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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von tanja_achim Beitrag anzeigen
    Hi,

    Es ist seit Anfang der 90`er bekannt, dass Hunde mit A- oder B-Hüften, vermehrt HD vererben, wenn sie Vollgeschwister mit HD (C bis E) haben.

    Der Grund ist einfach der, dass der HD ein polygener Erbgang zu Grunde liegt, wie einigen anderen hier angesprochenen Erkrankungen auch. Zur HD hat Distl das klipp und klar bewiesen. Das "Gemeine" an polygenen Ergängen ist einfach, dass beim Hund schon Defektgene im zweistelligen Bereich auftreten müssen, bis die Krankheit auftritt.

    Nun, wenn HD einzig und alleine durch Vererbung zustande kommt, dann mag das stimmen. Aber es gibt sehr viele unterschiedliche Faktoren, die letztendlich auf die Hüfte Einfluss haben.

    Ein Beispiel jetzt bei Festus und seiner Schwester wäre, dass die Schwester sehr viel draußen lebt (wohnt auf einem Resthof) und erst mit ungefähr 3 Jahren geröngt wurde, während Festus selbst mit knapp 18 Monaten geröngt wurde, die anderen Geschwister alle ebenfalls zwischen 12 und 24 Monaten.
    Ein anderer Faktor wäre Überversorgung oder aber ein Mangel an Vitamin D (schon im Mutterleib), noch ein weiterer Bewegung bzw. Beanspruchung der Gelenke, Tempo des Wachstums, Unfälle, Verletzungen mit darauf folgender Schonhaltung etc.
    Dazu kommt, dass die mittlere HD bei Festus Schwester nur einseitig ist, was auch wieder gegen eine reine Vererbung spricht.....

    Ich persönlich glaube nicht so sehr an direkte Vererbung von Eltern zu Nachkommen, sondern eher an eine gesamte Betrachtung der Verwandten.

    Übrigens, Kammerer hat bewiesen, dass Hunde mit mittlerer HD völlig gesunde Nachkommen bringen und auch deren Nachkommen alle gesund sind - er hat das gemacht, um zu beweisen, dass HD ausschließlich durch Ernährung bedingt ist.

    Obwohl er im Prinzip genau diese These, zumindest auf einen bestimmten Rüden bezogen, einwandfrei bewiesen hat, glaube ich es trotzdem nicht - sondern ich glaube nach wie vor an einer Gesamtheit von vielen Faktoren.

    Klar, eine total besch.... Hüfte machst Du auch mit der besten Ernährung, der angemessensten Haltung etc. nicht wieder gesund, genausowenig wie Du eine wirklich gesunde Hüfte nur mit schlechter Ernährung zu Vollschrott bekommst.

    Aber nach heutigem Stand bin ich der Meinung, dass ein Auswertungsergebnis eines Röntgenbildes mit diversen Faktoren um mindestens einen Grad schlecher/besser beeinflusst werden kann.

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  • Natty
    antwortet
    und jetzt lach nicht
    ich habe Jahrelang HD freie Hunde gehabt

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  • tanja_achim
    antwortet
    Hi,

    Zudem glaub ich nicht das HD ein reiner Gendefekt ist. Aufzucht, Ernährung und Belastung vom Junghund hat viel bei großen Hunden damit zu tun.
    Beeinflussen kannst Du bei einigen der Hunden, ob sie eine C oder E - Hüfte bekommen. Aus einer A- oder B-Hüfte kann aber die schlechteste Aufzucht keine C oder E-Hüfte machen, das zeigen nicht nur alle Studien, sondern auch sehr viele sehr besch.... aufgezogene Hunde mit A-Hüfte.

    Die einzige Ausnahme ist ein sehr starkes Trauma im Wachstum, z.B. Trümmerbruch im Oberschenkel, da kann dann das Röntgenbild aussehen wie bei HD-D oder HD-E.

    Nach deiner Schilderung müßte meine Hündin ein D oder E Hüfte haben, weil ihre Mutter HD C hat, aber meine Hündin selber ist frei von HD.
    Nein, nach meiner Schilderung MUSS sie das eben nicht, ich schrieb auch ausdrücklich "mit höherer Wahrscheinlichkeit Nackommen mit HD, auch D oder E".

