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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von *Roxy* Beitrag anzeigen
    @Cyrus nur mal kurz was zur Dosierung. Ich habe immer von den Ärzten gehört und auch nachgelesen das man nicht so gering dosieren soll. Lieber erstmal höher und dann niedriger machen wenn der Hund minimum ein halbes Jahr alt ist

    Ich denke nicht das du was falsch machst mit dem Luminal, die ersten Tage wars auch schwer für uns aber ich will nicht wissen wie oft Roxy ohne Luminal krampfen würde
    Auch sie hatte gestern einen Anfall
    hallo Roxy,
    das tut mir leid, dass dein hund gestern auch schon wieder gekrampft hat. wieviel luminal bekommt er denn eigentlich pro kg? und seit wann? habt ihr die dosierung schon mal im verluf gerändert .. und wenn, wieso? die dosierung von 100 mg ist eigentlich nicht die niedrigste, die läge bei knapp 30 kg bei etwa 60mg pro tag. mit 100 mg liege ich nun bei 3,3 mg/kg KG ... das ist für den anfang und bei seiner eigentlich monatlichen anfallsfrequenz erst mal o.k.

    man kann phenobarbital entweder zum start sehr hoch dosieren oder einschleichen (so wie wir das gerade machen). welche variante man wählt ist abhängig von der indikation und von der schwere des falls. notwendig ist, den erfordlichen wirkstoffspiegel zu erreichen. im allgemeinen erreicht man bei konstanten gaben gleichmäßige spiegel nach etwa 14 tagen.
    die möglichen beiden varianten sind

    1. bei sehr hoher bekannter anfallsfrequenz und der notwendigkeit, sehr schnell den steady state (hoher gleichmäßiger phenospiegel im blut) zu erreichen, empfiehlt sich ggfs. der start mit einer hohen dosierung (oft z.B. 5 - 6 mg/kg KG). man dosiert also bereits zu beginn vorübergehend sehr hoch, um den erforderlichen wirkstoffspiegels sehr schnell zu erreichen und um möglichst schnell die anfallsreduktion zu erreichen ... danach wird die dosis nach bedarf nach unten angepasst.
    nachteil dieser variante sind die zu anfang sehr stark ausgeprägten nebenwirkungen.

    2. bei seltenen anfällen kann man pheno langsam aufdosieren und zur zunächst niedrigsten wirkstoffdosis hin titrieren.
    nachteil: evtl. erreicht man die anfallsreduktion langsamer als gewünscht, bis man die primär erforderliche dosis erreicht
    vorteil: man schleicht das medikament langsam ein und die nebenwirkungen sind bei den niedrigen dosierungen und aufgrund der möglichkeit der eingewöhnung besser mit einer möglichst hohen lebensqualität vereinbar

    ich habe mich für die 2. variante trotz der schweren serie auch deswegen entschieden, da Cyrus ja schon über nacht mehrfach d.h. fraktioniert Diazepam erhalten hat. durch die mehrfache gabe kleinerer dosen diazepam potenziert sich dessen wirkung!! und zwar stärker, als hätte ich auf einmal die gleiche dosis auf einmal gegeben
    es wäre m.E. schon fast fahrlässig gewesen, ihm zu dem Diazepam im Blut zusätzlich eine sehr hohe Dosis eines weiteren Sedativums, also das Phenobarbital, zu verabreichen. denn bedenke grundsätzlich: das Diazepam wirkt schnell, dann aber nur 15-30 min. Daraus darf man nicht schließen, dass es dann ganz wirkungslos ist. die wirkungsverminderung kommt daher, dass durch die umverteilung im körper reicht der blutspiegel nicht mehr aus, um im hirn die sedierende wirkung aufrecht zu erhalten. die Halbwertzeit von Diazepam beträgt 30 - 40 h!! das bedeutet, dass der Körper 50% der verabreichten Diazepammenge nach 30 - 40 h ausgeschieden oder verstoffwechselt hat. erst nach 60 - 80 h ist es dan wirklich wirkungslos.
    es war mir also zu riskant Diazepam mit zuviel Pheno zu mixen, denn bekanntlich kann so ein cocktail aus diesen medikamenten im blut lebensgefährlich (atmung, herzkreislauf) sein, vor allem wenn für den patienten das pheno auch noch total ungewohnt ist.

