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Mal wieder... chronische Niereninsuffizienz (CNI)

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  • Swanie
    antwortet
    Zitat von juppi01 Beitrag anzeigen
    ABER mit welchen Lebensmitteln und zu welchen Relationen das geschieht, ist doch das entscheidende.
    D.h ich halte weder den Schweinebauch noch die großen Getreidemengen für richtig und die Proteinmenge ist mir zu gering.
    Unterstreich.
    Zu den Kräutern, welche hast Du in welcher Form und Menge gekauft?

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  • dat Tinsche
    antwortet
    Hi Juppi,
    wie man eine Nierendiät auslegt hängt nicht mit den Krankheitssymptomen zusammen ,sondern mit dem Stadion der Erkrankung bzw. den Werten des Blutbildes.
    Würde ich meinen 36kg Hund der einen Krea-wert von 1,8 hat nach deiner Diät für Lacky 33kg ,Krea zur Zeit 3,2 füttern, hätten wir spätestens nach 48 Std. ein mächtiges Problem.Seine Nieren wären überlastet und er würde endlos trinken und mir haufenweise in die Wohning pinkeln.

    Ist nicht bös gemeint aber es gibt keine Grunddiät für alle Nierenhunde dieser Welt,weshalb siehe oben.

    Auch ein Nierenhund ist individuell und Theorie ist nicht gleich Praxis.(Siehe Kalium)

    Von daher wäre bei Lacky(Krea.3,2) schon eine leichte Reduktion von 3gr bis 10%=7gr vRp =66-62gr vRp angebracht.(Minimum =36,3)
    Auch der Phosphorgehalt sollte bei diesem Wert überdacht werden denn 45mg ist beim Nierenhund die Höchstgrenze.
    Kein Pansen !!! =nicht hochwertig genug und belastet unnütz die Nieren
    kein gekochtes Ei sondern ein rohes Eigelb ist viel wertvoller .(rohes Eiweiß ist schwer verdaulich und belastet...)
    Zudem noch Zink.

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  • juppi01
    antwortet
    Hallo Christina,
    Zitat von dat Tinsche Beitrag anzeigen
    Ich selber hab die Erfahrung gemacht daß der Kaliumwert im Blut nach regelmäßiger Gabe von Kartoffeln explodiert ist(Ni im Anfangsstadion)
    wenn dein Hund so extrem auf Kaliumgaben (z.B. durch Kartoffeln) reagiert ... dann ist natürlich der einzig richtige Schritt die Gabe solcher Nahrungsmittel zu reduzieren, oder ganz darauf zu verzichten. - Keine Frage..

    Mein Anligen war lediglich darauf hinzuweisen, dass das bei weitem nicht bei JEDEM Hund mit Niereninsuffizienz so sein muss.
    Siehe zB hier:
    Kalium

    Der Kaliumgehalt der Nahrung muss wie beim Kalzium den Blutwerten angepasst werden. In den meisten Fällen benötigt der Körper mehr Kalium. Aber auch ein Zuviel an Kalium kommt vor. Bei diesen Patienten darf keinesfalls zusätzlich Kalium zur Nahrung gegeben werden.
    Quelle

    Der Schritt zur völlig individuellen Diät, abgestimmt auf den jeweiligen Hund und seine Symptome erscheint mir daher logischer, als Verallgemeinerungen.

    Zitat von dat Tinsche Beitrag anzeigen
    Es sind ja nicht nur die Kartofflen,sondern auch einige Obst und Gemüsesorten die sehr kaliumreich sind.
    Das stimmt ... ebenso wie auch einige Fleischsorten erhebliche Mengen liefern können.

    Zitat von lacky Beitrag anzeigen
    Das Protein schädlich sei, habe sie auch nicht behauptet. Es geht eigentlich nur um eine Reduktion des Phosphors.
    Aber ihre Taten zeugen für eine andere Sichtweise...