    Die Erklärung dafür liegt schlicht und ergreifend darin, dass es ein polygener Erbgang ist.
    Ich persönlich kann in meiner Zucht NICHT damit leben, dieses erhöhte Risiko einzugehen, dafür habe ich zu viele Hunde mit starken Schmerzen aufgrund von D- oder E-Hüften erlebt .

    LG
    Tanja

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  • Natty
    antwortet
    Hallo Tanja,
    wäre sehr Interessant für mich mal einen Vortrag von Prof Distl zun hören.
    Dafür bin ich sehr offen

    aber zurück zu meiner Hündin
    Ich hab mir diese Hündin bewußt gekauft weil sie sehr viele Vorzüge hat, und ich hab bewußt einen Wurf gemacht und glaub nicht das da eine D und E Hüfte bei ihren Nachkommen rauskommt. Zudem glaub ich nicht das HD ein reiner Gendefekt ist. Aufzucht, Ernährung und Belastung vom Junghund hat viel bei großen Hunden damit zu tun. Ich selber hab mich nämlich auch gefragt warum ist meine Hündin frei. Nach deiner Schilderung müßte meine Hündin ein D oder E Hüfte haben, weil ihre Mutter HD C hat, aber meine Hündin selber ist frei von HD.
    Weist nicht ob man immer sturr nach Studien gehen darf. Auf der anderen Seite würde ich auch nicht mit jeder C-Hüfte züchten, dafür muss ich mir den Hund den ich zur Zucht einsetzte schon sehr genau anschauen. ZUdem hat ihre 8 Jahre alte Mutter mit einer C-Hüfte heute noch ein ganz tolles Laufen
    und sogar auf der Ausstellung unter anderen Rassen den Sieger gemacht.
    Ihre 13 Jahre alte Oma mit einer C-Hüfte lebt auch noch.
    Dazu sprech ich von keinem leichten Hund sondern von einem Bernhardiner.

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  • tanja_achim
    antwortet
    Hi,

    Es gibt einen HD Zuchtwert den man bei der Verpaarung nicht auser Acht lassen sollte
    Genau für den brauchst du viele geröngte Verwandte, also die Informationen, die ich ansprach.

    Es gibt zig andere Probleme, die zu einem schlechten Gangwerk führen, aber Fakt ist, dass die HD vererbt wird und dass Hunde mit C-Hüften aufgrund des polygenen Erbgangs mit höherer Wahrscheinlichkeit Nackommen mit HD, auch D oder E, bringen. Das ist mittlerweile mehrfach bewiesen, nicht zuletzt durch die Genforschung von Prof. Distl. Er hält übrigen spannende Vorträge zum Thema ,

    lG
    Tanja

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  • Natty
    antwortet
    Hallo Tanja,
    ich hab eine Zuchthündin aus einer HD C-Linie raus mit einem super Gangwerk
    temperament und Lauffreudigkeit, Die Hündin selber hat HD A. Ob es an der Aufzucht lag oder weil ich einfach Glück hatte ????????
    Es gibt einen HD Zuchtwert den man bei der Verpaarung nicht auser Acht lassen sollte. Um einen gewissen HD Zuchtwert anzustreben nehm ich den HD Zuchtwert meiner Hündin auch wenn sie B oder C hat und schau nach ein zeimlich niedrigen Wert beim Rüden um auf einen guten Durchschnittswert zu kommen. Dabei müssen meine Welpen keine C Hüften haben. Wobei HD nicht immer vererbt sein muss. Ich hab 2 Welpen behalten, beobachte auch die anderen Welpen. Meine Welpen haben ein genauso gutes Gangwerk wie ihre Mutter.
    Zudem ist HD nach meiner Meinung gut für den Verkauf. Ein HD freier Hund heißt nicht gleichzeitig das mein Hund ein super Gangwerk hat. Hab schon genug HD freie Hunde gesehen die nicht laufen können. Umgekehrt gibt es aber die gleichen Fälle. Hunde mit C-Hüften, mit einem guten Muskelaufbau denen du nie einen Mangel oder Schmerzen beim laufen ansiehst. Zum Beginn meiner Zucht fing man langsam an zu röntgen das ist 30 Jahre her, damals gab es viele Hunde mit nicht rosigen Hüften und diese hund konnten laufen. Heute schreit jeder anch HD freien Hunden und es erschreckt mich immer mehr wie schlecht manche Gangwerke sind trotz röntgen und HD-Werbung.

