Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Heute 3.11-Reine Rasse und doch verkrüppelt

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Ginger
    antwortet
    Zitat von PBGV-Fan Beitrag anzeigen
    Genau das meine ich, der gesunde Hund wird nicht auf Ausstellungen nach vorne gestellt, nein, es sind die übertypisierten Hunde, die dann eben ggf. gesundheitliche Probleme haben.

    Ich finde es toll, wenn Züchter den Mut haben, solche Hunde auch immer wieder auszustellen.
    Genau da sehe auch ich das größte Problem. Leider sind viele Züchter beherscht durch den Show-gedanken. Der Hund muß mindestens ein Vorzüglich haben. Noch besser das V1 bzw. einen Championtitel.

    Leider sagt eben genau dieser Titel nix, aber auch gar nix über die Gesundheit des Tieres aus, sondern eigentlich nur, das er Phenotypisch ein übertypisierter Hund ist.

    Wenn man einfach nur mal das Titeldenken ausmerzen könnte, wären wir, glaube ich, schon mal einen Schritt weiter.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Cherokee Tyee
    antwortet
    Wie üblich grottig recherchiert und dramatisch aufgehübscht...
    Dazu der ausgewiesene "Hundeliebhaber" Günther Jauch...

    Und der Ex-Toller Züchter? Eine Farce!!!
    Er hat Toller in der Dissidenz gezüchtet, sich dann mit seinem kleinen Verein (TCD) um VDH-Anerkennung bemüht und verbietet sich nun selbst das züchten? Er ist 1. Vorsitzender eines ZUCHTverbandes und im TCD fallen weiter Würfe...
    Niemand streitet ab, dass es beim Toller auch Probleme gibt, aber das?
    Leute, die sich mit Genetik und Inzuchtkoeffizienten nicht auskennen, müssen jetzt denken, die Rasse ist zum Aussterben verurteilt, wenn ein deutscher "Nicht"züchter nicht sein Einkreuzungsprojekt durchbringt...
    Fraglich sowieso, ob das möglich ist, denn Ursprungsland und "Standardverwalter" ist Kanada.

    Putzig auch, dass nicht erklärt wurde, über wieviele Generationen der Inzuchtkoeffizient berechnet wurde - auf 10-12 Generationen, okay, da kommt man evtl. dahin - nicht aber bei 5-6 Generationen.

    Wer Spaß drann hat, kann ja mal auf der Seite des DRC "Testverpaarungen" machen und sich die Inzuchtkoeffizienten ansehen - und dann vergleichen mit denen anderer Rassen mit relativ kleiner Zuchtbasis.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Jela
    antwortet
    Kritik an der Zucht ist sicher immer richtig, aber man sollte schon bei der Wahrheit bleiben. Auch im VDH gibt es shwarze Schafe. Insgesamt war es sehr reißerisch und auf Schockeffekte ausgerichtet.

    Online liest man, dass sich Züchter sehr bedeckt hielten und Erbkrankheiten nicht dokumentiert würden. Ich weiß nicht, wie es in anderen Vereinen aussieht, aber bei uns ist die Szene so klein, da kann man nix verstecken - wenn man denn gewillt ist hinzusehen. Auch aufs schlechte Fell auf Ausstellungen, weshalb Hunde oft (nicht immer) zurückgestuft werden. Aber ich hab ja selber Augen im Kopf.

    Was für mich völlig unverständlich ist, woher die Zahlen 20 bis 30% tauber Dalmatiner im VDH stammen soll. Es gibt kaum etwas, was so gut dokumentiert ist, wie die Taubheit von Dalmis in D. Steht alles in den Zuchtbüchern, ein Klick oder Anruf hätte genügt.

    Der Dalmatiner Verein Deutschland hat die Zuchtbücher online zum Download: http://www.dalmatineronline.de/v-downloads.html, 2009 z.B. 220 Welpen, 3 Taube.

