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DRINGEND Daumenkralle

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  • danih
    antwortet
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Es IST verboten.
    Was sind das den für Tierärzte oder Züchter die es trotzdem tun? Ich kann mir nicht vorstellen das es für einen Tierarzt derart lukrativ ist das er nicht darauf verzichten kann, Daumen zu amputieren. Und so wie ich gelesen habe soll es Züchter geben die es selbst machen.

    Das Argument der höheren Verletzungsgefahr scheint ja doch ziemlich entkräftet zu sein. Mit was kann man den einen solch schmerzhaften Eingriff noch rechtfertigen?

    Ich kann mir auch gut vorstellen das damit das Gelenk instabil wird. Der Daumen ist ja keine Deko sondern fest mit dem Gelenk verbunden und so wie ich bei meinem Hund gesehen habe wird er auch benutzt. Bei keinem meiner Hunde war es bisher nötig die Krallen regelmäßig zu schneiden auch die Daumenkralle nicht.

    Von daher gehe ich davon aus das der Daumen auch im normalen Leben benutzt wird und nicht nur um Fäden aus meinem Pullover zu ziehen. Wenn Sammy mir mit der welpigen Bettelgeste die Pfote aufs Bein knallt, damit ich ihn streichel, dann macht er dabei fast sowas wie eine Faust wenn ich die Pfote weg schieben will.
    Er krallt sich so zusagen fest. Und dabei macht der Daumen die größten Schäden an meiner Kleidung bzw. ist am schmerzhaftesten auf meiner Haut.

    Wenn er eins seiner Spielzeuge mit der Pfote zu sich heran zieht, dann benutzt er dabei auch den Daumen um es zu halten.

    Ich habe die Videos nicht gesehen, kann ich einfach nicht. Aber das die Welpen nicht so laut schreien ein oder 3 Tage nach der Geburt hat einen Grund. Sie sind doch völlig wehrlos und würden durch lautes Schreien ihr Lager verraten und wären somit leichte Beute. Es liegt nicht daran das es angeblich nicht wehtut.

    Das muß aufhören, Körperteile aus fadenscheinigen Gründen einfach abzuschneiden und dann noch ohne jede Betäubung.

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  • Super-Mickey
    antwortet
    Zitat von danih Beitrag anzeigen
    Ich habe mir Heute mal die Daumenkralle von meinem Hund genau angesehen und sie hin und her bewegt. Da ist eine richtig feste knöcherne Verbindung. Das ist ein richtiges eigenständiges Körperglied mit Knochen.
    Ich schaue seit einer Weile auch jedem Hund auf die Vorderfüsse, sofern das Fell nicht zu lang ist.

    Bei Mickey ist mir aufgefallen, dass er direkt an der Daumenkralle noch einen kleinen Ballen hat. Der ist dirkt dran. Zusätzlich zu dem an der Rückseite des Beines.
    Das hab ich vorher bewusst auch noch an keinem Hund gesehen.

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von danih Beitrag anzeigen
    Wenn ich da jetzt drüber nachdenke, das man Welpen dieses Körperglied einfach so ohne jede Betäubung abschneidet, dann wird mir richtig übel. Möglicherweise bin ich da sehr subjektiv, aber das gehört für mich verboten.
    Es IST verboten.

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  • Ari2009
    antwortet
    habe mir dieses Video versucht abzusehen. Geht nicht!!! Ich weiß nicht wie viele Sek. ich geschafft hab... mehr als 10 sicher nicht. Muss ehrlich zugeben, dass auch mir sofort schlecht wurde...

    Seitdem geht mir dieser Wahnsinn nicht mehr auf dem Kopf. Leider wusste ich nicht mal, dass Welpen/Hunden tatsächlich Gliedmaßen entfernt werden. Und dann auch noch Ohne Betäubung... ich werde echt nicht drüber fertig...

    Mein Hund hat außer der Daumenkralle noch jeweils zwei Wolfskrallen. Der Hund ist zwei - bisher nix passiert. Ab und zu mal werde ich gefragt, was denn mein Hund da am Fuß hätte... gaaanz selten, werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass man die "weg machen" sollte. Mehr als "warum?" dage ich dazu nicht...