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  • tanja_achim
    antwortet
    Hi,

    Eine Schwester von Festus hat mittlere HD - eine Hündin aus einem Wurf von 10 Welpen, alle anderen sind in Ordnung. SOllen jetzt alle nicht in die Zucht, obwohl geröngt und für gesund befunden?
    Es ist seit Anfang der 90`er bekannt, dass Hunde mit A- oder B-Hüften, vermehrt HD vererben, wenn sie Vollgeschwister mit HD (C bis E) haben.

    Der Grund ist einfach der, dass der HD ein polygener Erbgang zu Grunde liegt, wie einigen anderen hier angesprochenen Erkrankungen auch. Zur HD hat Distl das klipp und klar bewiesen. Das "Gemeine" an polygenen Ergängen ist einfach, dass beim Hund schon Defektgene im zweistelligen Bereich auftreten müssen, bis die Krankheit auftritt.

    Machen wir es einfach, z.B. ab 30 Defektgenen tritt Krankheit xx auf. Hat der Hund nur 29 dann ist er gesund. Verpaare ich ihn nur mit einem ebenfalls gesunden Hund, der aber 20 Defektgene in sich trägt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass mindestens ein Welpe mehr als 30 der Defektgene erhält und erkrankt, die Wurfgeschwister können gesund sein, tragen aber eine hohe Anzahl an Defektgenen.

    Aus züchterischer Sicht hilft da nur, den kranken Hund ganz aus der Zucht zu nehmen (denn er hat ja nachweislich viele Defektgene) und viele Informationen über die Wurfgeschwister, Onkel und Tanten der eigenen gesunden Zuchthündin und des gesunden Deckrüden zu haben, außer natürlich es gibt die Möglichkeit eines Gentests für die Erkrankung.

    Und genau an diesen Informationen zur Verwandtschaft der Zuchthunde mangelt es leider oft.

    Ein Züchter, der sich nicht für die Entwicklung seiner Nachzucht interessiert und Kontakt zu seinen Welpenkäufer hält, ist in meinen Augen per se kein guter Züchter. Denn ein Zuchtziel kann ich nur dann erreichen, wenn ich weiß, wie sich die gesamte Nachzucht entwickelt und die allermeisten dafür wichtigen Informationen sehe ich nicht beim 9-Wochen alten Welpen (außer sowas wie Farbe).

    LG
    Tanja

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  • Helfstyna
    antwortet
    Eigentlich wollt ich dazu nichts mehr schreiben, aber nachdem hier wieder der Dortmunder appell ins Spiel kommt...

    Ich habe nichts gegen eine weitere überwachende Instanz, aber diese sollte dann auch bitte erfahren und kompetent sein auf den gebieten, die sie überwachen soll und das sind die Begründer des Dortmunder Appells gerade in Hinsicht auf die Zucht m.M. eben nicht.
    Da wurden ein paar nette Phrasen zusammengetragen, bei denen viele Beifallklatschen, das nötige Fachwissen um Zucht und Vererbung fehlt nach allem was ich bisher gelesen und gesehen habe aber ganz eindeutig.

    Es ist leicht zu reden, wenn man selber nichts tun muss bzw sich selber nicht damit auseinandersetzen muss, ob es in der Realität so einfach umsetzbar ist, wie sie es gerne darstellen.

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  • AleaNexus
    antwortet
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Du hast geschrieben, Du wunderst Dich, dass in Schäferhundforen wenig zu finden ist zu diesen Krankheiten - wäre für Dich bezeichnend für den Umgang mit der Rasse.
    Gaby als ich mir meinen Schäferhund gekauft habe, hatte ich nicht wirklich realisiert, wieviele dieser Hunde nur ein Leben zwischen Zwinger, Platz und kurzen Lösespaziergängen kennen. Mich macht die Art und Weise, wie Hunde nur als "Sportgerät" verbraucht werden sehr sehr traurig - dies jetzt hier auch noch auszudiskutieren, würde einfach zu weit führen.

    Gottlob sind nicht alle DSH-Halter so gestrickt - aber ich finde trotzdem, dass es noch viel zu viele sind... aber das ist hier einfach zu weit OT.