    Zitat von lacky Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist der Plan der Uni deiner Meinung nach gar nicht so schlecht oder?...Reduzierung des Phospors...Zuführung von Energie über Fett und Kohlenhydrate... spricht ja eingentlich für den Plan der Uni, oder?
    Nein, da hast du micht nicht ganz richtig verstanden. Das der Plan die grundlegenden Dinge (wie Reduktion des Phosphors, Energie durch Fett u.s.w.) beinhaltet ist richtig und auch wichtig, ABER mit welchen Lebensmitteln und zu welchen Relationen das geschieht, ist doch das entscheidende.
    D.h ich halte weder den Schweinebauch noch die großen Getreidemengen für richtig und die Proteinmenge ist mir zu gering. (Beim Protein kann ich aber evtl. auch falsch liegen, dass kann ich nicht beurteilen ... das wird niemand hier im Forum.
    Das kannst nur du, indem du deinen Hund beobachtest, evtl. Symptome im Auge hast und regelmäßig Blutbilder machen lässt.)
    Die Werte und deine Beschreibung von hochgradig veränderten Nieren klingen halt nicht sooo gut.

    Aber mal rein zum besseren Verständnis: Für einen 33 kg Hund würde ich einen Plan in etwa so gestalten:
    (Habe ich auf die Schnelle zusammengebastelt und ist mit Sicherheit nicht Ideal und vollständig. Ob alle Werte so stimmen, weiß ich auch nicht genau, daher bitte nicht übernehmen!)

    Eiweiß Phosphor Kcal

    200g Pferdefleisch = 38 g 300 mg 253,34 kcal
    100g Pansen = 15,82 g 130 mg 160 kcal
    150g Joghurt (10%Fett) = 4,5 g 135 mg 177 kcal

    50g rohes Geflügelfett = 0 g 0 mg 450 kcal
    20g Öl (2 Eß.) 0 g 0 mg 180 kcal

    400g gegarter Reis = 8 g 152 mg 372 kcal
    100g gegartes Gemüse = 3 g 54 mg 34 kcal

    Insgesamt: 69,32g 771 mg 1626,34 kcal


    250g Kopffleisch = 42,5 g 400 mg 782,73 kcal
    33g Kalbsleber = 6,27 g 102,3 mg 45,87 kcal
    1 hartgekochtes Ei = 6,92 g 95 mg 90,70 kcal

    40g Geflügelfett 0g 0g 360 kcal
    20g Öl (2 Eß) 0g 0g 180 kcal

    150g gegartes Gemüse 4,5g 81mg 51 kcal
    150g gegarter Reis 3g 57mg 139,5 kcal

    Insgesamt: 63,18g 735,3 mg 1649,8 kcal

    Auch diese Pläne haben eine Auge auf´s Protein, sind phosphorreduziert und liefern Energie über Fett.... unterscheiden sich aber doch ganz erheblich von dem Uni-Plan, oder?

    Mit 150g Schweinebauch (= 55g Fett), 750g gegartem Reis und 3 Eß Leinöl kommst du etwa auf:
    1550 kcal, 45g Eiweiß und 357,3 mg Phosphor....kommt noch 3x pro Woche ein Joghurt dazu wird es ein bisschen mehr.
    Das Eiweiß deckt jedenfalls nur noch den Mindestbedarf. Hat dein Hund so starke Symptome dass das notwendig ist?
    Wenn nicht, würde ich es einfach mal mit einem neuen Futterplan probieren.

    Ganz wichtig ist, dass dein Hund genügend trinkt. Vielleicht kochst du eine Brühe o.ä. (Du schreibst, dass sie jetzt weniger trinkt ... nur zu wenig darf es halt auf keinen Fall sein.)
    Kriegt dein Hund einen Phosphorbinder? Calicum solltest du jedenfalls durch Calciumcarbonat ergänzen, das bindet auch Phosphor.

    Zitat von lacky Beitrag anzeigen
    Ich hab mir auch die Kräuter, die Swanie bei Nierenkrankung empfiehlt gekauft. Kann mir jemand von euch sagen in welcher Dosierung ich diese (Bis auf Brennesselsamen)füttern soll?
    Wende dich doch mal direkt an Swanie. Sie gibt dir da bestimmt Auskunft.
    E-mail Adresse steht auf der HP.

