Hallo Adriane,
nein - ich glaube auch nicht, dass alle Züchter so sind - ABER...
es gab weder Rückmeldung vom VDH...noch vom BLV und vom SV erst nach Rückfrage und dann auch noch in einem Brief, der vor (Rechtschreib-) fehlern nur so strotzte und auf der einen Seite die Vererbung von Retinadysplasie oder Schäferhundkeratitis in Frage stellte - auf der anderen Seite aber meine Hündin im gleichen Satz noch von der Zucht ausschloss. Diese Logik allein mag sich mir nicht erschließen. Vor allem dann nicht, wenn mit Wurfgeschwistern munter weiter gezüchtet wird...
Ich sehe mich nicht als Don Quichotte... Alea muss darunter leiden! Mir stinkt es nur gewaltig, wie anscheinend im SV mit Erbkrankheiten umgegangen wird. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
Ankündigung
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Keine Ankündigung bisher.
Heute 3.11-Reine Rasse und doch verkrüppelt
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Don Quichotte ist da.Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigenHallo Dracon Ra,
Ich habe den Züchter informiert sowie den Züchter des Rüden, und den VDH und den SV und den BLV....
Rückmeldungen? Ja - vom SV...ein Zuchtverbot für meine Hündin (die bereits kastriert ist...) vom SV. Die Eltern aus der Zucht nehmen? Warum ist ja nur Retinadysplasie, Schäferhundkeratitis... Den Wurfbruder aus der Zucht nehmen... Fehlanzeige...
Rückmeldung Züchter? Fehlanzeige... nur nix sehen, nix hören, nix sagen
Rückmeldung Rüdenzüchter? Fehlanzeige - seitdem bekomme ich auch keinen Mails (News) mehr... bin zur "Persona Non Grata" mutiert...
Rückmeldung BLV? Fehlanzeige...
Rückmeldung VDH? Fehlanzeige...
Es wurde jeweils das ärztliche Attest vom Augenspezialisten (Dortmunder Kreis) vorgelegt. Alea ist geröngt und DNA-Probe ist eingesandt worden - Interessse...gleich NULL
Und wer hat nun kein Interesse daran, die Informationen weiterzugeben... Ich? Der böse Käufer? Wohl kaum!
Ja, es gibt Ar.... unter den Züchtern die sowas nicht hören wollen, aber sag mal z.B. einer Jela, einer "Brave" Iris, einer "Waschbär" Antje, einer "Windrover" oder einer Swanie (Aufzählung unvollständig
) hier im Forum das alle Züchter das so sehen .
Es ist wie Jela schon sagte eben nicht alles schwarz und weiß, nicht jeder Züchter böse und jeder Tierschützer gut, nicht jeder VDH-Züchter nur auf Titel aus und nicht jeder Vereinsloser Züchter ein gewissensloser Vermehrer.
Vielleicht sind die schlechten Züchter in der Überzahl, vielleicht hört man von ihnen einfach nur mehr, wer einen gesunden, gut sozialisierten Hund hat nimmt das als gegeben hin, nur wer Probleme hat gibt laut.
Aber ich denke genau wie man auch 'normale' Hunde ohne Übertypisierung auf Ausstellungen zeigen sollte (mache ich zugegebener Maßen zu wenig) muß man auch immer darauf hinweisen das es nicht nur schwarze Schafe unter den Züchtern gibt.
Adriane
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Zitat von Meriones Beitrag anzeigenMan sollte bei der Diskussion zwei Themen bewußt auseinanderhalten:
Das erste ist die Übertypisierung, die absichtliche Selektion auf Merkmale, die der Gesundheit oder dem Wohlbefinden des Hundes entgegenstehen, aber als rassetypisch angesehen werden. Dazu zählen extrem kurze Schnauzen, Ektropium, etc.
Diesem Problem könnte man theoretisch relativ einfach durch normale Selektion begegnen.
Das zweite Problem ist der rapide Anstieg von Erbkrankheiten sowie Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Immunsystem in fast allen Rassen, dessen Ursache in der genetischen Verarmung und dem hohen Homozygotieniveau der Tiere geortet wird (Sommerfeld-Stur, Wachtel).
