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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Hallo Cyrus,

    darf ich einmal fragen, zu welcher Art von Sterblichkeit es führt? Doch wohl zu Schilddrüsenkrebs?

    Es interessiert mich, weil ein Wurfgeschwister von Hanusch tatsächlich vor ein paar Jahren wegen epileptischer Anfälle Thyroxin bekam. Spater habe ich dann erfahren, dass die Hündin eingeschläfert worden war, aber nicht wegen der Anfälle.

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen
    hallo,
    nein mit SD-krebs hat das nichts zu tun.
    Es hat etwas damit zu tun, dass die SD-Hormone modulierend alle möglichen Stoffwechselprozesse beeinflussen.
    Die Non-Thyroidal-Illness resultiert, so wie sie heute verstanden wird, daraus, dass ein kranker Organismus als Reaktion auf die schwere erkrankung die Produktion der Schilddrüsenhormone reduziert, um die Stoffwechselprozesse zu drosseln. Der Körper versucht auf diese Weise scheinbar in einen energiesparmodus zu wechseln. Das wird beobachtt bei Patienten, Mensch und Tier, bei schweren Traumata, schweren Verbrennungen, Infektionen, schwere Organinsuffizienzen ... aber auch nach epileptischen Anfällen. Warum das bei Epilepsie so ist .. man weiß es nicht genau, vermutet aber, dass die Hypothyreose durch die Anfälle primär, dei Hormonproduktion reduziert und hiernach abhängig auch die Hypophyse und die SD - Folge ist eine Reduktion der Schilddrüsenhormone.

    Was man beobachtet hat ist, dass Patienten mit NTI, also mit gesunder SD, aber dennoch reduzierten Thyroxinspiegeln im Labor, bei Gabe von Thyroxin, zwar bessere T4 Werte zeigen, aber der körperliche Zustand sich nicht bessert, im Gegenteil. Bei Schwerkranken beobachtet man, dass die Steigerung des Stoffwechsels zu einem hohen Energieverbrauch führt und den Patienten schwächt statt stärkt. Additive Therapieversuche durch Zuführung von energiereichen Lösungen i.v. können leider hierbei auch nicht Abhilfe leisten. Man fährt mit einem kaputten Motor eben nicht Vollgas, egal wie gut der Sprit ist

    Man muss auch in die Erwägungen einbeziehen, dass die SD-Diagnostik meist immer noch an der Oberfläche bleibt. TSH und T4 sagen noch nix über T3 aus und auch nicht über fT3 und fT4 ... und letztere beide sagen auch nichts über die Affinität der Thyroxin-Rezeptoren im Gewebe aus. Je nach aktuellem Lebensumstand kann der gemessene Hormonspiegel sogar ausreichend sein, auch wenn der Laboreferenzbereich sehr niedrig erscheint. Die Medizin findet ihre Grenzen darin, dass sie nur einige Parameter messen kann, eine Aussage über den tatsächlichen Sachverhalt erhält sie dadurch allerdings nur eingeschränkt.

    Die Laborparameter Deines Hundes sind leider nicht so einfach und schon gar nicht aus der ferne zu beurteilen, weil
    - Phenobarbitaltherapie (Spiegel?)
    - unklarer Leberbefund
    - Anzeichen von Niereninsuffizienz ??
    - Epilepsie
    - Alter

    die SD-Hormone könnten verändert sein durch die
    - SD
    - Leber
    - Epi
    - Niere
    - alles zusammen

    aber die Ursache bestimmt die richtige Therapie

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Cyrus,

    darf ich einmal fragen, zu welcher Art von Sterblichkeit es führt? Doch wohl zu Schilddrüsenkrebs?

    Es interessiert mich, weil ein Wurfgeschwister von Hanusch tatsächlich vor ein paar Jahren wegen epileptischer Anfälle Thyroxin bekam. Spater habe ich dann erfahren, dass die Hündin eingeschläfert worden war, aber nicht wegen der Anfälle.

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    Hallo Cyrus,
    ich würde auch gerne ein paar Quellenangaben zu dem was du schreibst. Ich sehe es deswegen anders, weil es nicht immer so eindeutig ist wie du schreibst.