    Vom Deutschen Dalmatiner Club 1920 e.V. habe ich sie von 2000 bis 2007 hier, 2008 und 2009 müsste ich anfordern. Beispiel für 2007: 2,42%, die letzten Jahre liegen meines Wissens bei um die 1,5%.

    Der Club für Dalmatinerfreunde (CDF) ist auch sehr auskunftsbereit. Beispiel 2009: 1% taub, 4% einseitig taub.

    Klar ist jeder taube Welpe einer zuviel, und natürlich gibt es viele Baustellen und es liegt viel im Argen. Man muss es aber nicht schlimmer machen als es ist, weil "2% Taubheit" nicht so spektakulär klingt wie "20 bis 30 Prozent". Große Würfe, hohe Lebenserwartung, Agilität sprechen auch gegen die in den Raum geworfene Inzuchtdepression. Aber das hätte nicht zum Konzept der Sendung gepasst.

    Offenheit und Transparenz sind ganz wichtig, und die sind nunmal nirgendwo mehr gewährleistet als im VDH. Klar ist nicht alles Gold, was glänzt, aber ich weiß, wie viele engagierte Mitglieder und Züchter in den Vereinen (in ganz Europa übrigens) für die Rasse ackern und arbeiten. Diese Art der Berichterstattung wird dem einfach nicht gerecht.
    Zuletzt geändert von Jela; 04.11.2010, 21:04.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Lunica
    antwortet
    Zitat von tanja_achim Beitrag anzeigen
    So wie ich es verstanden habe, ging es bei dieser Aussage aber um die Entstehung der Rassen und das damals nicht bekannt war, was für Folgen Inzucht hat. Und für die Zeit im vorletzten Jahrhundert stimmt das.
    nein, ich meine den züchter den man interviewt hatte.
    der sagte von sich, dass er sich der folgen nicht bewusst war.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Shiraa
    antwortet
    Ich habe die Sendung auch gesehen. Aber nachdem ich schon "Pflegefall Schäferhund - Vom Ende einer deutschen Legende" und "Pedigree Dogs Exposed" gesehen habe (beides bei Youtube zu finden), war ich nun nicht mehr sonderlich schockiert. Ich finde es aber sehr traurig, was in einigen Zuchtverbänden so betrieben wird.

    An Stelle der Zucht mit kranken Hunden einen wirklichen Riegel vorzuschieben, scheint der VDH halbherzige Versuche zu unternehmen, das Problem zu beseitigen. Jedenfalls empfinde ich das so. Bsp. der Fitnesstest für den Mops.

    Als ich die Sendung gestern sah und es um den Mops ging, sagte mein Freund: so ein Belastungstest ist doch gut. Es wurde auch so dargestellt, als sei das ein wirklich ernst zu nehmender Test. Als ich meinen Freund dann sagte, dass so ein Mops 1km bei Schrittgeschwindigkeit laufen muss, fiel er fast um vor lachen.

    Mein 8kg-Hund rennt 3 mal die Woche 8-10km am Fahrrad - allerdings nicht mit 5,5 sondern eher mit 10-12 km/h im Schnitt ;-) Kleine Hunde können also sehr wohl auch ziemlich schnell und lange rennen (wenn er denn atmen kann).

    Nun will ich mich nicht zu sehr beschweren, eben weil auch ich grad zwei "erbkranke" Rassehunde besitze: Bisher zeigt mein Cavalier keine Anzeichen von Syringomyelie oder Arnold-Chiari und sein Herz ist auch OK. Aber das kann man halt leider nicht wirklich beim Kauf abschätzen. Ich habe einen Hund gekauft, dessen Eltern (und auch noch Großeltern) bis jetzt gesund sind und auch entsprechende Gesundheitszeugnisse aufweisen. Mir war das damals natürlich wichtig. Aber sowohl die Syringomyelie als auch ein eventueller Herzfehler könnten sich auch noch später zeigen. Ich gehe momentan davon aus, dass mein Hund gesund ist, aber ich weiß es nicht.