    Zitat von lacky Beitrag anzeigen
    Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser das Futter umzustellen?
    Vitamin K1 wird noch öfters empfohlen und die Fütterung von mehreren kleinen Mahlzeiten. 2-3 statt 1 Und wie bereits genannt eine Supplementation von Vitamin B, C, E u.s.w

    Zitat von Daima Beitrag anzeigen
    Nun möchte ich mich auch erst einmal bei juppio1 für deine aussagekräftige Antwort bedanken. Super, das erklärt viel für diejenigen, die sich vorsichtig an das Thema herantasten
    Das freut mich. Danke für das Lob.

    Gruß Juppi

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  • lacky
    antwortet
    hallo,

    nochmal vielen dank für deine antwort.
    genau das hab ich mir auch gedacht. wenn die blutwerte nach 6 wochen fütterung nach uni plan schlechter werden kann das nicht gut gewesen sein, auch wenn die wasseraufnahme deutlich weniger geworden ist....

    ich versuche jetzt gerade so ne "mittellösung" zu finden....
    ich hab die fleischration jetzt auf 300 gramm pro tag erhöht. ich lass das schwein weg und füttere rohes kopffleisch. dazu geb ich ihr noch 700 gramm nudeln oder reis. sie ist soooo dünn. würdest du das verhältnis nochmal ändern? fleisch erhöhen und kohlenhydrate weiter reduzieren?

    mensch, das ist ja toll, wenn eure werte seit 2 jahren stabil sind. davon träum ich auch!!!!

    swanie empfiehlt ja auch cordyceps. das ist auch ein "vitalpliz". dass die verboten sind für hund hab ich noch nicht gehört. meine thp hat mir diese ebenfalls empfohlen.

    viele liebe grüße
    bianca

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  • dat Tinsche
    antwortet
    Zitat von lacky Beitrag anzeigen
    Hallo,

    erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten!!!

    Dann versuch ich mal eure Fragen zu beantworten:
    Also Ally wiegt momentan 33 KG
    Im Uniplan steht etwas von 55 gr Rp (ich denke das ist Protein oder?) bei 200 gramm Fleisch am Tag. (Momentan soll sie ja nur 150 Gramm bekommen)

    Das Protein schädlich sei, habe sie auch nicht behauptet. Es geht eigentlich nur um eine Reduktion des Phosphors.

    Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist der Plan der Uni deiner Meinung nach gar nicht so schlecht oder?...Reduzierung des Phospors...Zuführung von Energie über Fett und Kohlenhydrate... spricht ja eingentlich für den Plan der Uni, oder?

    Ob die Lethargie ein Symtom war, kann ich nicht genau sagen, da wir Ally ja erst zu uns geholt haben. Vielleicht war es auch eine Reaktion auf den Umstellungsstress und die neue Umgebung.

    Das einzige richtige Symtom, dass sie sehr viel getrunken hat, ist aber seit Fütterung nach Uni Plan wesentlich besser geworden. Der ganze Hund ist viel aktiver geworden. Nur die Blutwerte schlechter...*kopfkratz*

    Brennesselsamen füttere ich seit 2 Tagen und auch die Kräutermischung von CD Vet Dog Fitness. Die Ölzugabe habe ich letzte Woche komplett auf Lachsöl umgestellt.

    Ich hab mir auch die Kräuter, die Swanie bei Nierenkrankung empfiehlt gekauft. Kann mir jemand von euch sagen in welcher Dosierung ich diese (Bis auf Brennesselsamen)füttern soll?

    Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser das Futter umzustellen? Keiner hier der Erfahrung mit den Vitalpilzen hat? Vielleicht mit Cordyceps?