    Ich rede und das gibt es oft genug von eine Erkrankung die unentdeckt ist bzw. noch nicht erkannt wurde, aber vorhanden ist und es Monate oder Jahre benötigt sie zu finden.
    Eine SD-U kann u.a. MAgen-Darm, Pankreas, Leber- und Nieren- und Herzprobleme verursachen. Ebenso kann aber auch alles u.a. die LEber und Niere auch eine NTI verursachen.
    Es ist manchmal nicht immer so klar was was verursacht hat, was war als erstes da, was war die Ursache.
    Vorab muss natürlich eine komplette Untersuchung stattfinden, dennoch gibt es einige Hunde wo nichts gefunden wird wohl Krankheiten vorliegen.
    An Blutwerten sieht man ja nun teils erst was wenn das Organ wie z.b. die Niere zu 70 % geschädigt ist. Es gibt aber auch noch was davor.
    Allergien, Chronischer Stress, MAgen DarmProbs, Pankreasprobleme, Nierenschwäche, Leberprobleme, Zecken- und Mittelmeererkrankungen usw... Es gibt so vieles was man nicht immmer sofort nachweisen kann oder die Blutteste nicht immer zuverlässig sind.

    Ich sehe es nicht aus irgendwelchen Quellen aus dem Humanbereich, sondern aus Erfahrungen aus dem Hundebereich. Aber es ist nur meine Erfahrung und meine Meinung die ich über Jahre gelernt und gesammelt habe.
    Thyroxin über 2-3 Monate oder länger zu verabreichen und weiter zu suchen schadet keinen Hund. Die SD stellt ihre arbeit teilweise ein, kann sie dann aber auch wieder aufnehmen. Wenn der Stoffwechsel zu lange runtergefahren wird, über Monate oder sogar Jahre kann es extreme Schäden bei den anderen Organen anrichten, vorallem Herzinsuf. Ich rede nicht von SD-Werten die für kurze Zeit unten sind, sondern permanent abfallen und über längere Zeit.

    Es sind ja nicht immer so eindeutige Krankheiten die man sofort erkennt.
    Wie gesagt wenn eine eindeutige Krankheit vorliegt und sie behandelbar ist, ist es was anderes. Es gibt aber auch welche die nicht behandelbar sind oder nur teilweise.
    Ebenso liegt es auch mit am Halter und am Training, gerade wenn Verhaltensveränderungen mit im Spiel sind.
    Ich kenne viele Hunde die Monate teils Jahre mit niedrige SD-Werten leben mussten, die nun noch viel kränker sind.
    Ebenso liegt bei vielen Epilepsie-Hunden eine SD-U vor und durch substitution waren sie anfallsfrei. Klar es gibt auch welche wo es nicht so ist.
    LG tammy
    Zu den Quellen:
    Das Inet ist voll voll voll. Überall steht das gleiche. Man könnte ja auch einfach mal googeln

    Aber gut, ich will mal nicht so sein: Eine gute frei erhältliche Übersicht bietet diese:
    Chapter 5b. The Non-Thyroidal Illness Syndrome

    Leslie J De Groot, MD Professor of Medicine, Endocrine Section, Brown University, Providence, RI02903

    Revised 1 February 2008



    Und nur für alle, dei sich nun mit dem Gedanken beschäftigen, Therapieversuche bei NTI zu machen:
    Bei Verdacht auf NTI ist Thyroxin kontraindiziert, weil es zu erhöhter Sterblichkeit führt. Man probiert dann Thyroxintherapien auch nicht mal eben so - auch nicht kurzzeitig.

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Tammy,

    nein, nein, ich habe überhaupt keine Probleme damit, schreib ruhig weiter. Die Diskussion ist hoch interessant, und so ganz am Thema vorbei ...? Das kommt darauf an, wie man es betrachtet ...

    Immerhin brachtest Du mich auf die Frage nach dem Jod, und diese Frage ist auch und vor allem für Epileptiker wichtig. Immerhin bekommen sie Anfälle, wenn mit der Schilddrüse etwas nicht stimmt. Wir leben in einem Jodmangelgebiet, das trifft auch die Hunde.

    Ich habe heute Nacht lange gegooglt - nach Jod und Salz. Die Infos müssen sich bei mir aber erst setzen, bevor ich sie hier niederschreibe.

    Also, frag ruhig weiter. Es interessiert mich sehr, und es ist für Hanusch wichtig. Es erspart mir auch die lange Sucherei im Forum.