    Unsere vorherige Beauceron-Hündin hatte als jeweils eine. NIE ist damit was passiert, obwohl die Dame leider jagdlich (unerlaubt) sehr aktiv war...

    Naja... wahrscheinlich werde ich ab morgen jedem Hund auf Vorderfüße gucken...

    Fassungslose Grüße

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  • danih
    antwortet
    Ich habe mir Heute mal die Daumenkralle von meinem Hund genau angesehen und sie hin und her bewegt. Da ist eine richtig feste knöcherne Verbindung. Das ist ein richtiges eigenständiges Körperglied mit Knochen.

    Wenn ich da jetzt drüber nachdenke, das man Welpen dieses Körperglied einfach so ohne jede Betäubung abschneidet, dann wird mir richtig übel. Möglicherweise bin ich da sehr subjektiv, aber das gehört für mich verboten.

    Das kann man doch nicht tun wenn man, ein normal empfindender Mensch ist.

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  • Laila
    antwortet
    Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Bandagierte Hunde haben in einer diesbezüglichen Statistik nichts zu suchen.

    Von daher sagt diese Statistik erstmal gar nichts aus.
    Warum nicht? Weil diese Hunde nicht so wie Eure "geschützt" wurden? Haben sie sich verletzt oder nicht, das ist hier die Frage. Und - wie kann man erreichen, das sie sich auch unter Extrembedingungen nicht verletzen, nur durch Amputation oder auch durch andere Mittel.


    Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    fraglich, ob eine solche Auskunft glaubhaft wäre
    Danke für Dein Vertrauen! Ich kann Dir diese Auskünfte natürlich gern auch von der gegenwärtigen Rennleiterin meines Vereines geben lassen (ich glaube, Du kennst sie bereits), falls ich Dir nicht glaubwürdig genug bin.
    Oder Du fragst das ZKM Whippet mal nach Daten?

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  • filou-pon
    Ein Gast antwortete
    Ethik und Rassehundezucht gehen leider nicht immer Hand in Hand.
    Ich kannte dieses Thema mit den Daumenkrallen bisher gar nicht. Aber eine Amputation ohne Betäubung oder auf reinen Verdacht auf eine spätere Verletzung hin finde ich auch nicht hinnehmbar. Ich sehe das so wie vorher von Shiraa geschrieben.

    Ich habe selber eine Hunderasse bei denen im Stammpland Polen gerne nochmal die Ruten kupiert werden. Diese werden auch lieber auf den Ausstellungen gesehen was für die Züchter ja immer ganz wichtig ist.
    Praktischen Nutzen hat es definitiv nicht mehr, da die meisten PON´s nicht mehr an den Schafherden Arbeiten und der Durchschnittliche Familienhüter seltenst von Wölfen oder sonstigen Wildtieren angegriffen wird.

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  • Shiraa
    antwortet
    Zitat von gabydux Beitrag anzeigen
    Das ist so sicher keine verkehrte Argumentation. Aber dieses "früh genug" passiert ohne Betäubung und alleine das wäre für mich schon ein schlagendes Argument, sie NICHT zu entfernen.

    Wie gesagt, wenn das Verletzungsrisiko wirklich so immens hoch wäre - aber die Erfahrungen vieler Whippetzüchter und -Halter sagen eben, dass es nicht so ist.

    Ich finde auch ganz wichtig, was hier im Thread bereits eingeworfen wurde:
    http://phantomschmerz.com/

    Kann man das bei Hunden wirklich komplett verneinen?