    Nochmal vielen Dank

    Liebe Grüße

    Bianca
    Hi,
    wenn die Werte sich nach Umstellung verschlechtert haben spricht das eigendlich nicht für den Plan der Uni.Denn gleichbleibend oder besser wäre angesgt.
    Ich habe den Eindruck daß die wohl sehr auf Proteinreduktion bauen aber gleichzeitig durch Mengen an Getreide wiederum ganz schün viel Phosphor in den Plänen haben!!!!
    Wenn ich da mal meine Fütterung bei 36kg Nierenhund gegenhalte sind da doch mächtige Unterschiede,und unsere Werte haben sich seit 2 Jahren nicht verschlechtert.
    Zuführung der Energie über Fett wenns denn reines unbehandeltes tierisches Fett ist wäre auch ok.
    Aber wie schon gesagt,sooo viel Getreide?????

    Vitalpilze????
    soweit ich weis ,sind die für einen Hund absolut verboten,oder verwechsele ich da was?

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  • Daima
    antwortet
    Nun möchte ich mich auch erst einmal bei juppio1 für deine aussagekräftige Antwort bedanken. Super, das erklärt viel für diejenigen, die sich vorsichtig an das Thema herantasten

    Bianca, zu den Dosierungen und den Pilzen kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

    Daisy bekommt zur Unterstützung der Nierentätigkeit 2x in der Woche Renes von PlantaVet. Das ist ein homöophatisches Komplexmittel.

    Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass du mit der Ernährungsumstellung die CNI still stellen bzw. aufhalten kannst.

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  • lacky
    antwortet
    Hallo,

    erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten!!!

    Dann versuch ich mal eure Fragen zu beantworten:
    Also Ally wiegt momentan 33 KG
    Im Uniplan steht etwas von 55 gr Rp (ich denke das ist Protein oder?) bei 200 gramm Fleisch am Tag. (Momentan soll sie ja nur 150 Gramm bekommen)

    Das Protein schädlich sei, habe sie auch nicht behauptet. Es geht eigentlich nur um eine Reduktion des Phosphors.

    Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist der Plan der Uni deiner Meinung nach gar nicht so schlecht oder?...Reduzierung des Phospors...Zuführung von Energie über Fett und Kohlenhydrate... spricht ja eingentlich für den Plan der Uni, oder?

    Ob die Lethargie ein Symtom war, kann ich nicht genau sagen, da wir Ally ja erst zu uns geholt haben. Vielleicht war es auch eine Reaktion auf den Umstellungsstress und die neue Umgebung.

    Das einzige richtige Symtom, dass sie sehr viel getrunken hat, ist aber seit Fütterung nach Uni Plan wesentlich besser geworden. Der ganze Hund ist viel aktiver geworden. Nur die Blutwerte schlechter...*kopfkratz*

    Brennesselsamen füttere ich seit 2 Tagen und auch die Kräutermischung von CD Vet Dog Fitness. Die Ölzugabe habe ich letzte Woche komplett auf Lachsöl umgestellt.

    Ich hab mir auch die Kräuter, die Swanie bei Nierenkrankung empfiehlt gekauft. Kann mir jemand von euch sagen in welcher Dosierung ich diese (Bis auf Brennesselsamen)füttern soll?

    Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser das Futter umzustellen? Keiner hier der Erfahrung mit den Vitalpilzen hat? Vielleicht mit Cordyceps?

    Nochmal vielen Dank

    Liebe Grüße

    Bianca

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  • dat Tinsche
    antwortet
    Zitat von Heraline Beitrag anzeigen
    Meine Mutter litt unter Nierenversagen und musste ihre Kaliumwerte besonders im Auge behalten. Kartoffeln durfte sie zwar nach wie vor essen aber um den Kaliumgehalt in den Kartoffeln zu reduzieren musste sie die geschälten Kartoffeln über mehrere Stunden in kaltem Wasser einlegen, Wasser wegschütten und erst danach kochen. So wurde, zumindest lt. Angaben der Dialysestation, der Kaliumgehalt um einiges reduziert.