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo,

    kann mich jemand beraten, brauche Hilfe


    Muss dem selbsthergestellten Hundefutter Jod und Salz zugefügt werden?

    Hanusch bekommt eine Messerspitze JODSALZ täglich - zur Jod und Salzversorgung.

    Mache ich einen Fehler?


    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Tammy
    antwortet
    Huhu Hanusch und Frauchen,

    entschuldige bitte ich wollte dein Thema nicht so umleiten. Es geht hier ja um Ernährung.

    Ich bin neu hier, lese zwar schon seit Jahren mit, aber ich wollte nicht gleich so viel schreiben und vor allem nicht am Thema vorbei, oh je.

    Und versteht mich hier bitte nicht falsch, ich würde nicht gleich jeden Hund der einmalig niedrige SD-Werte hat Thyroxin empfehlen. Für mich gehört da auch eine vollständige Abklärung zu. Es sind nur Momentaufnahmen und es muss natürlich auch widerholt werden, nur wenn sie weiter sinken oder gleich niedrig bleiben usw. Für mich ist es halt nicht alles schwarz oder weiß und auch nicht immer alles sofort nachweisbar oder schnell behandelbar. Es ist oft halt schwer zu wissen was als erstes da war.

    lg tammy

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  • Tammy
    antwortet
    Hallo Cyrus,
    ich würde auch gerne ein paar Quellenangaben zu dem was du schreibst. Ich sehe es deswegen anders, weil es nicht immer so eindeutig ist wie du schreibst.
    die NTI ist nicht wie eine subklinische SDU ... wenn die NTI da ist, dann ist das labor auch deutlich. die differentialdiagnose zur NTI sind die sekundäre oder tertiare Hypothyreosen. Wenn bei einem gleichzeitigen T4- und TSH-Mangel nicht klar ist, ob NTI oder nicht vorliegen könnte, hilft am ehesten eine gründliche Anamnese. Wenn rein gar keine Pathologie oder irgendwelche &quot;dramatischen&quot; Symptome auf eine systemische akute Erkrankung hinweisen (Insulte, Infarkte, Organversagen etc.) , wird am ehesten keine NTI vorliegen.<br />
    Ich rede und das gibt es oft genug von eine Erkrankung die unentdeckt ist bzw. noch nicht erkannt wurde, aber vorhanden ist und es Monate oder Jahre benötigt sie zu finden.
    Eine SD-U kann u.a. MAgen-Darm, Pankreas, Leber- und Nieren- und Herzprobleme verursachen. Ebenso kann aber auch alles u.a. die LEber und Niere auch eine NTI verursachen.
    Es ist manchmal nicht immer so klar was was verursacht hat, was war als erstes da, was war die Ursache.
    Vorab muss natürlich eine komplette Untersuchung stattfinden, dennoch gibt es einige Hunde wo nichts gefunden wird wohl Krankheiten vorliegen.
    An Blutwerten sieht man ja nun teils erst was wenn das Organ wie z.b. die Niere zu 70 % geschädigt ist. Es gibt aber auch noch was davor.
    Allergien, Chronischer Stress, MAgen DarmProbs, Pankreasprobleme, Nierenschwäche, Leberprobleme, Zecken- und Mittelmeererkrankungen usw... Es gibt so vieles was man nicht immmer sofort nachweisen kann oder die Blutteste nicht immer zuverlässig sind.

    Ich sehe es nicht aus irgendwelchen Quellen aus dem Humanbereich, sondern aus Erfahrungen aus dem Hundebereich. Aber es ist nur meine Erfahrung und meine Meinung die ich über Jahre gelernt und gesammelt habe.
    Thyroxin über 2-3 Monate oder länger zu verabreichen und weiter zu suchen schadet keinen Hund. Die SD stellt ihre arbeit teilweise ein, kann sie dann aber auch wieder aufnehmen. Wenn der Stoffwechsel zu lange runtergefahren wird, über Monate oder sogar Jahre kann es extreme Schäden bei den anderen Organen anrichten, vorallem Herzinsuf. Ich rede nicht von SD-Werten die für kurze Zeit unten sind, sondern permanent abfallen und über längere Zeit.