Durch die Zuchtverfahren der Linienzucht und Inzucht werden Merkmale gefestigt und der Genpool der Rassepopulation in Eiltempo verkleinert. Dadurch entsteht einerseits ein erhöhtes statistisches Risiko für das Zusammentreffen rezessiver Schadallele im Einzeltier, andererseits ist Heterozygotie und eine immer neue Durchmischung der Allele in jeder Generation essentiell für ein funktionelles Immunsystem und für die Anpassungsfähigkeit der Hunde an wechselnde Umweltfaktoren (zB andere Futtersorten).
Dieses Problem wird von vielen nicht ernst genommen bzw nicht verstanden, obwohl es eigentlich schon 5 nach 12 ist.
Obwohl ich selber Züchter bin, bin ich mir gar nicht sicher, ob nicht das Ende der Rassehundezucht wie wir sie kennen nicht schon begonnen hat, und ich weiß auch nicht, ob Versuche, dagegen anzukämpfen, nicht schon zu spät kommen.
Lösen liese sich das Problem der genetischen Vearmung nur mit Methoden der Erhaltungszucht, ähnlich wie bei bedrohten Tierarten, und natürlich auch der gezielten Zufuhr neuer Allelvarianten in den verarmten Genpool.
Praktisch heißt dass, zB Farbschläge miteinander zu verpaaren, wo dies bisher verboten ist, aber bei sehr eng dastehenden Rassen natürlich auch Einkreuzung passender Hunde, wie es zB beim Österreichischen Pinscher im Rahmen des Landpinscherprojekts gemacht wird.
SG
Viktoria
Vielen Dank für diesen Beitrag, ich kann das voll unterschreiben. Als Züchter habe ich dieselben Gedanken, und auch ich frage mich, ob das wirklich Sinn macht oder ob man sich nicht auch was vormacht.
Dass es da Probleme gibt, die angepackt werden müssen, ist auch gar nicht die Frage. Die gibt es, und die Zucht auf extreme optische Merkmale und Showtitel halte ich für die Wurzel allen Übels. Insofern hat die Kritik im Kern natürlich ihre Berechtigung.
Auf der anderen Seite darf man fragen, ob es erlaubt ist, wirklich mit allen Mitteln ohne Rücksicht auf Verluste zu kämpfen. Ob es da wirklich nur schwarz oder weiß gibt, die gute und die böse Seite. Und ich denke auf keinen Fall! Es ist ja nicht so, dass in den VDH-Vereinen "nur" skrupellose und blinde Züchter rumlaufen, die ihre Rasse kaputt machen wollen. Viele gute Impulse, Gentests, "Back to the roots"-Zuchtpaxis kommt aus den Vereinen und von den Züchtern selber.
Und die Seite, die meint, sie hätte die Herrschaft über die "Rassezucht-Kritik" macht sich unglaubwürdig, wenn sie Tatsachen überdramatsiert oder verfälscht. Nochmal: Ich will nicht behaupten, dass in der VDH-Dalmatinerzucht alles rosig ist. Als schwierig für mich empfinde ich Zucht für Show und Titelerfolge. Das "gute Wesen" liest sich bei manchen Züchtern wie das eines Kaninchens - Dalmatiner mit Jagdtrieb (als ursprüngliche Bracken) sind nahezu ein Tabuthema.
ABER: Seit 1999 gilt der Hörtest unter strengen Regeln für alle VDH-Dalmatiner, nicht nur die Zuchthunde, sondern alle Tiere eines Wurfs. Diese Zahlen sind ein FAKT. Da braucht man keine 30 bis 40 Jahre alten Studien aus den USA heranzuziehen, als die Zuchtpraxis auch noch eine ganz andere war. Und nochmal: Das ganze Thema hat nix mit Inzuchtdeppression und Genverlust zu tun, die Welpenzahlen und die Alterserwartung sprechen eine andere Sprache. Es handelt sich um einen polygenetischen Erbgang, von dem nicht nur der Dalmatiner betroffen ist und an dem auch schon seit vielen Jahren geforscht wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Vererbung liegen ja schließlich auch schon vor!!