    Mein RR hat keinen Sinus-Dermoid und ich habe bei der Auswahl dieses Hundes auch auf die Gesundheit der Eltern und Großeltern geachtet. Aber man weiß es halt nicht. Ich bin kein TA und muss mich bei sowas auch auf den Zuchtverein und dessen Dachverband verlassen können. Nicht umsonst kaufe ich mir doch einen Welpen bei einem seriösen Züchter, der sich an die Zuchtordnung hält. Dass es dennoch möglich ist, sogar sehr kranke Welpen zu erwerben, finde ich ganz schön erschreckend. Nicht jeder Welpeninteressent weiß, welche Krankheiten ihn mit dem Kauf einer bestimmten Rasse erwarten können. Selbst wenn man sich informiert...

    Und ich bin auch der Meinung: Hundeshows, die nur die Schönheit eines Hundes bewerten, fördern geradzu das Aussterben von gesunden Tieren (Pikinesen auf Kühlakkus habe ich auch schon auf Videos gesehen... soviel dazu, es würde nicht stimmen; auch der oben erwähnte Film über Schäferhunde ist einfach extrem schockierend aus meiner Sicht). Ich kann auch den einen oder anderen Trend nicht wirklich nachvollziehen. Von mir aus könnte der Cavalier auch kleinere Augen und einen Kopf mit mehr Platz für das Gehirn haben - ich mag diese Hunde aufgrund ihres liebenswerten Wesens und würde gern auf etwas äußere "Niedlichkeit" verzichten, wenn die Rasse dafür gesünder wäre...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Natty
    antwortet
    ....... das kommt langsam, man muss gedult haben
    und in der Zucht bisschen Risikofreude

    Einen Kommentar schreiben:


  • PBGV-Fan
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    dann müßte man nur noch die Richter finden, die auch Vitalität und Gesundheit in die Wertung mit einbeziehen und nicht nur nach teilweise völlig überzogenen Schönheitsidealen eine Rasse richten....
    Genau dieses überzogene Schönheitsideal meine ich. Sicher kann man im Ring nicht die gesamte Gesundheit prüfen, aber der ein bisschen kann man es schon beurteilen.

    Für ein Championat im VDH benötigt man nur die jeweils erforderlichen Ausstellungergebnisse, sprich, es müssen die Richterberichte eingereicht werden. Wie wäre es hier, z.B. die Gesundheitsatteste mit zu den erforderlichen (für die einzelnen Rassen die erforderlichen) Unterlagen zu erbringen. Somit kann ein nicht gesunder Hund auch kein Champion werden. Sicher keine optimale Lösung, aber ein Anfang. Da viele Züchter Wert auf Titel legen und die Cham.-rüden überdurchschnittlich in der Zucht eingesetzt werden, kann man schon ein bisschen steuern.

    Einen Kommentar schreiben:


  • AleaNexus
    antwortet
    dann müßte man nur noch die Richter finden, die auch Vitalität und Gesundheit in die Wertung mit einbeziehen und nicht nur nach teilweise völlig überzogenen Schönheitsidealen eine Rasse richten....

    Einen Kommentar schreiben:


  • PBGV-Fan
    antwortet
    Zitat von Natty Beitrag anzeigen
    Wenn ich jetzt meine Josefine anschaue 60kg, leicht eher sportlich Typ, vielleicht auch nicht ganz gewünschter deutscher Typ ( Josefine kommt aus der Schweiz) denk sie wird auch nicht den Champion in Deutschland machen, aber ein ganz klasse Hund von allem was man sich als Familienhund wünscht. Muss ich aber doch als Züchter den Mut aufbringen und sagen mit so was, wo ich überzeugt bin, züchte ich und ich stell den Hund auch immer wieder aus.
    Genau das meine ich, der gesunde Hund wird nicht auf Ausstellungen nach vorne gestellt, nein, es sind die übertypisierten Hunde, die dann eben ggf. gesundheitliche Probleme haben.

