Krankheiten ja auch nicht enstanden.
    Bei Allergien möchte ich jetzt nicht mal unbedingt sagen ob es Rasse bedingt ist. Hier spielen auch äusere Faktoren eine Rolle, wie Umwelteinflüsse

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