Und deshalb hilft - das wurde hier auch schon gesagt - so eine verdummende Aufbereitung des Themas auf Bild TV Niveau niemandem weiter, schon gar nicht den Hunden. Geholfen wurde nur der Quote, und das war auch der Sinn der ganzen Aktion.
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Hallo Dracon Ra,
Ich habe den Züchter informiert sowie den Züchter des Rüden, und den VDH und den SV und den BLV....
Rückmeldungen? Ja - vom SV...ein Zuchtverbot für meine Hündin (die bereits kastriert ist...) vom SV. Die Eltern aus der Zucht nehmen? Warum ist ja nur Retinadysplasie, Schäferhundkeratitis... Den Wurfbruder aus der Zucht nehmen... Fehlanzeige...
Rückmeldung Züchter? Fehlanzeige... nur nix sehen, nix hören, nix sagen
Rückmeldung Rüdenzüchter? Fehlanzeige - seitdem bekomme ich auch keinen Mails (News) mehr... bin zur "Persona Non Grata" mutiert...
Rückmeldung BLV? Fehlanzeige...
Rückmeldung VDH? Fehlanzeige...
Es wurde jeweils das ärztliche Attest vom Augenspezialisten (Dortmunder Kreis) vorgelegt. Alea ist geröngt und DNA-Probe ist eingesandt worden - Interessse...gleich NULL
Und wer hat nun kein Interesse daran, die Informationen weiterzugeben... Ich? Der böse Käufer? Wohl kaum!
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Joh, irgendwelche Statistiken und Studien nennen um seine "Behauptungen" zu beweisen, hat ohne Auswertung dieser Statistiken oder Studien auch nur die Absicht, daß die Leute ob dieses "Beweismaterials" schier beeindruckt glauben was behauptet wird.Zitat von SamundQuincey Beitrag anzeigenMich persönlich interessiert z.B. der Toller recht wenig - umso mehr fällt mir dann auf, dass die eine Seite meint, sie käme ohne Fakten und nur mit "warmen Worten" gegen die "Gegnerseite" an, die mit (vermeintlichen oder tatsächlichen ?) Beweisen nur so um sich wirft.
Wie oft sind denn hier schon bei genauerem Hinterfragen viele der als Beweise genannten Studien "in der Luft zerrisssen" worden?
Viele Grüße
Elke
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... und meistens überfordert.Im Grunde ist man als Kaufinteressent ziemlich gefordert, die Vorteile aber auch Nachteile einer Rasse zu finden.
Meine 1. Wahl galt damals dem Kromi, dem Kromfohrländer ... da hatte ich dann erfahren, dass die nur einen sehr kleinen Genpool haben.
Beim Kooiker konnte man das als Kaufinteressent zunächst nicht erkennen, das habe ich erst vor 1-2 Jahren erfahren. Mir war die Linienzucht aufgefallen und ich stellte die Frage, warum verpaart man nicht nur Tiere, die über 6 oder 10 Generationen gesund waren, also bezogen auf die typischen Krankeheiten wie Epi und ENM. Da bekam ich dann die Antwort, impossible.
In einem anderen Forum wurde dann drüber gesprochen, gibt es überhaupt eine gesunde Rasse? Die Antwort NEIN
LG Manfred
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Hallo Julia,
wie ich oben schon schrieb, sind das Beispiele, wie man solche Texte kritisch hinterfragen kann, wenn nur Behauptungen oder Meinungen - ohne untermauerte Fakten, d.h. mit Quellenangaben - von sich gegeben werden.
Alles andere nenne ICH Bildzeitungsniveau, weil "bild dir eine Meinung" nunmal als Stil darauf zielt, dass Leser irgendwelche Behauptungen und Meinungen der Bild einfach unkritisch übernehmen.
Das wäre in etwa so, als würde man als Angeklagter vor Gericht stehen, von der Staatsanwaltschaft Indizien und Beweise um die Ohren gehauen bekommen und dann einfach sagen würde "Das stimmt so alles nicht - ich bin unschuldig - und jemand anderes ist der Böse".
Glauben ist gut, hilft aber recht wenig, während Gegenbeweise bzw. die Widerlegung von Beweisen die Unschuld (z.B. durch ein wasserdichtes Alibi des Tatverdächtigen) bestätigen würden.
