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    Ein Gast antwortete
    Zitat von Dunny Beitrag anzeigen
    Wie schon meine Oma immer sagte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu...
    Noch einmal: Ich habe entschieden etwas gegen die Praxis mancher Shops, über ihre Ware das Wort "bio" zu schreiben, ohne zu erklären, wie man zu diesem vermeintlichen "bio" gekommen sein will. "Bio" verlangt eine nachvollziehbare Deklaration, sonst ist es nur ein Wort aus drei Buchstaben, das man sich zudem teuer bezahlen lässt.
    Offenbar tust du dich schwer damit, das zu verstehen. Was mir wiederum schleierhaft ist. Aber vielleicht sollten wir es bei diesem gegenseitigen Unverständnis jetzt einfach belassen.


    Zitat von Waschbaer Beitrag anzeigen
    Wenn Rinder die meiste Zeit des Jahres auf der Weide stehen, und das oft noch zusammen mit ihren Kälbern, ist das für mich "artgerecht". Auch wenn sie nicht unter einem Bio-Label vermarktet werden.
    Dem stimme ich voll und ganz zu.

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  • Fusselmonster
    antwortet
    Zitat von Waschbaer Beitrag anzeigen
    Wenn Rinder die meiste Zeit des Jahres auf der Weide stehen, und das oft noch zusammen mit ihren Kälbern, ist das für mich "artgerecht". Auch wenn sie nicht unter einem Bio-Label vermarktet werden. Eine solche Haltung gibt es hier bei uns häufiger und die Schlachttiere gehen zu ganz normalen Preise in die örtlichen Schlachtereien. Teilweise bekomme ich in einem regionalen Zerlegebetrieb die Schlachtabfälle von Rindern meiner Tierärztin, die das ganze Jahr über in extensiver Haltung auf der Weide stehen.

    Ich denke es kommt auch auf die Region an, wie artgerecht "normales" Nutzvieh (also nicht "bio") im Durchschnitt gehalten wird.
    Antje, für mich auch - sofern es Rinder betrifft...
    Ich bin heute morgen etwas mit den parallel laufenden threads durcheinander bekommen - dieser Beitrag hätte richtiger hier (Mitgliederbeich) stehen müssen... (Ich hatte die Kaninchen im Hinterkopf)

    Nichts desto trotz: mir persönlich war ein Anbieter, welcher nicht immer das komplette Vollsortiment in für jeden Verbraucher (hier: roh fütternder Hundehalter) passenden Packungsgrößen vorrätig hat deutlich lieber, als diejenigen Anbieter, die sich vor lauter Bio und artgerecht Titulierung ihres allumfassenden Angebotes förmlich überschlagen.

    Ich mache mir da ehrlich gesagt keinerlei Illusionen, mag mich jedoch auch nicht für dumm verkaufen lassen...
    Scheinbar gibt es ja keinen Rohfleisch-(online-)Anbieter, bei dem das Angebot aus der industriellen Massenproduktion kommt (s. Kaninchen und Geflügel)...


    Einen Teil unseres Hundefutterfleisches beziehe ich aus artgerechten Haltung wie oben beschrieben, zusätzlich habe ich hier vor Ort das Privileg und die Möglichkeit mit Bioland-Schlachtabfällen /Galloway, antibiotikafreien Mastgeflügel zweier Nebenerwerbsbetriebe, einem Wildschlachter der für ansässige Jäger vermarktet und dem netten Türken von nebenan aufzustocken. Mischkalkulation dieser Bezugsquellen: um 3.50€/kg...

    .

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  • Waschbaer
    antwortet
    Zitat von Fusselmonster Beitrag anzeigen
    Artgerecht erzeugtes Fleisch kann für Preise die hier gewünscht sind nie artgerecht 'erzeugt' werden....
    Wenn Rinder die meiste Zeit des Jahres auf der Weide stehen, und das oft noch zusammen mit ihren Kälbern, ist das für mich "artgerecht". Auch wenn sie nicht unter einem Bio-Label vermarktet werden. Eine solche Haltung gibt es hier bei uns häufiger und die Schlachttiere gehen zu ganz normalen Preise in die örtlichen Schlachtereien. Teilweise bekomme ich in einem regionalen Zerlegebetrieb die Schlachtabfälle von Rindern meiner Tierärztin, die das ganze Jahr über in extensiver Haltung auf der Weide stehen.

    Ich denke es kommt auch auf die Region an, wie artgerecht "normales" Nutzvieh (also nicht "bio") im Durchschnitt gehalten wird.

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  • Dunny
    antwortet
    Zitat von katharina Beitrag anzeigen
    Du meinst, du musst mir jetzt einen kleinen Definitionsvortrag halten über die Bedeutung des Wortes koscher?

    Ich habe von meinen persönlichen Ansichten geschrieben, die müssen dir nicht gefallen. Aber versteige dich bitte nicht in Belehrungen.
    Wie schon meine Oma immer sagte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu...