    Connie
    Hi,
    ja von dieser Methode hab ich auch gehört,allerdings auch daß es den Kaliumgehalt nur um ein geringes Maß rduziert.
    Ich denke wenn man hin und wieder mal ne Kartoffel zum Futter gibt ist das kein Weltuntergang ,nur nicht regelmäßig oder gar täglich.

    bei uns gibt es auch hin und wieder mal ne Kartoffel,dafür wird dann am Kalium im Obst und Gemüse gespart.
    Ich bin da mächtig pingelig geworden ,denn wie schon gesagt ist bei meinem Hund der K.-Blutwert schon am Anfang explodiert.

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  • Heraline
    antwortet
    Meine Mutter litt unter Nierenversagen und musste ihre Kaliumwerte besonders im Auge behalten. Kartoffeln durfte sie zwar nach wie vor essen aber um den Kaliumgehalt in den Kartoffeln zu reduzieren musste sie die geschälten Kartoffeln über mehrere Stunden in kaltem Wasser einlegen, Wasser wegschütten und erst danach kochen. So wurde, zumindest lt. Angaben der Dialysestation, der Kaliumgehalt um einiges reduziert.

    Connie

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  • dat Tinsche
    antwortet
    Hi,
    ich kann mich dem nur anschließen,denn ich habe auch schon so einige Nierendiätpläne von sogenannten Proffessoren gesehen.1. sind die schw.teuer 2. werden die Pläne von Rechnern erstellt wo nur ein paar Daten vom Hund eingegben werden,hab ich mir sagen lassen.

    Dann hab ich schon mehrere Pläne gesehen die manchen Hunden garnicht gut bekommen sind .Es sind zum Teil doch seehr viele industrielle Lebrnsmittel drin oder sogar Knochenmehl!!!!!

    Nochmal wegen Kalium in Kartoffeln.
    Ich selber hab die Erfahrung gemacht daß der Kaliumwert im Blut nach regelmäßiger Gabe von Kartoffeln explodiert ist(Ni im Anfangsstadion)Hab damals Kartoffeln und Reis im Wechsel gefüttert.
    Es sind ja nicht nur die Kartofflen,sondern auch einige Obst und Gemüsesorten die sehr kaliumreich sind.
    Seit ich nun die K.weglasse und auch bei den anderen Futterkomponenten geziehlter füttere ist der Kaliumwert wieder normal.
    Deshalb warne ich davor,aber so eine Nierendiät sofort auf den Hund anzupassen ist wirklich je nach Stadion der Erkrankung nicht immer möglich.
    In wieweit da nochwas verbessert /abgeändert werden muß sieht man erst beim nächsten Blutbild.

    Mein Hund z.B. zeigt mir sofort an wenn seine Nieren überlastet sind.Sobald er was falsches frisst fängt er sofort vermehrt zu trinken und zu pinkeln.

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  • juppi01
    antwortet
    Hallo Bianca,

    ich finde den Uni Plan äusserst bescheiden.
    Die Pläne sind immer nur so ausgerichtet, dass der Hund ja wenig Protein erhält, denn das ist ja Schuld an allem Übel.
    Dabei weiß man mittlerweile, dass es eben nicht so ist. Die gängigen Futtermittelhersteller haben genung Forschung betrieben und festgestellt, dass das Protein keinen direkten Einfluß auf die Nieren hat.
    D.h die Erkrankung wird durch eine proteinarme Kost nicht verlangsamt/aufgehalten.

    Eine Proteinreduktion wird daher nur noch als sinnvoll angesehen, wenn der Hund urämisch ist und starke Symptome wie Durchfall, Lethargie, Übelkeit u.s.w zeigt. Diese Symptome sprechen dafür, dass sich Abbauprodukte im Blut anreichern, weil die Niere eben nicht mehr in der Lage ist richtige Arbeit zu leisten. Unter diesen Umständen ist es sinnvoll die Proteinzufuhr ein wenig abzusenken, denn weniger Protein = weniger Abbauprodukte = weniger Abbauprodukte im Blut. Die Symptome werden gemildert und dem Hund geht es besser. Aber nochmals: Einen direkten Einfluß auf die Niere hat das Protein nicht und damit auch nicht auf das Fortschreiten der Erkrankung.