Ich glaube schon, dass ein Großteil der Menschheit intelligent genug ist, nicht alles unkritisch zu konsumieren, was "mal eben so" behauptet wird.
Mich persönlich interessiert z.B. der Toller recht wenig - umso mehr fällt mir dann auf, dass die eine Seite meint, sie käme ohne Fakten und nur mit "warmen Worten" gegen die "Gegnerseite" an, die mit (vermeintlichen oder tatsächlichen ?) Beweisen nur so um sich wirft. Das allein (ohne die Fakten zu prüfen) lässt mich schon zu einer der beiden Seiten tendieren. Ich will nämlich als kritischer und denkender Mensch nicht mit bloßen Behauptungen/Meinungen für dumm gehalten werden.
Wäre ich Interessent für die Rasse - mich würden "nur warme Worte" nicht überzeugen können, mir einen solchen Hund doch noch zu kaufen.
LG
Marita
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@Marita
was die gesundheitlichen Voraussetzungen angeht, hilft ein Blick in die Zuchtordnung.
Und insgesamt zur Stellungnahme: Seien wir ehrlich - was soll man denn da alles rein packen? Der Stern TV Beitrag war auf BILD Niveau mit ein oder zwei "Häppchen" als konkretem Verweis auf Studien - die aber teilweise schon nicht mehr aktuell sind.
Wer wirklich Interesse am Toller hat, sollte mit den Züchtern Kontakt aufnehmen und sich dann gern alles haarklein erklären lassen.
Jeder Tollerzüchter, den ich kenne wird dir gern Statistiken und Studien zur Verfügung stellen - das Thema ist nämlich nicht erst seit gestern aktuell, auch wenn der Herr Exzüchter das mit seinem Geschrei glauben machen will.
Aber in eine allgemeine Stellungnahme jetzt mit Fachtermini zu Krankheit und Vererbung, Zahlen und Sudienhinweisen um sich zu werfen - sieht zwar toll aus, versteht aber 3/4 der Hundehaltenden Bevölkerung wohl kein Stück.
Ich war bzgl. einer anderen Erkrankung bei "meiner" Rasse (Chesapeake) in den letzten zwei Jahren sehr erstaunt wie viele Menschen noch nicht mal ein simplen autosomal-rezessiven Erbgang hinkriegen...
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Ja, und immer sind nur die Zücher schuld.
Man stelle sich folgende Situation mit der Rasse seiner Wahl vor:
Jemand ruft dich an, "Bin gerade mit meinem Hund beim TA, wegen *füge Rassetypische Krankheit ein*, aber sag es blos niemandem!" ...
Aus dem weiteren Gespräch ist zu erahnen das die Person nicht vor hat den Züchter zu informieren.
Wie oft kommt das wohl vor? Das jemand aus welchem Grund auch immer dem Züchter über sowas keine Rückmeldung gibt?
Auf diese Art kann auch der ambitionierteste Züchter nichts ändern.
P.S.
Alles rein hypotetisch *hüstel* aber natürlich würde ich zusehen das der Züchter informiert wird.
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Zitat von Helfstyna Beitrag anzeigenWobei die gleichen Fragen stellen sich mir auch bei den Aussagen des Herrn vom TCD
Man kann immer leicht behaupten: Die Rasse ist krank, wir wollen sie retten. Wirkliche Zahlen und Unterlgane die seine Behauptungen untermauern hab ich bis heut auch noch nicht gefunden.
Man könnte sich z.B. die Studie Mäki ansehen, die zu diesem Schluss kommt, aber es gibt z.B. hier viele Stellungnahmen von Menschen, die "unabhängig" davon sind, Toller zu züchten und zu verkaufen - und die sind MIR allemal lieber als von Menschen, die nicht unabhängig sind, weil sie ein Eigeninteresse in der Zucht haben und trotzdem "nur behaupten":
http://www.tollerverein.de/index.php...id=217&clang=0
Ich habe das oben nur "als Beispiel" genommen, wie mit "nur Behauptungen" und ohne Quellenangaben Meinungen gemacht werden können.