    Mir kommt auch bei diesem Thema immer wieder der Dortmunder Appell in den Sinn, hier mal der Link:
    http://www.dortmunder-appell.de/

    Also ich muß ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob da ein Unterschied ist, ob Vertreter einer Rasse sich nur noch mittels Kaiserschnitt vermehren können oder ob man Gliedmaßen amputieren muss, damit Vertreter einer anderen Rasse ein Leben ohne immer wiederkehrende Verletzungen führen können.....
    Genau so sehe ich das auch: Amputationen ohne Betäubung? Nein danke! Wenn ich zum Zahnarzt gehe, um etwas Karies beseitigen zu lassen, dann sitze ich vor Schmerz krampfend da. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was was wäre, wenn mir jemand einen Körperteil abtrennen würde... So etwas darf keinem Lebewesen zugemutet werden.

    Und ich denke auch, man sollte züchterisch etwas unternehmen, wenn Hunde nicht in der Lage sind, unter den gegebenen genetischen Umständen, schmerzfrei und normal zu leben. Da stimmt etwas grundsätzlich nicht und es muss etwas getan werden. Das geht natürlich nicht, wenn der betreffende Körperteil immer gleich amputiert wird.

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von ingrid2010 Beitrag anzeigen
    Zahlen dazu gibt es sicherlich nicht

    Mich würde mal interessieren, was denn die Staatsanwaltschaft zu diesem Thema sagen würde, schliesslich ist es ja -möglicher Weise - ein verstoss gegen das Tierschutzgesetz, und dass wäre dann möglicher Weise ein straftatbestand.

    Die ganze -von beiden Seiten- voreingenommene "Diskussion"bringt doch nichts. Das sollten unsere Gesetzgeber entscheiden.

    Also. Wer kennt hier Ross und Reiter und zeigt sie bei der staatsanwaltschaft an wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz? Dann wissen wir in ein paar Monaten, ob man das darf, oder eben nicht?

    Oder habt ihr den Mut zur selbstanzeige? Ihr, die ihr so sicher seid, im recht zu sein?

    Klar, man kann hier auch weiter diskutieren, das hilft aber den betroffenen Hunden herzlich wenig
    Der Gesetzgeber hat das schon längst entschieden. Nur wo kein Kläger, da kein Richter - es gibt täglich zahllose Verstöße gegen irgendwelche Gesetze, ohne dass sie weiter verfolgt werden....

    Die Diskussion hier hat einen Sinn - sie macht Leute auf das Thema aufmerksam.
    Bis vor wenigen Monaten wußte ich gar nicht, dass so was gemacht wird und bin selber durch die anderen Threads zu diesem Thema aufmerksam geworden.
    Wenn man dann ein wenig nachforscht, tun sich wirklich Abgründe auf - und an diesen Abgründen arbeiten wir gerade.
    Zuletzt geändert von gabydux; 27.11.2011, 17:10.

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  • danih
    antwortet
    Ich finde auch ganz wichtig, was hier im Thread bereits eingeworfen wurde:
    http://phantomschmerz.com/

    Kann man das bei Hunden wirklich komplett verneinen?
    Nein, kann man nicht. Ist schon eine Weile her da sah ich eine Dko über eine Tierklinik, in der eine Ruten Amputation bei einem Rotti wegen eines Tumors gemacht wurde. Der behandelnde Tierarzt wies darauf hin, wie wichitg es wäre die einzelnen Nerven an der Rute zu betäuben bevor die Rute amputiert wird bzw. dabei/danach um den Phantomschmerz vorzubeugen. Er betonte das es bei allen Körperteilen so gemacht werden sollte die amputiert werden.

    Von daher ist es mir echt ein Unding, das man Welpen einfach so die Daumen abschneidet. Ohne Betäubung und Versorgung der zum Daumen führenden Nerven.

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  • Nathalia
    antwortet
    Ich möchte noch auf folgendes aufmerksam machen: Die Tierarztkosten für die Amputationsfolgen begleiten uns sein ganzes Hundeleben lang.

    Das mein Hund gelitten hat ist die eine Seite, aber finanzieller Druck muß auch ausgehalten werden. Uns ruiniert das nicht, aber wir spüren ihn.

    Vielleicht erklärt das meinen emotionalen Beitrag.

