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  • Tamihund
    antwortet
    so frage ich mich: Warum haben die Besitzer nicht eher gemerkt, dass mit dem Hund was nicht stimmt? Normalerweise merkt ein aufmerksamer Beobachter so etwas.
    Ich kenne einige Leute, die ihre Hunde sehr wohl liebten, die aber vielleicht nicht so belesen, informiert ... waren und die ersten Zeichen übersehen haben, mit allen Folgen für den Hund. Gegen das Kastrieren kam dann immer nur der Einwand: "Dann habe ich ja keine/n richtigen Rüden/Hündin mehr..."
    Wenn es dann doch noch gut gegangen ist, war die einhellige Meinung, sie hätten es schon früher machen sollen und die nächsten Hunde wurden dann auch kastriert...
    LG
    Katja

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  • Rocky-Rana
    Ein Gast antwortete
    Nach der Kastration weniger Futter - so einfach ist das! Und dann wird kein Kastrat fett!
    Schon wär's ja, wenn es so einfach wäre! Ist es aber nicht!
    Meinen Rüden habe ich vor wenigen Wochen schweren Herzens operieren lassen, da er kryptorchid war. Weil ich eigentlich keinen kastrierten Rüden haben möchte (obwohl unkastrierte Hündin auch hier lebt) habe ich die OP herausgeschoben bis zu seinem sechsten Lebensjahr.

    Genau zehn Tage nach OP fing er an, ständig in der Küche oder am Esstisch zu stehen und nach Futter zu betteln bzw. zu suchen. Zuvor war er ein "normaler" Fresser. Natürlich bekam er nichts zusätzlich sondern ich habe seine Tagesmenge etwas reduziert. Das führte dazu, dass er - der sonst friedlich neben der Hündin seinen Napf leer machte - sich sofort nach Hinstellen der beiden Näpfe auf das Futter der Hündin stürzte, gleichzeitig sein eigenes bewachte (zuvor nie geschehen) und blitzschnell beide Töpfe leerte. Die Hündin hatte nach zwei Tagen soviel Angst, überhaupt an ihren Napf zu gehen, dass ich die beiden getrennt füttern musste. Und die Gewichtszunahme bei dem Rüden war erheblich - trotz weniger Futter. Gewicht am Tage der OP: 9,6 kg. Gewicht sechs Wochen später: 11,0 kg. Dann gab es eine "Diät" aber das Gewicht senkt sich nur ganz langsam wieder etwas. Allerdings hat die "Diät" natürlich den Effekt, dass er jetzt noch mehr nach Futter bettelt, dabei mag ich es überhaupt nicht, wenn Hunde betteln und ständig auf Futtersuche sind.

    Es ist hier schon viel pro und contra Kastration geschrieben worden und ich habe gedacht, dass es vielleicht doch wirklich überzeugende Argumente dafür geben könnte (bei Rüden und Hündinnen). Leider habe ich hier aber bis jetzt keine gefunden, kann jedoch die Aussagen der Kastrationsgegner sehr gut nachvollziehen. Wenn berichtet wird, dass Hündinnen wegen einer Pyometra fast gestorben wären oder Rüden wegen
    Prostataproblemen ebenfalls so frage ich mich: Warum haben die Besitzer nicht eher gemerkt, dass mit dem Hund was nicht stimmt? Normalerweise merkt ein aufmerksamer Beobachter so etwas.

    Fazit für mich: Ausser bei einer medizinischen Indikation werden meine Hunde nicht kastriert. Als gewissenhafte Hundehalterin muss ich fähig sein, unerwünschen Nachwuchs auch ohne Kastration zu verhindern. Und das Argument, es sei unnätürlich, wenn Hunde sich nicht vermehren dürften und man müsse sie von ihrem Trieb "erlösen" ist für mich völlig unverständlich.

    Li Gr Ute

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  • Agilityfan
    antwortet
    Zitat von Tamihund Beitrag anzeigen
    Auch wenn die fehlenden Hormone die Fetteinlagerung begünstigen, liegt es am Halter, ob ein Hund dick wird oder nicht. Der Hund kann sich ja nicht selbst am Kühlschrank bedienen. Was er nicht frisst, kann er auch nicht als Fett einlagern.
    Es gibt ja auch Rassen, die mehr fressen können/müssen, als andere, auch wenn sie nicht kastriert sind.