    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    - das finde ich nicht, das ist lediglich ein Hinweis darauf, dass sich offensichtlich wenig Betroffene in diesen Foren austauschen. Wenn über etwas nicht geredet wird, dann vielleicht deshalb, weil bei den Beteiligten jeglicher Erfahrungswert fehlt....
    Mein Augentierarzt hat mir mitgeteilt, dass nach seinen Erfahrungswerten im Laufe seiner Praxisjahre sehr viele Schäferhundbesitzer, deren Hunde erkrankt sind, die Behandlung nicht ernst nehmen und ihnen das tägliche mehrmalig Einbringen der Salben oft zu viel ist. Lieber lassen sie die Hunde dann erblinden, weil "man es ja sowieso nicht ganz aufhalten kann". Eine Schutzbrille tragen viele nicht "weil es albern aussieht"

    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Du hast geschrieben, der SV hätte nicht reagiert, nur mit Zuchtausschluss Deiner Hündin.

    - das ist doch auch völlig korrekt so. Und jeder vernünftiger Züchter, der einen Wurf plant, würde sich auch über Geschwister eines Deckrüden, einer Hündin erkundigen und dabei diesen Zuchtausschluss finden.

    Aber das geht Dir anscheinend nicht weit genug. Weil die Wurfgeschwister in der Zucht weiter eingesetzt werden.

    - ja, und wo ist das PRoblem? Wenn sie doch gesund sind? Wurfgeschwister sind nicht alle genetisch identisch.....
    Es ist nicht bekannt, ob die Geschwister gesund sind. Hier würde ich mir mehr Informationsfluss/Transparenz/Gedankenaustausch wünschen. Ich weiß lediglich von zweien Ihrer Geschwister aus einem Wurf mit einer Wurfstärke von 6/2. (naja - eigentlich von drei, weil ein Welpe verendete, der einen Stein verschluckt hatte)

    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Wobei - was genau hast Du dem Züchter überhaupt mitgeteilt?
    Ich habe ihm alle Röntgenbefunde mitgeteilt und auch über die Erkrankungen von Alea informiert, sowohl über die Retinadysplasie als auch über die Schäferhundkeratitis.

    Für mich ist zu diesem Thema hier einfach genug gesagt.
    Ich bleibe dabei, der http://www.dortmunder-appell.de/ sollte für die Zucht aller Rassen die Grundlage sein, wenn sich in der Hundezucht etwas ändern soll.

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Gaby, das Allermindeste was man auf die Meldung der Erkrankung des Hundes vom Züchter erwartet ist eine Antwort bzw. irgend eine Art der Reaktion auf diese Mitteilung! Das ist m.E. nicht zu viel verlangt...

    Das hängt aber doch eher vom Menschen ab als von der Rasse. Ich denke, solche Menschen wirst Du in jedem Zuchtverband, bei jeder Rasse finden können.

    Aber darüber hinaus?

    Du hast geschrieben, Du wunderst Dich, dass in Schäferhundforen wenig zu finden ist zu diesen Krankheiten - wäre für Dich bezeichnend für den Umgang mit der Rasse.

    - das finde ich nicht, das ist lediglich ein Hinweis darauf, dass sich offensichtlich wenig Betroffene in diesen Foren austauschen. Wenn über etwas nicht geredet wird, dann vielleicht deshalb, weil bei den Beteiligten jeglicher Erfahrungswert fehlt....

    Du hast geschrieben, der SV hätte nicht reagiert, nur mit Zuchtausschluss Deiner Hündin.

    - das ist doch auch völlig korrekt so. Und jeder vernünftiger Züchter, der einen Wurf plant, würde sich auch über Geschwister eines Deckrüden, einer Hündin erkundigen und dabei diesen Zuchtausschluss finden.

    Aber das geht Dir anscheinend nicht weit genug. Weil die Wurfgeschwister in der Zucht weiter eingesetzt werden.

    - ja, und wo ist das PRoblem? Wenn sie doch gesund sind? Wurfgeschwister sind nicht alle genetisch identisch.....


    Deshalb frage ich Dich ja, was hast Du erwartet?

    Sicher, menschlich wäre es korrekt gewesen, wenn der Züchter Dir geantwortet hätte.
    Wobei, was soll er groß sagen? Tut ihm leid? Wäre Dir auch sicher nicht genug gewesen. Den Hund machts ja auch nicht wieder gesund. SOll er Dir ERsatz anbieten? Dann wäre er in Deinen Augen vielleicht ein gewissenloser Züchter gewesen, der Hunde wie Ware austauscht?