    Ich finde es toll, wenn Züchter den Mut haben, solche Hunde auch immer wieder auszustellen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Seppeline
    antwortet
    Zitat von Anna2105 Beitrag anzeigen
    Ich hab keine Ahnung.
    Ich wollte es nur erklären.
    War auch nich an dich

    Einen Kommentar schreiben:


  • PBGV-Fan
    antwortet
    Zitat von Dracon Ra Beitrag anzeigen
    Den Satz das der VDH nur der Dachverband ist habe ich nicht so verstanden das man sich vor der Verantwortung drücken will sondern das es eben schwierig ist den jeweiligen Zuchtvereinen ins Handwerk zu pfuschen, die wehren sich doch nach Kräften.
    Das geht auch für den VDH nicht von heute auf morgen.
    Leider hat sich meines Erachtens nach der VDH schon ein bisschen auf den Standpunkt "Dachverband" zurück gezogen.

    Aber es stimmt genauso, dass die Zuchtverbände sich gegen viele Veränderungen auch sträuben. Ich erinnere nur an die Diskussion über den MDR1-Defekt bei den britischen Hütehunden.

    Es kann aber nur gemeinsam gehen. Und ggf. muss der VDH auch strikter werden. Ich hoffe, es geht nun ein bisschen voran. Für die Gesundheit der Hunde.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Natty
    antwortet
    Tanja, da könnte ich mich raus reden und sagen , dann hast du noch den etwas älteren Typ Bernhardiner. Will ich aber nicht. Ist aber so das dies einige Züchter bemerkt haben und auf dem Weg sind es und manches ander zu verbessern. Nur dies was sich da eingeschlichen hat wieder raus zu züchten dauert seine Zeit.
    Wenn ich jetzt meine Josefine anschaue 60kg, leicht eher sportlich Typ, vielleicht auch nicht ganz gewünschter deutscher Typ ( Josefine kommt aus der Schweiz) denk sie wird auch nicht den Champion in Deutschland machen, aber ein ganz klasse Hund von allem was man sich als Familienhund wünscht. Muss ich aber doch als Züchter den Mut aufbringen und sagen mit so was, wo ich überzeugt bin, züchte ich und ich stell den Hund auch immer wieder aus weil der Hund im Grunde keinen Fehler hat. Der kann laufen, der hat einen guten Charakter, der ist gesund.
    Und wenn ich jetzt einen Mops habe mit Nase, warum zeigt ihr den nicht, auch wenn er nur ein g bekommt auf der Ausstellung, Zeigt den doch wenn der 15 Runden läuft und der andere nur eine 1/2 mit Müh und Not schafft.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Anna2105
    antwortet
    Ich hab keine Ahnung.
    Ich wollte es nur erklären.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Seppeline
    antwortet
    Oh, das ist ja ein toller Test... man kann mit einem zuchtzugelassenen Mops also einen KLEINEN Spaziergang machen

    Wenn ich da an den Mops aus unserer Mantrailinggruppe denke - der könnte auch am Rad oder am Pferd laufen... wenn das mit einem Mops geht, warum werden dann die Kriterien so niedrig angesetzt?

    Einen Kommentar schreiben:


  • Anna2105
    antwortet
    Die meinen bestimmt den Belastungstest

    Eine Strecke von 1000 m muss in höchstens 11 Minuten absolviert werden. Zuvor wird der Mops von dem anwesenden Tierarzt untersucht und die Herzfrequenz im Ruhezustand festgehalten. Ebenso die Atemgeräusche werden festgehalten, z.B. Ruhig, unauffällig oder Hechelnd oder Röchelnd/giemend oder Atemnot. Direkt nach dem absolvieren der Strecke wird widerum Herz und Atmung vom Tierarzt überprüft und festgehalten. Nochmal nach 5 und nach 10 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Mops wieder bei seinen Werten des Ruhezustandes angekommen sein. Ist dies nicht der Fall wird ihm die Zuchtzulassung verweigert
    quelle: rosepugs

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X