Der Toller an sich ist da ebenfalls nur ein Beispiel, wenn ich mir diverse Internetseiten von manch anderen Zuchtvereinen ansehe, wo nichts außer "Werbung zur Verkaufsförderung" zu lesen ist.
Im Grunde ist man als Kaufinteressent ziemlich gefordert, die Vorteile aber auch Nachteile einer Rasse zu finden.
LG
Marita
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Wobei die gleichen Fragen stellen sich mir auch bei den Aussagen des Herrn vom TCD
Man kann immer leicht behaupten: Die Rasse ist krank, wir wollen sie retten. Wirkliche Zahlen und Unterlgane die seine Behauptungen untermauern hab ich bis heut auch noch nicht gefunden.
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Zitat von PBGV-Fan Beitrag anzeigenSO ganz einfach würde ich es mir nicht machen.
Beim Toller trifft zum Beispiel SRMA (Steril-eitrige Meningitis-Arteritis) zu mindestens so häufig auf, dass in GB darüber eine Studie zur Erforschung des Erbganges gemacht wurde. Und das ganz sicher nicht, weil "nur" 5% der Hunde betroffen sind.
Gibt man SRMA und Toller mal bei Google ein, kommen doch viele Ergebnisse. Schon komisch, wenn doch nur sooo wenige Hunde betroffen sind. Schaut man nämlich bei anderen Rassen, die ebenfalls betroffen sein können, findet man deutlich weniger.
Ob die Einkreuzung anderer Rassen das Problem löst, kann und will ich gar nicht beurteilen, aber die Darstellung des DRC scheint mir ein bisschen zu einfach. Und die HD-/ED-Daten waren doch nicht das wichtige Thema. Dass das mittlerweile gut geprüft wird, daran zweifelt doch keiner.
Aber wieviele Welpenkäufer melden sich denn bei den Züchtern / dem Verein, wenn sie Probleme haben? Wie erfolgen die Nachkontrollen der Würfe? Woher weiß der Verein über die Todesursachen? Das ist leider ein Thema, das von den Vereinen sehr stiefmütterlich behandelt wird.
Sehe ich ähnlich, vor allem, weil mehrfach Ross und Reiter für die "Gegenbehauptungen" nicht benannt werden.
Einige Beispiele, welche Gedanken ich zu dem veröffentlichten Text habe (in grün Zitate des DRC):
"Die meisten Toller erreichen ein Alter zwischen 10 und 15 Jahren, wobei auch noch ältere Toller nicht selten sind."
Gibt es dazu eine Statistik und wieviele verstorbene Hunde fliessen da hinein ?
Oder ist das die Aussage des Vorstands, der nur das Durchschnittsalter seiner eigenen Zuchthunde berechnet hat ? Mir sieht das sehr nach wohlwollender Behauptung oder nur persönlicher Meinung aus und da kann man sich sehr schnell irren.
"Die Nutzung moderner Gentests ermöglicht es uns heute auch, bestimmte Erkrankungen der Augen zuverlässig ausschließen zu können."
Dass die Möglichkeit von Gentests besteht ist klar, aber werden sie auch wahrgenommen ? Seit wann und mit welchem Ergebnis ? Pflicht oder freiwillige Basis ?
"Die Anzahl der von einer im Jugendalter auftretenden Autoimmunerkrankung (z.B. SRMA) betroffenen Hunde
liegt in diesem Vergleichszeitraum bei 5%. Das bedeutet, dass 95% der in diesem Zeitraum im DRC gezüchteten Toller frei von dieser Erkrankung sind!
"
Wieviele Hunde wurden untersucht ? Alle, die zwischen 2004 und 2008 gezüchtet wurden ? Tritt die Erkrankung nur im Jugendalter auf ?
"Bei keinem einzigen in diesem Zeitraum verstorbenen erwachsenen Hund ist die Todesursache auf eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen. Die Haupttodesursache ist, wie in der gesamten Hundepopulation, Krebs in seinen unterschiedlichsten Formen, der in der Regel beim älteren Hund auftritt."