    Wobei - was genau hast Du dem Züchter überhaupt mitgeteilt?

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  • AleaNexus
    antwortet
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Ja aber was erwartest Du denn?
    Gaby, das Allermindeste was man auf die Meldung der Erkrankung des Hundes vom Züchter erwartet ist eine Antwort bzw. irgend eine Art der Reaktion auf diese Mitteilung! Das ist m.E. nicht zu viel verlangt...

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Gaby,
    was mich so ärgert ist die Nichtreaktion von Züchter, VDH, BLV auf die Meldung der Krankheiten, da es sich ja nicht nur um eine Erkrankung handelt, sondern um mehrere.


    Gaby im Grundsatz sind wir in vielen Dingen nicht unterschiedlicher Meinung ich denke einfach, wir sollten kritischer hinterfragen. Es war für mich einfach erschreckend mit welcher Vielzahl von Krankheitsbildern ich in den 41/2 Lebensjahren dieses Hundes zu tun hatte (und künftig auch zu tun haben werde) - ich denke doch, dass dies auch verständlich ist und ein "Totstellen" von Verbänden und Züchter ist m.E. nicht unbedingt die richtige Reaktion darauf. Denn ich habe informiert und es wurde nicht reagiert und dass ist es, was so nicht sein sollte.
    Ja aber was erwartest Du denn?

    Der VDH wird sich den SChuh nicht anziehen, weil die Zucht Sache des Rasseverbandes ist. Der VDH ist eigentlich "nur" ein Dachverband. Was der BLV ist, weiß ich gar nicht.

    Und was soll der Züchter denn machen? Oder der SV? Es wurde ja reagiert, indem Deine Hündin von der Zucht ausgeschlossen wurde, das ist ja schon mehr als gar nichts.

    Was hättest Du denn erwartet? Zuchtverbot pauschal für alle Geschwister Deiner Hündin, womöglich sogar noch aller Halbgeschwister (gleicher Vater oder gleiche Mutter)?
    Eingehende genetische Untersuchung Deiner Hündin und aller Verwandten?
    Detaillierte Aufstellung Deines Züchters, ob und was er tut und mit Nachweisen aller Telefonate, Schriftsätze etc.?

    Neue Satzung mit neuen Zuchtzulassungs-Bestimmungen?

    Ich behaupte übrigens auch nicht, dass alle Allergien NUR erworben sein können. Aber es gibt sehr viele Allergien, die erworben sind.

    Kennst Du eigentlich "den Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin" von Kammerer? Er hat da sehr eindrucksvoll zu bedenken gegeben, dass viele Fertigfutter heutzutage hoffnungslos übervitaminisiert sind und HD seiner Meinung nach nicht vererbt, sondern erworben ist.

    Ich gehe nicht ganz konform mit ihm, aber wenn man sich anschaut, dass eine Überversorgung von Vitamin D die gleichen Symptome auslöst wie ein Mangel (Rachitis - Knochenerweichung) und viele Züchter (gerade beim ersten Wurf!!!!) den Hündinnen schon während der Geburt reichlich Ergänzungszeugs geben, in der vermeintlichen Hoffnung, etwas Gutes zu tun........

    Und jetzt schau Dir mal an, was ein Vitamin A-Mangel bewirken kann. Eine Überversorgung führt zu den gleichen Symptomen........Ich sach nur Augen.....


    So, es geht mir jetzt nicht darum, die Erkrankungen Deiner Hündin schönzureden. Mir tut es sehr leid, dass ihr damit kämpfen müsst.

    Aber nicht für alles im Leben ist ausschließlich die Genetik verantwortlich.

    Um das sicherzustellen, müßte man genau ein GEn, dass zu einer bestimmten Erkrankung führen kann, erstmal isolieren und dann einen Test genau darauf entwickeln, um zukünftig effektiv in der Zucht zu arbeiten.

    Für einige Erkrankungen gibt es das schon, wie beispielsweise den MDR-Defekt.

    Aber was ist, wenn es sich um einen polygenen Erbgang handelt? Also mehrere Gene zusammentreffen müssen, damit eine bestimmte Erkrankung ausbricht? Und da gehen dann die Probleme schon wieder los - das ist nämlich gar nicht so einfach, wie man denkt.

