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Verdacht auf Enzephalitis ... furchtbar

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  • Cyrus
    antwortet
    Hallo Waltraud,
    das Betreuungsproblem kenne ich durch meinen Epihund auch nur zu gut.
    Schade, dass Du ihn nicht zur Ausbildung mitnehmen könntest.
    Filou lässt sich über Verhaltenstherapie nicht ruhiger werden?

    LG

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  • Schmusepudel
    antwortet
    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    und ich werde wütend und beginne zu kämpfen auch wenn es noch so sinnlos ist ... ich kann nicht anders


    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    Wieso ist das von filou abhängig?
    Weil Filou noch nie alleine sein konnte. Früher konnte mein Ex-Mann mal so 1-2 Stunden auf ihn aufpassen, aber dann war Filou der Meinung, dass ich jetzt lang genug weg sei und fing an zu heulen, irgendwann dann richtig laut.

    Jetzt bin ich geschieden. Filou heult zwar nicht mehr, aber er wandert die ganze Zeit. Wenn jemand anderes versucht, ihn zu beruhigen, schnappt er. Gerne pieselt er auch aus Protest oder Aufregung. Im Auto lassen geht nur kurz, weil er sonst Harakiri mit seinem Sicherheitsgurt begeht. In einer Box haut er sich die Schnauze blutig.
    Ich kann ihn nur alleine lassen (z.B. um mal zum Arzt zu gehen), wenn er schläft und einer meiner Chefs mal nach ihm sieht. Aber Abends - die Zeit zu der ich die Ausbildung nur machen kann - abends schläft Filou immer nur kurz und ich habe auch niemand, der regelmäßig über Wochen am Abend 2 Stunden nach ihm schauen kann.
    Außerdem braucht die Begleitung und das langsame Abschiednehmen von Filou des Rest Kraft den ich im Moment habe.
    Ich warte jetzt solange darauf, die richtige Gruppe für diese Ausbildung zu finden, da kann ich auch noch weiter warten.

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  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Heute bin ich dankbar, dass Leni nicht lange leiden musste.

    Genauso froh bin ich bei Fiona (die heute 5 Wochen tot ist), dass es so schnell ging am Ende.

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Barack Beitrag anzeigen
    Bei Leni ging's mir vor 2 Jahren zu Anfang ähnlich. Mich traf es furchtbar, dass wir von der Diagnosestellung bis zur Einschläferung nur 10 Tage hatten.
    Es ist wirklich furchtbar, dass es so schnell geht .. es tut mir auch leid für euch, dass euch so überraschend nur noch wenig Zeit blieb.

    Ich denke die ganze Zeit an alles Schöne, weil ich mir jetzt alles einprägen will, damit ich so viel wie möglich im Gedächtnis behalte von meinem einmaligen kleinen Mäusezähnchen.


    Zitat von Schmusepudel Beitrag anzeigen
    Aber ich bin da wohl pragmatischer: etwas was ich nicht ändern kann, mit dem arrangiere ich mich aus reinem Selbstschutz.


    Wenn Filou mich verlassen hat, möchte ich eine Ausbildung zum Sterbebegleiter machen. Ob ich es wirklich schaffe, weiß ich nicht, aber der Wunsch reift schon über 10 Jahre in mir.
    und ich werde wütend und beginne zu kämpfen auch wenn es noch so sinnlos ist ... ich kann nicht anders

    Dann solltest du diese Ausbildung unbedingt machen, wenn Dich da schon so lange immer wieder antreibt das zu tun.
    Wieso ist das von filou abhängig?

    LG

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  • Schmusepudel
    antwortet
    Michaela,
    ich kann Deine Wut auf den Tod aus jedem deiner Sätze spüren. Grade als Ärztin bekommt du seine ganze Grausamkeit mit und erlebst die Hilflosigkeit ihm gegenüber viel stärker.
    Aber ich bin da wohl pragmatischer: etwas was ich nicht ändern kann, mit dem arrangiere ich mich aus reinem Selbstschutz.
    Auch ich habe schon in jungen Jahren immer wieder Menschen und Tiere verloren. Es hat mich dazu gebracht, mich schon früh mit dem Tod, mit Nahtoderlebnissen, mit dem Umgang anderer Religionen mit diesem Thema zu beschäftigen. Und es hat mir die Unbeschwertheit genommen.
    Wenn Filou mich verlassen hat, möchte ich eine Ausbildung zum Sterbebegleiter machen. Ob ich es wirklich schaffe, weiß ich nicht, aber der Wunsch reift schon über 10 Jahre in mir.