    PS: ehrlich gesagt glaube ich, dass 3/4 der TÄe, die mal schnell Luminal aufs Rezept kritzeln gar keine Ahnung haben, was wie und wieso dieses Medikament wirkt, geschweige denn, wie es am besten angewandt/ dosiert wird , weil sie damit nur sehr wenig und keine alltägliche erfahrung haben, weil es nicht zu ihrem fachgebiet gehört . sie verschreiben das pheno dann so, wie sie es mal gehört haben und glauben es, dass es richtig ist. darum sind die dosierungen oft allgemeingültig und nicht angepasst an den individuellen bedarf. luminal ist 1. wahl ... was mehr muss man also noch so genau alles wissen?! wenn ich lese, dass manche hunde mit 10 kg als anfangsdosis einfach mal schnell 100mg erhalten ... ... was für ein glück, dass toxische wirkstoffspiegel erst spät erreicht werden. ich habe schon viele gespräche mit TÄen über antikonvulsiva und anästhetika geführt, die mir gezeigt haben, dass viele mit der pharmakologie dieser medikamente (wirkeintritt, wirkstoffspiegel, wirkdauer und Halbwertzeiten, wechselwirkungen mit anderen medikamenten, kontraindikationen, antidote ...) überhaupt gar nicht vertraut sind.

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Hanusch bekommt regelmäßig Pflanzenöle, welche viel Vitamin E haben: Sonnenblumenkernöl, hin und wieder auch Weizenkeimöl (aber seltener).

    Außerdem gab es bis vor kurzem auch Haferflocken - diese habe ich aber neuerdings ersetzt - weiß noch nicht, ob das so bleibt. Im Sommer gibt es auch Löwenzahn, manchmal Spinat und seltener Spargel.

    Die Leber kannst Du unterstützen mit Mariendistel, Artischocken, B-Vitaminen.

    LG
    hallo,
    das mit den Ölen ist natürlich auch eine gute Idee.
    ich möchte nur derzeit, während der hoffentlich möglichen rekonvaleszenz bis zum nächsten vollmond , mal 1-2 wochen nach der serie das Vit E hoch (mind. 400 I.E.) dosieren. mit der nahrung nimmt man (d.h. Mensch ... bei Tieren weiß ich es nicht so genau) "nur" 30 % des Tocopherols aus der Nahrungsquelle auf. 400 I.E. schafft man mit der zugabe von Öl nicht so einfach ... vor allem nicht, wenn evtl. noch eine aufnahmestörung im darm besteht.
    ich will einfach mal sehen, wie ihm zusätzliche gaben bekommen, allerdings nicht dauerhaft wg der nebenwirkungen.

    LG

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  • *Roxy*
    antwortet
    @Cyrus nur mal kurz was zur Dosierung. Ich habe immer von den Ärzten gehört und auch nachgelesen das man nicht so gering dosieren soll. Lieber erstmal höher und dann niedriger machen wenn der Hund minimum ein halbes Jahr alt ist.

    Ich denke nicht das du was falsch machst mit dem Luminal, die ersten Tage wars auch schwer für uns aber ich will nicht wissen wie oft Roxy ohne Luminal krampfen würde.

    Auch sie hatte gestern einen Anfall.

    LG

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  • Cicero
    antwortet
    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    ach ja ... was ich noch fragen wollte, hast du Hanusch schon mal Vit E gegeben?
    Hanusch bekommt regelmäßig Pflanzenöle, welche viel Vitamin E haben: Sonnenblumenkernöl, hin und wieder auch Weizenkeimöl (aber seltener).

    Außerdem gab es bis vor kurzem auch Haferflocken - diese habe ich aber neuerdings ersetzt - weiß noch nicht, ob das so bleibt. Im Sommer gibt es auch Löwenzahn, manchmal Spinat und seltener Spargel.

    Die Leber kannst Du unterstützen mit Mariendistel, Artischocken, B-Vitaminen.

    LG

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  • Cyrus
    antwortet
    ach ja ... was ich noch fragen wollte, hast du Hanusch schon mal Vit E gegeben?