    Es wird aber kaum einem Züchter möglich sein, solche Entwicklungen ganz alleine zu finanzieren. Und der entsprechende Zuchtverband wird erst dann reagieren, wenn eine Erkrankung immer häufiger gemeldet wird.

    Insofern ist es der richtige Schritt, immer den zuständigen Zuchtverband zu informieren, wenn der eigene Hund erkrankt ist und ein genetischer Hintergrund entweder wahrscheinlich oder nicht auszuschließen ist.

    Aber man muß nicht erwarten, dass bei einer Meldung dann sofort und umgehend umfassende Reaktionen erfolgen.

    Gut möglich, dass Deine Meldung beim SV schon in einer Liste gelandet ist - und wenn diese Liste einen entsprechenden Umfang erreicht, wird reagiert werden, da bin ich mir sicher.

    Aber bis dahin kannst Du nicht alle Verwandten eines betroffenen Hundes rein vorsichtshalber aus der Zucht nehmen.
    Denn siehe mein Argument ganz am Anfang - nicht alle Hunde aus einem Wurf haben ein identisches Gen-Material und vererben nicht alle identisch weiter.

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  • AleaNexus
    antwortet
    Gaby,
    was mich so ärgert ist die Nichtreaktion von Züchter, VDH, BLV auf die Meldung der Krankheiten, da es sich ja nicht nur um eine Erkrankung handelt, sondern um mehrere.

    Meine Allergiepotential trat übrigens sofort nach meiner Geburt zutage mit einer so heftigen Windeldermatitis, dass ich sehr lange Zeit als Baby gar nicht gewickelt werden konnte. Meine Mutter ist auf dieselben Sachen allergisch wie ich, aber um Vieles heftiger während ich fortlaufend versuche zu desensibilisieren steigert es sich bei ihr von Jahr zu Jahr. Diese Neigung ist zumindest was meine Person anbelangt mit Sicherheit vererbt und zwar von sowohl väterlicher als auch mütterlicher Seite. (Ich wäre also m.E. auch nicht zur Zucht zugelassen *ggg*) Gottlob habe ich es geschafft, die schlimmsten Reaktionen in den Griff zu bekommen und ich möchte hier keinesfalls rumjammern es geht mir nur darum, dass man sicherlich nicht davon ausgehen kann, dass alle Allergien nur erworben wurden.

    Alea hatte Cheyletiellen, die nur sehr schwer in den Griff zu bekommen waren und auch erst erkannt wurden, nachdem ich selbst nachgeforscht hatte, woher der tranige Geruch an bestimmten Körperpartien herkommen könnte.

    Gaby im Grundsatz sind wir in vielen Dingen nicht unterschiedlicher Meinung ich denke einfach, wir sollten kritischer hinterfragen. Es war für mich einfach erschreckend mit welcher Vielzahl von Krankheitsbildern ich in den 41/2 Lebensjahren dieses Hundes zu tun hatte (und künftig auch zu tun haben werde) - ich denke doch, dass dies auch verständlich ist und ein "Totstellen" von Verbänden und Züchter ist m.E. nicht unbedingt die richtige Reaktion darauf. Denn ich habe informiert und es wurde nicht reagiert und dass ist es, was so nicht sein sollte.

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  • gabydux
    antwortet
    P.S. - hab mir Deine Alea mal angeschaut.

    Also ich find jetzt auf Anhieb nichts, was auf ein Vererbungsrisiko in Sachen Augen oder Allergien hinweisen würde, mir persönlich gefällt die Ahnentafel eigentlich sehr gut(ich hab bis gaaanz weit hinten geguckt).

    Also würde ich mich jetzt für einen Wurf interessieren, dann würde ich bezüglich einzelner Hunde genauer in die Spur gehen, vielleicht würde man dann doch andere Infos bekommen. Aber so.....