    Ich weiß, dass nichts im Moment deinen Schmerz lindern kann........allenfalls ein ganz klein wenig, hier alles zu schreiben, was dich im Moment bewegt.

    Und es gibt hier immer Menschen, die die "zuhören", die mit dir trauern.

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  • Barack
    Ein Gast antwortete
    Bei Leni ging's mir vor 2 Jahren zu Anfang ähnlich. Mich traf es furchtbar, dass wir von der Diagnosestellung bis zur Einschläferung nur 10 Tage hatten.

    Heute fehlt sie mir, aber meist lassen mich die Gedanken an sie lächeln. Wir haben zu viel Schönes erlebt um traurig zu sein.

    Ich bin dankbar, dass sie mich 8 Jahre begleitet hat und mir viel beigebracht hat.

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  • Schneckibär
    antwortet
    Ich würde dir so gerne tröstende Worte schreiben; jedesmal wenn ich hier reinlese fange ich zu heulen an.

    Was mir am Meisten geholfen hat war die Erkenntnis, dass wir unsere Lieben auf ewig im Herzen tragen. Sie sind immer dabei, teilen weiterhin das Leben mit dir

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  • nelli73
    antwortet
    Michaela,

    ich habe meine Liebsten auch einäschern lassen und so habe ich sie noch immer bei mir.
    Ich hätte sie hier nicht begraben wollen, weil ich hier nicht ewig leben werde und es hätte mir das Herz zerrissen, sie zurück lassen zu müssen.
    Von daher habe ich sie einäschern lassen und war erst "ruhiger", als sie wieder bei mir waren.
    Die Verbundenheit war immer da und ist es noch heute.



    LG nicole

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Beata Beitrag anzeigen
    Liebe Michaela,

    wie ich Dir auch im Epiforum schrieb.....

    Du hast viel zu viel hinter Dir und von daher kommt der Tod von Tsu jetzt noch obendrauf. Du bist ausgebrannt und leer, aber Tsu würde es nicht wollen, dass Du Dich aufgibst!!!!!!

    Ich finde den Gedanken mit dem Diamanten nicht schlecht, da kann man drüber denken, wie man will. Du hattest keine Wahl, Du warst gezwungen, sie ins Krematorium zu bringen. Aber ihre Asche ist trotzdem sie und wenn Du ihre Asche als Diamanten hättest, dann wäre sie immer bei Dir und Du kannst sie anfassen in trostlosen Zeiten.

    Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn ein Seelenhund geht, aber Du weißt von mir, dass ich auch vieles ähnliches hinter mir habe und auch in einer der schlimmsten Zeiten den Tod meines Louis verkraften musste, der viel zu früh gehen musste.... daher weiß ich, was Du durchmachst.

    Aber es gibt ein Leben nach solchen Schicksalsschlägen, auch wenn Du es Dir jetzt...verständlicherweise...nicht vorstellen kannst.
    Aber ich denke, wenn ich gezwungen wäre, meine Hunde einäschern zu lassen, ich würde den Weg mit dem Diamanten wählen......
    Ja Beata, es ist für mich, entgegen meiner früheren Gedanken dazu, schon eine gewisse Möglichkeit, sie für immer bei mir zu tragen.
    Ich muss darüber noch 1-2 Tage nachdenken,
    ersetzen kann mein Häschen leider rein gar nichts ...

    LG

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Schmusepudel Beitrag anzeigen
    Ich denke, Tsus Geschenk an Dich ist, dass dieser Schmerz dir in Zukunft in deinem Beruf helfen wird. Du wirst neue Wege finden mit dem Thema Tod um zu gehen.