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  • Cyrus
    antwortet
    Hallo,
    ja, vielen Dank für deine hinweise. ich weiß auch schon alles rauf und runter über die nebeneffekte und den wahrscheinlichen verlauf und die adaptation. zu meinem medizinischen fachgebiet gehört hauptsächlich der umgang mit barbituraten, benzodiazepinen, alle anderen formen von sedativa und analgetika aller art, insofern ist Cyrus was die medizinische betreuung betrifft in guten händen. aber um so mehr man weiß, um so schrecklicher finde ich.
    vielelicht könntest du mit noch was zur leberprotektion sagen. gibst du das was?

    es wäre so schön, wenn er vom pheno profitieren könnte. ich denke auch die sch... spondy und die ursache dieser stecken da irgendwie mit drin. während des 2. anfalls habe ich am thorakocervikalen übergang in eine verdickung gefasst und druck ausgeübt, daraufhin hat er sofort die HWS extrem überstreckt, was er sonst nie macht .. ich hatte kurz den eindruck, er spürt das alles bewußt, komisch war das. manchmal denke ich ja, dass sein bewußtlosigkeit später eintritt, so irgendwann am ende der klonischen phase. z.B. bekommt er ja von mir das Diazepam nasal. und dieses mal, hat er versucht den kopf wegzuziehen, als ich mit der spritze kam. ich weiß ja nicht, was er mitbekommt und was nicht.
    ich kenne nur genug patienten, die angeblich bewußtlos waren, dass die einiges mitbekommen, was sie einem später auch berichten ... das sind immer wieder erhellende momente ... ... es funktionieren nicht alle gleich

    obwohl es nun so übel gekommen ist und man hier und da auch dem vorwurf ausgesetzt ist, dass man nicht früher zu Luminal gegriffen hat, um die epi in die schranken zu weisen, glaube ich, dass der verzögerte einsatz in solchen fällen wie in diesem hier, richtig ist. denn, wie du schon schreibst, ist der nutzen von antiepileptika durch die adapatation des stoffwechsels und die rezeptoren limitiert und irgendwann beginnt der "aufrüstungswahnsinn" mit dem teufelskreislauf gewöhnungseffekt und dosissteigerung bis irgendwann nur noch die nebenwirkungen den organismus schädigen, ohne zusätzlichen benefit. um so früher der einsatz, um so eher kommt man an diesen endpunkt. das luminal ist wie auch bei anderen anfallsunterdrückern ja auch nur ein akt der verzweiflung.

    wir werden den monat beobachten und zum nächsten vollmond sehen, ob es so geht. mein armer schnuffel ...
    was die medikation und sein lebenserwartung betrifft:
    Cyrus ist ca. 6,5 jahre alt. wenn man ehrlich ist ... seine lebenserwartung ist als Boxer leider relativ kurz. 13 Jahre oder älter, so wie Hanusch, wird er rassebedingt niemals werden. ich kenne sehr viele Boxer, die sehr plötzlich im alter von gerade mal 7 sterben. irgendwie hat man das auch immer im hinterkopf. und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er dieses schicksal teilen wird ... natürlich gibt es auch Boxer, die das große Glück haben 12 J alt zu werden, aber die meisten tiere sterben früher und schnell an Malignomen aller art. vielleicht schaffen wir mit den medikamenten noch eine gute weile und er erreicht sogar die durchschnittliche lebenswerwartung eines boxers ... vielleicht ist sein schicksal gar nicht die epi, sondern er erleidet früher das boxertypische carcinomrisiko. vielelicht hat er ja wirklich einen hirntumor ... mit diesen gedanken versuche ich mich damit zu beruhigen, dass das luminal nicht das sein muss, was sein leben beeinträchtigt, es ist eventuell in dieser situation seine einzige chance.

    LG

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Cyrus,

    das tut mir alles so leid. Ich war so voller Zuversicht, dass es bei dir besser werden würde, aber die Epi ...

    Ich denke, es war das Beste, ihm Pheno zu geben. Es hätte sein können, dass es sonst zum Status gekommen wäre.
    Das war bei Hanusch so, bevor er Luminal bekam, und er ist damals gerade noch so am Tod vorbei geschlittert.