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Ich habe mich lang und breit versucht schlau zu machen, wollte keinen Hund mit HD, ED und möglichst einem einigermaßen geraden und gesundem Rücken. Das alles hat sie. Aber leider auch Vieles andere mehr: Allergiker, Retinadysplasie, Keratitis, Scheinträchtigkeiten nach der Läufigkeit mit extremen Agressionsschüben gepaart mit einer tendentiell mal stärkeren und mal schwächeren Unsicherheit. Immer kürzer werden Läufingkeitsintervalle die zusammen mit der Scheinträchtigkeit dem Hund große Probleme machten. Ausserdem noch Haarbalgzysten und Milben sowie eine große Empfindlichkeit gegen alle möglichen Arten von Umweltgiften.
    Was die Gesundheit betrifft, wir alle HIER im GH-Forum sollten doch inzwischen wissen, dass z.B. Allergien durchaus nicht vererbt sind, sondern durch die Umwelt erworben - Stichwort orale Toleranz bei Welpen, Swanies Welpenbarf-Broschüre und Stichwort Impfungen.

    Es ist nicht alles Vererbung.

    Ich habe beispielsweise zwei Allergien, die ich erst im Laufe der Zeit entwickelt habe (Nickel-Allergie und Bienengift-Allergie).......

    Milben sind kein vererbtes Problem, sondern können (welche Milben?) auf schlechtes Immunsystem der Mutterhündin durch nicht optimale Haltung zum Problem geworden sein.....

    Wesensprobleme nach Läufigkeiten und Scheinträchtigkeiten können auch rein hormonell bedingt sein, da ist ja nicht jede Hündin gleich - zu kurze Abstände zwischen den Läufigkeiten können auf Gelbkörperinsuffizienz hinweisen, dass es dieses Problem gibt (nicht nur bei Schäferhunden), ist aber auch in der DSH-Szene schon seit Jahren bekannt.
    Meistens erledigt sich das aber schon von selber, weil solche Hündinnen ihre Welpen meistens resorbieren, falls sie überhaupt aufnehmen.....


    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, dass man so extrem mit seinen Nachforschungen in die Tiefe gehen muss, um einen gesunden Hund zu finden...

    Soll das normal sein?
    Mir gehts nicht nur um Gesundheit, sondern eher um die Allgemeinheit.....

    Sich nicht von Championtiteln blenden lassen, bewußt gewisse Linien in den Zuchten meiden....wenn ich manchmal sehe, dass eine Wurfplanung auf bis zu 10 verschiedene Hunde Inzuchten aufweißt, dann frag ich mich doch, wer kauft sowas?
    Zitat von AleaNexus Beitrag anzeigen
    Natürlich muss es immer jemanden geben, der den Montagshund erwischt - das mag bei mir der Fall gewesen sein - who knows?
    Ne Garantie hast Du NIE- bei keiner Rasse, bei keinem Hund. Im Prinzip kaufst Du immer ne Wundertüte, Du kannst lediglich im Vorfeld versuchen, die Risiken soweit wie möglich zu eliminieren.

    Aber von einem Hund bzw. von der Haltung eines Züchters pauschal auf eine Population von 20.000 Welpen jährlich und insgesamt wohl knapp 60.000 angemeldeten Zwingernamen zu schließen, ist schwierig und eigentlich auch ungerecht.

    Umgekehrt bin ich schließlich auch lange nicht so blauäugig, zu glauben, dass alle Züchter so toll sind wie die Züchterin, bei der ich Festus gekauft habe.....

    Jeder Mensch, der einen Rassehund mit irgendwelchen Erkrankungen, bei denen Erbgänge nicht ausgeschlossen werden können oder wahrscheinlich bis sicher sind, sollte dies dem Zuchtverband und Züchter melden.

    Nur dann kann man was erreichen.

    Aber wir sollten uns allgemein von dem Gedanken verabschieden, dass man beim Züchter generell ein mängelfreies Qualitätsprodukt erhalten sollte.

    SChließlich sind Hunde Lebewesen, wie wir Menschen und wenn es eines gibt, was immer voller Überraschungen steckt, dann ist es das Leben.

    Und ich bleibe dabei, Nachfrage bestimmt das Angebot. Es gibt Züchter, die haben 20 Würfe im Jahr und die Welpen finden reißenden Absatz, egal mit welchem gesundheitlichen oder blutlichen Hintergrund.....

    Einem solchen Züchter wird es weiterhin egal sein, ob er kranke WElpen produziert oder nicht. Aber laß ihn mal auf den Welpen eines ganzen Jahres sitzenbleiben und er wird sich überlegen, was er wann und wie züchtet......

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