    Danke an Tsu und Dich
    Danke ... leider ist das nicht so, denn ich habe schon in jungen Jahren viele Menschen und Tiere verlieren müssen und der Tod hat seinen Schrecken nie verloren, ich kann mit dem Tod nicht umgehen
    er ist grausam, endgültig, extrem schmerzhaft und wenn man jemanden verliert, den man niemals verlieren wollte, weil er mir so viel bedeutet hat, dann hilft das sicher nicht, sich mit dem Tod zu arrangieren. Ich hasse den Tod nur noch mehr ... natürlich wusste ich immer, dass es mal soweit kommt,
    dass ich keine Chance hatte, ihr zu helfen ... sie hat die Krankheit lange tapfer verborgen gehalten ... oder wir haben es auf ihr Alter geschoben. Der TA hat es auch nicht erkannt ... man konnte auch nicht ins Hirn sehen. Dass sie bei dem Befund so schlagartig voll krank wurde. Es entwickelte sich nicht langsam. Und dann war es wie bei einem Waldbrand ... wir hatten keine Chance
    von ersten Symptomen bis Tod waren es nur knapp 2-3 Wochen ... und ich habe bis zur letzten sek gehofft, es noch herum reißen zu können. Der Tod hat uns eiskalt erwischt, nie war sie krank und nie habe ich erwartet, dass sie jetzt schon geht. Ich hoffte, wir schaffen noch mindestens das 13. Lj. und warum nicht länger, sie war fit!

    Aber es gibt diese miesesten, heimtückischen Krankheiten ... das ist so schrecklich.

    Ich hasse den Tod, schon immer, schon als Kind und bis heute und trotz aller erlebten Schicksale im Krankenhaus, finde ich mich bis heute nicht damit ab.
    Ich habe schreckliche Erfahrungen mit dem Leid von Sterbenden, das ich nicht leicht wegstecke ... Patienten, die einen anflehen, dass sie nicht sterben wollen ... junge Mütter mit Krebserkrankungen, die eine infauste Prognose haben und vor einem sitzen und ihre kleinen Kinder beweinen, die ihre Mutter verlieren werden und deren Zukunft sie nicht mehr sichern können ... die Gesichter der Angehörigen von plötzlich unerwartet Verstorbenen, Angehörige, die übermannt von tiefer Trauer, weinend zusammenbrechen und intensiv betreut werden müssen ... Mütter, die ihre halbtoten udn sicher sterbenden Kinder tagelang in der Klinik beweinen und denen man zusehen kann, wie sie täglich ein Stück mehr selber sterben ...
    der Arztberuf hat mich leider nicht abstumpfen lassen,
    ich habe schon oft mit Patienten oder Angehörigen mit geweint, auch wenn das nicht professionell ist, was mir egal ist, weil ich diesen vernichtenden Schmerz immer mitfühle, wenn ich sehe, wie jemand vor mir zusammenbricht und verzweifelt ... es ist grausam, dass wir solche Gefühle haben.

    der Tod hat mir das Liebste genommen ... ich werde das niemals akzeptieren können, ich muss es leider dennoch ertragen, wie alle anderen auch ... aber das macht es ja leider nicht besser.

    LG

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  • Beata
    antwortet
    Liebe Michaela,

    wie ich Dir auch im Epiforum schrieb.....

    Du hast viel zu viel hinter Dir und von daher kommt der Tod von Tsu jetzt noch obendrauf. Du bist ausgebrannt und leer, aber Tsu würde es nicht wollen, dass Du Dich aufgibst!!!!!!

    Ich finde den Gedanken mit dem Diamanten nicht schlecht, da kann man drüber denken, wie man will. Du hattest keine Wahl, Du warst gezwungen, sie ins Krematorium zu bringen. Aber ihre Asche ist trotzdem sie und wenn Du ihre Asche als Diamanten hättest, dann wäre sie immer bei Dir und Du kannst sie anfassen in trostlosen Zeiten.

    Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn ein Seelenhund geht, aber Du weißt von mir, dass ich auch vieles ähnliches hinter mir habe und auch in einer der schlimmsten Zeiten den Tod meines Louis verkraften musste, der viel zu früh gehen musste.... daher weiß ich, was Du durchmachst.