    LG
    Katja
    Genau so sehe ich das auch!!! Nach der Kastration weniger Futter - so einfach ist das! Und dann wird kein Kastrat fett!

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  • nimue
    antwortet
    Hallo Leute,

    ist es eigentlich wirklich so schwierig, anderer Menschen Meinung zu akzeptieren?

    Grüße
    Susanne

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  • Tamihund
    antwortet
    @Carmen Zehm



    LG
    Katja

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  • claudia61
    antwortet
    Zitat von Agilityfan Beitrag anzeigen
    In VOX bei "Menschen, Tieren und Doktoren" sprach auch vor einiger Zeit ein Prof, der war - bedingt dadurch, was er jeden Tag erleben/operieren muss - unbedingt für die Kastration der Hündinnen. Ob vor oder nach der 1. Läufigkeit ist sicher Ansichtssache und meine nächste Hündin, wenn nicht schon vom Tierschutz kastriert, würde ich immer wieder kastrieren lassen.
    Dagmar
    da würde ich mir mal andere quellen suchen, die es mir ermöglichen, tatsächlich sinnvolle informationen zu bekommen, damit ich das thema von allen seiten durchdenken kann......die zitierte sendung ist jedenfalls eine (für mich teils grottige) doku-soap und kein weiterbildungsinstrument!

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  • Carmen Zehm
    antwortet
    naja, wenn man nicht verstehen und die Scheuklappen ablegen will dann gilt eben nur die eigene Meinung

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  • Tamihund
    antwortet
    Auch wenn die fehlenden Hormone die Fetteinlagerung begünstigen, liegt es am Halter, ob ein Hund dick wird oder nicht. Der Hund kann sich ja nicht selbst am Kühlschrank bedienen. Was er nicht frisst, kann er auch nicht als Fett einlagern.
    Es gibt ja auch Rassen, die mehr fressen können/müssen, als andere, auch wenn sie nicht kastriert sind.

    LG
    Katja

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  • Carmen Zehm
    antwortet
    es ist wissentschaftlich erwiesen, das die fehlenden Hormone Fetteinlagerungen begünstigen, was nicht heißt, das jeder Hund fett wird, genauso wie erwiesen ist, das Kastration auch eine latent vorhandene SDU verstärken kann, was ja noch lange nicht bedeutet, das es zwingend so sein muß!

    Wie es Lebewesen gibt, die essen können ohne Ende und nicht zunehmen gibt es halt auch das andere Extrem.

    Ich wollte damit nur klarstellen, das es nicht unbedingt am Halter liegt, alles klar?

    LG
    Carmen

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  • Tamihund
    antwortet
    Ich frage mich noch einmal, warum KEINER meiner vielen kastrierten Hunde fett geworden ist??? Es ist doch wissenschaftlich erwiesen, dass sie es werden müssen!

    Unser Neuzugang vor 10 Wochen, ein 11 jähriger Dackelmix aus einem Todesfall wurde sofort kastriert, weil er Prostataprobleme hatte. Sein Herrchen meinte auch, als Kastrat hätte er keinen richtigen Hund mehr. Wenn er nicht rechtzeitig kastriert worden wäre, wäre es dank mitfühlendem Herrchen zu spät gewesen. Das passt dann auch zu der Aussage der Reproduktionsmedizinerin :
    Nur leider sind viele Halter nicht in der Lage, rechtzeitig zu erkennen, daß etwas nicht stimmt.
    . Der Hund ist dann halt tot.
    Lumpi lebt übrigens von Tag zu Tag mehr auf.

    LG
    Katja

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  • Carmen Zehm
    antwortet
    Zitat von Agilityfan Beitrag anzeigen
    Sie ist weder inkontinent noch übergewichtig (daran ist nur und nur der Halter Schuld und nicht die OP).
    und das ist definitiv falsch! Es ist mittlerweile durch Studien erwiesen, das durch die Kastration die Einlagerung von Fett gefördert wird.