    Wichtig ist das der Hund hochwertiges Protein bekommt. (Fleisch) Keine bindegewebsreichen Schlachtabfälle (Ohren, Euter, Knorpel).
    Bei der Menge wird meist von „moderaten“ Mengen gesprochen, was meist so ziemlich dem Erhaltungsbedarf eines gesunden Hundes entspricht. Für einen 20kg Hund liegt der Erhaltungsbedarf z.B. bei 47g Protein/pro Tag. Für gesunde Hund darf es auch deutlich mehr sein. Für Hunde im Anfangsstadium würde ich z.B. mit diesen Werten hantieren.
    Der absolute Mindestbedarf liegt wohl bei 1,33g/kg (laut RC), das sind allerdings die Werte für Hunde im Endstadium und so eine starke Reduktion sollte auch nicht ohne tierärztliche Aufsicht/Kontrolle vorgenommen werden.
    Nierendiätfutter halte ich daher z.B. für nicht optimal, denn sie müssen für alle Stadien der Erkrankung verfütterbar sein. Der Hund im Anfangsstadium erhält somit die selben Nährstoffmengen wie ein stark urämischer Hund im Endstadium. Das kann nicht sinnvoll sein, oder?

    Im Buch „The Dog“ von Linda P. Case wird zu einer Proteinreduktion geraten wenn BUN (Harnstoff-N) über 80mg/dl liegt und Kreatinin bei 2,5 (hab aber auch schon höhere Angaben gelesen).
    Auch sie weist explizit darauf hin, dass man die Diät individuell an den Symptomen des Hundes orientieren sollte und das eine Proteinreduktion die Krankheit nicht aufhält.

    Dein Hund hat schon einen deutlich erhöhten Kreatininwert und du hast auch schon einige Symptome angesprochen (Mundgeruch, Lethargie), so dass die Reduktion vielleicht ihre Berechtigung hat. - Das kann ich nicht beurteilen....
    D.h du musst dich irgendwo zwischen 1,33 – 2,2 g / pro kg einordnen (anfangs natürlich eher bei den 2,2g) und deinen Hund genau beobachten. Stellst du Verschlechterungen fest und die Symptome verschlimmern sich, musst du weiter reduzieren.
    Wie schwer ist dein Hund? Und wieviel Protein liefert der Uni-Plan? Irgendwas zwischen 45-60g, oder?

    Zur Senkung des Kreatininwerts werden hier im Forum Brennesselsamen empfohlen. Dazu wurden auch mal englische Links genannt. (Vielleicht finde ich sie wieder...) Erste Erfolgsgeschichten gab es wohl auch schon.

    Ganz wichtig ist die Phosphorreduktion bei Nierenpatienten. M/Z geben da Werte von 45mg/kg an.
    Hier ist eine etwas genauere Empfehlung:
    5kg dog: 68 - 182 mg (up to 272 mg in very early stages)
    10kg dog: 170 - 455 mg (up to 682 mg in very early stages)
    20kg dog: 340 - 900 mg (up to 1364 mg in very early stages)
    30kg dog: 511 - 1364 mg (up to 2045mg in very early stages)
    40kg dog: 680 - 1818 mg (up to 2727mg in very early stages)
    Quelle

    Du siehst ... alleine durch die Phosphorreduktion wird es schon schwierig große Proteinmengen zu verfüttern, denn je nach Sorte enthält Fleisch zwischen 150 – 350 mg Phosphor / 100g.

    Nun gilt es nur noch Energie zuzuführen und das geschieht meist über Fett und Kohlenhydrate. - Da gilt es irgendwie eine Balance zu finden. Bei Hunden im Anfangsstadium, die noch nicht so sehr auf Protein und Phosphor achten müssen genügt meist schon die Gabe von fettigem Fleisch.
    Später ist das je nach Hund evtl nicht mehr möglich ...