    Aber es gibt ein Leben nach solchen Schicksalsschlägen, auch wenn Du es Dir jetzt...verständlicherweise...nicht vorstellen kannst.
    Aber ich denke, wenn ich gezwungen wäre, meine Hunde einäschern zu lassen, ich würde den Weg mit dem Diamanten wählen......

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  • baluese
    antwortet
    Liebe Manuela,

    ich möchte mich Waltrauds Worten anschließen...

    Du hast für Dich den Beruf mit der meiner Meinung nach größten menschlichen Verantwortung gewählt.....und Du hast schmerzvoll das Liebste verloren..

    Das ist sooooo furchtbar und so ungerecht.....aber aus Deinem Berufsleben weisst Du wie viele Menschen das Liebste viel zu früh hergeben müssen...den Partner , die Eltern ...ein Kind.

    So schrecklich es für Dich ist....Du bist jetzt wissend....Du weiss wie jeder Einzelne sich fühlt....und ich bin mir sicher, Gott straft nicht.
    Aber für manchen Menschen, die stark genug sind, hält er Aufgaben und Prüfungen bereit.
    Wer weiss, vielleicht hat er Dir Deine Tsu genau deshalb geschickt, weil er um ihr Schicksal wusste und er wusste, dass DU das begleiten und bewältigen kannst...weil Du du bist.

    Ich hätte Dir so sehr noch eine Zeit mit Tsu gewünscht oder zumindest einen sanften und friedlichen Tod.
    Ich habe oft Angst davor, wie meine Hunde werden sterben müssen, der eine vielleicht im Status epilepticus, der andere durch Ersticken..

    ich tröste mich damit, dass ich weiss, dass die Wissenschaft immer noch nur einen Bruchteil des Gehirns erforscht hat.....und ich hoffen einfach, dass der Tod mit uns genau so gnädig ist wie die Geburt, an deren Schmerzen wir uns nicht erinnern können.
    Deine Tsu wird im Frieden gegangen sein....egal, wie es nach außen hin gewirkt hat.
    Der sterbende Mensch ist ganz bei sich, das habe ich ganz aus der Näher erfahren dürfen...das Tier ist es mit Sicherheit auch.

    Und ganz egal, welche "Form" ihr alter und nun kraftloser Körper jetzt hat- es ist nicht mehr ihrer.
    Gott hat ihr , wie in dem Gedicht, längst einen anderen, leichteren und schöneren geschenkt.

    Ich bin mir sicher, das nächste besondere Licht im Abendhimmel, eine Wolkenkonstellation oder ein Regenbogen wird Eurer sein...
    Sie wird nie fort sein....sie ist in Deinem Herzen und Du wirst es schaffen, dort in Deinem Herzen mit ihr zu "leben".

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft....mit Dir traurigen Grüße von Barbara mit Morris, Lenny und Izzy

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  • Schmusepudel
    antwortet
    Hallo Manuela,
    wir Tierbesitzer haben leider nur die Möglichkeit unsere Tiere entweder auf dem Tierfriedhof, im Garten (oder auch im Wald) zu beerdigen oder sie verbrennen zu lassen.
    Glaube mir, auch das Beerdigen ist hart. Wenn du Erde auf ihren Körper schaufeln musst und die Vorstellung, wie sich diese wundervolle Hülle langsam zersetzt, Käfer, Würmer dran nagen. Ich kenne beides.
    Ich habe mich erstmals 1996 bei einer Schäferhündin fürs Verbrennen entschieden - damals noch in Holland. Mir war der Gedanke, dass diese Hündin mit ihren Megatumoren und all der Chemie die in ihr steckte, im Erdreich ist, einfach zu unheimlich.
    Trixi habe ich vor 9 Jahren nach Badbergen gefahren und war bis kurz vorher bei ihr. Wir haben gewartet und dann ihre Asche wieder mitgenommen. Ich gestehe, sie steht in ihrer Urne immer noch im Regal. Irgendwann wird sie mal in der Nähe des Baumes ausgestreut, an dem ich im Friedwald einen Platz habe.