    LG
    Carmen

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  • Stinki
    antwortet
    Zitat von Barbara+Imara Beitrag anzeigen
    Meine Reproduktionsmedizinerin gibt mir recht, meine Hündin nicht zu kastrieren. Ihre eigene ist es auch nicht - obwohl auch sie keine Welpen machen will. Mit der Fachfrau hatte ich ein sehr interessantes Gespräch über Pyo bei älteren Hündinnen. Das Risiko wird ihrer Erfahrung nach maßlos übertrieben - Pyo ist schließlich eine eher heilbare Erscheinung. Nur leider sind viele Halter nicht in der Lage, rechtzeitig zu erkennen, daß etwas nicht stimmt.
    Hallo Barbara,

    bei meiner Hündin hat unser (Ex-)TA auch die Kastration einfach abgelehnt.
    Ein anderer TA hat sofort operiert: die Gebärmutter war entzündet, stark vergrößert und teilweise schon schwarz - nekrotisch.
    Hätte ich damals auf unserem Ex-TA gehört, wäre Tinka schon lange tot.

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  • Barbara+Imara
    antwortet
    Zitat von Agilityfan Beitrag anzeigen
    Ich würde es immer wieder tun! Und die TÄ geben mir Recht.
    Meine Reproduktionsmedizinerin gibt mir recht, meine Hündin nicht zu kastrieren. Ihre eigene ist es auch nicht - obwohl auch sie keine Welpen machen will. Mit der Fachfrau hatte ich ein sehr interessantes Gespräch über Pyo bei älteren Hündinnen. Das Risiko wird ihrer Erfahrung nach maßlos übertrieben - Pyo ist schließlich eine eher heilbare Erscheinung. Nur leider sind viele Halter nicht in der Lage, rechtzeitig zu erkennen, daß etwas nicht stimmt.

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  • Christine+Emma
    antwortet
    Zitat von Agilityfan Beitrag anzeigen
    Ich bin auf jeden Fall für die Kastration - jedenfalls bei Hündinnen!!
    Meine Hündin ist mit 10 Monaten VOR der 1. Hitze kastriert worden. Jetzt ist sie fast 7! Sie ist weder inkontinent noch übergewichtig (daran ist nur und nur der Halter Schuld und nicht die OP). Ich habe einen Cocker und sie wiegt knappe 11 kg bei bester Gesundheit.
    Ich würde es immer wieder tun! Und die TÄ geben mir Recht. Ich weiß, die verdienen ja auch daran, teile aber trotzdem die Einstellung mit ihnen.
    In VOX bei "Menschen, Tieren und Doktoren" sprach auch vor einiger Zeit ein Prof, der war - bedingt dadurch, was er jeden Tag erleben/operieren muss - unbedingt für die Kastration der Hündinnen. Ob vor oder nach der 1. Läufigkeit ist sicher Ansichtssache und meine nächste Hündin, wenn nicht schon vom Tierschutz kastriert, würde ich immer wieder kastrieren lassen.

    Dagmar
    mein Tierarzt teilt diese Auffassung zum Glück nicht. Ohne gravierende Probleme kastriert er weder Rüden noch Hündinnen.

    VOX sehe ich auch nicht unbedingt als seriöse Quelle an Dr. Wolf ist schließlich auch nicht Dr. Wolf.

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  • Agilityfan
    antwortet
    Ich bin auf jeden Fall für die Kastration - jedenfalls bei Hündinnen!!
    Meine Hündin ist mit 10 Monaten VOR der 1. Hitze kastriert worden. Jetzt ist sie fast 7! Sie ist weder inkontinent noch übergewichtig (daran ist nur und nur der Halter Schuld und nicht die OP). Ich habe einen Cocker und sie wiegt knappe 11 kg bei bester Gesundheit.
    Ich würde es immer wieder tun! Und die TÄ geben mir Recht. Ich weiß, die verdienen ja auch daran, teile aber trotzdem die Einstellung mit ihnen.
    In VOX bei "Menschen, Tieren und Doktoren" sprach auch vor einiger Zeit ein Prof, der war - bedingt dadurch, was er jeden Tag erleben/operieren muss - unbedingt für die Kastration der Hündinnen. Ob vor oder nach der 1. Läufigkeit ist sicher Ansichtssache und meine nächste Hündin, wenn nicht schon vom Tierschutz kastriert, würde ich immer wieder kastrieren lassen.

    Dagmar

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