    Es sind ja nicht immer so eindeutige Krankheiten die man sofort erkennt.
    Wie gesagt wenn eine eindeutige Krankheit vorliegt und sie behandelbar ist, ist es was anderes. Es gibt aber auch welche die nicht behandelbar sind oder nur teilweise.
    Ebenso liegt es auch mit am Halter und am Training, gerade wenn Verhaltensveränderungen mit im Spiel sind.
    Ich kenne viele Hunde die Monate teils Jahre mit niedrige SD-Werten leben mussten, die nun noch viel kränker sind.
    Ebenso liegt bei vielen Epilepsie-Hunden eine SD-U vor und durch substitution waren sie anfallsfrei. Klar es gibt auch welche wo es nicht so ist.
    LG tammy

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  • kabeel
    antwortet
    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    Zahlreiche Studien zeigen, dass die Substitution von Thyroxin bei NTI bei den Patienten zu erhöhter Letalität führen. Patienten, die bei NTI kein Thyroxin erhalten profitieren enorm. Daher ist die Leitlinie bei NTI: Keine Medikation, da die SD nicht der Verursacher ist!!
    Hast du hier vielleicht mal Links zum nachlesen? Würde mich sehr interessieren!

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Cyrus,

    danke für Deine rasche Antwort.

    Ja, mit den Nieren, das hatte ich einmal erwähnt. Hanusch hatte früher einmal schlechte Werte. Diese sind jetzt aber wieder in Ordnung, wie ich Dir ja geschrieben habe. Ich hatte Dir ja die Blutwerte von Hanusch geschickt, jedenfalls die schlechten. Du wolltest noch die anderen, um Dir eine Meinung bilden zu können. Diese sind, wie ich Dir in diesem thread geschrieben habe im Normbereich.

    Auf die Nieren muss ich dennoch achten. Hanusch hatte ja einmal Harngries. Jetzt nicht mehr. Wurde erfolgreich therapiert.

    Mein jetziges Problem ist immer noch die Interpretation des letzten Blutbildes, zusammen mit seinen Beschwerden und dem Leberultraschall. Ich hatte Dir das ja in diesen thread geschrieben.

    Über das Salz werde ich dann einmal recherchieren. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es dazu eine neuere Disseration an der Uni München. Ich finde den Link aber gerade nicht.

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Hallo Cyrus,

    das verwirrt mich aber ein wenig.

    Braucht nicht auch der Hund Salz? Hanusch bekommt selbsthergestelltes Futter. In diesem Futter ist doch von vornherein gar kein Salz enthalten. Wenn ich dann welches hineingebe bzw. beim Kochen beifüge, gebe ich es doch nicht zusätzlich?
    Ich benutze auch kein Meersalz, sondern ganz normales Speisesalz mit Jod. Und dieses meinst Du sollte ich besser weglassen?
    Das Salz komplett oder nur das Jodsalz?

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

    Sorry, da bin ich nun überfragt, da ich nicht weiß, wie der sonstige Na-Gehalt in Deinem selbst hergstellten Futter ist. Da müssten Dir die Futterexperten nun was zu sagen.
    Du hattest aber irgendwo auch geschrieben, dass Dein Hund evtl. Probleme mit den Nieren hat, oder? Wenn ja, dann wäre ich schon vorsichtig mit der Salzmenge.

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Cyrus,

    das verwirrt mich aber ein wenig.

    Braucht nicht auch der Hund Salz? Hanusch bekommt selbsthergestelltes Futter. In diesem Futter ist doch von vornherein gar kein Salz enthalten. Wenn ich dann welches hineingebe bzw. beim Kochen beifüge, gebe ich es doch nicht zusätzlich?
    Ich benutze auch kein Meersalz, sondern ganz normales Speisesalz mit Jod. Und dieses meinst Du sollte ich besser weglassen?
    Das Salz komplett oder nur das Jodsalz?

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich schrieb bzw.meinte wenn die NTI zu dem Zeitpunkt nicht feststellbar bzw. nicht gefunden wird oder erst viel später. Nicht wenn eine bestimmte Krankheit von vornherein feststeht und man weiß worum es geht. Oftmals weiß man es ja vorab gar nicht das sich dahinter was anderes versteckt oder wird nicht immer gleich gefunden. Oft dauert es bei Hunden Monate oder länger und so lange mit einer SD-U zu leben kann enorme Schäden anrichten. Dazu kommt auch das man nicht weiß ob beides vorliegt oder wirklich nur die NTI. Sofern man dann irgendwann weiß was dahinter steckt, es behandelt wird, muss natürlich das Thyroxinwerte beobachtet werden und gegebenenfalls rausgeschlichen werden.