    Mir nimmt es die Luft, wenn ich versuche mir vorzustellen, wie du dich im Moment fühlst. So ohne den Halt, den Tsu dir gab. Ich kenne das Gefühl zu gut - viele andere hier sicherlich auch.
    Ich klammere mich dann immer an den Satz "man bekommt nur soviel aufgebürdet, wie man auch tragen kann" Und je schwerer die Bürde war, umso gestärkter kommt man irgendwann zurück.
    Ich versuche auch irgendwann immer (nein gleich gelingt mir das auch nie) zu erkennen, was ich aus dem ganzen Geschehen gelernt habe. Wie es mich verändert hat. Und wenn es zunächst manchmal nicht mehr ist, als dass ich weiß, sowas soll mir nie mehr passieren (Trixi wurde beim TA eingeschläfert statt zu Hause).

    Ich denke, Tsus Geschenk an Dich ist, dass dieser Schmerz dir in Zukunft in deinem Beruf helfen wird. Du wirst neue Wege finden mit dem Thema Tod um zu gehen.
    Versuche Tsus Tod die Sinnlosigkeit und Grausamkeit zu nehmen und ihr Leben mit allem was dazu gehört als Geschenk anzunehmen.

    MIR haben Tsu und auch Du mit deinen liebevollen Zeilen auf jeden Fall etwas sehr wertvolles geschenkt. Ich stelle mich heute meiner eigenen Angst und lasse mein Leben mit Filou wie es war und wie es ist und wie es einmal ohne ihn sein wird auf mich wirken.

    Danke an Tsu und Dich

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  • kim17
    antwortet
    Michaela, auch wenn es im Moment kein trost ist, sehe es nicht als Bestrafung an dass sie dir genommen wurde. sehe es als geschenk an, dass dich so viele jahre begleiten und dir viel Freude schenken durfte. ich bin sicher, sie wird dich auch weiterhin begleiten - wenn du es zulässt, jetzt und wenn deine trauer nicht mehr so weh tut. ja, ich weiss, losslassen ist so unendlich schwer.
    liebe grüsse

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  • Cyrus
    antwortet
    Danke ... nun ist sie endgültig weg,
    wir haben sie zur Einäscherung abgeben müssen,
    ich habe mich damit nicht wohl gefühlt, ich hätte sie lieber beerdigt,
    ihr kleiner Körper im Feuer ... ich hasse den Gedanken
    Das Abschiednehmen war sehr sehr sehr schwer. Ich konnte sie nicht loslassen. Jetzt ist sie ganz alleine in einer total fremden Umgebung ...
    Ich habe gar keine Beziehung zu ihrer Asche ... grauer Staub ... das ist doch nicht mein Häschen. Das ist Asche ... verstreuen lassen will ich sie auch nicht ... jetzt ist sie in der Kühlung und ich bin mir nicht sicher, ob ich das Richtige mache.
    Ich glaube nicht, dass sie gerne verbrannt worden wäre.
    Um mich mit dem Einäschern arrangieren zu können und dass ich einen Sinn darin sehe, habe ich mich gefragt, ob ich es gut finden würde, einen kleinen Tsu-Diamanten zu haben ... dann hätte das Einäschern wenigstens einen Sinn. Aber ich weiß selber nicht, ob ich das eigentlich gut oder schlecht finden soll. Mal abgesehen von dem hohen Preis. Aber sie war für mich so wertvoll ... sie war das Wertvollste für mich. Gar nichts kann das adäquat symbolisieren, denn sie war im Wert nicht bezifferbar. 1000 mal habe ich mich gefragt, was ich machen würde, wenn mir jemand eine absurd große Menge Geld böte, ein irrealer Gedanke, aber meine Antwort war immer im Geiste "sie ist für jeden noch so hohen Preis völlig unverkäuflich". Ich hätte keine Freude an einem Vermögen gehabt, wenn ich sie dafür hätte hergeben müssen. Aber halten konnte ich sie trotzdem nicht, weil das, was es sich geholt hat, hat sie mir wie ein Dieb heimtückisch gestohlen und hat nicht mit mir verhandeln wollen.