    Irgendwann geht es einfach nicht mehr. Ich habe auch jahrelang gekämpft, wollte die Droge nicht. Es ging mir wie dir. Irgendwann ist Pheno aber lebensrettend, das muss man akzeptieren.

    Ich denke, wenn Cyrus richtig eingestellt ist, wirst du eine Weile Ruhe haben - vielleicht ein paar Jahre, vielleicht für immer. Das kann man im Vorfeld nicht sagen.

    Bei den meisten Hunden, die ich kenne, sind es ungefähr zwei, drei Jahre bis die Anfälle wieder kommen, aber sie sind dann zunächst nicht mehr so schlimm wie zuvor, weil das Pheno weiterhin dämpft. Erst dann, viel später, wirkt es nicht mehr.
    Es gibt aber auch Hunde, die mit Pheno sehr gut zurecht kommen, bei denen die Anfälle komplett ausbleiben, die auch unter der Therapie nicht leiden. Manchen geht es mit Pheno sogar besser als vorher.
    Vielleicht gehört Cyrus dazu. Ich glaube, dass seine Epi u.a. etwas mit der Spondy zu tun hat, insofern könnte es sein, dass er zu den Glücklichen gehört, die viel von Pheno profitieren: die Anfälle werden und bleiben unterdrückt, was sich dann auch positiv auf die Spondy auswirkt. So könnte es jedenfalls sein. Ich glaube, bei euch spricht vieles für diese Entwicklung.

    Du solltest nur die Leber unterstützen. Pheno greift die Leber an. Da sollte man sich nichts vormachen. Die Leber ist aber, wie du selbst weist, ein sehr regenerationsfähiges Organ.

    Unter der Einnahme von Pheno wird die AP ansteigen - irgendwann. Das ist aber nicht besorgniserregend. Es ist eine reine Enzyminduktion. Es kommt vom Pheno und entwickelt sich oft nach Absetzen oder Zurückdosieren auch zurück, natürliche nicht mehr auf den ursprünglichen Zustand.

    Du weist, welche Organe du im Blick behalten musst?! Das solltest du auch tun, und rechtzeitig gegensteuern. Aber das ist bei dir noch lange hin.
    Zuerst kommt es darauf an, Cyrus aus den Anfällen heraus zu holen. Pheno muss anfluten, solange er noch keinen tragfähigen Spiegel erreicht hat, können noch Anfälle kommen. (Der Spiegel liegt zwischen 20-40) Du kannst selbst Blut abnehmen und es in ein Labor schicken.

    Die Dosierung ist gut, wie du sie vorgenommen hast. So viel bekam Hanusch auch eingangs bei gleichem Gewicht.
    Morgens und abends 1/2 Pheno und dann abwarten, wie es sich entwickelt. Nicht zu schnell hochdosieren! Es dauert zwischen 2-4 Wochen, bis der Spiegel erreicht ist. Es ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Bei der nächsten Vollmondphase dürfte er aber nicht mehr krampfen.

    Du musst Pheno pünktlich auf die Minute geben, alle zwölf Stunden!
    Hanusch bekommt morgens um 6.30 seine Dosis und abends um 18.30.

    Diese Zeit hat sich bei uns bewährt. Morgens zusammen mit 1 Löffel Futter, dann liegt Pheno nicht so lange im Speisebrei und er ist auch nicht ganz nüchtern. Um 7.30 bekommt Hanusch dann sein 1. Futter, dann um 12.00 und am Nachmittag (17.00) wenig, damit der Magen wieder leer wird für die nächste Phenogabe. Das letzte Futter dann um 20.00 - auch wenig. Ich habe mit diesem Plan gute Erfahrungen gemacht.

    Ach, es tut mir richtig weh, dass es euch jetzt so schlecht geht. Ich weiß, wie ihr euch jetzt fühlt und wie ihr leidet. Wir denken an euch.

    Ich wünsche euch eine gute, ruhige Nacht.
    Du weißt, dass Cyrus in der Hinterhand schwächer wird? Das legt sich wieder. Ist nicht schlimm.

    Liebe Grüße
    Hanusch und Frauchen - wir konnten nicht früher schreiben, waren nicht zu Hause.