    lg tammy
    die NTI ist nicht wie eine subklinische SDU ... wenn die NTI da ist, dann ist das labor auch deutlich. die differentialdiagnose zur NTI sind die sekundäre oder tertiare Hypothyreosen.
    Wenn bei einem gleichzeitigen T4- und TSH-Mangel nicht klar ist, ob NTI oder nicht vorliegen könnte, hilft am ehesten eine gründliche Anamnese. Wenn rein gar keine Pathologie oder irgendwelche "dramatischen" Symptome auf eine systemische akute Erkrankung hinweisen (Insulte, Infarkte, Organversagen etc.) , wird am ehesten keine NTI vorliegen.

    Bei schwerkranken Patienten - auch Epileptikern muss man die Wahrscheinlichkeit einer (vorübergehenden) NTI immer in Betracht ziehen. Ein Therapieversuch mit Thyroxin ist ein "Kunstfehler". Zudem läßt sich unter Thyroxinbehandlung auch nicht feststellen, ob eine NTI vorliegt oder nicht.
    Im Gegenteil, eine Behandlung mit Thyroxin kann, wie bereits gesagt, dem Patienten sehr schaden. Annahme lt Lehrmeinung: Der schwerkranke geschwächte Organismus reguliert die SD-Hormonproduktion, extra nach unten, um die Stoffwechselprozesse runter zu fahren - fährt also in den energiesparenden Schongang.Die Gabe von Thyroxin schwächt den Patienten so sehr, dass die Rekonvaleszenz eher behindert wird.
    Zudem: Die Gabe von Thyroxin bei einer eigentlich gesunden SD kann die SD-Funktion sogar supprimieren. Es besteht das Risiko bei längerer Therapiedauer, dass die SD nachhaltig insuffizient bleibt und das Thyroxin nicht abgesetzt werden kann.


    Zum Meersalz
    Ich würde einem älteren Hund auf Verdacht von Jodmangel kein Salz zusätzlich ins Futter geben. Der Jodanteil ist sehr gering, die Na-Belastung aber eher schädlich für den Blutdruck und die Nieren.
    Wenn er gar nicht unter Jodmangel leidet, dann sind die zusätzlichen Jodmengen im Meersalz vielleicht sogar negativ, weil Jodüberschuss die Thyroxinproduktion hemmt!!! Der Effekt wäre genau der Falsche.

    Ich denke aber, das bisschen Jod im Meersalz hat gar keinen therapeutischen Effekt, das Salz aber leider schon.

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo,

    ich gebe Hanusch immer eine Messerspitze Jodsalz ins Futter. Ist das ein Fehler?


    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen

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  • Tammy
    antwortet
    Hallo,
    ich schrieb bzw.meinte wenn die NTI zu dem Zeitpunkt nicht feststellbar bzw. nicht gefunden wird oder erst viel später. Nicht wenn eine bestimmte Krankheit von vornherein feststeht und man weiß worum es geht. Oftmals weiß man es ja vorab gar nicht das sich dahinter was anderes versteckt oder wird nicht immer gleich gefunden. Oft dauert es bei Hunden Monate oder länger und so lange mit einer SD-U zu leben kann enorme Schäden anrichten. Dazu kommt auch das man nicht weiß ob beides vorliegt oder wirklich nur die NTI. Sofern man dann irgendwann weiß was dahinter steckt, es behandelt wird, muss natürlich das Thyroxinwerte beobachtet werden und gegebenenfalls rausgeschlichen werden.

    lg tammy

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
    Zur Zeit auf alle Fälle. Bei ESS / NTI würde ich immer mit Thyroxin unterstützen, sofern die ESS noch nicht abgeklärt und behoben wurden ist. Ansonsten wird der Stoffwechsel runtergefahren wie sollen sich die anderen Organe regenerieren können. Es ist ein blöder Kreislauf.
    Und das wäre leider total falsch.
    Die Downregulation der SD ist ein physiologische Reaktion.
    Zahlreiche Studien zeigen, dass die Substitution von Thyroxin bei NTI bei den Patienten zu erhöhter Letalität führen. Patienten, die bei NTI kein Thyroxin erhalten profitieren enorm. Daher ist die Leitlinie bei NTI: Keine Medikation, da die SD nicht der Verursacher ist!!

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