    Lg Andrea

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  • wembley
    antwortet
    Tja, und ich esse selbst Fleisch und meine Hunde kriegen es aus artgerechter Haltung. Bin ich nu ein guter Mensch oder nicht?

    Muss doch jeder selbst wissen, was er füttert und isst. Ich gebe auch 8-10 €/ kg Hundefleisch aus, aber meine Hunde sind auch winzig. Da hätte ich es leicht, mich über andere zu erheben, die größere Hunde haben und mehr Fleisch brauchen.

    Ich bin ehrlich, für mich geht ausschließliche Fleischfütterung aus dem Grund schon gar nicht. Hier gibt es neben den geringen Fleischmengen für die Wauzis auch KH. Aber ich bin auch nicht das Maß aller Dinge

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  • Bullebu
    antwortet
    Artgerechte Haltung ist immer so eine Sache... Das was wirklich artgerecht wäre, ist häufig kaum zu realisieren.

    Und natürlich wäre es auch beim Fleisch für den Hund wünschenswert. Gar keine Frage, aber für die meisten wohl einfach unbezahlbar.

    Ich für meinen Teil sage dann halt... Der Hund braucht es, er kann nicht verzichten. Ich esse kein Fleisch, für mich ist es aber auch kein verzichten, ich mochte es als Kind schon nicht.

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  • Fusselmonster
    antwortet
    Moin,

    Zitat von xerves Beitrag anzeigen
    (...)und trotzdem kostet es nicht weit mehr als das fleisch aus massentierhaltung, wenn man beachtet das artgerechtes fleisch für uns meistens fast das 10fache kostet.
    (...)
    Artgerecht erzeugtes Fleisch kann für Preise die hier gewünscht sind nie artgerecht 'erzeugt' werden....

    Zitat von Anne410 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ein großes Problem ist die Definition von artgerecht...... Wir haben sicherlich eine andere als die gesetzlichen Vorgaben für "artgerechte Haltung"......
    Ich denke auch, dass das das Hauptproblem ist.
    Artgerechte Kaninchenerzeugung z.B hieße für mich! neben Offenstall auch Weidehaltung- und diese definitiv nicht pro Quadratmeter 5- 7kg....
    Selbst die Alternative über Rassezuchtverbände ist dann idR keine Option an 'artgerecht' erzeugtes Kaninchen als Hundefutter zu gelangen - ich wage sogar zu behaupten: gerade dann nicht.

    .

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  • Anne410
    antwortet
    Ich glaube, ein großes Problem ist die Definition von artgerecht...... Wir haben sicherlich eine andere als die gesetzlichen Vorgaben für "artgerechte Haltung"......

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  • xerves
    antwortet
    Zitat von claudi22 Beitrag anzeigen
    Schade um die Verurteilung. Ich denke, ich kann mir den Schuh anziehen - ich bin fast-Veganer, weil ich kaum tierische Produkte brauche und "für mich" kein Tier leiden soll. Mein Hund ist aber nunmal Fleischfresser und ich kann mir besseres Fleisch als aus den gängigen Barfshops leider kaum leisten. Dass die Tiere dort vorher ein herrliches Leben hatten wage ich zu bezweifeln, aber dass Du mit Deiner Aussage quasi Doppelmoral unterstellst finde ich schade. ICH kann verzichten, mein Hund nicht.
    ich bin selber veganer und kaufe daher für meinen hund das "artgerechteste fleisch" was es zu bekommen gibt.

    zb bei kv-shop gibt es nur fleisch aus artgerechter haltung und diese höfe sind kontrolliert bzw selbst kontrollierbar.
    und die sind meistens nicht mal bio zertifiziert und trotzdem artgerechter als bio.
    nennen ohne probleme ihre quellen in deiner umgebung zum selbst anschauen.

    und trotzdem kostet es nicht weit mehr als das fleisch aus massentierhaltung, wenn man beachtet das artgerechtes fleisch für uns meistens fast das 10fache kostet.

    es gibt auch veganes Hundefutter auch Nassfutter für die "hardcore" veganer

    wenn nur der preis entscheidend ist, dann ist TH auch noch teuer, dann muss man bei den "alles unter 1€" shops kaufen, wo es fleisch, pansen, blättermagen, knochen, ... alles für unter 1€ gibt.
    Zuletzt geändert von xerves; 01.06.2015, 05:31.

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  • frit_z
    antwortet
    Zitat von Dunny Beitrag anzeigen
    Koscher ist ein Begriff aus den religionsgsetzlichen Vorschriften für Juden die Zubereitung von Speisen und Getränken betreffend, ob sie erlabt oder unerlaubt sind. Der Begriff hat Einzug gefunden im allgemeinen Sprachgebrauch und bezeichnet dort etwas als bedenklich. Mit Bio oder nicht hat das erstmal nichts zu tun.