    Zitat von Schmusepudel Beitrag anzeigen
    Nach Trixies Tod (Filous Vorgängerin) habe ich die ganze Nacht mit ihr und ein paar Kerzen auf dem Balkon verbracht, habe sie gestreichelt, wohl wissend, dass das bald nicht mehr möglich sein wird, habe mit ihr geredet. Wie du hatte ich körperliche Schmerzen, habe mich hohl und leer gefühlt, bin am nächsten Tag und auch noch die folgenden Tage wie ein Schlafwandler durch die Gegend.
    Das habe ich so ähnlich gemacht, sie lag die ganze Nacht in ihrem Körbchen bei mir, ihre Kerze lasse ich weiter brennen, damit sie weiß, dass ich sie sehr vermisse und dass das hier immer noch ihr Zuhause ist.
    Schlafwandler ist genau richtig, ich bin dumpf und leer und apathisch und zwischendurch laufen Tränen ... ein nicht enden wollender Alptraum. Ich spüre selber, wie mein Stresshormonspiegel versucht mich zu schützen, aber es ist alles unerträglich. Ich habe schon 3 Tage fast nichts essen können. Ich sehe schlimm aus, da ich eh sehr dünn bin. Nun sehe ich, wie ich mich auflöse, aber ich kann nichts essen, mir wird sofort total übel, alleine bei dem Gedanken.


    Zitat von Schmusepudel Beitrag anzeigen
    Mein Ex-Mann hat nach dem Tod unseres 2. Katzenkindes das Kreuz abgenommen, dass er um den Hals trug. Als ich ihn nach dem Grund fragte, sagte er bitter, dass er dem alten Herrn seinen kleinen Finger angeboten habe, damit er Tiger leben lasse. Da er ihm nicht geholfen habe, brauche er ihn auch nicht mehr tragen.
    ich kann das sehr gut verstehen, ich fühle mich auch total verlassen und bestraft. Und ich weiß nicht wieso. Ich habe es derzeit schon länger nicht sehr einfach. Tsu war mein Engelchen, sie war mein kleines Glück inmitten von viel Mist. Und so konnte ich vieles immer noch gut ertragen, denn wenn ich abends mit ihr auf dem Sofa saß, dann hatte ich alles,was ich wollte. Mehr wollte ich gar nicht. Ich habe mich nach nichts gesehnt, sie hat mich glücklich gemacht, auch in noch so schweren Zeiten. Mit ihrem raschen Tod habe ich meinen kleinen Halt für meine Psyche verloren. Im letzten Jahr habe ich oft gedacht, es kann doch gar nicht schlimmer werden ... aber nun ist der Holocaust für mich eingetreten. Meine Gedanken auf dem Weg ins Krematorium waren grausam. Ich frage mich laufen, warum mir das alles angetan wird. Selbst meine Freunde nehmen das so wahr und fragen sich, was ich noch ertragen soll und kann.
    Ich denke, ich bin kein schlechter Mensch ... aber dennoch hat Gott mich eindeutig verlassen. er wusste , wie sehr ich sie liebe und dass mich ihr Tod gerade jetzt sehr hart treffen wird. Und er hat es trotzdem so geplant. Er hasst mich!


    Zitat von Schmusepudel Beitrag anzeigen
    Dass du nicht von ihr träumst im Moment kommt daher, dass du einfach viel zu erschöpft bist und nur in kurzen traumlosen Schlaf sinkst. Evtl. wird sie erst im Traum zu dir kommen, wenn du gar nicht mehr dran denkst. Aber es kann eine Zeit dauern.
    Ich wünschte, sie käme und würde mir verzeihen, dass ich ihr nicht habe helfen können ...


    mein kleiner Sonnenschein ... ich liebe Dich!!!
    Wir mussten lange zum Krematorium gehen und es war sehr schrecklich, dass sie uns nicht durch die Wiesen begleiten konnten.
    Sie fehlt in diesem Rudel sehr!!!

    LG

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