Wieviele Hunde waren das ? Das liest sich, als wäre JEDER Toller (Zuchthund oder verkaufter Welpe/Hund) mit Todesursache erfasst ? Möglicherweise bestand aber neben der tötlichen (Krebs-) Erkrankung auch eine nicht tötliche Autoimmunerkrankung - oder konnte die jeweils ausgeschlossen werden ? Ich kann nicht einfach für einen an Krebs verstorbenen (euthanasierten) Hund behaupten, dass er nicht auch noch HD oder sonstige Erkrankungen hatte, nur weil die schlimmste/akuteste Erkrankung letztendlich zum Tod führte. Im übrigen stirbt man nicht an Krebs, sondern am dadurch verursachten Organversagen.
"Der berechnete Inzuchtkoeffizient für diese Verpaarungen lag zwischen 0,00% (13 mal!) und 4,88%. (über 6
Generationen gerechnet). Über 10 Generationen gerechnet lag der Wert zwischen 3,72% und 16,31%, bei 19 Würfen war dieser Wert <10%."
Den Inzuchtkoeffizient nur über 5 Generationen zu berechnen, ist zwar üblich, aber er ist "Schönrederei" - die vorherigen Generationen fallen dadurch ja nicht weg - und wie man sieht, werden die Werte bei 10 Generationen schon ziemlich drastisch - wie mögen sie wohl bei 15 und 20 Generationen (also über einen Zeitraum von nur ca. 25 - 35 Jahren = 1980er Jahre) aussehen ?
"In seiner Darstellung der „dramatischen genetischen Verarmung“ des Tollers bezieht sich der TCD e.V. auf die Studie von Frau Dr. MÄKI. Ihre Angaben zur Anzahl der DLA-Haplotypen in der Rasse, aus der die angeführten Schlüsse über die als zu gering unterstellte genetische Variabilität der Toller gezogen werden, gelten heute als nicht mehr aktuell.
Eine größere genetische Vielfalt der Rasse als in der Studie dargestellt gilt als belegt."
Solche Behauptungen "liebe" ich: Was ist denn aktueller ? Ross und Reiter ? Wer bestimmt denn, was "als belegt gilt", wenn keine Beweise dafür angeführt werden ? Soll ich nun einfach diese Meinung übernehmen, weil das da steht ?
"Ab 01.01.2011 wird es für alle Tollerzüchter im DRC e.V. verpflichtend, von allen Zuchttieren Blutproben zur
dauerhaften Einlagerung an die Firma Generatio einzusenden. Die daraus extrahierte DNA kann zur DLAHaplotypisierung
verwendet werden, die uns eine Bestandsaufnahme der genetischen Vielfalt in der deutschen
Tollerpopulation ermöglichen kann. Unser züchterisches Vorgehen passen wir fortlaufend modernen Erkenntnissen an
– bei Bedarf zeitnah, aber gleichzeitig wohl überlegt und besonnen."
Und was passiert bis dahin mit betroffenen Hunden, deren Käufer das Problem dann zuhause haben ? Haften die Züchter oder sogar der Verein dann dafür ?
"International langjährig erfahrene Tollerzüchter sowie mit der Rasse vertraute Spezialisten der Populationsgenetik
sehen derzeit keine Notwendigkeit zur Einkreuzung einer anderen Rasse und raten, aufgrund der damit verbundenen Risiken und Unwägbarkeiten, dringlich davon ab."
Schon wieder "nur Behauptung". Wie heissen denn diese Spezialisten ?
Däubert hat auf seiner Vereins-HP sämtliche Aussagen der eingeschalteten Spezialisten veröffentlicht - warum bringt dann nicht dieser Verein die angeblichen Gegenbeweise/Gegengutachten ?
"Wir fühlen uns dem Anspruch verpflichtet, den Sie als
Rasseinteressenten an uns stellen dürfen: Toller zu züchten, die in allen Aspekten dem Rassestandard entsprechen
(rassetypisches Wesen, Erscheinungsbild sowie rassetypische Anlagen), bei größtmöglicher Sorgfalt und Beachtung
gesundheitlicher Aspekte."
Schade, dass Gesundheit nicht an erster Stelle steht, sondern nur "größtmögliche Beachtung", damit der Rest wie z.B. Erscheinungsbild stimmt.