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cicero Beitrag anzeigen
    Hallo Cyrus,

    was lese ich hier für schreckliche Dinge!!!

    Cyrus hatte so schlimme Anfälle, eine Serie sogar, über Tage, und so schwer, dass Du ihm Luminal geben musstest! Furchtbar, ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll.
    Wie war das denn mit den Anfällen? In welchen Abständen kamen sie denn und wie viele waren es? Wie viel Luminal bekommt er denn?

    ich bin gerade im Moment mit Hanusch zurück. Wir mussten abbrechen und nach Hause. Hanusch bekam nur Absencen, eine nach der anderen, noch kein Anfall.
    Bitte melde dich, wenn du kannst und willst.

    LG
    Cicero
    hallo,
    ja so tragen wir unser leid mit unseren liebsten. es tut mir auch für dich leid, dass deine feiertage offenbar auch nicht so entspannend verlaufen können, wie geplant. wie ist das denn, wenn Hanusch Absencen hat?

    bei Cyrus haben, nach etwas zuversicht doch auf dem richtigen weg zu sein, die anfälle am 3.4. um 21.43 Uhr quasi mit einem tag verspätet doch noch begonnen. der nächste kam schon 2 h später, dann teilweise stündlich und auch sehr schwere ... das ganze bis zum nächsten vormittag.
    bislang hatte er die letzen male zum termin 3 mal im abstand von pünktlich 7h gekrampft, danach war 1 monat schluss. damit hatten wir bislang die epi einigermaßen im griff. aber befürchtet hatte ich das schon immer, dass das nicht so bleiben wird. wir hatten nur ja auch immer etwas hoffnung den verlauf mit komplementärmedizin auf niedrigem anfallsniveau prolongieren zu können ... irgendwie. diese idee ist nun vergangenheit. nach der schlimmen nacht, in der er selber auch anders als bisher sehr gelitten hat und uns das auch mehr als deutlich mitgeteilt hat, sein wimmern war für mich teilweise unerträglich, war es klar, dass es jetzt nur noch mit einem therapieversuch mit luminal gehen wird ... was ich eigentlich bisher nicht wollte. aber, wenn dieses stadium erreicht ist, geht leider nichts anderes mehr. dieses gift .. ich leide richtig mit.

    er bekommt jetzt bei etwa 30 - 32 kg KG zunächst zum einschleichen 100 mg tgl. verteilt auf 50-50 morgens-abends
    wie dosierst du Hanusch? hast du im verlauf steigern müssen?

    LG

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  • Cicero
    antwortet
    Hallo Cyrus,

    was lese ich hier für schreckliche Dinge!!!

    Cyrus hatte so schlimme Anfälle, eine Serie sogar, über Tage, und so schwer, dass Du ihm Luminal geben musstest! Furchtbar, ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll.
    Wie war das denn mit den Anfällen? In welchen Abständen kamen sie denn und wie viele waren es? Wie viel Luminal bekommt er denn?

    ich bin gerade im Moment mit Hanusch zurück. Wir mussten abbrechen und nach Hause. Hanusch bekam nur Absencen, eine nach der anderen, noch kein Anfall.
    Bitte melde dich, wenn du kannst und willst.

    LG
    Cicero

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cherry2 Beitrag anzeigen
    Oh man, das tut mir so leid! Ich hab´s schon befürchtet, als Du nichts mehr geschrieben hast.... .
    Zitat von Cherry2 Beitrag anzeigen
    Hoffe, es geht ihm bald etwas besser, der arme Kerl.

    ...
    Claudia


    ich hatte gar keine zeit, an schreiben zu denken. 30h nicht geschlafen, psychisch völlig fertig ... wir hatten wirklich angst.
    den letzten anfall hatte er gestern vormittag. wir haben ihn danach stundenlang nicht mehr schlafen lassen, er krampft ja immer kurz nach dem einschlafen. wir sind stundenlang mit ihm draussen in der sonne herum gelaufen, um ihn an zuviel ruhe zu hindern. am späten nachmittag zuhause hat er dann noch einige ansätze gehabt zu krampfen, hat wild im ganzen körper gezuckt, so eine 10el sek, aber evtl. hat das luminal auch schon etwas geholfen, weitere krämpfe zu unterdrücken. er war gestern extrem ataktisch, verlangsamt und man kann wirklich sagen verblödet. heute ist es schon wieder etwas besser.
    wir schleichen das luminal aber vorsichtig ein, er hat eh eine hirnschwellung, sedierende medikamente wirken dabei stärker, als sonst. mit einer adäquaten dosierung ist er trotz luminal nicht völlig weg geknallt und auch nicht körperlich eingeschränkt ... zumindest bislang, wir werden die dosierung ja steigern müssen. natürlich ist er etwas müder, aber draussen hat er wieder wie gewohnt mit seinem spielzeug gespielt und war voller lebensfreude. in der wohnung ohne ablenkung ist er allerdings sehr verschlafen.