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  • ingrid2010
    antwortet
    Zahlen dazu gibt es sicherlich nicht

    Mich würde mal interessieren, was denn die Staatsanwaltschaft zu diesem Thema sagen würde, schliesslich ist es ja -möglicher Weise - ein verstoss gegen das Tierschutzgesetz, und dass wäre dann möglicher Weise ein straftatbestand.

    Die ganze -von beiden Seiten- voreingenommene "Diskussion"bringt doch nichts. Das sollten unsere Gesetzgeber entscheiden.

    Also. Wer kennt hier Ross und Reiter und zeigt sie bei der staatsanwaltschaft an wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz? Dann wissen wir in ein paar Monaten, ob man das darf, oder eben nicht?

    Oder habt ihr den Mut zur selbstanzeige? Ihr, die ihr so sicher seid, im recht zu sein?

    Klar, man kann hier auch weiter diskutieren, das hilft aber den betroffenen Hunden herzlich wenig

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  • Insider
    antwortet
    Was mich aber mehr interessieren würde sind Zahlen und Fakten. Wieviele Whippets verletzen sich an der DK während eines Coursings oder Freilaufs. Gibt es da belegbare Zahlen? Oder es ist die Erfahrung einzelner Züchter?

    Das Forum kann sich gegenseitig kloppen, aber Zahlen, Erfahrungen habe ich bisher nicht gelesen,

    Wer kann so etwas auifzeigen?

    Ich habe es schon einmal geschrieben, dass nur 5 von über 100 Whippetzüchtern die Daumen amputieren. Wenn die Erfahrungen so schlecht wären, wäre es wohl nicht so.

    Steffen und Esprit Zahlen! Habt Ihr da etwas? Gibt es da belegbare Aussagen, die Eure Entscheidung bestätigen?

    Das würde mich auch interessieren.

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  • gabydux
    antwortet
    Zitat von Dracon Ra Beitrag anzeigen
    Schwierig, aus dem Bauch raus würde ich auch sagen dran lassen, sie benutzen sie ja. Andererseits, wenn es früh genug passiert lernen sie auch ohne klarzukommen.
    Das ist so sicher keine verkehrte Argumentation. Aber dieses "früh genug" passiert ohne Betäubung und alleine das wäre für mich schon ein schlagendes Argument, sie NICHT zu entfernen.

    Wie gesagt, wenn das Verletzungsrisiko wirklich so immens hoch wäre - aber die Erfahrungen vieler Whippetzüchter und -Halter sagen eben, dass es nicht so ist.

    Ich finde auch ganz wichtig, was hier im Thread bereits eingeworfen wurde:
    http://phantomschmerz.com/

    Kann man das bei Hunden wirklich komplett verneinen?

    Mir kommt auch bei diesem Thema immer wieder der Dortmunder Appell in den Sinn, hier mal der Link:
    http://www.dortmunder-appell.de/

    Also ich muß ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob da ein Unterschied ist, ob Vertreter einer Rasse sich nur noch mittels Kaiserschnitt vermehren können oder ob man Gliedmaßen amputieren muss, damit Vertreter einer anderen Rasse ein Leben ohne immer wiederkehrende Verletzungen führen können.....

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  • Dracon Ra
    antwortet
    Ich habe 2 Whippets mit Daumenkrallen.

    Yoda hatte da noch keine Probleme mit, Kamikaze Neela hat sich ihre schon mehrfach abgerissen, genau wie ihre Wurfschwester.

    Amputieren oder nicht, gute Frage. Einerseits besteht durchaus ein Verletzungsrisiko, andererseits setzen sie sie durchaus ein, gerade die Kamikazeflieger wie Neela.

    Whippets schlagen extreme Haken, so etwas hab ich bei noch keiner anderen Rasse gesehen. Dafür benutzen sie die Daumen, aber dabei werden selbige eben auch einer großen Belastung ausgesetzt.

    Schwierig, aus dem Bauch raus würde ich auch sagen dran lassen, sie benutzen sie ja. Andererseits, wenn es früh genug passiert lernen sie auch ohne klarzukommen.

    Beides hat Vor- und Nachteile, ich glaub ich enthalte mich.

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