    Bei Getreidegaben sollte man ein Auge auf´s Phosphor haben. Am wenigsten enthalten Kartoffeln und weißer, matschig gekochter Reis.
    Kartoffeln werden von einigen im Forum neuerdings als gefährlich betrachtet, wegen ihrem Kaliumgehalt... ich denke allerdings, wie auch beim Protein, das man das sehr individuell betrachten sollte.
    So habe ich z.B. auch schon gelesen, dass die Kaliumgehalte erst bei weit fortgeschrittener Krankheit ansteigen und das auch durchaus Kaliummängel bei Niereninsuffizienz keine Seltenheit darstellen.
    Je nach Hund sollte man die Zufuhr also einschränken, oder erhöhen.
    Fett ist der weitaus bessere Energielieferant und Getreide vorzuziehen, wobei ich allerdings nicht Schweinebauch, sondern rohes, unbehandeltes Geflügelfett bevorzugen würde.
    Je nach Hund kann zuviel Fett aber zu Dünnpfiff führen und die Kombination wenig Protein, aber extrem viel Fett soll wohl auch für die Bauchspeicheldrüse nicht sooo vorteilhaft sein.
    Eine Kombination aus beidem scheint mir persönlich also angebrachter.

    Gemüse und Kräuter können eine weitere sinnvolle Bereicherung der Fütterung darstellen, wobei ich da einfach nochmals schauen würde, welche sich besonders positiv auf die Nierenfunktion ausüben sollen und der Hund zudem auch gerne mag...

    Weitere sinnvolle Zusätze sind Fischöl (statt Leinöl), Vitamin B-Komplex, Vitamin C, Coenzym Q-10, Kalziumkarbonat, Brennesselsamen u.s.w.
    Zu den Pilzen kann ich dir leider nichts sagen.

    Mit ein bisschen Mühe kannst du dir gut einen eigenen Futterplan zusammenstellen. Du musst halt nur (ist leicht gesagt) alles bisher Gesagte berücksichtigen.
    Im Buch „Ernährung des Hundes“ findest du einen Tabellenanhang, der dir evtl weiterhelfen kann. Ebenso wie die verschiedenen Nährwertrechner im Internet, oder die USDA database.
    (Gerade in Bezug auf die Protein und Phosphor – Gehalte der verschiedenen Lebensmittel)

    Vielleicht ist dir das alles jetzt eine kleine Hilfe. Ich bin kein TA und auch keine Professionelle....und vieles von dem geschriebenen ist vielleicht auch diskussionwürdig, aber wenn du mit diesen groben Richtlinien in die eine oder andere Richtung weiterforschst und liest ... kannst du bestimmt einen guten Futterplan für deine Ally erstellen.

    Alles Gute

    Gruß Juppi

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  • lacky
    antwortet
    Hallo Bettina und Marina,

    was füttert Ihr denn? Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser den Futterplan umzustellen?

    Liebe Grüße

    Bianca

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  • Daima
    antwortet
    Meine Hündin hat auch CNI. Ich kann aber leider auch noch keine neuen Werte vorlegen. wir sind seit ende Januar dabei Allerdings nicht nach einer UNI. So gut ist der Ruf ja nun nicht, zumindest nachdem was ich gehört/gelesen habe.

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  • Miss Jessy
    antwortet
    Hallo Bianca!

    Ja, Jessy hat leider CNI. Ich habe aufgrund eines über den Referenzbereich hinaus gestiegenen Kreatininwerts eine Kreatinin-Clearance machen lassen. Dabei kam heraus, dass sie nur 50 - 58 % der Filtrationsleistung eines gesunden Hundes hat. Mein Plan wurde so zusammengestellt, dass meine 24 kg Hündin pro Tag 58 - 61 g Eiweiß bekommt. Ich werde auf jeden Fall berichten, was die Blutwerte ergeben haben. Zuvor habe ich auch schon frisch gefüttert.

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  • lacky
    antwortet
    Hallo Bettina,

    hat Deine Hündin auch CNI? hast Du vorher Blutwerte nehmen lassen? Sieht Dein Plan ähnlich aus wie meiner? Was hast Du vorher gefüttert?

    Berichte doch bitte auf jeden Fall was dabei raus gekommen ist.

    LG

    Bianca

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