Meine Meinung zu Rassehundproblematiken:
Mir persönlich ist jeder einzelne Hund und seine Gesundheit wichtiger als das Bedürfnis von Menschen, um jeden Preis ihr Hobby Zucht ausleben zu wollen,
statt zu verzichten, wenn man nicht die idealen Zuchttiere hat, sondern
Kompromisse macht, die eventuell Qualzucht bedeuten können.
Dann gibt's vielleicht weniger Welpen pro Jahr bei einigen Rassen und einige müssen mal mit der Zucht aussetzen, bis sie gesunde Zuchthunde haben, aber dann könnte man Rassen auch "sanieren", ohne fremde Rassen einzukreuzen. Würde allerdings den einzelnen Welpen erheblich verteuern (oder man muss als Käufer eben mal ein Jahr warten!), wenn z.B. nur die Hälfte der üblichen Welpenzahlen pro Jahr erreicht würden und dann die Nachfrage womöglich größer wäre als das Angebot - aber dafür wären diese Welpen "ohne Kompromisse" insgesamt gesünder und man könnte dann mit Bedacht und entsprechender Zuchtlenkung (sowie Investition von Geld und Mühe, z.B. für gesunde Importe) an der genetischen Vielfalt der Zukunft anfangen zu arbeiten.
Ansonsten - wenn es mit der Rassehundezucht SO weitergeht, wie bei einigen Rassen seit Jahrzehnten üblich - muss man sich nicht wundern, wenn das Ammenmärchen "Mischlinge sind gesünder" weiter am Leben bleibt. Dass Mischlinge aber die Defekte ihrer Eltern und Ahnen ebenfalls in sich vereinen und daraus der Supergau entstehen kann, weil keine Vorsorgeuntersuchungen vor deren Vermehrung stattfindet, wird selten bedacht.
LG
Marita
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Nun ja. Es gibt auch Rassezuchtvereine, die sehen das anders.Zitat von PBGV-Fan Beitrag anzeigenSO ganz einfach würde ich es mir nicht machen.
Beim Toller trifft zum Beispiel SRMA (Steril-eitrige Meningitis-Arteritis) zu mindestens so häufig auf, dass in GB darüber eine Studie zur Erforschung des Erbganges gemacht wurde. Und das ganz sicher nicht, weil "nur" 5% der Hunde betroffen sind.
Der CBP führt Untersuchungen auf Augenerkrankungen, speziell PRA, durch, seit 1 einziger Hund daran erkrankt ist. Und dieser Hund stammte noch nicht einmal aus deutscher Zucht - hat in Deutschland auch keinerlei Verwandtschaft. Lange Jahre blieb dieser Hund auch der einzige ermittelte Fall, dennoch wurden die Untersuchungen fortgesetzt. Mittlerweile ist ein zweiter erkrankter Hund ermittelt worden.
Viele Grüße
Elke
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Übrig bleibt am Ende doch wieder mal Verwirrung, weil jeder etwas anderes sagt...je nachdem, welche Meinung er vertritt...
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SO ganz einfach würde ich es mir nicht machen.
Beim Toller trifft zum Beispiel SRMA (Steril-eitrige Meningitis-Arteritis) zu mindestens so häufig auf, dass in GB darüber eine Studie zur Erforschung des Erbganges gemacht wurde. Und das ganz sicher nicht, weil "nur" 5% der Hunde betroffen sind.
Gibt man SRMA und Toller mal bei Google ein, kommen doch viele Ergebnisse. Schon komisch, wenn doch nur sooo wenige Hunde betroffen sind. Schaut man nämlich bei anderen Rassen, die ebenfalls betroffen sein können, findet man deutlich weniger.
Ob die Einkreuzung anderer Rassen das Problem löst, kann und will ich gar nicht beurteilen, aber die Darstellung des DRC scheint mir ein bisschen zu einfach. Und die HD-/ED-Daten waren doch nicht das wichtige Thema. Dass das mittlerweile gut geprüft wird, daran zweifelt doch keiner.
Aber wieviele Welpenkäufer melden sich denn bei den Züchtern / dem Verein, wenn sie Probleme haben? Wie erfolgen die Nachkontrollen der Würfe? Woher weiß der Verein über die Todesursachen? Das ist leider ein Thema, das von den Vereinen sehr stiefmütterlich behandelt wird.
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