    für mich ist es sehr schrecklich ihm die medikamente geben zu müssen. in dem bewußtsein, ihn drogenabhängig zu machen kommen mir bei jeder tablette die tränen ... aber eine andere möglichkeit ihm zu helfen habe ich ja nicht. wir haben es ja lange versucht, waren aber am ende nicht erfolgreich. es ist so traurig.

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  • Cherry2
    antwortet
    Oh man, das tut mir so leid! Ich hab´s schon befürchtet, als Du nichts mehr geschrieben hast.... .
    Hoffe, es geht ihm bald etwas besser, der arme Kerl.

    @all: irgendjemand hat mir mal den Tipp gegeben, dass es irgendwo in Südbayern eine Tierärztin gibt, die auf Epi spezialisiert ist und viel homöopathisch behandelt. Ich finde diese Kontaktdaten nicht mehr.
    Falls sie jemand kennt, bitte meldet Euch mal. Danke!

    Viele Grüße,

    Claudia

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cherry2 Beitrag anzeigen
    Irgendwann wird wieder einer kommen, aber vielleicht werden die Abstände größer / die Anfälle leichter, das wäre ja schon mal was.


    Irgendwann war dann wie befürchtet schon gestern, und so schlimm war es vorher noch nie. Die Epi ist so tückisch, erst noch alles gut und innerhalb weniger Stunden sieht es so aus, als ob der Tod schon unausweichlich ist.
    Es blieb uns daher nun auch nichts anderes mehr übrig, als unfreiwillig dem Luminalclub beizutreten. Und nur so nebenbei: Man glaubt gar nicht wie schwer es ist, in irgendeiner Apotheke an einem Samstag vor Ostern an dieses Medikament zu kommen ... die haben das alle nicht. Aber seit heute 13 Uhr steht er unter der Droge. Es zerreißt mir das Herz, aber ich konnte ihm anders leider nicht mehr helfen. Es war schrecklich. Zwischen den Anfällen hat er richtig gewimmert und geheult, wie noch niemals in den letzten Jahren ... mein stolzer Rüde, zerbrechlich wie ein Hasenbaby. Ich dachte erst, er habe Schmerzen, aber das war es nicht. Er hatte wirklich Angst, und ich bin hier fast Amok gelaufen.

    Wir sind natürlich sehr traurig. Jetzt wird das ganze wahrscheinlich noch elender. Und, ob diese Mistmedikament dann wirklich langfristig hilft ...

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  • Cherry2
    antwortet
    Zitat von Cyrus Beitrag anzeigen
    ich habe ehrlich gesagt keine ahnung, ob das helfen könnte und welchen einfluss oxytocin auf epi haben könnte ... aber man soll ja nichts unversucht lassen, wenn man nicht weiter weiß.
    da muss man evtl. mal drüber nachdenken.
    Also, erstmal freut es mich, dass Ihr keinen Anfall hattet! Ich wünsch Euch so sehr, dass es so bleibt. Irgendwann wird wieder einer kommen, aber vielleicht werden die Abstände größer / die Anfälle leichter, das wäre ja schonmal was.

    Denke das Oxytocin nicht primär auf die Epi Auswirkungen hat aber auf das Stressniveau. Und weniger Stress, weniger Anfälle. Das war mein Hintergedanke.
    Falls Dir da noch was einfällt, schreib es bitte, ich finde das recht interessant.