    Das ist Deine Bewertung der Aussage, aber keine Tatsache. Die kann zutreffend sein, muß es aber nicht. So wie es formuliert ist, sind eine Menge Bewertungen möglich, die über die Frage Bio oder nicht, deklariert oder nicht weit hinaus gehen. Und genau das ist es, was mich an dieser Aussage stört. Es wurde, ob bewußt oder unbewußt, viel Raum für weitere Bewertungen gelassen.

    Lg Andrea
    Danke fürs klarstellen was mit "Koscher" gemeint ist.

    Gruss

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Dunny Beitrag anzeigen
    Koscher ist ein Begriff aus den religionsgsetzlichen Vorschriften für Juden die Zubereitung von Speisen und Getränken betreffend, ob sie erlabt oder unerlaubt sind. Der Begriff hat Einzug gefunden im allgemeinen Sprachgebrauch und bezeichnet dort etwas als bedenklich. Mit Bio oder nicht hat das erstmal nichts zu tun.
    Du meinst, du musst mir jetzt einen kleinen Definitionsvortrag halten über die Bedeutung des Wortes koscher?

    Ich habe von meinen persönlichen Ansichten geschrieben, die müssen dir nicht gefallen. Aber versteige dich bitte nicht in Belehrungen.

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  • Dunny
    antwortet
    Zitat von katharina Beitrag anzeigen
    Nicht koscher heißt schlicht: Ich deklariere etwas als Bio-Fleisch, ohne dass für den Verbraucher nachprüfbar wäre, woher dieses sogenannte Biofleisch kommen mag, welchem Siegel es unterstellt ist etc. Nicht koscher heißt für mich persönlich: dem Verbraucher per "Bio" ein gutes Gewissen verkaufen, obwohl sich für die Tiere rein gar nichts verbessert.
    Koscher ist ein Begriff aus den religionsgsetzlichen Vorschriften für Juden die Zubereitung von Speisen und Getränken betreffend, ob sie erlabt oder unerlaubt sind. Der Begriff hat Einzug gefunden im allgemeinen Sprachgebrauch und bezeichnet dort etwas als bedenklich. Mit Bio oder nicht hat das erstmal nichts zu tun.

    Das ist Deine Bewertung der Aussage, aber keine Tatsache. Die kann zutreffend sein, muß es aber nicht. So wie es formuliert ist, sind eine Menge Bewertungen möglich, die über die Frage Bio oder nicht, deklariert oder nicht weit hinaus gehen. Und genau das ist es, was mich an dieser Aussage stört. Es wurde, ob bewußt oder unbewußt, viel Raum für weitere Bewertungen gelassen.

    Lg Andrea

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  • Banshee
    antwortet
    Zitat von Joeysternchen Beitrag anzeigen
    Dem schließe ich mich an...
    Bei uns gibt es auch kein Bio weder für uns noch für den Hund,
    wäre Kostenmässig gar nicht machbar.

    Bin da auch zu misstrauisch dem Bio -Sachen gegen über,gibt da ja auch eine Menge Schmuh.

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  • Joeysternchen
    antwortet
    Zitat von Boxer Beitrag anzeigen
    Dem stimme ich zu. Ich bin seit 19 Jahren Vegetarierin und mein Mann isst Fleisch, allerdings kaufe ich nur Biofleisch.

    Für den Hund kann ich mir Biofleisch leider nicht leisten. Er verträgt kein Rind und ich kaufe daher viel Pferdefleisch, welches sowieso schon teurer ist als Rind & Geflügel. Bei Hühnerhälsen kaufe ich ab und zu Bio, aber einem 35 kg - Hund nur Biofleisch zu füttern kann und will ich mir nicht leisten.
    Dem schließe ich mich an...

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zunächst: Niemand sollte für sein Kaufverhalten be- oder gar verurteilt werden, und niemand hat meiner Meinung nach das Recht, mit dem Finger auf andere Hundehalter zu zeigen.
    Meine Kritik richtet sich allein gegen die Shops, die auf der Bio-Welle mitreiten und sich einen schlanken Fuß machen, wenn man mal nachbohrt.

    Zitat von Dunny Beitrag anzeigen

    Im übrigen heißt kein Bio-Fleisch zu führen noch lange nicht, daß irgendetwas nicht koscher ist.
    Nicht koscher heißt schlicht: Ich deklariere etwas als Bio-Fleisch, ohne dass für den Verbraucher nachprüfbar wäre, woher dieses sogenannte Biofleisch kommen mag, welchem Siegel es unterstellt ist etc. Nicht koscher heißt für mich persönlich: dem Verbraucher per "Bio" ein gutes Gewissen verkaufen, obwohl sich für die Tiere rein gar nichts verbessert.

    Da ist mir "ehrliche Massenhaltung" noch lieber als dieses verlogene "Bio".

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