    Viele Grüße und ruhige Feiertage natürlich ,

    Claudia

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  • Cyrus
    antwortet
    Zitat von Cherry2 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    sag mal, da fällt mir noch was ein: beim Massieren wird vom Körper ja Oxytocin ausgeschüttet, was beruhigend wirkt. Könnte das eine weiter Unterstützung für gestresste Epi-Hunde sein?
    Dann wäre ja evtl. ein Körperband auch was, durch den gleichmäßigen Druck wird auch O. ausgeschüttet.

    Liebe Grüße, wir drücken weiter die Daumen,

    Claudia
    ich habe ehrlich gesagt keine ahnung, ob das helfen könnte und welchen einfluss oxytocin auf epi haben könnte ... aber man soll ja nichts unversucht lassen, wenn man nicht weiter weiß.

    da muss man evtl. mal drüber nachdenken.
    allerdings müssen die massagen bei ihm schon gezielte areale betreffen, damit er sich wirklich entspannt. das merkt man ihm schon an. also, wenn er seine darmprobleme hat, dann muss man den darm mobilisieren. das kann das band so nicht, da muss man schon hand anlegen.

    immerhin haben wir einen kleinen erfolg erzielt, und auch wenn er wahrscheinlich nur winzig ist, freuen wir uns. er hat das erste mal seit 9 monaten nicht zur gewohnten zeit gekrampft. es ist natürlich albern, weil er könnte ja heute krampfen, was wäre das schon für ein unterschied ... aber für uns ist es psychologisch ein kleiner triumph über die Vollmondphase
    es geht ihm zwar nicht wirklich bestens, diese magen-darm-beschwerden sind in den letzten tagen doch immer wieder aufgetreten. sonst kamen sie nur vor den anfällen und mit oder nach den anfällen hörten sie wieder auf.
    aber nun mit dem riopan und dem Sab S. kriegen wir die magendarmbeschwerden immer sehr rasch in den griff, und die sonst folgenden anfälle sind bislang zu unserer überraschung ausgeblieben. vielleicht ist es bei ihm so, dass wirklich störungen im gastrointestinaltrakt in kombi mit einflüssen des vollmonds die epi triggern. bislang habe ich immer vermutet, dass evtl. vorausgehende (migräneartige) kopfschmerzen die darmfunktion beeinträchtigen könnten. aber es scheint derzeit zumindest so, dass die gastrointestinale störung in irgendeiner art und weise die hirnfunktion beeinträchtigt ... stoffwechselbedingt, übersäuerung oder vorübergehend auftretenden mangel durch schrankenstörungen im darm ... ?????? so ohne umfangreiche untersuchungen bleiben das nur vermutungen.
    welchen nutzen, wenn überhaupt, alle anderen medikamente / Homöpathika / Schüsslersalze / Mineralien / Vitamine kann ich überhaupt nicht sagen. ich glaube es ehrlich gesagt kaum. und da wir alles auf einmal umgestellt haben, kann ich dazu nichts sagen. und außerdem steht ja auch noch nicht fest, ob er nicht doch noch krampft ...

    nun wir warten weiter auf die nächsten anfälle. es ist aber schon so, dass wir nach überwindung des 2. Tages nach Vollmond eine für uns alle wichtige psychologische Barriere überwunden haben, so als wenn der DAX ene wichtige Prognosemarke überwunden hat ... gehts jetzt wirklich nur noch aufwärts??? ... immerhin sind wir ja hier Co-Patienten und so geht es uns heute schon viel besser, als die letzten 6 Tage. man fühlt sich so befreit.
    aber nicht zuviel euphorie .. haben schon viele kleine schlachten gewonnen und den krieg dann doch verloren die Epi ist so heimtückisch, kein leichter Gegner ...

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  • *Roxy*
    antwortet
    Zitat von Cherry2 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    sag mal, da fällt mir noch was ein: beim Massieren wird vom Körper ja Oxytocin ausgeschüttet, was beruhigend wirkt. Könnte das eine weiter Unterstützung für gestresste Epi-Hunde sein?
    Dann wäre ja evtl. ein Körperband auch was, durch den gleichmäßigen Druck wird auch O. ausgeschüttet.

    Liebe Grüße, wir drücken weiter die Daumen,

    Claudia
    Bestimmt, darum wirkt ja auch Tellington Touch

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